Entdecken Sie 63 Ehrenamts-Projekte: Afrika| Asien| Australien & Neuseeland| Europa| Lateinamerika| Naher Osten| Nordamerika

 

Bayer-Mitarbeiter engagieren sich auf der ganzen Welt ehrenamtlich in sozialen Projekten

Fu hilft Kindern in der Erdbebenregion Yunnan und experimentiert mit ihnen. Neun Bayer-Mitarbeiter in Bogotá in Kolumbien begeistern Kinder aus dem Armenviertel fürs Programmieren und Lyudmila aus der Ukraine zaubert ein Lächeln in die Gesichter der kleinen Patienten des Kinderkrankenhauses in Charkow.

Dies sind nur drei von gegenwärtig über 550 Projekten in 65 Ländern, in denen sich Bayer-Mitarbeiter und –Mitarbeiterinnen ehrenamtlich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse in den Einzugsgebieten der weltweiten Unternehmensstandorte einsetzen. Die Bayer Cares Foundation ermöglicht ihnen die Realisierung dieser gemeinnützigen Initiativen durch eine finanzielle Unterstützung von bis zu 5.000 Euro pro Projekt. Auch dies ist Ausdruck unserer Unternehmens-Mission „Bayer: Science For A Better Life“.

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Entdecken Sie die vielfältigen Projekte unserer Mitarbeiter rund um den Globus:

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Yolande Chellan, Isando in Südafrika

Partner: Hautklinik des Grey-Hospital, Pietermaritzburg in Südafrika

Das Projekt „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ kommt sozial schwachen Patienten zugute, die für eine Behandlung im ländlich gelegenen Krankenhaus eine mehrtägige Reise auf sich genommen haben. „Sie erhalten von uns Nahrungsmittel, wie Milchpulver, Brei, Brot oder Erdnussbutter, um ihren Hunger während der langen Wartezeiten zu stillen“, berichtet Yolande. Gleichzeitig nutzen die Projektmitarbeiter genau diese Zeitfenster, um Werte wie Motivation, Disziplin und Gemeinschaftsdenken für eine funktionierende Gesellschaft zu vermitteln.

Miguel Lachiver, Mondouzil in Frankreich

Partner: Association Rosalie Echange Solidarité, Saint Jean in Madagaskar

Je drei von der Feldarbeit lebende Familien teilen sich als kooperative Gruppe zwei Zebus, einen Pflug, eine Egge und einen Unkrautstecher – so lautet die Idee von Miguels Projekt. „Damit bekämpfen wir Unterentwicklung und Unterernährung in einem der ärmsten Länder der Welt“, sagt Lachiver. Ziel der Initiative ist es auch, die soziale Bindung und gegenseitige Unterstützung der Bauern zu stärken. „Vor allem aber möchten wir die Abhängigkeit der Menschen von der Nahrungsmittelhilfe reduzieren und damit ihre Würde stärken.“ Von dem landwirtschaftlichen Sharing-Modell profitieren rund 500 Personen.

Younes Lekkrami, Mohammedia in Marokko

Partner: Vereinigung der jungen marokkanischen Führungskräfte, Mohammedia in Marokko

Schüler mit Sehstörungen haben massive Nachteile in ihren Lernleistungen und im alltäglichen Leben – wenn die Sehschwäche nicht ausgeglichen wird. „Die Familien auf dem Land haben aber kein Geld für Untersuchungen und den Kauf von Sehhilfen“, sagt Younes. In Abstimmung mit dem Bildungs- und Gesundheitsministerium werden daher rund 3.000 Schüler in 30 Schulen mit einem mobilen Augen-Wohnwagen besucht. „Nach Feststelltung der Augenschwäche bekommen die Jugendlichen eine geeignete Brille. Damit beugen wir einem potenziellen Schulabbruch vor und verbessern ihre Lern- und Lebenssituation“, so Younes. Die Ehrenamtler gehen von etwa 300 Kindern mit Sehschwäche und Kosten von 20 Euro pro Patient aus.

Eva Wainaina, Nairobi in Kenia

Partner: Eva Wainaina Grundschule, Nairobi in Kenia

Mit ihrer Mutter initiierte Eva vor drei Jahren ein bedeutendes Projekt, in dem sie für den Bau einer Grundschule für Waisenkinder sowie Mädchen und Jungen mit HIV-Erkrankung ein Grundstück spendeten. „Ohne diese Unterstützung führt sie ihr Weg in die Kriminalität oder Prostitution“, so Eva. „Bei uns entkommen sie dem Teufelskreis aus Armut, Analphabetismus und Niedergeschlagenheit.“ Durch das aktuelle Projekt wird vor allem die Küchenausstattung modernisiert. „Durch die neuen Gas- und Elektroherde verbessert sich nicht nur die Qualität der Speisen für unsere 30 Schüler, auch das Küchenpersonal kann effizienter und in angenehmer Atmosphäre arbeiten.“

Joelle Donnadieu, Mondouzil in Frankreich

Partner: Die Freunde von Jenny und Jessica, Antananarivo in Madagaskar

Joelles Initiative kommt einem Neugeborenen-Krankenhaus in Madagaskar zugute. Neue Matratzen mit austauschbaren Bezügen, die Sanierung von WCs und die Installation von bisher nicht vorhandenen Duschen sind Projektmaßnahmen, die in der mit 160 Betten ausgestatteten Einrichtung durchgeführt werden. „Mit einem für uns geringen Beitrag machen wir für arme und in Unsicherheit lebende Menschen den Zugang zu einer medizinischen Mindestversorgung und ein wenig Komfort möglich“, beschreibt Joelle die Besonderheit ihres Projekts. „Das finde ich wahnsinnig bereichernd.“

Elaf Murad, Jeddah/ Saudi Arabien

Partner: Modernes Zentrum für Intensive Physiotherapie „Sonnenaufgang“, Jeddah/ Saudi Arabien

Collagen und Bilder mit bunten Motiven sowie Skulpturen von „Verrückten Hüten“ – dies sind die Ergebnisse eines freien Kunsttherapie-Workshops für mehr als 30 autistische Kinder. Veranstaltet wird das Projekt im Zentrum „Sonnenaufgang“, in dem Kinder mit Behinderung Sprach- und Physiotherapie erhalten. „Das Experimentieren mit Farben und Stoffen erhellt das Leben aller und vor allem der Kinder, die sich nicht durch Reden ausdrücken können“, sagt Elaf. Am Ende des Projekts präsentieren die Kinder ihre Kunstwerke in einer Ausstellung. „Ihnen und ihren Eltern ist der Stolz dann richtig anzumerken – und das zaubert auch mir ein Lächeln ins Gesicht“, verrät Murad.

Alexandra Goncharova, Rostow in Russland

Partner: Zentrum zum Schutz von schwangeren Frauen und jungen Müttern, Rostow in Russland

„Let‘s grow up healthy“ – mit diesem Projekt unterstützt Alexandra Mütter, die keine finanziellen Mittel für den Kauf von Säuglingsnahrung besitzen. Konkret geht es um Milchprodukte für bis zu 18 Monate junge Säuglinge, die für die Entwicklung der Babys von enormer Bedeutung sind. „Kinder sind unsere Zukunft. Wir möchten, dass sie ohne Hunger aufwachsen und damit den Grundstein für ihre Gesundheit legen“, betont Alexandra.

Xin Gong, Tianjin in China

Partner: Studenten-Vereinigung der Universität Tianjin, Tianjin in China

Xin Gong engagiert sich im Programm „Jugend für eine bessere Umwelt“ für den Umweltschutz und die Umweltbildung von Studenten. Bayer-Ehrenamtler und mehr als 3.000 Studenten setzen darin gemeinsam Naturschutzmaßnahmen in sieben Gemeinden und 13 landwirtschaftlichen Betrieben um. Das Ergebnis: „Die Bevölkerung spart Strom und Wasser, der Kohlendioxid-Austausch wurde reduziert und die Qualität von landwirtschaftlich genutztem Boden wurde durch den Einsatz von Regenwürmern bereichert“, sagt Xin Gong. Nun gibt es einen ausgeschriebenen Wettbewerb, in dem Studenten eigenständig Umweltschutzmaßnahmen planen. „Sie übernehmen noch mehr Verantwortung, außerdem werden kreatives Denken, Team- und Kommunikationsfähigkeit geschult“, so Gong.

Melisa Li Yi Chong, Petaling Jaya in Malaysia

Partner: Refuge for the Refugees, Petaling Jaya in Malaysia

Jeden Samstag wird ein Brunch für Flüchtlingskinder veranstaltet. „Eine ausgewogene Ernährung stellt die Grundlage für die entscheidenden Jahre ihrer körperlichen, geistigen und emotionalen Entwicklung – und das ist das Grundrecht der Mädchen und Jungen, auch in Bezug auf spätere Bildungsperspektiven“, so Melisa. Zudem erfahren die Schulkinder Wichtiges zur Lebensmittelhygiene und erhalten Kochkurse, wodurch sie für ihre Familien Nahrungsmittel zubereiten können.

Duyen Nguyen, Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam

Partner: Organisation „Ärzte für Hoffnung und Nächstenliebe“, Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam

Gebärmutterhalskrebs ist eine der am meisten verbreiteten Krankheiten in Vietnam. Duyens Projekt bietet Aufklärung und Früherkennungstests für rund 400 Frauen, die in ländlichen Regionen rund um die vietnamesische Hauptstadt leben. „Sie arbeiten hart im landwirtschaftlichen Sektor“, sagt Nguyen. „Trotzdem haben sie häufig nicht den Wohlstand, sich eine medizinische Versorgung leisten zu können.“ Projektziel ist es, das Wissen über zervikale Krankheiten zu erhöhen, ein Bewusstsein für Hygiene und einen gesunden Lebensstil zu schaffen und mittels eines Abstrich-Tests den möglichen Krebs zu diagnostizieren. Erkennt man diesen im Frühstadium, liegt die Heilungsrate bei 100 Prozent.

Aigul Zhakupova, Almaty in Kasachstan

Partner: Familien-Waisenhaus Nur, Talgar in Kasachstan

Durch das Projekt erhält das Familien-Waisenhaus neue Fenster. „Bis vor Kurzem haben die Kinder im ‚Nur‘ gefroren und mussten im lang anhaltenden Winter in ihren Mänteln schlafen“, sagt Aigul. Die Einrichtung wird von einem rüstigen Rentner-Ehepaar betrieben. Aktuell leben 110 junge Menschen in der Einrichtung, 60 davon studieren an einer Universität. Wichtig ist den beiden, dass sie dabei so gut wie möglich die Rolle der Eltern einnehmen – denen die Ausbildung ihrer Kinder und die Vermittlung von Geborgenheit wichtig ist. Im Gegensatz zu staatlichen Einrichtungen können die jungen Bewohner dort bleiben, bis sie ihre eigenen Familien gründen.

Anand Srinivasan, Thane in Indien

Partner: Sri-Yadugiri-Schule, Melkote in Indien

Kinderarbeit vermeiden und Berufsperspektiven für Frauen verbessern – mit dieser Vision startete Anand Srinivasan 2004 den Aufbau seines Bildungsprojekts. Aktuell besuchen über 200 Schüler aus der sozial benachteiligten Landbevölkerung die Einrichtung; vor Kurzem haben die ersten Jugendlichen ihre neunjährige Schulzeit erfolgreich abgeschlossen. „Eine gute Schulbildung verbessert die Zukunftsperspektiven unserer vom Schicksal Kinderarbeit bedrohten Schüler deutlich“, sagt Anand. „Und wir hoffen, dass sie in Melkote bleiben und damit den Fortschritt unserer Region vorantreiben.“ Unterrichtet werden die Schüler hauptsächlich von einheimischen Lehrerinnen.

Thi Ngoc Han Le, Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam

Partner: Waisenhaus „Zuflucht im Achten Bezirk“, Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam

„Unruhiger Schlaf und ein knurrender Magen bieten keine guten Voraussetzungen für den schulischen Lernerfolg“, ist Thi Ngoc überzeugt. Durch das Projekt werden alte Schlafmatten durch Etagenbetten, Matratzen, Kissen und Decken für 20 Kinder ersetzt und das bisher sehr einfach gehaltene Frühstück mit Milch- und Fleischprodukten ergänzt. „Ausgeschlafen und mit einem vollwertigen Frühstück gestärkt den Weg in die Schule antreten – damit verbessern wir die Chancen auf Bildung und ein gutes Leben von unseren benachteiligten Kindern“, fasst Han Le den Projektinhalt zusammen.

Mary Valintine, Auckland in Neuseeland

Partner: New Zealand Epilepsy Assistant Dogs Trust (NZEADT), Auckland in Neuseeland

Ausgebildet werden drei junge Hunde, um Menschen mit schwerer Epilepsie dauerhaft zu begleiten. „Die Tiere bemerken sogar epileptische Anfälle, bevor diese überhaupt auftreten. Die Patienten haben somit deutlich mehr Kontrolle über ihr Leben und ein gesteigertes Selbstvertrauen“, sagt Mary, die sich als Tierärztin um Auswahl und Gesundheitszustand der Hunde kümmert.

Denise Metthews, Wollongbar in Australien

Partner: Northern Rivers Animal Services, Ballina in Australien

Die Ureinwohner des Bundjalung-Nationalparks leben in engem Verhältnis mit ihren Hunden und Katzen zusammen. Diese haben jedoch viele Krankheiten und vermehren sich in hohem Umfang – was sich auf die Gesundheit von Tier und Mensch auswirkt. Die Rangers von Ballina Shire unterstützen die Grundversorgung und kontrollierte Aufzucht der Tiere und geben wichtiges Fachwissen an die Bewohner weiter. „Wir verbessern die Gesundheitszustände in der Gemeinschaft und zudem unsere Beziehung zu den einheimischen Aborigines, was uns ein bedeutendes Anliegen ist“, erklärt Denise.

Elena Armasu, Chisinau in Moldawien

Partner: Vereinigung „Little People“, Chisinau / Moldawien

Theaterstücke, Gesellschaftsspiele und kunsttherapeutische Maßnahmen – damit gestalten Medizin- und Psychologiestudenten den Alltag von rund 60 krebskranken Kindern im Onkologischen Institut des Moldauer Krankenhauses etwas bunter. Die Freizeit-Aktivitäten bewirken dabei viel Positives: Die Mädchen und Jungen haben mehr Selbstvertrauen und zeigen eine erhöhte Kooperationsbereitschaft bei der Therapie – wodurch sich die Behandlungsergebnisse verbessern. „Krebs ist kein Grund aufzugeben“, sagt Elena. „Wir wollen Mut, Liebe und Empathie geben. Es geht um die Überlebenschance der Kinder!“

Turker Aydin, Istanbul in der Türkei

Partner: Menemen-Grundschule, Izmir in der Türkei

Gutes Händewaschen kann Leben retten – davon ist Turker überzeugt. „Es ist die erste Prävention gegen Krankheiten, von der einfachen Erkältung bis zu schweren Durchfallerkrankungen wie Diarrhö, der viele türkische Kinder zum Opfer fallen.“ Deshalb engagiert er sich im Projekt „Gesundheit ist der wahre Reichtum“, dessen Pilotphase in der Menemen-Grundschule durchgeführt wird. „Sie liegt in einer sozial schwachen Region, die hygienischen Bedingungen sind miserabel“, so Turker. Im Projekt werden Toiletten repariert und Seifenspender sowie Hygienematerialien angeschafft. Zudem gibt es eine Schulung zur Bedeutung des regelmäßigen Händewaschens und von Bayer hergestellte Wasch-Kalender.

Jana Caletkova, Prag in Tschechien

Partner: Boruvka Prag, Prag in Tschechien

„Ich arbeite, also bin ich“: So heißt das Boruvka-Programm, mit dem Menschen mit körperlichen Behinderungen in den Arbeitsalltag integriert werden. Die Teilnehmer erlernen – an ihre individuellen Fähigkeiten angepasst – Schlüsselfähigkeiten für verschiedene Tätigkeitsfelder, beispielsweise als Näher oder Buchbinder. „Wir verhelfen Menschen zu einer dauerhaften Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt und zu finanzieller Unabhängigkeit“, sagt Jana. Ziel des Programms ist es zudem, die gesellschaftliche Wahrnehmung von Menschen mit Handicap zu erhöhen.

Andrei Cazacu, Bukarest in Rumänien

Partner: Medizinische Studenten-Gesellschaft, Bukarest in Rumänien

Vorsorgeuntersuchen und Präventionsangebote zu Themen, wie ausgewogene Ernährung, Krebsvorsorge oder Impfungen, leisten rund 40 ehrenamtliche Fachmediziner in den ländlichen Gebieten Rumäniens. „Wir glauben, dass diese Form der medizinischen Bildung sozial schwachen Familien dauerhaft ein besseres Leben beschert“, sagt Cazacu. Auch Mitglieder von ethnischen Minderheiten, wie der Roma-Bevölkerung, profitieren von dem Projekt.

Muriel Crappeel-Balas, Lyon in Frankreich

Partner: 1,2,3 Dys, Francheville in Frankreich

Das Projekt gibt von ADHS und Dyspraxie betroffenen jungen Menschen Werkzeuge an die Hand, um sich besser in Schule und Beruf zurechtzufinden. Dabei vereint es erfolgreich mehrere Meditationsverfahren, um den Beteiligten alternative Lernstrategien zu vermitteln und grundlegende Fähigkeiten in den Bereichen Wahrnehmen, Denken und Erkennen zu schulen. „Wir erzielen Verbesserungen, durch die unsere Teilnehmer in der Lage sind, einen Ausbildungsplatz zu bekommen und eine berufliche Laufbahn wie andere Menschen in ihrem Alter einzuschlagen“, sagt Muriel.

Anna Hrymchak, Kiew in der Ukraine

Partner: Rehabilitationszentrum für Kinder mit Behinderung „Rivival“, Chernigiv in der Ukraine

Die Region Tschernigow ist eine der entlegensten Ecken der Ukraine. In diesem Gebiet gibt es nur eine Organisation, die sich für die Rehabilitation von Kindern mit Behinderung engagiert – das „Rivival“. Durch das Projekt wird die Einrichtung um einen Physiotherapieraum mit Hometrainern, Gymnastikbällen und speziellen Geräten für Kinder mit körperlichen Behinderungen erweitert. „Nun können wir zehn Kindern pro Tag und 1.500 Mädchen und Jungen pro Jahr Bewegungsangebote ermöglichen und so die Lebensqualität von vielen Kindern und ihren sympathischen Familien verbessern”, freut sich Anna.

Marisca Marian, Bukarest in Rumänien

Partner: Vereinigung „Anna und die Kinder“, Bukarest in Rumänien

50 besonders gefährdete Mädchen und Jungen im Alter von vier bis 17 Jahren erhalten ein regelmäßiges Nachmittagsprogramm mit Hausaufgabenbetreuung und sinnvoller Freizeitbeschäftigung. „Wir machen Gemeinschaftsspiele, besuchen Museen oder treiben Sport in Parkanlagen“, sagt Marisca. „Dabei vermitteln wir den Kindern die Wichtigkeit eines strukturierten Alltags und einer guten Ausbildung.“ Ziel der Initiative ist es auch, die Zahl der Schulabbrecher zu senken – in Rumänien macht diese Gruppe rund 20 Prozent aus.

Vassiliki Massoura, Athen in Griechenland

Partner: Stadtverwaltung von Acharnes, Acharnes in Griechenland

Die Finanzkrise hat die Bevölkerung Griechenlands hart getroffen. In einer der ärmsten Gebiete der Region Attika schafft ein kleiner Lebensmittelladen Abhilfe – auf Initiative der Mitarbeiter von Bayer Hellas. Dort werden Olivenöl, Reis und Brot ebenso als monatliche Ration an bedürftige Familien ausgegeben, wie Waschmittel, Kleidung, Schulbedarf und Spielzeug. „Die Bandbreite der Materialspenden ist groß, von unserem Angebot profitieren bereits mehr als 100 Lebensgemeinschaften“, sagt Vassiliki. „Unser Ziel ist, das Angebot zu erweitern und damit den Lebensmittelladen langfristig aufzustellen.“

Tatiana Nichosova, Kiew in der Ukraine

Partner: CFA-Gesellschaft, Kiew in der Ukraine

Mit dem Programm „Förderung zukünftiger Generationen von Investment-Profis“ wird das Bildungsniveau von Studenten im Bereich Ökonomie und Management verbessert. „Das renommierte CFA-Projekt gilt als eines der weltweit besten für Anlage-Experten“, sagt Tatiana. Gastredner halten Vorträge vor Studenten und sprechen über ethisches Verhalten im Investmentberuf, die Bedeutung von Berufs-Zertifikaten oder die aktuelle Wirtschaftssituation. Im ersten Projektjahr nahmen 1.600 Studenten an mehr als 20 Universitäten an der Initiative teil. Zudem gibt es „Runde Tische“, an denen Uni-Professoren mit Wirtschaftsvertretern Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten diskutieren.

Gabriela Peterka, Wien in Österreich

Partner: Initiative Hoffnung, Wien in Österreich

In der Wiener Pfarre Krim führen Amateurschauspieler seit rund 30 Jahren Märchen auf. Etwa 2.000 Kinder und Erwachsene besuchen die Veranstaltungen jährlich. Die Einnahmen kommen der „Initiative Hoffnung“ zugute, die in der rumänischen Region Siebenbürgen zwei Kinderheime unterhält. „Dort leben verlassene Kinder in einer familienähnlichen Atmosphäre und erhalten eine schulische Ausbildung – das soll sie dazu befähigen, spätere Lebensabschnitte selbstständig zu bewältigen“, sagt Gabriela. Von dem Theater-Engagement profitieren aber auch die an den Stücken mitwirkenden einheimischen Jugendlichen. „Es gilt als erwiesen, dass die Auseinandersetzung mit Märchen für deren Entwicklung sehr wertvoll ist“, betont Peterka.

Maria Antonietta Schembri, Mailand in Italien

Partner: Opera San Bendedetto, Mailand in Italien

„Let‘s get in the game“ – so lautet das Motto des Camilla-Labors der gemeinnützigen Organisation, in dem spezielles Spielzeug für Kinder mit Behinderungen entwickelt wird. „Kinder interagieren mit der Welt durch Spielen. Das gilt ganz besonders für gehandicapte Mädchen und Jungen“, erklärt Maria. „Die im Spiel erzeugten Stimulationen sind ein wichtiger Bestandteil ihrer Rehabilitationstherapie.“ Ein Beispiel sind Spielwaren für sehbehinderte Kinder, die sich durch starke farbliche Kontraste sowie in Form und Größe von anderem Spielzeug unterscheiden.

Atanas Tsanov, Plovdiv in Bulgarien

Partner: Nationales Rehabilitationszentrum für blinde Menschen, Plovdiv in Bulgarien

Blinden Mitbürgern IT-Kenntnisse vermitteln – damit beschäftigt sich das Projekt „Dolphins“. Zum Einsatz kommen zielgruppengerechte Software, die Textdokumente von Websites, aus sozialen Medien oder digitale Lernbücher in eine Akustikversion konvertiert, und spezielle Multi-Touch-Computer. „Dadurch können wir gezielt Sinne und Fähigkeiten außerhalb des Sehens fördern, die effizient in der IT-Arbeit und im Alltag eingesetzt werden. Eben wie bei Delphinen, die sich für die Fortbewegung auch nicht nur auf ihr Sehvermögen verlassen“, sagt Atanas. Mit Abschluss des Kurses erhalten die Seminarteilnehmer den europäischen PC-Führerschein ECDL, der sie für Büro- und Verwaltungstätigkeiten oder die Arbeit in Call-Centern qualifiziert.

Swesdelina Weltschewa, Barcelona in Spanien

Partner: Sanu-Stiftung, Vilafranca in Spanien

Die Initiative kommt einem kleinen Waisenhaus in Nepal zugute. Aufgrund baulicher Schwächen wird der Grundstein für ein neues Haus gelegt, ein Teil der Projektgelder fließt in den Kauf einer Solarplatte. „In Nepal gibt es täglich nur 16 Stunden Strom“, erklärt Swesdelina. „Durch die alternative Energieversorgung können nun der Kühlschrank durchgehend laufen und Kinder abends bei Licht ihre Hausaufgaben machen.“ Zweiter Teil des Projekts „Sun for Sanu – Photos und Energy for a better LIFE“ ist eine Wanderausstellung mit aussagekräftigen Fotos. „Mit meinen Bildern möchte ich zu Spenden für das Waisenhaus oder zur Ausübung eines eigenen soziales Engagement motivieren.“

Michael Ochan Kilama, Mailand in Italien

Partner: AVES Uganda, Mailand in Italien

Erkrankungen, wie Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck nehmen auch im tropischen Afrika in hohem Ausmaß zu. Dort ansässige Gesundheitseinrichtungen sind jedoch fast ausschließlich auf die Behandlung von Infektionskrankheiten ausgerichtet. Im Dorf Paico wird daher ein spezialisiertes Medizin-Zentrum eröffnet. Ziel ist es, neben der Patienten-Therapie ein stärkeres Bewusstsein für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten zu schaffen und Forschungsaktivitäten in den Bereichen zu fördern. „Wir wollen der Bevölkerung damit den Sinn eines gesünderen Lebensstils vermitteln“, sagt Michael.

Javier Alfonso Villar Guerra, Barranquilla in Kolumbien

Partner: Bildungsinitiative 1. Mai, Barranquilla in Kolumbien

20 junge Menschen sammeln wertvolle Erfahrungen durch die Mitarbeit in einer kommunalen Radiostation. Sie lernen sich auszudrücken, Arbeitsabläufe zu organisieren und wie sich Journalisten über ihre Tätigkeit an demokratischen Prozessen beteiligen. „Mit dem Projekt ‚Bewusst Reporter‘ verbessern wir Berufsperspektiven von Jugendlichen in einem Bereich, in dem sie nachhaltig gesellschaftliche Entwicklungen mitgestalten können“, sagt Javier Villar.

Zaida Bernal, Mexiko-Stadt in Mexiko

Partner: Vereinigung „Blinde Fahrten“, Mexiko-Stadt in Mexiko

Tandem fahren, das Schokoladen-Museum besuchen oder Theaterstücke miterleben – dies sind drei der vielen Aktivitäten, die Zaida und weitere Freiwillige mit etwa 250 sehbehinderten Menschen unternehmen. „Für sie bedeutet die Teilnahme an unseren Ausflügen ein großes Stück soziale Integration“, sagt Zaida, die jeden Sonntag die Unternehmungen betreut. Teil des Projekts ist zudem ein Kurs, in dem ehrenamtliche Betreuer speziell für die Belange von blinden Menschen sensibilisiert werden. „Dieses Bewusstsein ist wichtig, es schafft Empathie und hilft letztlich der ganzen Gesellschaft.“

Fernanda Frantz, Porto Alegre in Brasilien

Partner: Therapie mit Haustieren, Porto Alegre in Brasilien

Kaninchen, Papagei, Sittich oder Hund: Sie alle sind Teil eines Therapieprogramms für sozial isolierte Menschen. „Reduzierter Stress, mehr Empathie und höhere Gedächtnisleistung – durch die Interaktion mit Tieren verbessert sich das Lebensgefühl unserer Teilnehmer“, erklärt Fernanda, die als Tierärztin im Projekt die „Gesprächspartner“ von älteren Mitbürgern sowie Menschen mit Behinderung und emotionalen Problemen betreut. Das Programm ist interdisziplinär aufgebaut, beteiligt sind Psychologen, Tierärzte, Pädagogen und Physiotherapeuten.

Karen Lady Bohórquez Cubillos, Bogota in Kolumbien

Partner: Yireh-Stiftung, Bogota in Kolumbien

Eine Musik- und Fußballschule für die Jugendlichen im Bezirk Bosa der kolumbianischen Hauptstadt – dafür setzt sich Karen Lady ein. In dem sozial schwachen Gebiet prägen häusliche Gewalt, Alkoholismus und Gelegenheitsjobs den Alltag vieler Menschen. „Wir möchten den Kindern ein Fundament bieten, um ihre Potentiale zu entfalten“, sagt sie. Rund 90 Kinder nehmen an den Sport-, Tanz- und Musikangeboten teil und profitieren von vielen neuen Kompetenzen, die sie auch zur Gestaltung einer gewaltfreieren Gesellschaft einsetzen sollen.

Diana Carolina Guaricela Borja, Quito in Ecuador

Partner: Stiftung „Haus der Barmherzigkeit“, Quito in Ecuador

Gemeinsam Musizieren anstatt Alkohol und Drogen zu konsumieren – so lautet des Motto des Projekts, in dem 12- bis 18-jährige Jugendliche aus dem Stadtteil Zámbiza an einem zweijährigen Musikprogramm teilnehmen. „Damit gehen wir präventiv ein sehr komplexes gesellschaftliches Problem in unserer Region an“, sagt Diana. „Mit der Musik stärken die Jugendlichen ihr Selbstwertgefühl und entwickeln Fähigkeiten, wie Geschicklichkeit und Entscheidungsfreude, die einen positiven Einfluss auf ihre Familien und ihren eigenen Lebensweg haben werden.“

Ana Karina Garcia, Guatemala-Stadt in Guatemala

Partner: Bildungsorganisation für Gehörlose, Guatemala-Stadt in Guatemala

Ein Pilotprojekt mit interaktivem Unterricht für gehörlose Menschen hat Ana Garcia angestoßen. 48 Kinder unter sechs Jahren nehmen daran teil. Durch spezielle Unterrichtsmaterialien und -techniken wird der Lernprozess für die Teilnehmer angenehm und zielgerichtet gestaltet. „Mit unserem Modell brechen wir die Mauern des Schweigens“, sagt Ana. „Ich selbst werde die Implementierung unseres interaktiven Bildungssystems mit Studien begleiten und hoffe, dadurch andere Organisationen zur Nachahmung zu motivieren.“

Ruben Gil, Maracaibo in Venezuela

Partner: Zentrum für sexuelle Erziehung, Maracaibo in Venezuela

Ungewollte Schwangerschaften oder die Übertragung von Geschlechtskrankheiten – die mangelnde sexuelle Aufklärung von Jugendlichen zieht viele negative Folgen nach sich. „Gerade in der venezolanischen Gesellschaft fehlt dieses Wissen“, sagt Ruben. Das mit zehn örtlichen Schulen in Kooperation durchgeführte Projekt soll Abhilfe schaffen. Gemeinsam mit 200 Lehrern und 1.500 Elternteilen erhalten mehr als 3.000 Schüler Informationen zur richtigen Wahrnehmung des eigenen Körpers, den Schutz vor Infektionen oder den Wert eines respektvollen, partnerschaftlichen Umgangs. Die Innovationskraft des Projekts steht dabei außer Frage: „Es ist das einzige Projekt seiner Art in Venezuela, mit dem wir einen Kulturwandel in unserem Land anstoßen wollen“, sagt Gil.

Sandra Lucia Gonzalez Granados, Barranquilla in Kolumbien

Partner: Yireh-Stiftung, Barranquilla in Kolumbien

In Würde alt werden – dieses Ziel verfolgt das Geriatrische Zentrum von Barranquilla für seine Bewohner. „Sie sind häufig alleingelassen und benötigen einen besonderen Schutz in der Endphase ihres Lebens“, sagt Sandra Gonzales über die Bewohner. Rund 90 Prozent der Mitarbeiter sind freiwillig für die Einrichtung tätig. Sie kümmern sich um die Grundbedürfnisse der Menschen und leisten psychologische Betreuung. Durch das Projekt soll die Infrastruktur des Heims und die Versorgungsqualität der hier ohne Kostenaufwand lebenden Menschen verbessert werden.

Silvia Rivas Jurado, San Salvador in El Salvador

Partner: Förderverein Schule La Escalón in El Salvador

15- bis 18-jährige Schüler erlernen die Bewirtschaftung von Gemüsegärten und beschäftigen sich mit den Grundtechniken der Züchtung und Pflege von Obst- und Gemüsekulturen. „Die Qualität der in der Schule konsumierten Lebensmittel erhöht sich“, sagt Silvia. „Vor allem aber eignen sich die Jugendlichen Wissen an, welches sie nachhaltig in den Gemeinschaftsgärten ihrer Kommunen anwenden können – wovon insgesamt mehr als 700 Familien profitieren.“

Rosa Magda Miguel Gonzalez, Santa Domingo in der Dominikanischen Republik

Partner: Organisation „Unsere kleinen Brüder“, Santa Domingo in der Dominikanische Republik

Im Projekt wird das Bewässerungssystem des Waisenhauses „Casa Santa Ana“ in San Pedro de Macorís modernisiert. „Für unsere 250 Mädchen und Jungen legen wir großen Wert auf hochwertige Lebensmittel“, sagt Rosa. „Daher bauen wir in unserem Garten eigenes Obst und Gemüse an.“ Durch das neue Bewässerungssystem ist nun ein effizienter Wasserverbrauch möglich. Schädlinge können ferngehalten und die Produktion erhöht werden. „Darüber hinaus lernen die Kinder mit Verantwortung an die Kultivierung von landwirtschaftlichen Flächen heranzugehen“, erklärt Gonzales.

Ximena Lozano Alvarez-Maza, Lima in Peru

Partner: Vereinigung „Roter Ball“, Lima in Peru

„Musik und Lachen ist die beste Medizin, um die Lebensqualität kleiner Patienten zu verbessern“, ist Ximena Lozano überzeugt. In ihrem Mond-Kugel-Projekt besuchen ehrenamtliche Musiker und Clowns Kinder-Krankenhäuser… Zumeist in den Abendstunden, um die Mädchen und Jungen zu entspannen und ihnen die Angst vor dem Einschlafen zu nehmen. „Die Lachtherapie hat erwiesenermaßen positive psychosoziale Auswirkungen“, erklärt Lozano. Neben den Patienten profitieren auch Ärzte, Pflegepersonal oder Angehörige. „Mehrfach haben wir rückgemeldet bekommen, welch magische Stimmung unsere Musik in die nächtliche Leere der Stationen zaubert.“

Kristell Leytan Morales, Guatemala–Stadt in Guatemala

Partner: Entwicklungsorganisation „ADECEOH A NEW DAY“, Guatemala-Stadt in Guatemala

Sauberes Wasser für die Gemeinschaft El Jute – dafür setzt sich Kristell Morales ein. Rund 300 sozial schwache Familien profitieren von der Installation eines Wasserreinigers und von Schulungen zum richtigen Einsatz des kostbaren Guts für Körperpflege und Ernährung. „Der Gebrauch von schmutzigem Wasser führt zu schweren Magen-Darm-Erkrankungen, bei kleinen Kindern manchmal sogar zum Tod – das möchten wir verhindern“, sagt Kristell. „Mit unserem Projekt fördern wir Lebensqualität und auch ein Stück Gerechtigkeit für weniger vom Glück verfolgte Familien.“

Glauco Matos, Sao Paulo in Brasilien

Partner: Saica Alencar Gomes Ferreira, Sao Paulo in Brasilien

Die Organisation bietet 21 Kindern zwischen zwei und 16 Jahren ein Zuhause, die in ihren Elternhäusern vernachlässigt oder misshandelt wurden. „In unserer Einrichtung sind die Betten kaputt, Kleidung und Schuhe der Kinder sind in einem sehr schlechten Zustand und Mädchen im Teenageralter haben keine Türen zu ihren Schlafzimmern“, erklärt Glauco, der als Musiklehrer im Projekt begann und heute in annähernd allen Bereichen unterstützt. „Mit den Projektgeldern verbessern wir die Lebensqualität von jungen Menschen, die keinen Ansatz von Hoffnung mehr hatten.“

Fabiano Ricardo Murta, Feira de Santana-Bahia in Brasilien

Partner: Assec. Planters Association of Christ, Feira de Santana-Bahia/Brasilien

Brot, Kuchen oder Kekse – diese Nahrungsmittel werden in der eigenen Mini-Bäckerei, der von Fabiano betreuten Kindertagesstätte, produziert. Für viele der hier betreuten rund 110 Mädchen und Jungen, sind die Mahlzeiten in der KiTa die Einzigen des Tages. „Unsere, unter Effizienz-Gesichtspunkten ausgestattete, Backstube bildet die Basis für die Produktion einer hohen Anzahl an Lebensmitteln“, erklärt Fabiano. Verkauft werden die Backwaren auch auf Messen, bei Ausstellungen oder in Fachmärkten. Damit verfolgt das Bäckerei-Projekt ein weiteres Ziel: „Eine größere Anzahl von Müttern haben bei uns ein festes Beschäftigungsverhältnis. Wir sind froh, dass wir Familien ein sicheres Einkommen verschaffen können“, sagt Fabiano.

Milena Cristiana Pereira, Sao Paulo in Brasilien

Partner: Bürger für die Welt, Sao Paulo in Brasilien

Chancengleichheit durch Englisch-Unterricht – das ist das Ziel von Milenas Projekt. Rund 450 hoch qualifizierte Fachkräfte vermitteln darin, an jeweils einem Tag pro Monat, Fremdsprachenkenntnisse an Schüler aus sozial schwachen Regionen in Sao Paulo und Rio de Janeiro. „Nur 7,5 Prozent der Brasilianer sprechen Englisch“, betont Milena. „Mit diesen Kenntnissen verdient man in Lateinamerika jedoch 30 bis 50 Prozent mehr Gehalt – die Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen also exponentiell. Wir möchten die intellektuelle Neugier der Schüler entfesseln, eine positive Einstellung zur Bildung schaffen und ihnen das Vertrauen geben, ihre Schullaufbahn erfolgreich weiterzuführen.“

Maria Gabriela Gonzales Perez, Quito in Ecuador

Partner: Gemeinschaftskirche von Fe, Quito in Ecuador

Im Projekt „Gabe des Himmels“ erhalten ältere Menschen, alleinerziehende Mütter und Menschen mit Behinderung gesunde Mahlzeiten. Treffpunkt ist der, mit Spendengeldern neu ausgestattete, Speisesaal, in dem von Montag bis Freitag jeweils rund 150 Menschen Platz in einer sauberen Umgebung finden. Darüber hinaus hat das Programm eine soziale Komponente. „Während des Aufenthalts motivieren wir unsere Gäste und versuchen wichtige Werte zu vermitteln, damit sie ihren Lebensstil nachhaltig verändern“, erklärt Maria. „Dabei handeln wir nach dem Motto: Gebt ihnen keine Fische, sondern bringt ihnen das Fischen bei.“

Claudia Vanessa Alvarenga Quintana, Tegucigalpa in Honduras

Partner: Kinderhilfsorganisation Solidaridad, Tegucigalpa in Honduras

„Der Zugang zu grundlegenden Sanitärsystemen ist ein Schlüsselelement, um Unterernährung zu verhindern, Armut zu bekämpfen und eine positive Entwicklung der Gemeinden voranzutreiben“, ist Claudia überzeugt. In ihrem Projekt erhalten deshalb 36 Familien aus Montaña Izopo, einer Region im Zentrum Honduras‘, je eine Latrine sowie eine Einweisung zur richtigen Nutzung des Abwassersystems. Insgesamt rund 180 Menschen profitieren von den verbesserten Hygienebedingungen und der damit verbundenen erhöhten Lebensqualität.

Hector Quiroz, Managua in Nicaragua

Partner: Senioren-Pflegeheim, Managua in Nicaragua

Mit Hectors Projekt werden die Hygienestandards in den Bade-, Schlaf- und Esszimmern der Senioreneinrichtung erhöht, beispielsweise durch den Kauf von Matratzen, Handtüchern, Bademänteln oder Besteck. „Wir verbessern den Gesundheitsstandard und den Wohnkomfort von mehr als 70 verlassenen älteren Menschen“, sagt Quiroz. „Damit bescheren wir ihnen ein wenig Glück in ihrer letzten Lebensphase. Das macht auch mich glücklich.“

Carmen Quintana, Lima in Peru

Partner: San Camilo-Haus, Lima in Peru

Im San Camilo finden Waisen-Kinder mit HIV-Erkrankung ein Zuhause. Rund 150 Mädchen und Jungen im Kleinkindalter von bis zu drei Jahren, etwa 80 Kinder zwischen vier und 18 Jahren und 25 schwangere Frauen hat die Einrichtung bisher betreut. Sie erhalten eine gute Ernährung, medizinische und psychologische Unterstützung und Bildungsangebote. „Wir möchten die Grundlage dafür legen, dass die Kinder später ein möglichst gesundes und produktives Leben führen können“, benennt Quintana das Ziel des Engagements.

Diana Saenz, Lima in Peru

Partner: Präventionszentrum gegen Mangelernährung bei Kindern, Lima in Peru

Ein Trainingsprogramm vermittelt jungen Frauen und Müttern aus der Siedlung Pamplona Alta, Kenntnisse und Fähigkeiten für den eigenen Haushalt sowie die Arbeit als angestellte Haushaltskraft; beispielsweise Kochen, Erste-Hilfe-Leistungen oder den Umgang mit dem Computer. „Wichtig ist uns auch, dass die Frauen ihr Wissen nachhaltig für die Gemeinde einsetzen und damit auf freiwilliger Basis soziale Verantwortung übernehmen“, erklärt Saenz.

Mitchelle Romero, San Jose in Costa Rica

Partner: Kindertagesstätte der Abraham-Stiftung, Tres Rios in Costa Rica

Eine neue Inneneinrichtung mit bunten Farben und natürlichen Materialien, wie Gips und Holz – damit beschäftigt sich das KiTa-Projekt von Mitchelle. Dank eines Designers weicht die eintönige Tristesse an den Wänden der Betreuungsräume einer fröhlichen und naturverbundenen Umgebung. „Die Stimmung unserer 225 Kinder wird durch die Farbenvielfalt enorm verbessert“, sagt Mitchelle. „Zusätzlich fördern die Wandmotive das Bewusstsein der Kinder für natürliche Ressourcen. Wir hoffen, dass sie sich dadurch nachhaltig für den Schutz der Umwelt einsetzen.“

Martin Bartolome de Urtiaga, Buenos Aires in Argentinien

Partner: Kommunales Gesundheitszentrum „La Mestiza“, Buenos Aires in Argentinien

Ein Bewusstsein für ein verantwortliches Sexualleben zu schaffen – so lautet das Ziel von Martins Projekt. Zielgruppe sind Jugendliche aus dem achten und neunten Bezirk von Buenos Aires, die zu den sozial schwächsten Gebieten der Stadt zählen. „Die Zahl ungewollter Schwangerschaften und von übertragenen Geschlechtskrankheiten ist hier gerade bei jungen Menschen sehr hoch. Diese Raten wollen wir reduzieren“, sagt Martin. Um die Jugendlichen zu erreichen, werden 17- bis 28-Jährige aus den Stadtvierteln als Gesundheitshelfer geschult, die Aufklärungsarbeit leisten. „Als Bindeglied gewinnen sie Vertrauen und Akzeptanz bei den Gleichaltrigen und reichen als Multiplikatoren ihr erworbenes Wissen weiter“, erklärt Martin.

Elsa Carolina Uviedo, San Diego in Venezuela

Partner: Doktor Jaso Krankenhaus-Clowns, Valencia in Venezuela

Lachen ist die beste Medizin – dieser Überzeugung sind die Mitarbeiter von Doktor Jaso. Durch humoristische und fantasievolle Einlagen möchten sie zu einem positiven Heilungsverlauf von schwer erkrankten Kindern beizutragen. Im neuen Projekt – einer mobilen Musiktherapie – kooperieren die Clowns mit der Kinderklinik Enrique Tejera, in der rund 120.000 kleine Patienten jährlich behandelt werden. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Musizieren am Krankenbett: Schlagzeug und Xylophon spielen, Lieder singen oder Geräusche erraten. „Musik als kreativer und ausdrucksstarker Prozess ist ein gutes Mittel zur Entspannung. Damit steigert sich das Wohlbefinden und die Lebensfreude von Kindern, die sich häufig isoliert fühlen“, sagt Elsa.

Dr. Muhammad Aslam, Karachi in Pakistan

Partner: Kutiyana Memeon Association School, Karachi in Pakistan

Arzt, Wirtschaftsprüfer oder Ingenieur – von diesen Berufen träumen viele der rund 7000 Jugendlichen in den Kutiyana Memeon-Schulen, die in den ärmsten Vierteln Karachis liegen. „Wenn man sie aber fragt, wie sie ihre Träume verwirklichen, schaut man in erstaunte Gesichter, weil den Jugendlichen die richtige Berufsplanung fehlt”, so Dr. Aslam. Im Projekt werden Lehrer zu Berufsberatern ausgebildet, die wiederum Schüler zu Coaches weiterbilden. „Damit ist die Initiative nachhaltig angelegt und nützt über Jahre hinweg vielen Schülern bei ihrer Karriereplanung und dabei, produktiv für sich selbst und die Gesellschaft zu werden”, sagt Aslam.

Muhammad Khammousieh, Hama in Syrien

Partner: Charity Social Care, Hama in Syrien

Der seit Jahren anhaltende syrische Krieg hat viele Frauen zu Witwen gemacht. Im Projekt „Speisekammer“ lernen sie, Lebensmittel zu konservieren. Die hergestellten Speisen und Getränke werden anschließend verkauft. Aus dem Gewinn zahlt die Organisation den Kurs-Teilnehmerinnen ein monatliches Gehalt. „Das Projekt hat damit mehrere entscheidende Vorteile“, sagt Muhammad. „Die Frauen erlernen ein wichtiges Handwerk, dass Sie im häuslichen Alltag sinnvoll einsetzen können und welches sie für die spätere Arbeitssuche qualifiziert. Vor allem aber haben sie jetzt ein Einkommen und können ihre Mieten zahlen und Nahrungsmittel für die Familie kaufen.“

Ravit Kolsky, Kadima Zoran in Israel

Partner: Pfadfinderbewegung Dotan, Ashdod in Israel

Inklusion ist in aller Munde – und auch die Ravits Pfadfinderbewegung befasst sich mit diesem Ziel. Jugendliche mit Behinderung oder Verhaltensauffälligkeiten nehmen gemeinsam mit allen anderen Mädchen und Jungen an den Organisations-Angeboten teil. „Kinder mit besonderen Bedürfnissen werden aus ihrer Isolation befreit und ungezwungen in unsere Aktivitäten einbezogen. Die anderen Teilnehmer lernen den Wert des Gebens und erwerben soziale Kompetenzen“, sagt Ravit. „Dabei werden Beziehungen aufgebaut, die für alle ein Gewinn sind.“ Höhepunkt des Projekts ist ein gemeinsames Sommerlager.

Vared Levy, Kfar Hoaranim in Israel

Partner: Regionalrat Chevel Modyiin, Lapid in Israel

Was für den einen Müll ist, kann für den anderen ein Schatz sein – so lautet der Slogan des Second-Hand-Ladens von Vared Levy. Zweimal pro Woche verkaufen Ehrenamtliche hier gespendete Kleidung, Schmuck oder Küchengeräte zu symbolischen Preisen an Bedürftige. Die Erlöse fließen Eins zu eins in die Gemeinde zurück: Finanziert wird damit ein Erste-Hilfe-Kurs für Jugendliche oder die Sterilisation von streunenden Katzen. „Ich glaube, dass unser Projekt nur nützliche Seiten hat“, sagt Vared. „Die Wiederverwertung von Produkten hilft Umweltschäden zu reduzieren, Menschen erwerben Güter, die sie sich sonst nicht leisten könnten und wir fördern Bildung, indem wir Jugendliche und ältere Menschen gezielt in unser Projekt integrieren.“

Ricky Stolar, Hod Hasharon in Israel

Partner: The Jerusalem Hills Therapeutic Centers, Kiryat Ye''arim in Israel

Hundetherapie für zehn- bis elfjährige Kinder, die aufgrund von emotionalen und körperlichen Misshandlungen früh ihre Elternhäuser verlassen mussten – damit beschäftigt sich das Projekt von Ricky Stolar. Pro Woche profitieren zwölf schwer verhaltensgestörte Mädchen und Jungen in 23 Einzelsitzungen von dem Therapieansatz. Aggressionen werden reduziert, das Selbstwertgefühl der Kinder gesteigert und die Möglichkeit auf gesellschaftliche Integration erhöht. Oder wie es Stolar ausdrückt: „Auf einfache, effektive und kreative Weise ändern wir den Lauf des Lebens kleiner Kinder.“

Sue Sibley, Toronto in Kanada

Partner: St. Johns Kirche, Toronto in Kanada

Einmal pro Woche sind Freiwillige der Wohltätigkeitsorganisation „Food for Life“ in der Kirche und verteilen frische Lebensmittel an bedürftige Menschen. Mit diesem Konzept besetzt die Institution eine Nische: „thematisch ähnlich ausgerichtete Einrichtungen geben zumeist Konservenkost ab“, betont Sue. „Für die Gesundheit unserer Kunden ist es jedoch wichtig, dass sie ab und zu frische Lebensmittel zu sich nehmen.“ In einem neuen Projekt bringen die Kirchen-Mitarbeiter den Bedürftigen nun die Zubereitung der Lebensmittel näher. „Sie lernen begrenzte Ressourcen besser zu nutzen und daraus nahrhafte Gerichte für ihre Familien zuzubereiten“, erklärt Sibley.

Letzte Änderung: 4. Oktober 2016 Copyright © Bayer AG
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