Kooperation mit Start-up myAgro

Bessere Ernten, gesunde Familien

Das Start-Up myAgro hilft westafrikanischen Kleinbauern mit innovativen Ansätzen. Bayer unterstützt das Projekt, das den Landwirten ermöglicht über eine digitale Plattform, auch ohne Konto per Mobiltelefon kleine Beträge für Saatgut und Dünger anzusparen. Doch das ist nicht alles: Die Kombination mit Ernährungs- und Hygieneseminaren und die Entwurmung von Kindern ermöglicht den Familien einen nachhaltig besseren Lebensstandard. Der Halbjahresbericht 2018 kann mit eindrucksvollen Zahlen aufwarten.

Allein in Mali – derzeit im Hauptfokus von myAgro – wurden von Mai bis Ende Juni in 488 Dörfern insgesamt 31.000 Kinder im Rahmen der gemeinsamen Entwurmungsinitiative behandelt. Das ist so wichtig, da viele Familien von den epidemieartigen Wurminfektionen betroffen sind. Sie treffen insbesondere Kinder hart und hindern sie in ihrer Entwicklung. „Die Kosten für die Medikamente sind hoch und für die Landwirte oft nicht finanzierbar“, erklärt Monika Lessl, Head of Corporate Innovation bei Bayer.

Monika Lessl – Leiterin Corporate Innovation

Durch die kostenlosen Medikamente werden auch die Familien insgesamt gestärkt, so dass sie ihre landwirtschaftlichen Betriebe weiter entwickeln können und einen Weg aus der Armut finden.

Entwurmungs­initiative:

31.000

Kinder in 488 Dörfern behandelt

Sparen per Handy

Der wichtigste Hebel dabei ist allerdings eine ertragreichere Ernte. „Doch qualitativ hochwertiges Saatgut und Dünger sind relativ teuer und die Familien haben so gut wie keine Möglichkeit, Geld anzusparen und Kredite aufzunehmen“ sagt Liam Condon, Mitglied des Vorstands der Bayer AG und Leiter der Division Crop Science. MyAgro ändert diesen Zustand durch ein innovatives Pre-Paid-Modell: Sobald die Landwirte kurzfristig etwas Geld übrig haben, können sie in ihrem Dorf eine myAgro-Card kaufen. Jede Karte hat einen speziellen Code auf der Rückseite, der an das myAgro-Konto des Landwirts per SMS gesendet wird. Die Landwirte können hierbei schon kleinste Beträge, zum Beispiel einen US-Dollar, einzahlen. Pünktlich zum Start der Anbausaison liefert myAgro dann Saatgut und Dünger an die Landwirte im jeweiligen Dorf. My-Agro-Gründerin Anushka Ratnayake: „In vielen Fällen können die Familien auch im Nachhinein bezahlen, so dass eine bessere Ernte nicht schon im Vorfeld am verfügbaren Geld scheitert. Unsere Mitarbeiter beraten zudem vor Ort und geben den Landwirten hilfreiche Tipps für eine ertragreichere Landwirtschaft.“

Wissen rund um Ernährung, Hygiene und Nutzpflanzen - Über 16.000 Frauen nahmen bislang an Seminaren teil
Wissen rund um Ernährung, Hygiene und Nutzpflanzen - Über 16.000 Frauen nahmen bislang an Seminaren teil
Wissen rund um Ernährung, Hygiene und Nutzpflanzen - Über 16.000 Frauen nahmen bislang an Seminaren teil
Wissen rund um Ernährung, Hygiene und Nutzpflanzen - Über 16.000 Frauen nahmen bislang an Seminaren teil

Wissen für mehr Wohlstand

Um das Wissen rund um Ernährung, Hygiene und Nutzpflanzen zu verbessern, bilden spezielle Vor-Ort-Seminare für Frauen, die ca 70% der Kleinbauern ausmachen, den wichtigen dritten Baustein der Strategie. Insgesamt wurden durch das Projekt fünf verschiedene Module entwickelt, die mit praktischen Hinweisen direkt weiterhelfen:

  • Eine gesunde Mahlzeit
  • Dehydration
  • Hygiene bei der Essenszubereitung
  • Wie kocht man ein gesundes Porridge?
  • Warum Okra und Erdnüsse so nahrhaft sind

Über 16.000 Frauen nahmen bislang an den Seminaren teil.

myAgro – Gesunde Betriebe, gesunde Familien

Gewinn des Skoll Awards

myAgro mit 1,25 Mio US-Dollar dotierten Skoll Award ausgezeichnet

Für den innovativen Ansatz gewann myAgro im April 2018 mit dem renommierten Skoll Award den „Nobelpreis“ für soziales Unternehmertun, der mit 1,25 Mio US-Dollar dotiert ist. Mit dem Preis zeichnet die Skoll-Stiftung jedes Jahr Unternehmer aus, deren Ideen einen signifikanten und positiven Einfluss auf die global dringlichsten Probleme haben.

In den nächsten Monaten und Jahren möchte myAgro die Aktivitäten auf weitere Regionen und Ländern erweitern. Im Fokus stehen neben Mali auch der Senegal und Tansania.