Bayer-Sportler gewannen bisher 17 olympische Goldmedaillen

 

Emotionen, Jubelschreie, Beifallsstürme, Freudentränen - unendlich viele olympische Sportereignisse bleiben in Erinnerung. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro sind neue faszinierende Augenblicke dazukommen. Aus Bayer-Vereinen nahmen 18 Athletinnen und Athleten daran teil. Mit Erfolg: Vier von ihnen gewannen Medaillen. Damit konnten sie in die Fußstapfen der erfolgreichen Bayer-Sportler treten, die bisher insgesamt 68 Medaillen bei Olympischen Spielen gewannen. Viele von ihnen sind uns mit ihren Leistungen in Erinnerung geblieben. Sei es Zehnkämpfer Willi Holdorf, Doppel-Olympiasiegerin Heide Ecker-Rosendahl oder Ulrike Meyfarth mit ihren Sensations- und Comeback-Erfolgen. Namen und Bilder, die man nie vergessen wird. Hier eine Aufstellung von Bayer-Athleten die olympisches Gold gewannen:

17 Goldmedaillen

2016 in Rio den Janeiro

Annike Krahn (Bayer 04 Leverkusen) - Fußball

Alexandra Popp und Annike Krahn

Freuen sich über Gold: Alexandra Popp (links) und Annike Krahn (Bayer 04 Leverkusen).

Stammspielerin: Durch einen 2:1-Sieg im Finale gegen Schweden sicherte sich das deutsche Frauen-Fußballteam verdient die Goldmedaille. Als Stammspielerin sorgte Annike Krahn (Bayer 04 Leverkusen) in der Abwehr für Stabilität. Nach diesem Karrierehöhepunkt beendete die Innenverteidigerin ihre Laufbahn in der Nationalmannschaft. Die Gegner der DFB-Auswahl waren in der Gruppenphase Simbabwe (6:1), Australien (2:2) und Kanada (1:2). Im Viertelfinale wurde China (1:0) und im Halbfinale Kanada (2:0) besiegt.

1964 bis 2012: Diese Bayer-Athleten gewannen bereits olympisches Gold

2012 Olympische Spiele in London

2008 Olympische Spiele in Peking

Britta Heidemann (TSV Bayer 04 Leverkusen) im Degenfechten

Gold in Peking: Britta Heidemann besiegt im Finale die Rumänin Ana Maria Branza.

Triple: Im Halbfinale musste sie noch um das Weiterkommen zittern. Im Finale siegte Britta Heidemann dann klar (15:11) gegen die Rumänin Ana Maria Branza und gewann damit 2008 olympische Gold. Ein Jahr zuvor war sie bereits Weltmeisterin geworden. 2009 sicherte sich Heidemann mit dem Europameistertitel das Triple und ist somit die erste Degenfechterin, die alle drei großen Titel gleichzeitig innehatte.

1998 Olympische Winterspiele in Nagano

Marco Jacobs (TSV Bayer 04 Leverkusen) im Viererbob

Alternative: Eigentlich war er ein sehr guter Diskuswerfer. Aber gegen Weltmeister und Olympiasieger, wie Lars Riedel und Jürgen Schult, konnte sich Jakobs letztlich nie durchsetzen. Trotzdem wurde auch er Olympiasieger, Weltmeister und Europameister, und zwar in der Bobbahn. Lange Zeit gehörte er zum Team des Piloten Christoph Langen. Als Mitglied im deutschen Viererbob gewann Marco Jacobs olympisches Gold in Nagano.

1996 Olympische Spiele in Atlanta

Stephan Volkert (RTHC Bayer Leverkusen) im Rudern, Doppelvierer

Medaillensammler: Stephan Volkert (2. von links) gewann unter anderem zwei olympische Goldmedaillen und eine Silbermedaille, sechs Weltmeistertitel und einen Juniorenweltmeistertitel.

Klarer Sieg: Mit einem klaren Sieg gegen die USA und Australien sicherte sich der deutsche Doppelvierer die Goldmedaille. Mit an Bord Stephan Volkert, ausgestattet mit dem Gardemaß von 2,00 m und etwa 100 kg Körpergewicht. In seiner Karriere gewann der gebürtige Kölner eine weitere olympische Goldmedaille (1992), sechs Weltmeistertitel und einen Juniorenweltmeistertitel.

Jens Fiedler (ehemals SG EC/Bayer Köln/Worringen) im Radfahren, Sprint

Ungebremst zum Gold: Der Sprint ist die Königsdisziplin im Bahnradsport. Mit speziellen Rädern ohne Bremse und Freilauf, mit starrem Gang, werden Geschwindigkeiten von über 70 km/h erreicht. Jens Fiedler, der erfolgreich an vier Olympischen Spielen teilnahm, holte nach 1992 auch 1996 Gold. 2000 gewann er noch zweimal Bronze und 2004 noch einmal Gold in verschiedenen Disziplinen.

Kristine Andersen (TSV Bayer 04 Leverkusen) im Handball für Dänemark

Nach Verlängerung: Die dänische Handballspielerin gewann mit ihrem Team in einem hochklassigen Finale gegen Titelverteidiger Südkorea. Die spannende Begegnung endete nach Verlängerung mit 37:34. Mit 70 Treffern war dieses Finale das bisher torreichste Handballspiel bei Olympischen Spielen.

1992 Olympische Spiele in Barcelona

Dieter Baumann (TSV Bayer 04 Leverkusen) über 5.000 Meter

Im Schlussspurt: Dieter Baumann feiert im Ziel seinen Sensationssieg gegen die afrikanischen Favoriten.

Sensationeller Schlussspurt: In der Führungsgruppe abwartend, auf der Innenbahn laufend, wählte Dieter Baumann die richtige Taktik. Auf den letzten Metern der Zielgerade nutzte er eine Lücke zwischen den Führenden und siegte dank seines Schlussspurts sensationell gegen die afrikanischen Favoriten. Als erster deutscher Langstreckenläufer in der Geschichte der Olympischen Spiele gewann Baumann Gold.

Heike Henkel (TSV Bayer 04 Leverkusen) im Hochsprung

Im dritten Anlauf: Bei ihren dritten Olympischen Spielen gelang Hochspringerin Heike Henkel der ganz große Triumph. Trotz einer leichten Verletzung dominierte die damals 28-Jährige. Als Einzige übersprang sie 2,02 Meter. Mit diesem Erfolg ist sie die bislang einzige Hochspringerin, die in drei aufeinanderfolgenden Jahren Europameisterin, Weltmeisterin und Olympiasiegerin werden konnte.

Petra Roßner (ehemals SG EC/Bayer Köln/Worringen) im Radfahren, 3.000 Meter Einerverfolgung

Erst Sturz – dann Gold: Sie begann als Leichtathletin, wechselte aber kurze Zeit später zum Radsport. Bei ihren ersten Olympischen Spielen 1988 stürzte sie beim Straßenrennen. Mehr Erfolg hatte sie dann auf der Bahn. 1992 wurde sie in Barcelona Olympiasiegerin in der 3.000-Meter-Einerverfolgung.

Arnd Schmitt (TSV Bayer 04 Leverkusen) im Degenfechten, Mannschaft

Gold-Duo: Arnd Schmitt und Britta Heidemann gewann beide ihre Medaillen im Degenfechten.

Der Enttäuschung folgte Gold: Im Einzelwettbewerb schied Schmitt enttäuschend frühzeitig aus. Mit der Mannschaft erreichte er das Finale, in dem die deutsche Mannschaft gegen Ungarn 1992 die Goldmedaille errang. 1996 in Atlanta verpasste er den Sprung aufs Siegerpodest, erfuhr jedoch als Fahnenträger der deutschen Olympiamannschaft zur Eröffnungsfeier große Ehre. 1999 wurde Schmitt erstmals Einzel-Weltmeister.

Stephan Volkert (RTHC Bayer Leverkusen) im Rudern, Doppelvierer

Vielseitig: Als eines seiner Markenzeichen galt stets die große Vielseitigkeit. Volkert holte die nationalen und internationalen Titel und Medaillen in verschiedenen Bootsklassen und verstand es, sich schnell auf neue Bootszusammensetzungen einzustellen. Als Mitglied des Doppelvierers, der zweitschnellsten Bootsklasse im Rudersport, gewann er 1992 in Barcelona Gold und 2000 in Sydney Bronze.

1988 Olympische Spiele in Seoul

Arnd Schmitt (TSV Bayer 04 Leverkusen) im Degenfechten

Konzentration und Nervenstärke: Bei seinen ersten Olympischen Spielen gelingt ihm auf Anhieb 1988 der „Sieg, der alles zählt“. Im Olympia-Finale gegen den Franzosen Philippe Riboud siegte er nervenstark mit einem Treffer Vorsprung. Als zweimaliger Olympiasieger, Einzel-Weltmeister und mit insgesamt 16 Olympia- und WM-Medaillen ist Arnd Schmitt einer der erfolgreichsten deutschen Fechter.

1984 Olympische Spiele in Los Angeles

Ulrike Meyfarth (TSV Bayer 04 Leverkusen) im Hochsprung

12 Jahre Abstand: Ulrike Meyfarth gewann 1972 in München und 1984 in Los Angeles Gold im Hochsprung.

Sensation und Comeback: Als 16-Jährige gewann Ulrike Nasse-Meyfarth 1972 in München sensationell die Goldmedaille im Hochsprung mit Weltrekord (1,92 m). Bis heute ist sie damit die jüngste Olympiasiegerin einer Leichtathletik-Einzeldisziplin. Nach einem länger andauernden Leistungstief fand sie zur Weltspitze zurück und wurde 12 Jahre später, 1984, erneut Goldmedaillengewinnerin über 2,02 Meter.

Fredy Schmidtke (ehemals SG EC/Bayer Köln/Worringen) über 1.000-Meter-Zeitfahren

Aus dem Stand: Fredy Schmidtke fuhr in 1:06 Minuten über 1.000 Meter zu Gold.

Das Kraftpaket: Aus dem stehenden Start möglichst schnell auf die Maximalgeschwindigkeit beschleunigen und diese dann bis zum Ziel halten. Nach einer Minute und sechs Sekunden war der 1,92 m große Radsprinter Fredy Schmidtke in Bestzeit im Ziel.

1972 Olympische Spiele in München

Heide Rosendahl (TuS 04 Leverkusen) im Weitsprung und 4x100 Meter

Golden Girls: Heike Henkel, Ulrike Nasse-Meyfarth und Heide Ecker-Rosendahl (v.l.) mit ihrem Meistertrainer Gerd Osenberg.

Zweimal Gold: Heide Rosendahl krönte ihre Laufbahn. Als erste Bayer-Athletin gewann sie Gold – und das gleich zweimal. Im Weitsprung siegte sie mit 6,78 Metern. Zudem verteidigte sie als Schlussläuferin der Sprintstaffel gegen Weltrekordlerin und 100-Meter-Olympiasiegerin Renate Stecher (DDR) den Vorsprung zum Überraschungs-Gold mit Weltrekord (42,81 Sekunden). Außerdem gewann sie Silber im Fünfkampf.

1964 Olympische Spiele in Tokio

Willi Holdorf (TuS 04 Leverkusen) im Zehnkampf

Erstes Zehnkampfgold: Willi Holdorf begeisterte mit seinem Kampfgeist. Er holte Gold vor Rein Aun (l.) und Hans-Joachim Walde (r.).

Großer Kampf: Diese Bilder gingen um die Welt und machten Willi Holdorf zu einer Zehnkampflegende. In einem mitreißenden Finale gegen den Sowjetrussen Rein Aun durfte er im abschließenden 1.500-Meter-Lauf maximal 18 Sekunden auf den Rivalen verlieren. Als er zwölf Sekunden nach Aun die Ziellinie überquerte, brach er entkräftet zusammen. Er war damit der erste deutsche Zehnkampf-Olympiasieger.