Wie wählt Bayer seine Lieferanten aus?

 

Wir kaufen Waren und Dienstleistungen von mehr als 100.000 Lieferanten aus rund 150 Ländern im Gesamtwert von über 17 Milliarden Euro (Jahr 2018). Die Zusammenarbeit mit ebenfalls nachhaltig handelnden Lieferanten sehen wir als Teil unserer Verantwortung. Entsprechend sind für uns nicht nur Preis und Qualität für die Auswahl eines Zulieferers ausschlaggebend, sondern auch, dass er die ethischen, sozialen und ökologischen Standards einhält, die der „Bayer Supplier Code of Conduct“ festlegt.

Wir überprüfen die Einhaltung der Kodex-Vorgaben mittels einer Online-Bewertung des Lieferanten oder durch Vor-Ort-Audits. Die zu überprüfenden Lieferanten werden zu Beginn eines Jahres entsprechend ihrer strategischen Bedeutung und anhand eines Nachhaltigkeits-Risikoansatzes ausgewählt. Bei Mängeln entwickeln wir gemeinsam mit unseren Lieferanten Verbesserungsmaßnahmen, um ihnen dabei zu helfen, zukünftig die Ethik-, Sozial-, und Umweltgrundsätze einzuhalten. Liegen bei der Online-Bewertung oder einem Audit vor Ort besonders kritische Nachhaltigkeitsschwächen vor und kann in einer erneuten Überprüfung keine Verbesserung festgestellt werden, behält Bayer sich vor, die Lieferantenbeziehung zu beenden.

Zudem setzen wir uns für eine verantwortungsvolle Beschaffung sogenannter Konfliktmineralien ein. Die Lieferanten sollen sicherstellen, dass keine Produkte an Bayer geliefert werden, die Metalle enthalten, deren Ausgangsrohstoffe aus einer Konfliktregion stammen, wo sie direkt oder indirekt zur Finanzierung oder Unterstützung bewaffneter Gruppierungen beitragen oder Menschenrechtsverletzungen verursachen oder begünstigen. Wir haben Prüfprozesse etabliert, um unseren Sorgfaltspflichten bei entsprechenden Konfliktmineralien nachzukommen.

Kinderarbeit

Kinderarbeit schadet Kindern psychisch, physisch und emotional. Sie ist sozial und ethisch absolut inakzeptabel. Wir dulden keine Kinderarbeit. Unsere Nulltoleranzpolitik schließt unsere gesamte Lieferkette mit ein. Wir engagieren uns seit Jahren dafür, Kinderarbeit in der Saatgutproduktion zu verhindern und weltweit für das Thema Kinderarbeit zu sensibilisieren. Mit unserem mehrstufigen Child Care Program setzen wir uns im Sinne unserer unmissverständlichen Nulltoleranzpolitik in Bezug auf Kinderarbeit dafür ein, diese aus unserer Lieferkette zu verbannen. Hauptziel dabei ist, dafür zu sorgen, dass die Kinder zur Schule gehen, anstatt auf den Feldern der Saatgutproduzenten zu arbeiten.

Unsere Teams vor Ort besuchen während der Anbausaison die Felder der Baumwoll- und Reissaatgutproduzenten, um für das Thema Kinderarbeit zu sensibilisieren, beste Vorgehensweisen in der Saatgutproduktion zu vermitteln und das Alter der Feldarbeiter zu überprüfen. Dank dieses sorgfältigen Monitoringsystems haben wir bei der Bekämpfung von Kinderarbeit in unserer Saatgutproduktion bereits beachtliche Erfolge erzielt. Den Erfolg unserer Maßnahmen und unseren Fortschritt bestätigen auch extern durchgeführte Audits.

Wir betrachten den Schulbesuch als Entwicklungsvoraussetzung für Kinder und als ein effektives Instrument, um die Beseitigung von Kinderarbeit voranzutreiben. Aus diesem Grund haben wir eine Reihe von Projekten ins Leben gerufen, die Kindern und Jugendlichen Zugang zu Bildung verschaffen sollen.

Um das Bewusstsein für dieses wichtige Thema zu schärfen, müssen kontinuierlich unter Einbeziehung staatlicher Stellen breit angelegte Maßnahmen innerhalb des Agrarsektors durchgeführt werden. Bayer will weiterhin gemeinschaftliche Stakeholder-Anstregungen unterstützen, um „Best Practices“ in der Saatgutproduktion zu adressieren und insbesondere bei der Bekämpfung von Kinderarbeit zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen.

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