Umweltschutz

 

Unsere Verantwortung für den Schutz der Umwelt nehmen wir auf vielfältige Weise wahr: Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Belastungen für die Umwelt durch unsere Geschäftstätigkeit zu verringern, und entwickeln Produktlösungen, die der Umwelt zugutekommen. Für uns ist der effiziente Umgang mit Rohstoffen und Energie sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll: Unsere Maßnahmen entlasten die Umwelt und senken gleichzeitig die Kosten für Material, Energie, Emissionen und Entsorgung.

Wasser – eine lebenswichtige Ressource

Wir nutzen viele Möglichkeiten, unsere Produktionsverfahren ressourcenschonender und emissionsärmer zu gestalten. Unserem Anspruch folgend setzen wir uns für eine möglichst geringe Abwasserbelastung ein. Die Menge der zu entsorgenden Materialien verringern wir durch ein systematisches Abfallmanagement und Recycling-Aktivitäten.

Verantwortlichkeiten und Rahmenbedingungen sind auf Konzernebene u. a. durch Konzernregelungen sowie Ziele und Leistungskennzahlen festgelegt. Mithilfe zertifizierter HSEQ-Managementsysteme regeln wir die operative Umsetzung. Unsere ökologischen Standards gelten dabei weltweit.

Wir bekennen uns zur „Responsible Care™“-Initiative der chemischen Industrie und haben die Grundlagen unseres Engagements in einer „Bayer Sustainable Development Policy“ niedergelegt. Zertifizierte HSEQ-Managementsysteme regeln die operative Umsetzung.

Energieeinsatz

Energie- und Materialeinsatz sowie die Höhe der Emissionen hängen wesentlich von der produzierten Verkaufsmenge ab, die Zwischenprodukte nicht mit einschließt. mehr  

Konzernziel 2020: Verbesserung der Energieeffizienz um

10%

Emissionen in die Luft

Emissionen in die Luft stammen bei Bayer größtenteils aus der Erzeugung und dem Verbrauch von Strom, Dampf und Prozesswärme. Durch die verschiedenen Maßnahmen im Rahmen unseres Bayer-Klimaprogramms, z. B. der Einführung von Energiemanagementsystemen sowie Produktions- und Prozessinnovationen, haben wir in den vergangenen zehn Jahren eine signifikante Minderung der Emissionen erreicht, die mit einer Verbesserung der Ressourceneffizienz einhergeht. Unsere Erfolge hinsichtlich der Reduktion von Treibhausgas (THG)-Emissionen haben wir in den CDP-Berichten dokumentiert und erhielten 2016 dafür eine exzellente Bewertung: den Leadership-Status mit der Höchstbewertung A. mehr 

Wassernutzung und Emissionen in das Wasser

Die kontinuierliche Verfügbarkeit von sauberem Wasser in ausreichenden Mengen ist eine Voraussetzung für die Versorgung unserer Produktionsstandorte und ihr Umfeld. Dies ist jedoch in vielen Regionen der Welt nicht mehr ohne Weiteres gegeben. Wir tragen Sorge für unsere Wasserversorgung, ohne dass die industrielle Wassernutzung zu lokalen Problemen wie z. B. Wasserknappheit für die dortige Bevölkerung führt. Bayer unterstützt das „CEO Water Mandate“ des UN Global Compact, um in Zusammenarbeit mit wesentlichen Stakeholdern nachhaltige Strategien im Umgang mit Wasser zu entwickeln. Über unseren Umgang mit Wasser und die damit verbundenen Risiken berichten wir im „CDP Water Disclosure“. mehr   

Abfall und Recycling

Durch systematisches Abfallmanagement halten wir Materialverbräuche und Entsorgungsmengen auf einem möglichst geringen Niveau. Dazu tragen nach Abfallarten getrennte, sichere Entsorgungswege und ökonomisch sinnvolle Recyclingverfahren bei. Einfluss auf die Abfallmengen und Verwertungswege haben außerdem Produktionsschwankungen und Sanierungsarbeiten an Gebäuden und auf Betriebsgeländen. mehr   

Schutz der Biodiversität

Wir berücksichtigen Einflüsse auf die Biodiversität entlang der gesamten Wertschöpfungskette und haben unsere Prinzipien in einer eigenen Position niederlegt. Wir bekennen uns darin zur Biodiversitäts-Konvention der Vereinten Nationen und dem zugehörigen Nagoya-Protokoll, das den Zugang zu genetischen Ressourcen beinhaltet sowie die ausgewogene und gerechte Aufteilung der aus ihrer Nutzung resultierenden Vorteile. Crop Science hat sich durch eine interne Regelung verpflichtet, dass genetische Ressourcen von Bayer nur im Einklang mit internationalen sowie nationalen Gesetzen erworben und genutzt werden. mehr    

Managementsysteme zur Umsetzung unserer HSEQ-Ziele

Die Managementsysteme von Bayer im HSEQ-Bereich orientieren sich an anerkannten internationalen Standards. Mit der regelmäßigen Pflege der Managementsysteme sowie entsprechenden Schulungen und Zertifizierungen untermauern wir auch unser Bekenntnis zur „Responsible Care™“-Initiative der chemischen Industrie und insbesondere zu den Leitlinien der „Responsible Care Global Charter“. mehr     

Umweltereignisse und Transportsicherheit

Die Transportsicherheit besitzt innerhalb der Bayer-Sicherheitskultur einen hohen Stellenwert. Dies gilt sowohl für den Transport unserer Produkte, insbesondere von Gefahrgütern, auf öffentlichen Transportwegen, als auch für Vorgänge wie Be- und Entladen, die Klassifizierung, Kennzeichnung und Verpackung der Produkte sowie die Wahl der Logistikpartner. Diese werden nach einem festgelegten Verfahren bestimmt und hinsichtlich der Erfüllung von Sicherheits- und Qualitätsstandards bewertet. Mit der Umsetzung einer speziellen Konzernrichtlinie stellen wir sicher, dass alle Materialien entsprechend den einzuhaltenden Vorschriften und ihrem jeweiligen Gefährdungspotenzial gehandhabt werden. Im Rahmen unserer freiwilligen Responsible-Care-Aktivitäten werden auch für Nicht-Gefahrgüter Transportsicherheitsanweisungen erstellt und Distributions-Sicherheits-Audits durchgeführt. Unser Transportsicherheitsmanagement ist Teil des HSE-Managements und wird von einem Netzwerk aus Experten und praxiserfahrenen Anwendern geführt. mehr  

Umweltschutz in der Landwirtschaft

Dank unserer Investitionen in die Erforschung und Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel (biologische und chemische) sowie neuen Saatguts und neuer Serviceleistungen können Landwirte auf nur begrenzt verfügbaren Ackerflächen mehr qualitativ hochwertige Kulturpflanzen produzieren, nachhaltige landwirtschaftliche Maßnahmen wie zum Beispiel integrierte Schädlingsbekämpfung (Integrated Pest Management, IPM) und integriertes Pflanzenmanagement (Integrated Crop Management, ICM) verbessern und invasive Neophyten (Invasive Alien Species, IAS) in den Griff bekommen. Darüber hinaus fördern wir in Zusammenarbeit mit Partnern im Rahmen spezieller Initiativen wie dem Bayer Bee Care Program und Bayer ForwardFarming nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken.

Bayer Bee Care Programm

Als Unternehmen, das über Expertenwissen im Bereich Pflanzen- und Tiergesundheit verfügt, wissen wir, wie wichtig Bienen und andere Insekten für die Bestäubung in der Landwirtschaft sind. Durch Forschung, Kommunikation und Austausch wollen wir im Rahmen des Bee Care Programms die Herausforderungen von Bestäubern in der modernen Welt aufzeigen und das Bewusstsein für dieses Thema schärfen. Wir wollen durch weltweite Partnerschaften zur Gesundheit, zum Wohlbefinden und zur Vielfalt von Bienen und anderen Bestäubern sowie zur Optimierung der Bestäubungsleistung in der Landwirtschaft beitragen.

Mit unseren Maßnahmen decken wir die drei Bereiche „Bienenernährung“, „Gesunde Bienenstöcke“ und „Nachhaltige Landwirtschaft“ ab.


  1. Bienenernährung („Feed a Bee“): alle unsere Aktivitäten im Bereich „Futter und Ernährung“, die Bestäubern ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Nahrungsangebot sichern und zur Biodiversität beitragen sollen.
  2. Gesunde Bienenstöcke: alle unsere Aktivitäten im Bereich „Schädlinge und Krankheiten“ sowie „Imkerpraktiken“ in Bezug auf Honigbienen.
  3. Nachhaltige Landwirtschaft: alle unsere Aktivitäten für eine sichere Verwendung von Pflanzenschutzmitteln, ob durch Sicherheitsstudien zu Bestäubern, innovative Anwendungstechniken, unseren Einsatz für gute Beziehungen zwischen Imkern und Landwirten oder durch unsere Ansätze zur Optimierung der Bestäubung.

Beispiele für solche Partnerschaften sind:

  • In Deutschland beschäftigen sich mehrere Partner im Rahmen einer Kooperation mit der Entwicklung von Maßnahmen, die zu einem Gleichgewicht zwischen landwirtschaftlicher Aktivität und Biodiversität beitragen. Dazu überwachen und messen sie die Auswirkungen von Blühstreifen und Nisthilfen auf die Biodiversität von Bestäubern und anderen Tieren in unterschiedlichen Agrarlandschaften.
  • Unsere Landwirte im Vereinigten Königreich wenden integriertes Pflanzenmanagement und landwirtschaftliche Praktiken an, die Biodiversität erhalten und fördern. Auf ihren Betrieben finden sich Hecken, Nistplätze, Wildblumenwiesen, Gräben und Erdwälle, die Vögel, Fledermäuse, Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und andere Tierarten anlocken sollen.
  • Das Bayer Bee Care Center (BBCC) arbeitet zudem in mehreren lateinamerikanischen Ländern (Brasilien, Chile, Kolumbien und Peru) mit ortsansässigen Forschern zusammen und finanziert dort Studien, in denen untersucht wird, welche Bienen oder andere Insektenarten von den dort angebauten wichtigsten Kulturpflanzen angelockt werden.

Schutz für den Bienenstock

Im Sommer ist die Zeit der Honigernte im Bienenstock. Danach füttert Imker Ernst Caspari seine Bienen mit Zuckersirup, um sie für den Winter zu stärken. Doch das allein reicht nicht aus, um das Überleben des Bienenvolkes zu sichern.

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Im Rahmen des Bee Care Programms hat Bayer in Deutschland und den USA Bee Care Center errichtet. Diese dienen als Plattform für wissenschaftlichen Austausch und Kommunikation, offene Diskussionen und zur Ergründung gemeinsamer Projekte mit externen Partnern. Durch die direkte Ansprache unserer Stakeholder wollen wir unsere Aktivitäten transparenter machen und eine offene Diskussion sowie neue Partnerschaften anregen.

Die Bestäubergesundheit muss von allen gemeinsam angegangen werden. Wir sind überzeugt, dass eine breit angelegte Zusammenarbeit zur Entwicklung nachhaltiger Lösungen für die Bestäubergesundheit unerlässlich ist.

Bayer ForwardFarming

Zudem verstärken wir unsere direkte Zusammenarbeit mit Landwirten im Rahmen der Bayer ForwardFarming-Initiative. Auf den Bayer ForwardFarms werden unsere Lösungen für nachhaltige Landwirtschaft greifbar gemacht. Die ersten ForwardFarms entstanden in Belgien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden. Weitere Kooperationen sind in Vorbereitung. Diese ausgewählten ForwardFarms teilen ihr Know-how und ihre Verbesserungen und verknüpfen ihren wirtschaftlichen Erfolg mit Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft. Mit dieser Plattform fördern wir den Wissensaustausch zwischen Landwirten, Verbrauchern, der Politik und der Wissenschaft. Auf den Höfen der Landwirte, die Teil der Bayer ForwardFarming-Initiative sind, werden unsere Maßnahmen für nachhaltige Landwirtschaft in die Praxis umgesetzt. Auch natürliche Lebensräume für Nützlinge, Bestäuber und Vögel sind dort fester Bestandteil des Betriebsmanagements. Die ForwardFarms in Belgien, Deutschland, Frankreich und weiteren Ländern sind der Beweis dafür, dass Biodiversität und landwirtschaftliche Produktivität auf nachhaltige Art und Weise miteinander verknüpft werden können.