Wie wählt Bayer seine Lieferanten aus?

Wir kaufen Waren und Dienstleistungen von mehr als 100.000 Lieferanten aus rund 150 Ländern im Gesamtwert von über 22 Milliarden Euro (Jahr 2015). Die Zusammenarbeit mit ebenfalls nachhaltig handelnden Lieferanten sehen wir als Teil unserer Verantwortung. Entsprechend sind für uns nicht nur Preis und Qualität für die Auswahl eines Zulieferers ausschlaggebend, sondern auch, dass er die ethischen, sozialen und ökologischen Standards einhält, die der „Bayer Supplier Code of Conduct“ festlegt.

Wir bewerten alle größeren Lieferanten systematisch nach diesen Standards und führen zur Überprüfung regelmäßige Audits durch. Bei Defiziten kündigen wir grundsätzlich nicht unmittelbar die Zusammenarbeit auf, sondern bieten dem Unternehmen an, es zum Beispiel durch Schulungen auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Wirtschaften zu begleiten.

Wir kontrollieren zudem bei Lieferanten, die Mineralien wie Zinn, Wolfram, Tantal und Gold verarbeiten, ob diese aus Konfliktregionen stammen. Damit wollen wir ausschließen, dass solche Mineralien über die Lieferkette in unsere Produkte gelangen.

Kinderarbeit

Wir lehnen Kinderarbeit strikt ab. Als wir vor einigen Jahren im Zuge einer Akquisition mit Kinderarbeit bei Zulieferfirmen für Baumwoll-Saatgut in Indien konfrontiert wurden, haben wir ein mehrteiliges Programm ins Leben gerufen. Es beinhaltet unter anderem Bonuszahlungen für Zulieferer, die nachweislich auf Kinderarbeit verzichten, Bildungsangebote für die betroffenen Kinder und regelmäßige unangekündigte Kontrollen auf den Feldern. Dieses „Child Care Program“ haben wir auf weitere Zulieferer unter anderem in der Reis- und Gemüsesaatgut-Produktion ausgeweitet und ebenfalls in Bangladesch, China, auf den Philippinen und in Thailand eingeführt.

Bayer Child Care Program India: Learning for Life (auf Englisch)