Wir fördern den kostbarsten Rohstoff:
das Wissen

Als forschungsorientiertes Unternehmen sind wir in hohem Maße auf gut ausgebildete Nachwuchskräfte und Technikakzeptanz in der Gesellschaft angewiesen. Bildung ist zudem für die Gesellschaft einer der wichtigsten Schlüssel zu langfristigem Wohlstand. Bayer misst daher der Förderung von Bildung und Forschung in seinem gesellschaftlichen Umfeld einen hohen Stellenwert zu. Unsere Schwerpunkte liegen in den Bereichen Natur-, Lebens- und Agrarwissenschaften, Umwelt, Technik sowie Medizin.

Ein wesentlicher Teil unserer Unterstützung erfolgt dabei über die Bayer Science & Education Foundation. Unter anderem finanziert die Bayer-Bildungsstiftung Stiftungslehrstühle, vergibt Wissenschaftspreise und unterstützt junge Menschen mit Schüler- und Stipendienprogrammen.

Spitzenforschung und wissenschaftliche Ehrenpreise

Grundlagen- und Industrieforschung stellen eine Investition in zukünftige Entwicklung und Wertschöpfung dar. Deshalb honoriert die Bayer Science & Education Foundation herausragende Forschungsleistungen mit verschiedenen Wissenschaftspreisen.

Alle zwei Jahre werden im deutschsprachigen Raum die jeweils mit 75.000 Euro dotierten Auszeichnungen Familie-Hansen-Preis und Otto-Bayer-Preis vergeben. Der Familie-Hansen-Preis zeichnet Pionierleistungen in der medizinischen Grundlagenforschung aus, die das Potential haben, die Gesundheitsversorgung und Heilung von Krankheiten langfristig zu verbessern. Mit dem Otto-Bayer-Preis ehren die Bayer-Stiftungen Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum, die wegweisende Forschungsbeiträge auf innovativen Gebieten der Chemie und Biochemie geleistet haben.

Mit seinen Nachwuchspreisen fördert Bayer junge, kreative Forscher gezielt bereits in den frühen Stadien ihrer Karrieren. Der Bayer Early Excellence in Science Awards wird jährlich jeweils an Biologen, Chemiker und Medizinwissenschaftler verliehen, die ihre Promotion vor maximal fünf Jahren abgeschlossen haben, durch ihre Forschungsbeiträge dennoch bereits sichtbar zu neuen Erkenntnissen beigetragen haben. Mit dem Thrombosis Research Award belohnen die Bayer Stiftungen zudem alle zwei Jahre Nachwuchsforscher für besondere Leistungen in der grundlegenden und klinischen Thromboseforschung.

Talente von morgen unterstützen

Pioniere von morgen auf ihrem Weg in die Zukunft begleiten – das ist das Ziel der Bayer-Stipendienprogramme. Sie fördern weltweit junge Talente bei besonderen Studien und Berufsvorhaben auf den Gebieten Life Science, Medizin und Landwirtschaft.

Das International Fellowship Program richtet sich mit insgesamt sechs Programmen an Studierende und Auszubildende in naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen. Wichtigste Voraussetzung für die Förderung: Die Bewerber arbeiten in einem innovativen und international ausgerichteten Projekt. In folgenden Bereichen werden die Förderungen an Studierende und Young Professionals mit thematisch entsprechender Studienrichtung vergeben:

  • Life Science (Otto-Bayer-Stipendium)
  • Medizin (Carl-Duisberg-Stipendium)
  • Agrarwissenschaften (Jeff-Schell-Stipendium)
  • Lehramt Biologie und Chemie (Kurt-Hansen-Stipendium)

Vom Programm Talents for Africa profitieren Studierende und Young Professionals aus verschiedenen Studienrichtungen; aus Deutschland für ein Projekt in Afrika oder aus Afrika für einen Aufenthalt in Deutschland.
Mit dem Hermann-Strenger-Stipendium werden speziell Auszubildende und junge Berufstätige in nicht-akademischen Berufen – aus dem Gesundheitswesen, technisch-naturwissenschaftlichen oder kaufmännischen Sektor – für einen berufsorientierten Auslandsaufenthalt gefördert.

Mit seinen beiden Post Doc Specials gibt die Bayer-Stiftung jungen Menschen aus aller Welt Starthilfe nach der Promotion – durch die Teilnahme an außergewöhnlichen Veranstaltungen und den Austausch mit klugen Köpfen. Über die Bayer Lindau Fellowships können Nachwuchswissenschaftler an den jährlich stattfindenden Lindauer Nobelpreisträgertreffen teilnehmen. Das Bayer Young Physician Leaders Program ermöglicht medizinischen Nachwuchstalenten zum World Health Summit zu reisen, dem größten internationalen Medizinkongress.

Ein Eckpfeiler im Bereich Agrar-Bildung bildet bei Bayer das Programm Youth-Ag, dass Jugendliche, junge Erwachsene und Wissenschaftler im Alter von 14 bis 28 Jahren für landwirtschaftliche Themen begeistern soll. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei die Teilnahme junger Menschen am einwöchigen Jugend-Agrargipfel, dem Youth-Ag Summit. Dort treffen junge Vordenker aufeinander, um nachhaltige landwirtschaftliche Lösungen zu erörtern, die zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung beitragen.

Der Youth-Ag Summit 2017 (in Englisch)

Förderung von Schülerinnen und Schülern

Je früher zielführende Bildungsförderung einsetzt, desto besser. Bayer beherzigt diesen Grundsatz und beginnt schon in den Schulen mit der Förderung der Naturwissenschaften. Einige unserer zahlreichen Projekte sind preisgekrönt und haben Vorbildcharakter gewonnen.

Das Schulförderprogramm der Bayer-Stiftung unterstützt gezielt Bildungseinrichtungen im Umfeld der Unternehmensstandorte in Deutschland bei ihren Anstrengungen, den naturwissenschaftlich-medizinischen Unterricht durch innovative Projekte attraktiver zu gestalten. Jedes Jahr stehen dafür insgesamt 500.000 Euro bereit.

In unseren Schülerlaboren, den Baylabs, ermöglichen wir Kindern und Jugendlichen eigenständig unter professioneller Anleitung spannende Experimente zu den Themen Gesundheit, Pflanzen, Ernährung und Medizin auszuführen und dadurch die praktische Wissenschaft hautnah kennenzulernen. Über den Globus verteilt gibt es 16 Baylabs in zehn Ländern im Umfeld unserer Unternehmensstandorte.

Zudem ist Bayer in Nordrhein-Westfalen langjähriger Partner von bekannten wissenschaftlichen Schülerwettbewerben wie Jugend forscht, der Internationalen Biologie-Olympiade und der Internationalen Chemie-Olympiade, in denen besondere Leistungen und Begabungen von jungen Menschen in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik gefördert werden.

Eine andere Zielgruppe steht im Fokus unseres Starthilfe-Programms. In diesem werden seit fast 30 Jahren benachteiligte Jugendliche über ein Jahr hinweg intensiv auf eine spätere naturwissenschaftlich-technische Ausbildung vorbereitet. Mit Erfolg: Weit über 80 Prozent der bisherigen Teilnehmer begannen anschließend eine reguläre Berufsausbildung.

Bis zum Jahr 2020 bei einer Million Kinder die Liebe für Wissenschaft wecken – das ist das selbstbewusste Ziel des internationalen Bayer-Programms Making Science Make Sense. 1995 in den USA gegründet, gehen darin heute rund 1.200 Bayer-Mitarbeiter regelmäßig auf ehrenamtlicher Basis in Schulen und zeigen Kindern, wie spannend Naturwissenschaften sein können. Für seinen Ansatz wurde das Förderprogramm mit renommierten US-Preisen wie dem „President's Service Award“ und den „Ron-Brown-Award for Corporate Leadership“ ausgezeichnet. Aufgrund seines großen Erfolges in den USA sind ähnliche Programme in Brasilien, Dänemark, Großbritannien, Japan, Polen, Schweden, der Schweiz, Slowakei, Taiwan, Tschechien, der Türkei und Ungarn eingeführt worden.

Dr. Mae C. Jemison, die erste afroamerikanische Astronautin, unterstützte „Making Science Make Sense“ schon in der Entstehungszeit.
Noch heute stärkt Dr. Mae C. Jemison die Bekanntheit des Programms in den USA.
Auch in China begeistern Bayer-Mitarbeiter Kinder für Wissenschaft.
Die Kinder in Taiwan lieben „Making Science Make Sense“.
In Indien ist das Programm ein großer Erfolg. Jungen wie Mädchen sind fasziniert von Forschungsthemen.
In den USA, wo „Making Science Make Sense“ gegründet wurde, engagieren sich heute mehrere hundert Bayer-Mitarbeiter in Schulen.
…und die Kinder lieben die Experimente!