Politisches Engagement

Unsere politischen Grundsätze und Positionen

 

Als Teil unseres Engagements gegen Korruption stellt unser „Verhaltenskodex für verantwortungsvolles Lobbying“ verbindliche Regeln für das Engagement im politischen Raum dar und schafft Transparenz in der Zusammenarbeit mit Repräsentanten politischer Institutionen. Zudem beteiligen wir uns proaktiv an bestehenden Transparenzinitiativen beispielsweise der Europäischen Institutionen oder des US-Kongresses.

Die Grundsätze für die Ausrichtung der politischen Interessenvertretung von Bayer werden vom „Public and Governmental Affairs Committee“ des Konzerns erarbeitet. Dieses Gremium legt die Positionen des Unternehmens in Bezug auf relevante politische und gesetzgeberische Entscheidungsprozesse fest und berät den Bayer-Vorstand bei der Positionierung zu wichtigen politischen Fragestellungen. Auf globaler Ebene lag im Jahr 2017 der Fokus unserer politischen Interessenvertretung auf den Themen „Innovation“, Zugang („Access“), „Reputation“ und „Freedom to Operate“. Im Bereich „Innovation“ setzt sich Bayer für den gesellschaftlichen Diskurs über gute Rahmenbedingungen für die Entwicklung innovativer Technologien und einen starken Schutz von geistigem Eigentum ein. Der Themenkomplex „Access“ befasst sich mit dem sicheren, schnellen und einfachen Zugang von Patienten und Konsumenten zu unseren Produkten. Im Bereich „Reputation“ wollen wir Bayer als führendes Life-Science-Unternehmen positionieren. Dazu suchen wir aktiv den Austausch mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren, insbesondere mit Nichtregierungsorganisationen und Politikern. Unter „Freedom to Operate“ fallen alle Aktivitäten, mit denen Bayer für eine streng wissenschaftsbasierte Regulierung und eine intensive und ergebnisoffene Auseinandersetzung mit neuen Technologien eintritt. Die konkrete Umsetzung der Interessenvertretung vor Ort, das Einhalten ethischer und rechtlicher Kriterien und das Schaffen von Transparenz erfolgen durch die Ländervertretungen und die Konzernfunktion Public & Governmental Affairs.

Unsere Verbindungsbüros in Berlin, Brüssel, Washington, Moskau, Brasilia und Peking sind für unser Unternehmen wichtige Kontaktstellen zur Politik. Wir veröffentlichen Angaben zu Kosten, Mitarbeiterzahl und sonstigen im jeweiligen Land gesetzlich vorgeschriebenen Daten, z. B. in den Transparenzregistern der Europäischen Institutionen oder des US-Kongresses. Dabei geht Bayer weit über die gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen hinaus. So veröffentlichen wir beispielsweise auch Daten für Länder wie etwa Deutschland, in denen keine gesetzliche Publizitätspflicht besteht. 2017 beliefen sich die Kosten der Verbindungsbüros inklusive Personal-, Sach- und Projektkosten auf rund 1,35 Millionen Euro in Berlin, Deutschland, 2,3 Millionen Euro in Brüssel, Belgien, 6,97 Millionen Euro in Washington, USA, 0,28 Millionen Euro in Moskau, Russland, 1,5 Millionen Euro in Brasília, Brasilien, und 0,82 Millionen Euro in Peking, China.

Gemäß unserer Konzernregelung zum verantwortungsvollen Lobbying haben wir im Berichtsjahr keine direkten Spenden an politische Parteien, Politiker oder Kandidaten für ein politisches Amt geleistet. Einige Verbände, deren Mitglied wir sind, spenden unter Berücksichtigung der gesetzlichen Regeln in eigener Verantwortung.

In den USA, wo Unternehmensspenden bei Wahlen auf Bundesebene sowie vielfach auch bei Wahlen in den Bundesstaaten oder auf lokaler Ebene gesetzlich untersagt sind, nutzen einige Mitarbeiter das „Bayer Corporation Political Action Committee“ (BayPac), um Kandidaten für parlamentarische Ämter durch private Spenden zu unterstützen. Political Action Committees sind staatlich reglementierte und rechtlich selbstständige Mitarbeitergruppen. Die von „BayPac“ getätigten privaten Spenden werden regelmäßig an die US-Wahlaufsichtsbehörde Federal Election Commission gemeldet und sind auf deren Webseite (auf Englisch) einsehbar.