Welchen Zugang haben Entwicklungsländer zu Medikamenten?

 

Erhalten auch Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu unseren Medikamenten?

Millionen von Menschen in Entwicklungsländern haben keinen Zugang zu Medikamenten. Ihnen fehlt es an Kaufkraft, es existieren keine Märkte und kein funktionierendes Gesundheitswesen. Wir versuchen auf mehreren Wegen Abhilfe zu schaffen. Mit unseren Zugangsprogrammen für Verhütungsmittel wollen wir zum Beispiel Frauen eine selbstbestimmte Familienplanung ermöglichen und die Mütter- und Kindersterblichkeit verringern.

Daher arbeiten wir seit Jahrzehnten mit der US-Entwicklungsbehörde USAID und anderen Partnern zusammen. Die Verhütungsmittel stellen wir eigens für diese Programme her und geben sie zu einem niedrigen Preis an die Hilfsorganisationen ab. Unsere Auftraggeber übernehmen den Vertrieb vor Ort.
Allein im Jahr 2015 konnten durch die bereitgestellten Medikamente schätzungsweise fünf Millionen unerwünschte Schwangerschaften und zwei Millionen Abtreibungen vermieden werden.

Darüber hinaus stellen wir unsere Wirkstoffe zur Behandlung der Afrikanischen Schlafkrankheit und Chagas in Lateinamerika regelmäßig der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kostenfrei zur Verfügung – beide Krankheiten zählen zu den sogenannten vernachlässigten tropischen Krankheiten. Unser Engagement haben wir mit der Unterzeichnung der „London Declaration on fighting neglected tropical diseases“ unterstrichen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, 10 dieser Tropenkrankheiten bis 2020 zu eliminieren.