Politisches Engagement

Unsere politischen Grundsätze und Positionen

Mit dem „Verhaltenskodex für verantwortungsvolles Lobbying“ hat Bayer verbindliche Regeln für das Engagement im politischen Raum geschaffen und setzt auf Transparenz in der Zusammenarbeit mit Repräsentanten politischer Institutionen.

Innerhalb des Konzerns erarbeitet das „Public and Governmental Affairs Committee“ die Grundsätze für die Ausrichtung der politischen Arbeit von Bayer. Dazu gehört insbesondere die Entwicklung der politischen Positionen des Unternehmens, aber auch die Positionierung des Bayer-Vorstands zu wichtigen politischen Fragestellungen. Der Fokus der politischen Interessenvertretung von Bayer lag im Jahr 2016 unter anderem auf der gesellschaftlichen Diskussion guter Rahmenbedingungen für die Entwicklung innovativer Technologien und Produkte im Life-Science-Bereich, wissenschaftsbasierter Regulierung sowie notwendigen Reformen bei der Pflanzenschutzmittelzulassung und im Bereich Saatgut. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Einbringung von Vorschlägen zur Schaffung nachhaltiger Gesundheitssysteme und der Stärkung von Selbstmedikation als wesentlichem Faktor in diesem Prozess. Bayer wirbt auch für den Abbau von Innovationshürden und engagiert sich auf unterschiedlichen Politikfeldern: von Energie und Chemikalien über Handel bis hin zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Bayer setzt sich zudem für den Schutz geistigen Eigentums ein. Dieser ist eine zentrale Voraussetzung, um weiterhin hohe Investitionen in die Entwicklung innovativer Produkte tätigen zu können.

Unsere Verbindungsbüros in Berlin, Brüssel, Washington, Moskau, Brasilia und Peking sind für unser Unternehmen wichtige Kontaktstellen zur Politik. Bayer beteiligt sich proaktiv an vorhandenen Transparenzinitiativen. Wir veröffentlichen Angaben zu Kosten, Mitarbeiterzahl und sonstigen im jeweiligen Land gesetzlich vorgeschriebenen Daten, z. B. in den Transparenzregistern der Europäischen Institutionen oder des US-Kongresses. Dabei geht Bayer weit über die gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen hinaus. So veröffentlichen wir beispielsweise auch Daten für Länder, wie etwa Deutschland, in denen keinerlei gesetzliche Anforderung für deren Veröffentlichung besteht. 2016 beliefen sich die Kosten der Verbindungsbüros, die jeweils Personal-, Sach- und Projektkosten beinhalten, auf rund: 1,4 Millionen Euro in Berlin, 1,9 Millionen Euro in Brüssel, 7,3 Millionen Euro in Washington, 0,2 Millionen Euro in Moskau, 1,3 Millionen Euro in Brasília und 1,1 Millionen Euro in Peking.

Gemäß unserer Konzernregelung haben wir uns verpflichtet, keine direkten Spenden an politische Parteien, Politiker oder Kandidaten für ein politisches Amt zu leisten. Einige Verbände, deren Mitglied wir sind, spenden allerdings unter Berücksichtigung der gesetzlichen Regelungen in eigener Verantwortung.

Das „Bayer Corporation Political Action Committee“ (BayPac) wird in den USA von einigen unserer Mitarbeiter genutzt, um Kandidaten für parlamentarische Ämter durch private Spenden zu unterstützen. „Political Action Committees“ sind in den USA staatlich reglementierte und rechtlich selbstständige Mitarbeitergruppen. In den USA ist es Unternehmen bei Wahlen auf Bundesebene gesetzlich untersagt, politische Kandidaten mit Spenden direkt zu unterstützen. Für Wahlen auf Bundesstaaten- und lokaler Ebene sind solche direkten Spenden des Unternehmens ebenfalls in vielen Fällen gesetzlich untersagt, jedoch unabhängig von der Gesetzeslage aufgrund bei Bayer bestehender interner Regelungen ausgeschlossen. Daher sind diese Spenden keine Unternehmensspenden. Die „BayPac“-Beiträge werden regelmäßig an die US-Wahlaufsichtsbehörde Federal Election Commission gemeldet und sind auf deren Webseite (auf Englisch) abrufbar.

Letzte Änderung: 24. Mai 2017 Copyright © Bayer AG
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