Entdecken Sie 63 Ehrenamts-Projekte: Afrika| Asien| Australien & Neuseeland| Europa| Lateinamerika| Naher Osten| Nordamerika

 

Fu hilft Kindern in der Erdbebenregion Yunnan und experimentiert mit ihnen. Neun Bayer-Mitarbeiter in Bogotá in Kolumbien begeistern Kinder aus dem Armenviertel fürs Programmieren und Lyudmila aus der Ukraine zaubert ein Lächeln in die Gesichter der kleinen Patienten des Kinderkrankenhauses in Charkow.

Dies sind nur drei von gegenwärtig über 550 Projekten in 65 Ländern, in denen sich Bayer-Mitarbeiter und –Mitarbeiterinnen ehrenamtlich für die Verbesserung der Lebensverhältnisse in den Einzugsgebieten der weltweiten Unternehmensstandorte einsetzen. Die Bayer Cares Foundation ermöglicht ihnen die Realisierung dieser gemeinnützigen Initiativen durch eine finanzielle Unterstützung von bis zu 5.000 Euro pro Projekt. Auch dies ist Ausdruck unserer Unternehmens-Mission „Bayer: Science For A Better Life“.

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Entdecken Sie die vielfältigen Projekte unserer Mitarbeiter rund um den Globus:

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Margie Leathers, Nigel/ Südafrika

Partner: Grundschule am Alrak Park, Nigel/ Südafrika

Ein Buchclub für eine Grundschule in einem sozial benachteiligten Stadtgebiet von Nigel – dies ist der Inhalt von Margies Leathers‘ Projekt. „Wir möchten Kinder ermutigen zu lesen, denn Bücher erhalten eine Fülle an Wissen, regen Phantasien an und erweitern Gedanken“, ist sie überzeugt. „Zudem verbessert das Lesen die eher mangelhaften englischen Sprachkenntnisse unserer Schüler und trägt somit zu einer Erhöhung der Alphabetisierungsquote bei.“ Vertreter einer Bildungsstiftung unterstützen die Lehrer im Projekt. „Klassen mit rund 45 Schülern verschlingen beim Lehrpersonal eine Menge Energie. Daher schulen sie mit uns gemeinsam die Lehrer, lesen selbst mit den Kindern und bringen die ersten Bücher gleich mit“, erklärt Leathers.

Joslyn Goliath, Nigel/ Südafrika

Partner: Ikhono Schweißer-Schule, Nigel/ Südafrika

Nigel ist eine Industrie- und Bergbaustadt, in der große Fabriken die führenden Arbeitgeber sind. Trotzdem finden mehr als die Hälfte der 18- bis 35-Jährigen keine Beschäftigung. In Joslyn Goliaths Projekt erlernen junge Erwachsene die Tätigkeit des Schweißers, erhalten eine Karriereberatung und bekommen die erworbenen Fähigkeiten per Zertifikat bescheinigt. „Dies gibt ihnen die Möglichkeit, als Schweißer zum Einstieg Geld zu verdienen und mit diesem ihr Studium zu finanzieren“, erklärt Goliath. „Wir ermöglichen jungen Menschen ihre Träume zu verfolgen und vielleicht selbst Unternehmer zu werden.“

Angie Pillay, Nigel/ Südafrika

Partner: Angies Suppenküche, Johannesburg/ Südafrika

Angie steht im Winter regelmäßig in der Küche und kocht einen großen Topf Suppe. Gegessen wird diese aber nicht am Tisch der Pillays – sondern den Obdachlosen und Straßenkindern in Gauteng/ Springstown gebracht. Dafür nehmen Angie und ihre Familienmitglieder einige Herausforderungen auf sich. „Wir fahren nachts in die Stadt“, erzählt Angie Pillay. „Dann entdecken wir die schlafenden Obdachlosen besser, häufig bei Minusgraden nur mit einer Pappe bedeckt. Neben einer warmen Mahlzeit erhalten sie von uns auch eine warme Decke.“ Die Pillays haben es sich zum Ziel gesetzt, nicht nur über die Gemeinschaft zu sprechen, sondern für sie zu handeln. „Es braucht jemanden, um jemand zu erreichen – das ist unser Motto“, erklärt Pillay.

Taru Lindstedt, Turku/ Finnland

Partner: Nüaburi-Grundschule, Turku/ Finnland

Dank Tarus Lindstedts Projekt entstehen ein Gewächshaus und ein Hühnerstall für ein Waisenhaus im kenianischen Kendu Bay. Sie ist ehrenamtlich für die internationalen Maranatha-Volunteers tätig und hat in diesem Rahmen bereits bei vielen Initiativen in Kenia mitgeholfen. „Unter anderem haben wir eine Zahnklinik, eine Kirche, ein Krankenhaus und eine Komposttoilette gebaut“, erzählt Lindstedt. „Unser aktuelles Projekt ist besonders auf Nachhaltigkeit ausgelegt: Junge Menschen bauen Gemüse an und halten Hühner. Ihre Erzeugnisse können sie vor Ort verkaufen – und haben so eine sichere Einkommensquelle.“

Yolande Chellan, Isando in Südafrika

Partner: Hautklinik des Grey-Hospital, Pietermaritzburg in Südafrika

Das Projekt „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ kommt sozial schwachen Patienten zugute, die für eine Behandlung im ländlich gelegenen Krankenhaus eine mehrtägige Reise auf sich genommen haben. „Sie erhalten von uns Nahrungsmittel, wie Milchpulver, Brei, Brot oder Erdnussbutter, um ihren Hunger während der langen Wartezeiten zu stillen“, berichtet Yolande. Gleichzeitig nutzen die Projektmitarbeiter genau diese Zeitfenster, um Werte wie Motivation, Disziplin und Gemeinschaftsdenken für eine funktionierende Gesellschaft zu vermitteln.

Miguel Lachiver, Mondouzil in Frankreich

Partner: Association Rosalie Echange Solidarité, Saint Jean in Madagaskar

Je drei von der Feldarbeit lebende Familien teilen sich als kooperative Gruppe zwei Zebus, einen Pflug, eine Egge und einen Unkrautstecher – so lautet die Idee von Miguels Projekt. „Damit bekämpfen wir Unterentwicklung und Unterernährung in einem der ärmsten Länder der Welt“, sagt Lachiver. Ziel der Initiative ist es auch, die soziale Bindung und gegenseitige Unterstützung der Bauern zu stärken. „Vor allem aber möchten wir die Abhängigkeit der Menschen von der Nahrungsmittelhilfe reduzieren und damit ihre Würde stärken.“ Von dem landwirtschaftlichen Sharing-Modell profitieren rund 500 Personen.

Younes Lekkrami, Mohammedia in Marokko

Partner: Vereinigung der jungen marokkanischen Führungskräfte, Mohammedia in Marokko

Schüler mit Sehstörungen haben massive Nachteile in ihren Lernleistungen und im alltäglichen Leben – wenn die Sehschwäche nicht ausgeglichen wird. „Die Familien auf dem Land haben aber kein Geld für Untersuchungen und den Kauf von Sehhilfen“, sagt Younes. In Abstimmung mit dem Bildungs- und Gesundheitsministerium werden daher rund 3.000 Schüler in 30 Schulen mit einem mobilen Augen-Wohnwagen besucht. „Nach Feststelltung der Augenschwäche bekommen die Jugendlichen eine geeignete Brille. Damit beugen wir einem potenziellen Schulabbruch vor und verbessern ihre Lern- und Lebenssituation“, so Younes. Die Ehrenamtler gehen von etwa 300 Kindern mit Sehschwäche und Kosten von 20 Euro pro Patient aus.

Eva Wainaina, Nairobi in Kenia

Partner: Eva Wainaina Grundschule, Nairobi in Kenia

Mit ihrer Mutter initiierte Eva vor drei Jahren ein bedeutendes Projekt, in dem sie für den Bau einer Grundschule für Waisenkinder sowie Mädchen und Jungen mit HIV-Erkrankung ein Grundstück spendeten. „Ohne diese Unterstützung führt sie ihr Weg in die Kriminalität oder Prostitution“, so Eva. „Bei uns entkommen sie dem Teufelskreis aus Armut, Analphabetismus und Niedergeschlagenheit.“ Durch das aktuelle Projekt wird vor allem die Küchenausstattung modernisiert. „Durch die neuen Gas- und Elektroherde verbessert sich nicht nur die Qualität der Speisen für unsere 30 Schüler, auch das Küchenpersonal kann effizienter und in angenehmer Atmosphäre arbeiten.“

Joelle Donnadieu, Mondouzil in Frankreich

Partner: Die Freunde von Jenny und Jessica, Antananarivo in Madagaskar

Joelles Initiative kommt einem Neugeborenen-Krankenhaus in Madagaskar zugute. Neue Matratzen mit austauschbaren Bezügen, die Sanierung von WCs und die Installation von bisher nicht vorhandenen Duschen sind Projektmaßnahmen, die in der mit 160 Betten ausgestatteten Einrichtung durchgeführt werden. „Mit einem für uns geringen Beitrag machen wir für arme und in Unsicherheit lebende Menschen den Zugang zu einer medizinischen Mindestversorgung und ein wenig Komfort möglich“, beschreibt Joelle die Besonderheit ihres Projekts. „Das finde ich wahnsinnig bereichernd.“

Thomas Wegmann, Singapur/ Singapur

Partner: Thomas Wegmann, Singapur/ Singapur

Thomas Wegmann engagiert sich mit einem Fußball-Projekt an einer staatlich nicht-geförderten Schule in Myanmar. Die finanzielle Lage der Einrichtung ist dementsprechend – eine Gebäudekonstruktion aus Bambus und Wellblechdach sowie unbezahlte Lehrer prägen das Bild der Institution, die rund 200 arme Kinder im Alter von elf bis 17 Jahren besuchen. Dank der Bayer-Fördermittel beschäftigt die Schule nun ihren ersten Pädagogen auf Honorarbasis. Wegmann selbst hatte die Idee für ein Sportprojekt, denn genau wie Kunst und Musik steht Sport nicht auf dem Lehrplan der myanmarischen Schulen. „Unterprivilegierte Kinder erreicht man mit traditionellen Bildungsmethoden jedoch schwer“, sagt er. „Mit Fußball geht es besser. Zudem fördert das Spiel Teamfähigkeit, Disziplin und Selbstkontrolle und erhöht das Wohlbefinden.“

Rahul Patil, Thane West/ Indien

Partner: Shivar Sansad, Usmanabad/ Indien

Fehlende Ernteerträge und damit einhergehende finanzielle Verluste belasten Kleinbauern wirtschaftlich wie moralisch. In der Region Maharashtra ist dies leider nicht selten mit Selbstmorden der Landwirte verbunden. Das Projekt von Rahul Patil unterstützt die hinterbliebenen Familien mit persönlichen Beratungsangeboten. Beispielsweise werden Kinder mit Rehabilitationsmaßnahmen betreut, Erntekredite vermittelt oder Informationen zur temporären Überbrückung von Ernteverlusten gegeben. Zweites Projekt-Standbein ist die Prävention: Jugendliche aus landwirtschaftlichen Familien wird das richtige Verhalten im Krisenfall gelehrt. Hierbei setzen die Projektinitiatoren auch auf den Multiplikatoren-Effekt. Die Teilnehmer bilden ein Netzwerk und verbreiten die Informationen in ihren Dörfern. „Die von uns verwendete Methodik ist innovativ, weil sie auf Schlüsselbedürfnisse von potentiellen Opfern der Agrarkrise eingeht“, fasst Patil die Besonderheit des Projekts zusammen.

Willy Lee, Taichung

Partner: Arbeitseinrichtung für Sehbehinderte Hueiming, Taichung/ Taiwan

Willy bringt sehbehinderten Schülern die Schönheit der Natur näher. Diese können aufgrund eingeschränkter Mobilität kaum an Outdoor-Aktivitäten teilnehmen. Deshalb nimmt Willy sie mit zur Obsternte. „Ich glaube, dass es für blinde Kinder ein großartiges Erlebnis ist, einen Baum zu umarmen, den Erdboden zwischen den Fingern zu spüren oder das Geruchsaroma auf einer Obstplantage einzuatmen“, ist Willy Lee überzeugt. Jedes Jahr baut er in Kooperation mit dem Bauern-Verband eine neue Obstsorte an – nach Erdbeeren und Tomaten sind nun Weintrauben an der Reihe. „Bei der Auswahl achte ich darauf, dass die Kinder die Ernte sicher und ohne komplexe körperliche Anstrengungen durchführen können“, verrät Lee.

Satish Kumar Gadde und Saikat De, Hyderabad/ Indien

Partner: Integrierte ländliche Entwicklungsgesellschaft Sarvodaya, Koppal/ Indien und TB Alert India, Hyderabad/ Indien

Im ländlichen Indien stellt die Menstruationshygiene für viele Frauen ein ernsthaftes Problem dar. Einerseits ist es ein gesellschaftlich tabuisiertes Thema, andererseits haben sie nicht die finanziellen Mittel, um teure Markenbinden zu erwerben. „Genutzt werden daher alte Tücher – dies ist unhygienisch, führt zu vermehrten Infektionen und kann in der Folge sogar die Reproduktionsfähigkeit einschränken“, erklärt Satish Kumar Gadde. Seine Initiative sowie ein ähnliches Projekt seines Bayer-Kollegen Saikat D widmen sich der Produktion und dem Vetrieb von kostengünstigen, sicheren und recyclebaren Damenbinden. „Neben dem Produkt selbst, das mehr als 10.000 Mädchen und Frauen in der Region die Umstellung auf eine moderne und bequeme gynäkologische Lösung ermöglicht, hat das Projekt einen weiteren entscheidenden Vorteil“, verrät Saikat: „Die Produktion, Distribution und Anwendungskommunikation der Pads schaffen Arbeitsplätze und bieten Frauen damit eine Einkommensquelle und echte Perspektive.“

Joanna Liu, Shanghai/ China

Partner: Kinderkrankenhaus der Fudan-Universität, Shanghai/ China

Um das Bewusstsein bei Eltern für die medizinische Wissenschaft zu erhöhen und ihnen die Wichtigkeit einer guten Arzt-Patienten-Beziehung zu vermitteln, setzen Joanna Liu und andere Freiwillige ein außergewöhnliches Projekt um: Ein medizinisches Kinder-Erlebniszentrum in einer hoch frequentierten Shanghaier Metro-Station. Dieses teilt sich in ein 65m2 großes Mini-Hospital sowie einen 60 Meter langen medizinischen Lobbybereich. Ehrenamtliche, viele von ihnen arbeiten bei Bayer, informieren Interessierte zum Thema Kindergesundheit. Neben den Eltern steht auch der Nachwuchs selbst im Fokus. „Wir möchten den Mädchen und Jungen mit unseren Aktionen die Angst vor dem Arztbesuch nehmen“, erläutert Liu. „Und vielleicht wecken wir bei einigen sogar den Wunsch, später selbst Mediziner zu werden.“ Perspektivisch soll das fest installierte Erlebniszentrum durch eine mobile Variante ergänzt werden, um noch mehr Menschen mit Informationen zum wichtigen Thema Kindermedizin erreichen zu können.

Cherry Tang, Peking/ China

Partner: Hong Dandan, Peking/ China

In Cherry Tangs Projekt werden Hörbücher für blinde Schulkinder angefertigt. Die inhaltlichen Schwerpunkte der aufgenommenen Tonträgern liegen in den Bereichen Wissenschaft und Kinderliteratur. Das Besondere dabei: Freiwillige von Bayer lesen die Texte auf den von der NGO Hong Dandan produzierten Akustikversionen. Die Liste der Bücher kam von den Lehrern. „Wir möchten vor allem dem Mangel an Bildungsressourcen für diese Zielgruppe begegnen“, sagt Cherry Tang. „Zudem vermitteln wir den Kindern Spaß an Wissen.“ Auf einfache Weise können die produzierten Hörbücher auch für andere sehbehinderte Kinder kopiert werden.

Maria Ustyantseva, Novosibirsk/ Russland

Partner: Gesundheits- und Bildungszentrum für Kinder A.I. Borozdina, Novosibirsk/ Russland

Die Tomatis-Therapie gilt laut Maria als eine der fortschrittlichsten Rehabilitationsmethoden für Kinder mit schweren Nervensystem-Erkrankungen. Das pädagogische Hörtraining soll die Fähigkeit zum Zuhören und Kommunizieren fördern und bei einer großen Zahl von Verhaltensauffälligkeiten und Lernstörungen helfen, deren Ursache auditive Wahrnehmungsstörungen seien. „Durch das Training bauen sich Aggressionen ab, sprachliche Fähigkeiten werden entwickelt und soziale Interaktion aktiv unterstützt“, erklärt Maria Ustyantseva. „Leider können sich viele Eltern die Therapie nicht leisten – wir sind froh ihnen diese durch das Bayer-Projekt anbieten zu können. Denn es ist eine kleine Investition, die eine glückliche Zukunft von hunderten jungen Bürgern ermöglichen wird.“

Yicheng Ren, Peking/ China

Partner: Chinesische Wohltätigkeitsstiftung für Kinder, Peking/ China

In Yicheng Rens Projekt erhalten mehr als 300 sehbehinderte Waisenkinder interaktiven naturwissenschaftlichen Unterricht. Der Kurs „Touch the Nature“ findet mit jährlich 46 Einheiten regelmäßig statt und bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, mit ihrer Außenwelt in Berührung zu kommen. „Dazu haben blinde Waisen bei uns leider kaum eine Chance“, sagt Yicheng Ren. „Mit unserem Kurs möchten wir ihnen helfen, Grundkenntnisse über Tiere, Pflanzen, Klima, Geographie und Geologie und damit eine vollständigere Weltanschauung zu bekommen.“ Anliegen der Projektinitiatoren ist es zudem, die Kommunikationsfähigkeit der Kinder zu verbessern und damit langfristig das Führen eines selbstbestimmten Lebens zu ermöglichen.

Ekatarina Uglichinina, Ekatarinburg/ Russland

Partner: Kinderbetreuung des Zentrums für Sozialarbeit, Familien und Kinder der Region Sysertskiy, Susert/ Russland

Das Projekt „Herzen“ kommt einem Waisenhaus in der Ural-Region zugute. Dabei verbessern die Initiatoren die Rahmenbedingen für die Einrichtung in vielfacher Hinsicht: Das Gebäude erhält einen neuen Anstrich, die Kinder können durch neue Gerätschaften erstmals verschiedenen sportlichen Aktivitäten nachgehen und die Beziehungspflege zu möglichen Adoptiv- oder Pflegefamilien wird verstärkt. „Damit sollen sich den Kindern in einer anderen Umgebung neue Perspektiven eröffnen“, sagt Ekatarina Uglichinina. „Wir wünschen uns sehr, dass sich in der Gesellschaft eine freundlichere Haltung gegenüber Waisenkindern entwickelt.“

Anna Sheng, Shanghai/ China

Partner: Nuannuan Kunstzentrum für behinderte Menschen

In Anna Shengs Projekt kooperiert das Kunstzentrum mit einem Kindergarten für Mädchen und Jungen mit Zerebralparese. Inhalt des Programms sind jährlich zehn Zeichenkurse, in denen die Anforderungen stetig steigen. „Die Kinder lernen, Farben und Formen wahrzunehmen, Finger und Hände zu koordinieren und ihre Gefühle durch Beobachtungen und Berührungen auszudrücken – das alles ist ein wichtiger Teil ihres Rehabilitationsprozesses“, erklärt die Ehrenamtlerin. Die Zeichnungen werden anschließend in einer Ausstellung zusammengefasst und physisch vor Ort wie über die sozialen Netzwerke gezeigt. „Damit schaffen wir Aufmerksamkeit für eine sonst weniger beachtete Zielgruppe“, sagt sie. „Vor allem aber zeigen wir den Kindern welches Potential in ihnen steckt und wie sie ein produktiver Teil der Gesellschaft werden.“

Florent Aubry, Singapur/ Singapur

Partner: Adrenalin Group of Social Enterprises, Singapur/ Singapur

„Die meisten Wohltätigkeitsorganisation zeichnen das Leben von Menschen mit Behinderung in ihren Kampagnen als hart und trist, um aus Mitleid Spenden zu generieren“, erklärt Florent Aubry. „Mit unserer `Lila Parade´ gehen wir einen anderen Weg – wir zeigen sie als liebevollen, lustigen und glücklichen Teil der Gesellschaft.“ Seit 2013 findet einmal jährlich ein Umzug durch Singapur statt, bei dem behinderte Mitbürger ihre Fähigkeiten und Talente der Bevölkerung vorführen. Dank Audrys Initiative wird die Parade nun filmisch festgehalten und als Video-Serie gezeigt. Durch die mediale Verbreitung kommt die Initiative ihrem Ziel – der gesellschaftlichen Akzeptanz von gehandicapten Menschen –einen bedeutenden Schritt näher.

Sandy Song, Peking/China

Partner: Zentrum für Bildung und kulturellen Austausch Hongdandan, Peking/China

„Kino im Herzen“ – so heißt das Kooperationsprojekt von Bayer und dem Gemeindezentrum Hongdandan zur kulturellen Teilhabe blinder Menschen. Jeden Samstag wird im historischen Ambiente eines alten Gerichtsgebäudes ein Film speziell für blinde Menschen vorgeführt und von Ehrenamtlichen audiokommentiert. Die Gäste kommen aus ganz Peking und nehmen dafür Anfahrtszeiten von bis zu zwei Stunden in Kauf. „Die Aufbereitung der Filme ist herausfordernd“, verrät Sandy Song. „Daher bedarf es einer gründlichen Vorbereitung. Wir schauen uns die Stücke mindestens dreimal an, bevor wir sie live kommentieren. Nach den Vorführungen sagen uns die Menschen oft, dass wir so weitermachen sollen – dann hat sich der Aufwand gelohnt.“

Björn Eklund, Solna/ Schweden

Partner: Apne Aap Women’s Collective (AAWC), Mumbai Indien

Björn Eklund engagiert sich für bessere Lebensbedingungen von sexuell ausgebeuteten Frauen in Indien. Die Unterstützung kommt einem Haus zugute, in dem in Not geratene Frauen übernachten, sich seelsorgerisch betreuen und umfassend beraten lassen können. „Damit möchten wir ihnen den Weg in eine bessere Zukunft ebnen“, sagt Eklund, der bereits mehrere Projekte für AAWC betreut hat. Fragt man ihn nach der Motivation seines freiwilligen Einsatzes, so benennt er einen konkreten Anlass: „Während meiner Elternzeit habe ich begonnen, mich im Programm zu engagieren – als werdendem Vater wurde mir bewusst, wie wichtig Unterstützung für hilfsbedürftige Menschen ist.“

Elaf Murad, Jeddah/ Saudi Arabien

Partner: Modernes Zentrum für Intensive Physiotherapie „Sonnenaufgang“, Jeddah/ Saudi Arabien

Collagen und Bilder mit bunten Motiven sowie Skulpturen von „Verrückten Hüten“ – dies sind die Ergebnisse eines freien Kunsttherapie-Workshops für mehr als 30 autistische Kinder. Veranstaltet wird das Projekt im Zentrum „Sonnenaufgang“, in dem Kinder mit Behinderung Sprach- und Physiotherapie erhalten. „Das Experimentieren mit Farben und Stoffen erhellt das Leben aller und vor allem der Kinder, die sich nicht durch Reden ausdrücken können“, sagt Elaf. Am Ende des Projekts präsentieren die Kinder ihre Kunstwerke in einer Ausstellung. „Ihnen und ihren Eltern ist der Stolz dann richtig anzumerken – und das zaubert auch mir ein Lächeln ins Gesicht“, verrät Murad.

Alexandra Goncharova, Rostow in Russland

Partner: Zentrum zum Schutz von schwangeren Frauen und jungen Müttern, Rostow in Russland

„Let‘s grow up healthy“ – mit diesem Projekt unterstützt Alexandra Mütter, die keine finanziellen Mittel für den Kauf von Säuglingsnahrung besitzen. Konkret geht es um Milchprodukte für bis zu 18 Monate junge Säuglinge, die für die Entwicklung der Babys von enormer Bedeutung sind. „Kinder sind unsere Zukunft. Wir möchten, dass sie ohne Hunger aufwachsen und damit den Grundstein für ihre Gesundheit legen“, betont Alexandra.

Xin Gong, Tianjin in China

Partner: Studenten-Vereinigung der Universität Tianjin, Tianjin in China

Xin Gong engagiert sich im Programm „Jugend für eine bessere Umwelt“ für den Umweltschutz und die Umweltbildung von Studenten. Bayer-Ehrenamtler und mehr als 3.000 Studenten setzen darin gemeinsam Naturschutzmaßnahmen in sieben Gemeinden und 13 landwirtschaftlichen Betrieben um. Das Ergebnis: „Die Bevölkerung spart Strom und Wasser, der Kohlendioxid-Austausch wurde reduziert und die Qualität von landwirtschaftlich genutztem Boden wurde durch den Einsatz von Regenwürmern bereichert“, sagt Xin Gong. Nun gibt es einen ausgeschriebenen Wettbewerb, in dem Studenten eigenständig Umweltschutzmaßnahmen planen. „Sie übernehmen noch mehr Verantwortung, außerdem werden kreatives Denken, Team- und Kommunikationsfähigkeit geschult“, so Gong.

Melisa Li Yi Chong, Petaling Jaya in Malaysia

Partner: Refuge for the Refugees, Petaling Jaya in Malaysia

Jeden Samstag wird ein Brunch für Flüchtlingskinder veranstaltet. „Eine ausgewogene Ernährung stellt die Grundlage für die entscheidenden Jahre ihrer körperlichen, geistigen und emotionalen Entwicklung – und das ist das Grundrecht der Mädchen und Jungen, auch in Bezug auf spätere Bildungsperspektiven“, so Melisa. Zudem erfahren die Schulkinder Wichtiges zur Lebensmittelhygiene und erhalten Kochkurse, wodurch sie für ihre Familien Nahrungsmittel zubereiten können.

Duyen Nguyen, Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam

Partner: Organisation „Ärzte für Hoffnung und Nächstenliebe“, Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam

Gebärmutterhalskrebs ist eine der am meisten verbreiteten Krankheiten in Vietnam. Duyens Projekt bietet Aufklärung und Früherkennungstests für rund 400 Frauen, die in ländlichen Regionen rund um die vietnamesische Hauptstadt leben. „Sie arbeiten hart im landwirtschaftlichen Sektor“, sagt Nguyen. „Trotzdem haben sie häufig nicht den Wohlstand, sich eine medizinische Versorgung leisten zu können.“ Projektziel ist es, das Wissen über zervikale Krankheiten zu erhöhen, ein Bewusstsein für Hygiene und einen gesunden Lebensstil zu schaffen und mittels eines Abstrich-Tests den möglichen Krebs zu diagnostizieren. Erkennt man diesen im Frühstadium, liegt die Heilungsrate bei 100 Prozent.

Aigul Zhakupova, Almaty in Kasachstan

Partner: Familien-Waisenhaus Nur, Talgar in Kasachstan

Durch das Projekt erhält das Familien-Waisenhaus neue Fenster. „Bis vor Kurzem haben die Kinder im ‚Nur‘ gefroren und mussten im lang anhaltenden Winter in ihren Mänteln schlafen“, sagt Aigul. Die Einrichtung wird von einem rüstigen Rentner-Ehepaar betrieben. Aktuell leben 110 junge Menschen in der Einrichtung, 60 davon studieren an einer Universität. Wichtig ist den beiden, dass sie dabei so gut wie möglich die Rolle der Eltern einnehmen – denen die Ausbildung ihrer Kinder und die Vermittlung von Geborgenheit wichtig ist. Im Gegensatz zu staatlichen Einrichtungen können die jungen Bewohner dort bleiben, bis sie ihre eigenen Familien gründen.

Anand Srinivasan, Thane in Indien

Partner: Sri-Yadugiri-Schule, Melkote in Indien

Kinderarbeit vermeiden und Berufsperspektiven für Frauen verbessern – mit dieser Vision startete Anand Srinivasan 2004 den Aufbau seines Bildungsprojekts. Aktuell besuchen über 200 Schüler aus der sozial benachteiligten Landbevölkerung die Einrichtung; vor Kurzem haben die ersten Jugendlichen ihre neunjährige Schulzeit erfolgreich abgeschlossen. „Eine gute Schulbildung verbessert die Zukunftsperspektiven unserer vom Schicksal Kinderarbeit bedrohten Schüler deutlich“, sagt Anand. „Und wir hoffen, dass sie in Melkote bleiben und damit den Fortschritt unserer Region vorantreiben.“ Unterrichtet werden die Schüler hauptsächlich von einheimischen Lehrerinnen.

Thi Ngoc Han Le, Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam

Partner: Waisenhaus „Zuflucht im Achten Bezirk“, Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam

„Unruhiger Schlaf und ein knurrender Magen bieten keine guten Voraussetzungen für den schulischen Lernerfolg“, ist Thi Ngoc überzeugt. Durch das Projekt werden alte Schlafmatten durch Etagenbetten, Matratzen, Kissen und Decken für 20 Kinder ersetzt und das bisher sehr einfach gehaltene Frühstück mit Milch- und Fleischprodukten ergänzt. „Ausgeschlafen und mit einem vollwertigen Frühstück gestärkt den Weg in die Schule antreten – damit verbessern wir die Chancen auf Bildung und ein gutes Leben von unseren benachteiligten Kindern“, fasst Han Le den Projektinhalt zusammen.

Sarah Gillies, Remote Wellington/ Neuseeland

Partner: Naenae, Lower Hutt/ Neuseeland

In der Box-Akademie der wohltätigen Jugendorganisation „Naenae“ erhalten gefährdete Jungen ab neun Jahren ein sportliches Angebot in sicherer Umgebung. „Das Training fördert eine positive Gesundheits- und Persönlichkeitsentwicklung“, sagt Sarah Gillies. „Und diese benötigen viele unserer Teilnehmer aufgrund von Übergewicht, Alkoholproblemen oder fehlender Körperhygiene dringend.“ Das Boxen stellt daher auch nicht den einzigen Projektinhalt dar. Experten informieren zusätzlich über Drogenprävention, Krankheiten durch Mangelernährung und wie man mit kleinem Budget gesunde Mahlzeiten zubereiten kann.

Cheryl Koshy, Auckland/ Neusseland

Partner: Tierschutzorganisation, Auckland/ Neusseland

„Tiere lösen bei Menschen eine Vielzahl von sinnesbeeinflussenden Reizen aus“, ist Cheryl Koshy überzeugt. Diese Idee bildet die Grundlage für das Kontakt-Therapie-Programm der Tierschutzorganisation. In dessen Rahmen besuchen rund 250 Freiwillige mit ihren tierischen Begleitern Menschen mit besonderen Bedürfnissen in Krankenhäusern, Sonderschulen, Rehabilitationszentren oder Kinderstationen. „Es sind vor allem Bürger, die durch das Alter oder ihren gesundheitlichen Zustand stark in der Beweglichkeit eingeschränkt sind“, sagt Koshy. „Die überwältigende Wirkung des Therapieansatzes hat auch die Forschung belegt. Der regelmäßige Kontakt mit Tieren kann unter anderem Depressionen, Einsamkeit und Langeweile mindern – und damit die Lebensqualität von Menschen nachhaltig verbessern.“

Renae Worboys-Brown, Pymble/Australien

Partner: Suppenküche der Kommune Cootamundra, Cootamundra/ Australien

Ein frisches Gericht nach Hausmannsart – das steht einmal wöchentlich auf dem Speiseplan der kommunalen Suppenküche. Jeden Mittwoch erhalten bedürftige Menschen dort kostenlos eine warme Mahlzeit. Die Einrichtung bietet ihren Gästen aber mehr als nur ein Essen, sondern beispielsweise ebenso Produkte des täglichen Bedarfs wie Hygiene-Artikel. „Vor allem aber kümmern wir uns respektvoll und integer um ihre sozialen Belange“, berichtet Renae Worboys-Brown. „Damit geben wir Menschen, von denen sonst wenig Notiz genommen wird, neue Hoffnung und verhelfen ihnen zu größerem Selbstvertrauen. Besonders freue ich mich, dass sich bei Kindern Verhalten, Ernährungsweise und Körperpflege mit zunehmender Zeit verbessern.“

Denise Metthews, Wollongbar in Australien

Partner: Northern Rivers Animal Services, Ballina in Australien

Die Ureinwohner des Bundjalung-Nationalparks leben in engem Verhältnis mit ihren Hunden und Katzen zusammen. Diese haben jedoch viele Krankheiten und vermehren sich in hohem Umfang – was sich auf die Gesundheit von Tier und Mensch auswirkt. Die Rangers von Ballina Shire unterstützen die Grundversorgung und kontrollierte Aufzucht der Tiere und geben wichtiges Fachwissen an die Bewohner weiter. „Wir verbessern die Gesundheitszustände in der Gemeinschaft und zudem unsere Beziehung zu den einheimischen Aborigines, was uns ein bedeutendes Anliegen ist“, erklärt Denise.

Mary Valintine, Auckland in Neuseeland

Partner: New Zealand Epilepsy Assistant Dogs Trust (NZEADT), Auckland in Neuseeland

Ausgebildet werden drei junge Hunde, um Menschen mit schwerer Epilepsie dauerhaft zu begleiten. „Die Tiere bemerken sogar epileptische Anfälle, bevor diese überhaupt auftreten. Die Patienten haben somit deutlich mehr Kontrolle über ihr Leben und ein gesteigertes Selbstvertrauen“, sagt Mary, die sich als Tierärztin um Auswahl und Gesundheitszustand der Hunde kümmert.

Ulrike Barger, Wien/ Österreich

Partner: Österreichischer Bergrettungsdienst, Wien/ Österreich

Immer mehr Menschen verunglücken bei alpinen Aktivitäten, besonders im Bereich Herz-Kreislauf-Notfälle gibt es große Steigungsraten. Die Bergretter können eine schnelle und fachgerechte Versorgung der Unfallopfer immer schwieriger leisten. Deshalb schulen die Mitarbeiter des Sanitätsreferats nun auch „NichtbergretterInnen“. Durch eine enge Zusammenarbeit mit alpinen Vereinen werden Tourenführer, Wanderer und Bergsteiger für den Notfall im Outdoor-Bereich weitergebildet. „Sie können dann auch bei Herzinfarkt, Schlaganfall oder Schädelhirntrauma Erste Hilfe leisten – gerade dies sind Gebiete, wo eine zeitnahe Erstversorgung Überlebenschancen verbessert und die Gefahr von bleibenden Unfallfolgen stark reduziert“, erklärt Ulrike Barger.

Sezgi Sakar, Izmir/ Türkei

Partner: TBESF, Izmir/ Türkei

Sport verbindet und kennt keine Hindernisse – davon ist Sezgi Sakar überzeugt. Mit seinem Projekt möchte er Menschen mit Behinderung für das Boccia-Spiel interessieren. Bisher gehen in der Türkei aktiv lediglich etwa 100 behinderte Bürger dem Präzisionssport nach. „Das möchten wir mit unserem Angebot ändern und vor allem Kinder ansprechen“, sagt Sakar. Beim Training spielen behinderte und nicht behinderte Sportler zusammen. „Dadurch lernen sie sich gegenseitig besser zu verstehen“, erklärt er. „Gerade unsere gehandicapten Mitspieler schulen zudem ihre physischen und geistigen Fähigkeiten und unterstützen damit ihren Rehabilitationsprozess. Und nicht zuletzt macht Boccia spielen einfach glücklich.“

Sergio Ruggieri, Trani/ Italien

Partner: EPASS Onlus, Bisceglie/ Italien

Das Projekt „Gesundheit für alle“ kommt den Menschen in Apulien zugute „die es brauchen“, sagt Sergio Ruggieri. „Damit meinen wir arme Menschen, vor allem aber auch Immigranten sowie Mittelstandsfamilien. Sie sind `Die neuen Armen´ und haben häufig leider nicht die Mittel, sich wichtige Spezialuntersuchungen leisten zu können.“ Inhalt der Initiative ist der Aufbau eines freien Gesundheitszentrums in Bisceglie, in dem rund 30 Mediziner kostenfrei und spendenfinanziert ihre Leistungen anbieten. Dazu gehören Kardiologen, Dermatologen, Lungenspezialisten, Kinderärzte oder Therapeuten. Zudem gibt es einen Kulturvermittler, der die Arbeit mit Menschen aus anderen Ländern erleichtert. Im Umkreis von rund 100 Kilometern ist es das einzige Gesundheitszentrum seiner Art.

Natalie Landecka, Olomouc/ Tschechien

Partner: Cmelacek Z.S. – Verein der Freunde und Eltern von Kindern mit Behinderung , Ostrava/ Tschechein

Der Verein Cmelacek unterstützt Menschen mit Behinderung auf verschiedenen Ebenen. Die Mitarbeiter veranstalten Reisen und Sommerlager, organisieren Reitstunden und betreiben eine eigene Kindertagesstätte. Für diese wird dank des Engagements von Natalie Landecka ein Töpferofen angeschafft. „Die Kinder produzieren hier winzige Töpferwaren“, erzählt sie. „Das schult ihre feinmotorischen Fähigkeiten, die Kreativität und ihre Konzentrationsfähigkeit. Anschließend verkaufen sie die Produkte und lernen dabei den Wert des Geldes zu verstehen und schulen ihre finanzielle Kompetenz.“ Beim Verkauf kommen die Kinder in Kontakt mit Menschen in alltäglichen Situationen. „Dadurch möchten wir Vorurteile bei Bürgern abbauen und die gesellschaftliche Integration unserer Kinder vorantreiben“, sagt die Ehrenamtlerin.

Michela De Marchi, Barcelona/ Spanien

Partner: Organisation Dimbali Sandjaboot, Guediawaye/ Senegal

Michela de Marchi engagiert sich in einem Gesundheitsprojekt für verlassene Kinder im Senegal. „Diese kommen nicht selten in Einrichtungen die sie zum Betteln schicken“, erklärt sie. „Die `Einnahmen´ werden aber leider nicht für gute Nahrungsmittel oder die Gesundheitsvorsorge der Kinder verwendet.“ Dank einer Kooperation mit verschiedenen Gesundheitszentren des Landes erhalten mehr als 100 Kinder für zwölf Monate eine kostenlose medizinische Betreuung. Dabei hofft die Ehrenamtlerin vor allem auf die Nachhaltigkeit des Engagements: „Durch unsere Initiative bekommen wir einen guten Zugang in die Einrichtungen. Wir wollen diese ermutigen, nach Projektschluss drei oder vier Kinder auf eigene Kosten weiter zu betreuen – und damit den Zustand und die Perspektiven von vielen Mädchen und Jungen dauerhaft verbessern.“

Marie-Louise Hoyer, Mijdrecht/ Niederlande

Partner: Run for KiKa (Kinder mit Krebs), Amsterdam/ Niederlande

Marie-Louise Hoyer ist als Fundraiserin und Marathon-Läuferin für die Organisation „KiKa“ engagiert. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, 95 Prozent der krebserkrankten Kinder in den Niederlanden bis zum Jahr 2025 zu heilen. Dafür finanziert sie die Erforschung und Anwendung verbesserter wissenschaftlicher Methoden. Einen Teil der benötigten Gelder „erlaufen“ ehrenamtliche Fundraiser wie Hoyer, die 2015 den New York- und 2016 den London-Marathon erfolgreich bestritt. „Bei den Veranstaltungen machen wir auf die KiKa-Botschaften aufmerksam und geben einer der bedeutendsten Wohltätigkeitsorganisationen eine Bühne“, sagt sie. Neben den Läufen – der nächste ist der Tokyo-Marathon 2017 – betreut sie ein krebserkranktes Mädchen aus der Nachbarschaft und sammelt Gelder für „KiKa“ – wie bei einem von ihr veranstalteten Charity-Dinner, das rund 10.000 Euro einbrachte.

Cristina Viggano, Mailand/ Italien

Partner: Verband der Psychomotorischen Dimensionen, Mailand/ Italien

Cristina Vigganos Projekt verbindet psychomotorische Aktivitäten mit direkter Naturerfahrung. Dafür hat der Verband ein ländlich gelegenes Haus nach ökologischen Gesichtspunkten ausgestattet. In zwei Klassen werden 16 psychomotorisch benachteiligte Kinder indoor wie outdoor unterrichtet. Im Haus arbeiten die Therapeuten mit weichen Würfeln, Matratzen und natürlichen Materialien wie Blättern, Zapfen und Steinen. Der Hauptteil der Aktivitäten findet jedoch im Freien statt: Hier setzen die Kinder beispielsweise beim Gemüseanbau ihre eigenen Gartenideen um. „Eile und Oberflächlichkeit können eine neue Art von Armut erzeugen“, ist Viggano überzeugt. „Für mich hat das Projekt echten Pioniercharakter. Denn es bietet Kindern in Zeiten vermehrter Digitalisierung ganz konkrete und kontinuierliche Erfahrungen in der Natur. Und das ist für ihre allgemeine Entwicklung ungemein wichtig.“

Ana Osmanovic, Diegem/ Belgien

Partner: Vereinigung für Nierenpatienten NEPHRON, Skopje/ Mazedonien

Das Projekt „Organspende – lass uns drüber sprechen!“ möchte auf das gleichnamige Thema öffentlich aufmerksam machen und Menschen für Organ- und Gewebespenden sensibilisieren. Maßnahmen sind eine klassische Medienkampagne, der Einsatz von betroffenen und prominenten Botschaftern oder Workshops und Podiumsdiskussionen mit jungen Menschen „Was bewirkt Organspende wirklich? Es ist unglaublich wichtig in den direkten Dialog darüber zu kommen“, ist Ana Osmanovic überzeugt. „Denn wenn sich jemand zur Spende entschließt, bedeutet es, dass mindestens einem, vielleicht aber auch zehn Menschen eine Zukunft geschenkt wird.“ Langfristig strebt die Initiative an, „dass Organspende bei den mazedonischen Bürgern als ein letzter Akt des Altruismus angesehen wird“, erklärt Osmanovic.

Ülkü Karataban, Istanbul/ Türkei

Partner: Vereinigung für die Bildung von Kindern, Istanbul/ Türkei

„Das Geschenk des Klanges“ ist ein Bildungsprojekt für hörgeschädigte Kinder im Vorschulalter. „Diese Lernphase ist für sie aufgrund der schnellen Sprach- und Hirnentwicklung die wichtigste in ihrem Leben“, ist Ülkü Karataban überzeugt. „Bleiben hier die Angebote aus, können Sprachprobleme nicht kompensiert werden und psychische Probleme entstehen. In der Türkei gibt es für die Zielgruppe leider wenig Angebote.“ Durch Karatabans Initiative wird eine Vorschule in seiner Wohngegend mit einem Smartboard ausgestattet. „Denn visuelle Lernmöglichkeiten sind für die Kinder äußerst effektiv. Zudem bauen wir eine Gruppe Freiwilliger auf, die die Zeichensprache lernen und in der Schule helfen.“ Ziel des Programms ist, die Vorschüler bestmöglich auf die Regelschulzeit vorzubereiten und Chancengleichheit herzustellen.

Silvia Casalini, Mailand/ Italien

Partner: Vereinigung Kolbe Onlus, Mailand/ Italien

Die Vereinigung „Kolbe“ bietet Menschen mit Behinderung eine umfassende Betreuung. Dafür ist die Organisation auf Spenden angewiesen, da nur wenige Familien sich die Angebote leisten können. Auch dank des Engagements von Silvia Casalini Engagement kann „Kolbe“ für den Zeitraum von einem Jahr hochwertige Lebensmittel kaufen und die Miete für das Verwaltungsgebäude bezahlen. Zudem unternehmen rund 30 Menschen mit Down-Syndrom eine besondere Reise: Gemeinsam mit freiwilligen Helfern verbringen sie einen einwöchigen Natur-Urlaub in der Nähe von Mailand. „Menschen mit Down-Syndrom haben soziale Probleme, die in der Gesellschaft jedoch zu wenig Beachtung finden“, sagt die ehrenamtlich engagierte Bayer-Mitarbeiterin. „Mit dem Urlaub bringen wir Abwechslung, Freude und Ruhe in ihr Leben.“

Özkan Memisoglu, Istanbul/ Türkei

Partner: Mittelschule Mahmut Sevket Pasa-Grundschule, Istanbul/ Türkei

457:110 – diese Zahlen zeigen den unterschiedlichen Pro-Kopf-Verbrauch von Zahnpasta im Jahr 2010 in Deutschland und der Türkei in Gramm. „Diese Werte belegen: In unserem Land zeigen die Menschen ihren Zähnen wenig Aufmerksamkeit“, sagt Özkan Memisoglu. „Laut Studien putzen rund 30 Millionen Bürger kaum bis nie ihre Zähne. Dementsprechend steht es um ihre Gesundheit.“ Mit einem Grundschul-Pilotprojekt setzt sich Memisoglu für die Zahnhygiene des Nachwuchses ein. Dafür werden 250 Pakete mit Bürste und Tube bereitgestellt, zudem gibt es in einer Broschüre Tipps fürs richtige Putzen. „Wir möchten einem großen gesellschaftlichen Problem begegnen – deshalb setzen wir bei den Schülern an, der Zukunft unserer Gemeinschaft“, sagt der Ehrenamtler.

Marisca Marian, Bukarest/ Rumänien

Partner: Vereinigung „Hilfe bei Autismus“, Bukarest/ Rumänien

Das Projekt „Ich habe Autismus – Hilf mir zu lernen“ richtet sich an 48 betroffene Kinder im Alter zwischen zwei und sieben Jahren. Über zwölf Monate erhalten sie ein Bildungsprogramm, in dem Kreativität, selbständiges Arbeiten und schulisches Wissen vermittelt wird. „Wir möchten sie dadurch auf eine Schullaufbahn an einer ganz normalen Bildungseinrichtung vorbereiten“, erklärt Marisca Marian. Für diesen Schritt erhalten auch die Eltern umfassende Beratungsangebote: Die Projektmitarbeiter geben Anregungen für sinnvolle Freizeitgestaltungen, informieren zu praktischen Lösungen bei der Integration an der Regeschule und beraten bei Rechtsfragen.

Joan McCormack, Tyrrellspass, County Westmeath / Irland

Partner: Down Syndrome Ireland, Dublin/ Irland

Dank des Engagements von Menschen wie Joan McCormack erhalten junge Menschen mit Down-Syndrom individuellen Sprachunterricht bei einem professionellen Logopäden. Leider ist die Verfügbarkeit dieser Therapieform auch in einem Land wie Irland begrenzt, nicht alle betroffenen Familien erhalten das benötigte Angebot. „Dabei ist erwiesen, dass eine frühe Intervention gegen Kommunikationsschwierigkeiten die Lebensqualität von Menschen mit Down-Syndrom nachhaltig verbessert“, erklärt McCormack. „Mir ist es ein Herzenswunsch, die für uns grundlegende Gabe der Sprache, die wir als hochfunktionelle Menschen so selbstverständlich ansehen, auch ihnen zugänglich zu machen.“

Jana Mechova, Prag/ Tschechien

Partner: Kultur-Bürgerverbände, Ostrava/ Tschechien

Im mobilen „Mental Cafe“ bereiten Menschen mit leichten geistigen Behinderungen Kaffee zu und verkaufen diesen bei Veranstaltungen und auf den öffentlichen Plätzen Ostravas. Dafür wurde ein Fahrrad mit einem weiteren Rad ausgestattet und als rollendes Kaffeehaus umgebaut – mit Kaffeemaschine, Tassen, Spülbecken und Co. „Unser Projekt vereint viele Vorteile“, erzählt Jana Mechova. „Behinderte Mitmenschen werden in den Arbeitsdienst einbezogen, erlernen neue Fähigkeiten und verdienen ihr eigenes Geld. Über die Kommunikation kommen sie zudem in den Austausch mit den Bürgern – an gewöhnlichen Orten und in ganz alltäglichen Situationen. Dies wiederum unterstützt unsere wichtigste Zielsetzung: Den Abbau von Vorurteilen in der Bevölkerung.“

Willie MacLean, Westwood, East Kilbride/ Schottland, United Kingdom

Partner: Stiftung „Young Life“, Westwood, East Kilbride/ Schottland, United Kingdom

PopUK – so heißt die Initiative, in der sich Bayer-Mitarbeiter Willie MacLean gemeisam mit Bayer-Pensionär Lennox Prentice engagiert. Darin werden Grundschülern durch Singen origineller und lebensbejahender Texte soziale, kulturelle und moralische Werte vermittelt. Beteilgt sind an dem Programm ganz unterschiedliche Partner: Gemeinden mit ihren Schulen und weiteren kommunale Institutionen, kirchliche Gruppen sowie Unternehmen. „Das Projekt ist ein fantastisches Modell zur Integration eines ganzen Ortes“, sagt MacLean. Emotionaler Höhepunkt ist ein öffentlicher Auftritt der musizierenden Schüler. Ganz besonders ist Willie eine Begebenheit in Erinnerung geblieben. „Im Tagebuch eines verstorbenen Mädchens fanden ihre Eltern geschrieben: `Heute war ich ein Popstar und habe im PopUK-Konzert gesungen – das war der beste Abend meines Lebens.“

Jan Wisse, Mijdrecht/ Niederlande

Partner: Villa-Joep-Foundation, Hellevoetsluis/ Niederlande

Das Neuroblastom ist eine bösartige Erkrankung des sympathischen Nervensystems, die vor allem im frühen Kindesalter auftritt. „Die Krankheit ist selten, jedoch mit einer hohen Sterblichkeitsrate von rund 70 Prozent versehen. Das macht es schwierig eine gute Forschung zu initiieren“, erklärt Jan Wisse. Diesem Anliegen widmet sich die 2004 gegründete Villa-Joep-Stiftung. „Unser finales Ziel ist es, Kinder von der Erkrankung heilen zu können. Dafür sind jedoch intensive Forschungstätigkeiten nötig, die wir mit 1,5 Millionen Euro jährlich fördern möchten.“ Wisse fertigt mit seinen Mitstreitern Kommunikationsmaterialien an, welche die Sichtbarkeit der Stiftungsarbeit erhöhen und die Beschaffung finanzieller Mittel erleichtern sollen.

Oksana Marjunits, Talinn/Estland

Partner: Estnischen Pfadfinderbewegung (ESA), Talinn/Estland

Seit mehr als zwölf Jahren organisiert Oksana Marjunits Studientage und Trainingslager für die estnische Pfadfinderbewegung. In ihrem Förderprojekt organisiert sie ein Führungstraining. Dort wird den Teilnehmern das nötige Rüstzeug für die Praxis als zukünftiger Leiter vermittelt. „Der Glanz in den Kinderaugen und ihr ehrliches Feedback nach jeder gemeinsamen Veranstaltung sind für mich auch nach vielen Jahren der Grund, mich weiterhin für die gute Idee der Pfadfinderbewegung einzusetzen“, erklärt Marjunits.

Mervi Kuntuu, Turku/ Finnland

Partner: HOPE Lohja Finnland, Lohja/ Finnland

Die Organisation HOPE setzt sich für Kinder aus hilfsbedürftigen Familien ein. Deren Mitarbeiter kümmern sich unter anderem um die Wiederverwertung von Kinderbekleidung und eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für sozial benachteiligte Mädchen und Jungen – ein Beispiel ist der von Mervi gegebene Schwimmunterricht. Dank ihres Projekts können weitere Kinder im Alter von zehn bis 13 Jahren ein erfüllendes Hobby ausüben. „Gerade in diesem Lebensabschnitt sind die Jugendlichen von gesellschaftlicher Ausgrenzung bedroht“, erzählt Mervi Kuntuu. „Daher freue ich mich, dass wir ihnen einen neuen Lebensinhalt schenken und damit ihr Selbstbewusstsein und ihre Persönlichkeit stärken können.“

Eda Benli, Istanbul/Türkei

Partner: Stiftung „Young Life“, Istanbul/Türkei

Im Projekt „Color Wheel“ schult Eda Benli gemeinsam mit Psychologen und Pädagogen Studenten für den freiwilligen Einsatz in der Gesellschaft. „Die Zusammenarbeit mit den jungen Menschen ist sehr fruchtbar“, berichtet Benli. „Ihre Energie, gepaart mit meiner Erfahrung – das war für beide Seiten sehr wertvoll.“ Zum Einsatz kommen die neuen Ehrenamtlichen unter anderem bei einer Flusssäuberung und in einem Senioren-Pflegeheim. „Beim Brunch wurden hier bereits nach einer kurzen, stillen Zeitspanne erste Kontakte zwischen den Generationen geknüpft. Diese Momente zeigen mir, dass der Aufbau aufrichtiger zwischenmenschlicher Beziehungen das Wichtigste überhaupt ist“, sagt die Ehrenamtlerin.

Amanda Mitchell, Newbury/ England, United Kingdom

Partner: Stiftung „Young Life“, Sudbury/ England, United Kingdom

Amanda verbringt jedes Wochenende mehrere Stunden auf dem Sportplatz. Dort ist sie Trainerin einer ganz besonderen Mannschaft: eines Fußballteams von Menschen mit Behinderung. Jungen und Männer im Alter von zwölf bis 45 Jahren verbessern ihre spielerischen Fähigkeiten und nehmen regelmäßig an Turnieren teil. „In unserer Mannschaft haben viele Spieler neue Freunde gefunden, bei Wettkämpfen fühlen sie sich akzeptiert und wertgeschätzt“, berichtet Mitchell. „Ich finde es inspierierend, mit welchem Respekt sich unsere Akteure gegenseitig begegnen. Eine Spielerin hat den Wert, aktiver Teil der Mannschaft zu sein, mal so beschrieben: ‚Früher konnte ich das trübe Wasser des Flusses nur sehen, aber heute schwimme ich darin.‘ Das hat mich sehr bewegt.“

Elena Armasu, Chisinau in Moldawien

Partner: Vereinigung „Little People“, Chisinau / Moldawien

Theaterstücke, Gesellschaftsspiele und kunsttherapeutische Maßnahmen – damit gestalten Medizin- und Psychologiestudenten den Alltag von rund 60 krebskranken Kindern im Onkologischen Institut des Moldauer Krankenhauses etwas bunter. Die Freizeit-Aktivitäten bewirken dabei viel Positives: Die Mädchen und Jungen haben mehr Selbstvertrauen und zeigen eine erhöhte Kooperationsbereitschaft bei der Therapie – wodurch sich die Behandlungsergebnisse verbessern. „Krebs ist kein Grund aufzugeben“, sagt Elena. „Wir wollen Mut, Liebe und Empathie geben. Es geht um die Überlebenschance der Kinder!“

Turker Aydin, Istanbul in der Türkei

Partner: Menemen-Grundschule, Izmir in der Türkei

Gutes Händewaschen kann Leben retten – davon ist Turker überzeugt. „Es ist die erste Prävention gegen Krankheiten, von der einfachen Erkältung bis zu schweren Durchfallerkrankungen wie Diarrhö, der viele türkische Kinder zum Opfer fallen.“ Deshalb engagiert er sich im Projekt „Gesundheit ist der wahre Reichtum“, dessen Pilotphase in der Menemen-Grundschule durchgeführt wird. „Sie liegt in einer sozial schwachen Region, die hygienischen Bedingungen sind miserabel“, so Turker. Im Projekt werden Toiletten repariert und Seifenspender sowie Hygienematerialien angeschafft. Zudem gibt es eine Schulung zur Bedeutung des regelmäßigen Händewaschens und von Bayer hergestellte Wasch-Kalender.

Jana Caletkova, Prag in Tschechien

Partner: Boruvka Prag, Prag in Tschechien

„Ich arbeite, also bin ich“: So heißt das Boruvka-Programm, mit dem Menschen mit körperlichen Behinderungen in den Arbeitsalltag integriert werden. Die Teilnehmer erlernen – an ihre individuellen Fähigkeiten angepasst – Schlüsselfähigkeiten für verschiedene Tätigkeitsfelder, beispielsweise als Näher oder Buchbinder. „Wir verhelfen Menschen zu einer dauerhaften Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt und zu finanzieller Unabhängigkeit“, sagt Jana. Ziel des Programms ist es zudem, die gesellschaftliche Wahrnehmung von Menschen mit Handicap zu erhöhen.

Andrei Cazacu, Bukarest in Rumänien

Partner: Medizinische Studenten-Gesellschaft, Bukarest in Rumänien

Vorsorgeuntersuchen und Präventionsangebote zu Themen, wie ausgewogene Ernährung, Krebsvorsorge oder Impfungen, leisten rund 40 ehrenamtliche Fachmediziner in den ländlichen Gebieten Rumäniens. „Wir glauben, dass diese Form der medizinischen Bildung sozial schwachen Familien dauerhaft ein besseres Leben beschert“, sagt Cazacu. Auch Mitglieder von ethnischen Minderheiten, wie der Roma-Bevölkerung, profitieren von dem Projekt.

Muriel Crappeel-Balas, Lyon in Frankreich

Partner: 1,2,3 Dys, Francheville in Frankreich

Das Projekt gibt von ADHS und Dyspraxie betroffenen jungen Menschen Werkzeuge an die Hand, um sich besser in Schule und Beruf zurechtzufinden. Dabei vereint es erfolgreich mehrere Meditationsverfahren, um den Beteiligten alternative Lernstrategien zu vermitteln und grundlegende Fähigkeiten in den Bereichen Wahrnehmen, Denken und Erkennen zu schulen. „Wir erzielen Verbesserungen, durch die unsere Teilnehmer in der Lage sind, einen Ausbildungsplatz zu bekommen und eine berufliche Laufbahn wie andere Menschen in ihrem Alter einzuschlagen“, sagt Muriel.

Anna Hrymchak, Kiew in der Ukraine

Partner: Rehabilitationszentrum für Kinder mit Behinderung „Rivival“, Chernigiv in der Ukraine

Die Region Tschernigow ist eine der entlegensten Ecken der Ukraine. In diesem Gebiet gibt es nur eine Organisation, die sich für die Rehabilitation von Kindern mit Behinderung engagiert – das „Rivival“. Durch das Projekt wird die Einrichtung um einen Physiotherapieraum mit Hometrainern, Gymnastikbällen und speziellen Geräten für Kinder mit körperlichen Behinderungen erweitert. „Nun können wir zehn Kindern pro Tag und 1.500 Mädchen und Jungen pro Jahr Bewegungsangebote ermöglichen und so die Lebensqualität von vielen Kindern und ihren sympathischen Familien verbessern”, freut sich Anna.

Marisca Marian, Bukarest in Rumänien

Partner: Vereinigung „Anna und die Kinder“, Bukarest in Rumänien

50 besonders gefährdete Mädchen und Jungen im Alter von vier bis 17 Jahren erhalten ein regelmäßiges Nachmittagsprogramm mit Hausaufgabenbetreuung und sinnvoller Freizeitbeschäftigung. „Wir machen Gemeinschaftsspiele, besuchen Museen oder treiben Sport in Parkanlagen“, sagt Marisca. „Dabei vermitteln wir den Kindern die Wichtigkeit eines strukturierten Alltags und einer guten Ausbildung.“ Ziel der Initiative ist es auch, die Zahl der Schulabbrecher zu senken – in Rumänien macht diese Gruppe rund 20 Prozent aus.

Vassiliki Massoura, Athen in Griechenland

Partner: Stadtverwaltung von Acharnes, Acharnes in Griechenland

Die Finanzkrise hat die Bevölkerung Griechenlands hart getroffen. In einer der ärmsten Gebiete der Region Attika schafft ein kleiner Lebensmittelladen Abhilfe – auf Initiative der Mitarbeiter von Bayer Hellas. Dort werden Olivenöl, Reis und Brot ebenso als monatliche Ration an bedürftige Familien ausgegeben, wie Waschmittel, Kleidung, Schulbedarf und Spielzeug. „Die Bandbreite der Materialspenden ist groß, von unserem Angebot profitieren bereits mehr als 100 Lebensgemeinschaften“, sagt Vassiliki. „Unser Ziel ist, das Angebot zu erweitern und damit den Lebensmittelladen langfristig aufzustellen.“

Tatiana Nichosova, Kiew in der Ukraine

Partner: CFA-Gesellschaft, Kiew in der Ukraine

Mit dem Programm „Förderung zukünftiger Generationen von Investment-Profis“ wird das Bildungsniveau von Studenten im Bereich Ökonomie und Management verbessert. „Das renommierte CFA-Projekt gilt als eines der weltweit besten für Anlage-Experten“, sagt Tatiana. Gastredner halten Vorträge vor Studenten und sprechen über ethisches Verhalten im Investmentberuf, die Bedeutung von Berufs-Zertifikaten oder die aktuelle Wirtschaftssituation. Im ersten Projektjahr nahmen 1.600 Studenten an mehr als 20 Universitäten an der Initiative teil. Zudem gibt es „Runde Tische“, an denen Uni-Professoren mit Wirtschaftsvertretern Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten diskutieren.

Gabriela Peterka, Wien in Österreich

Partner: Initiative Hoffnung, Wien in Österreich

In der Wiener Pfarre Krim führen Amateurschauspieler seit rund 30 Jahren Märchen auf. Etwa 2.000 Kinder und Erwachsene besuchen die Veranstaltungen jährlich. Die Einnahmen kommen der „Initiative Hoffnung“ zugute, die in der rumänischen Region Siebenbürgen zwei Kinderheime unterhält. „Dort leben verlassene Kinder in einer familienähnlichen Atmosphäre und erhalten eine schulische Ausbildung – das soll sie dazu befähigen, spätere Lebensabschnitte selbstständig zu bewältigen“, sagt Gabriela. Von dem Theater-Engagement profitieren aber auch die an den Stücken mitwirkenden einheimischen Jugendlichen. „Es gilt als erwiesen, dass die Auseinandersetzung mit Märchen für deren Entwicklung sehr wertvoll ist“, betont Peterka.

Maria Antonietta Schembri, Mailand in Italien

Partner: Opera San Bendedetto, Mailand in Italien

„Let‘s get in the game“ – so lautet das Motto des Camilla-Labors der gemeinnützigen Organisation, in dem spezielles Spielzeug für Kinder mit Behinderungen entwickelt wird. „Kinder interagieren mit der Welt durch Spielen. Das gilt ganz besonders für gehandicapte Mädchen und Jungen“, erklärt Maria. „Die im Spiel erzeugten Stimulationen sind ein wichtiger Bestandteil ihrer Rehabilitationstherapie.“ Ein Beispiel sind Spielwaren für sehbehinderte Kinder, die sich durch starke farbliche Kontraste sowie in Form und Größe von anderem Spielzeug unterscheiden.

Atanas Tsanov, Plovdiv in Bulgarien

Partner: Nationales Rehabilitationszentrum für blinde Menschen, Plovdiv in Bulgarien

Blinden Mitbürgern IT-Kenntnisse vermitteln – damit beschäftigt sich das Projekt „Dolphins“. Zum Einsatz kommen zielgruppengerechte Software, die Textdokumente von Websites, aus sozialen Medien oder digitale Lernbücher in eine Akustikversion konvertiert, und spezielle Multi-Touch-Computer. „Dadurch können wir gezielt Sinne und Fähigkeiten außerhalb des Sehens fördern, die effizient in der IT-Arbeit und im Alltag eingesetzt werden. Eben wie bei Delphinen, die sich für die Fortbewegung auch nicht nur auf ihr Sehvermögen verlassen“, sagt Atanas. Mit Abschluss des Kurses erhalten die Seminarteilnehmer den europäischen PC-Führerschein ECDL, der sie für Büro- und Verwaltungstätigkeiten oder die Arbeit in Call-Centern qualifiziert.

Swesdelina Weltschewa, Barcelona in Spanien

Partner: Sanu-Stiftung, Vilafranca in Spanien

Die Initiative kommt einem kleinen Waisenhaus in Nepal zugute. Aufgrund baulicher Schwächen wird der Grundstein für ein neues Haus gelegt, ein Teil der Projektgelder fließt in den Kauf einer Solarplatte. „In Nepal gibt es täglich nur 16 Stunden Strom“, erklärt Swesdelina. „Durch die alternative Energieversorgung können nun der Kühlschrank durchgehend laufen und Kinder abends bei Licht ihre Hausaufgaben machen.“ Zweiter Teil des Projekts „Sun for Sanu – Photos und Energy for a better LIFE“ ist eine Wanderausstellung mit aussagekräftigen Fotos. „Mit meinen Bildern möchte ich zu Spenden für das Waisenhaus oder zur Ausübung eines eigenen soziales Engagement motivieren.“

Michael Ochan Kilama, Mailand in Italien

Partner: AVES Uganda, Mailand in Italien

Erkrankungen, wie Übergewicht, Diabetes und Bluthochdruck nehmen auch im tropischen Afrika in hohem Ausmaß zu. Dort ansässige Gesundheitseinrichtungen sind jedoch fast ausschließlich auf die Behandlung von Infektionskrankheiten ausgerichtet. Im Dorf Paico wird daher ein spezialisiertes Medizin-Zentrum eröffnet. Ziel ist es, neben der Patienten-Therapie ein stärkeres Bewusstsein für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselkrankheiten zu schaffen und Forschungsaktivitäten in den Bereichen zu fördern. „Wir wollen der Bevölkerung damit den Sinn eines gesünderen Lebensstils vermitteln“, sagt Michael.

Maria Guadalupe Córdoba de la Vega, Buenos Aires/ Argentinein

Partner: Stiftung Ruta 40, San Isidro/ Argentinien

Wer gut sieht kann besser lernen – so lautet das Motto des Projektes von Maria de la Vega. Darin besuchen Augenärzte vier ländlich gelegene Schulen der argentinischen Provinz La Rioja, vermitteln die Wichtigkeit der Augengesundheit und untersuchen rund 340 Mädchen und Jungen. In der ersten Stufe des Programms werden die Lehrkräfte ausgebildet Sehschärfen zu beurteilen und Augenprobleme zu erkennen. Pro Kind erhalten sie dafür ein Handbuch. Im zweiten Projektteil überprüfen die Ärzte die Sehkraft der Schüler und stellen bei Bedarf kostenlos eine Brille zur Verfügung. „Wir wissen, dass früh behandelte Augenerkrankungen zu weniger Lern- und Aufmerksamkeitsstörungen führen“, erklärt die Maria de la Vega. „Letztlich führt dies zu fairen Bildungschancen unter den Kindern. Wir sind froh, dies in einer Region zu ermöglichen, in der es kaum spezialisierte Ärzte gibt.“

Inés Balbina Valdivieso Arias, Quito/ Ecuador

Partner: Kinderkrebszentrum im Krankenhaus von Loya, Loya/ Ecuador

Inés Balbina Valdivieso Arias engagiert sich für die Einrichtung eines Krankenhaus-Klassenzimmers. Damit möchte sie krebskranken Kindern nach deren Behandlungsphasen die Wiedereingliederung ins reguläre Bildungssystem erleichtern. „Unser Ziel ist es, Chancengleichheit für unsere jungen Patienten sicherzustellen“, erklärt die Ehrenamtlerin. „Sie sind durch ihre Krankheit bereits sehr benachteiligt. Ihr gesundheitlicher Zustand verursacht emotionale Probleme, worunter vor allem die Ausbildung leidet. Die durch unser Programm erzeugte Schulkontinuität ist eine Botschaft der Hoffnung.“ Mit dem Klassenzimmer will sie mit ihren Mitstreitern zudem eine Vorreiterrolle einnehmen. „Wir hoffen, dass alle Gesundheitseinrichtungen im Süden Ecuadors unser Projekt kopieren.“

Federico Eduardo Aumann, Buenos Aires/ Argentinien

Partner: Bürgervereinigung Frauen 2000, Ciudad de Buenos Aires/ Argentinien

180 Frauen werden von der Bürgervereinigung „Frauen 200“ auf ihrem Weg in die unternehmerische Selbständigkeit begeleitet. Über zwölf Monate kommt dafür ein Drei-Stufen-Plan aus Theorie und Praxis zum Einsatz. Zuerst erhalten die Frauen ein mehrmoduliges Management-Training. Darauf aufbauend erstellen die Teilnehmerinnen ihren Business-Plan. Die Aufnahme der unternehmerischen Tätigkeit wird anschließend mit einem Mikrokredit finanziert und von insgesamt 40 Ehrenamtlichen beratend begleitet. „Besonders ist, dass unsere Frauen von konventionellen Banken niemals gefördert würden“, sagt Federico Eduardo Aumann. „Mit dem Projekt gründen wir etwa 100 neue Unternehmen und beleben dadurch auch die lokale Wirtschaft. Vor allem aber zeigen wir Menschen eine berufliche Perspektive auf, die sie durch flexible Arbeitszeiten gut mit ihren familiären Aufgaben verbinden können.“

Erica Ana d’Elía, Maquinista Savio/ Argentinien

Partner: San Ignazio-Heim, Rincón de Milberg, Tigre/ Argentinien

Durch das Engagement von Erica Ana D’Elía werden im therapeutischen Zentrum San Ignazio verschiedene berufsvorbereitende Workshops angeboten. Die Anschaffung neuer technischer Geräte ermöglicht Trainings in den Bereichen Musik, Film oder Informatik, ein neuer Kamin mit Ofen die Durchführung von Kochkursen. „Unser Programm bildet die Basis für eine erfolgreiche Berufsausbildung von benachteiligten Jugendlichen“, freut sich d’Elía. „Diese wiederum verbessert ihre zukünftigen Beschäftigungsmöglichkeiten enorm. Somit leisten wir einen wertvollen Beitrag zur gesellschaftlichen Wiedereingliederung unserer Bewohner.“

Daniel Andres Maqueira Moreira, Santiago/ Chile

Partner: Familienzentrum Bet-El, Llay-Llay/ Chile

Drogenmissbrauch, Familienprobleme, Sozialhilfe oder Bildungsperspektiven – im Familienzentrum „Bet-El“ im chilenischen Llay-Llay unterstützen freiwillige Helfer bedürftige Menschen kostenlos zu vielfältigen Themen mit einem ganzheitlichen Ansatz. „Lehrer, Sozialarbeiter und Sonderpädagogen arbeiten bei uns Hand in Hand, das ist einmalig in unserer Region“, erklärt Daniel Moreira. Dementsprechend hoch ist die Nachfrage nach Beratungsgesprächen und Nachhilfestunden. Moreira widmet sich insbesondere der Verbesserung der Infrastruktur: Klassenräume und Besprechungszimmer werden renoviert. „Damit steigern wir unsere Dienstleistungskapazitäten um 50 Prozent und können jetzt sogar Bürgern aus den umliegenden Gemeinden neuen Perspektiven aufzeigen “, freut sich der Ehrenamtler.

Claudia Palacios, Puebla/ Mexiko

Partner: Kommunale Stiftung Puebla IBP, Puebla/ Mexiko

Das Kinderkrankenhaus von Puebla in Mexiko besitzt einen hervorragenden Ruf und ist spezialisiert auf Krebsbehandlungen. Mehr als 75 Prozent der Patienten kommen von außerhalb, teilweise sogar aus dem Ausland. „Es sind viele sozial schwache Familien dabei“, erklärt Claudia Palacios. „Sie haben Schwierigkeiten, den zumeist zweiwöchigen bis zweimonatigen Aufenthalt zu finanzieren.“ Ihr Kantinen-Projekt „Ein Tisch für Alle“ unterstützt die Familien bei der Ernährung. 4000 Mahlzeiten – häufig bestehend aus drei Gängen, Brot, Nachspeise und Getränken – werden im Rahmen der Initiative ausgeteilt. Erwachsene zahlen dafür weniger als einen Euro, Kinder essen kostenfrei. Dank der Bayer-Fördermittel erhält die Küche neue Geräte. „Damit möchten wir die Qualität der Speisen erhöhen und zukünftig 50.000 Menschen pro Jahr erreichen“, verrät Palacios.

Vicente Jaramillo Palacios, Ibarra/ Ecuador

Partner: Christliche Glaubensgemeinschaft von Ibarra, Ibarra/ Ecuador

Hauptzweck des Projekts „Gemeinschaftsmedizinische Klinik“ ist die kostenlose medizinische Versorgung der einkommensschwachen Bürger von Ibarra. „Denn sie haben kaum eine Chance eine gesetzliche oder private Krankenversicherung zu bekommen“, erklärt Vicente Jaramillo Palacios. Dank des starken Netzwerks der Glaubensgemeinschaft beteiligen sich viele Fachärzte auf freiwilliger Basis an dem Projekt. So können beispielsweise Leistungen aus den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Pädiatrie, Zahngesundheit oder Innere Medizin angeboten werden.

Belkis Monsalve, Caracas/ Venezuela

Partner: Venezuelanische Elternvereinigung von Kindern mit Krebs, Caracas/ Venezuela

Belkis Monsalves Projekt unterstützt Freizeit- und Bildungsaktivitäten für Kinder mit Krebs und ihre Familien in Caracas. Das Programm ist umfangreich und enthält Angebote für verschiedenste Interessengebiete und Lebenslagen: Zeichnen, Musik- und Lachtherapie sowie handwerkliche Kurse stehen ebenso auf der Agenda wie Workshops zur Lebensmittelzubereitung, Hygiene und Selbstverwaltung. Seit Neuestem wird das Projekt auch auf der Onkologie-Station des städtischen Kinderkrankenhauses angeboten. „Unsere Zielgruppe sind dabei vor allem Menschen mit geringem Einkommen, die sich keine Bildungs- und Unterstützungsangebote leisten können“, betont Monsalve. „Gerade sie möchten wie ermutigen, ihre Krankheit und die Nebenwirklungen der Behandlung besser zu bewältigen.“

Néstor Iván Ariel Ibáñez, Moreno/ Argentinien

Partner: Restaurants Los Hornos, Moreno/ Argentinien

Eine gute Ernährung bildet die Basis für eine gute körperliche und geistige Entwicklung, findet Néstor Ibáñez. Deshalb unterstützen Restaurantbetreiber die Gemeinschaftsküche des in der Nachbarschaft gelegenen Fünften Bezirks von Moreno City in Argentinien. Im Projekt erhalten mehr als 300 Kinder und junge Erwachsene sowie deren rund 200 Angehörige gesunde Mahlzeiten und wertvolle Tipps zur richtigen Ernährung. „Minderwertiges Essen bedeutet soziale Ausgrenzung“, ist der Bayer-Mitarbeiter überzeugt. „Denn unter einer schlechten Gesamtentwicklung leiden sowohl die schulische Bildung als auch berufliche Perspektiven von jungen Menschen. Wir sind froh, dass wir mit unserem Programm einen Beitrag für gesellschaftliche Chancengleichheit leisten können.“

Maribel del Mar Rovetto, Santa Cruz de la Sierra/ Bolivien

Partner: Kinder- und Waisenhaus Santa Cruz, Santa Cruz de la Sierra/ Bolivien

Rund zehn Prozent der bolivianischen Bevölkerung sind Diabetiker. Spezielle Nahrungsmittel für die Zielgruppe gibt es aber kaum. „Das ist unsere Nische“, verrät Maribel del Mar Rovetto. „In unserem Kinderheim gründen wir ein kleines Unternehmen, das hausgemachte Diabetiker-Marmelade produziert und verkauft.“ Das Projekt hat dabei mehrere Vorteile: Die Einrichtung generiert eigene Einnahmen und sichert sich dadurch nachhaltig ihre Existenz. Zudem leistest es – auch durch die Verwendung natürlicher Ressourcen – einen gesundheitsrelevanten Beitrag für die Gesundheit. „Und was uns besonders wichtig ist: Die Kinder erlernen technische Fähigkeiten, die ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt und damit auf eine bessere Zukunft erhöhen“, so die Ehrenamtlerin.

Loreto Ozimica, Santiago/Chile

Partner: Kindergarten Viéndonos Crecer/ Grundschule Hugo Pino Vilches, El Tránsito/ Chile

Mit meinen Sinnen lerne ich besser – so heißt das Umweltprojekt von Loreto. Durchgeführt wird es in zwei Einrichtungen, die vor allem Kinder aus Landarbeiter-Familien mit niedrigem Bildungsniveau und Einkommen besuchen. Ziel ist es, sie zu einem respektvollen Umgang mit der Natur zu erziehen und ihnen veränderte Essgewohnheiten zu vermitteln. „Viele unserer 350 Mädchen und Jungen sind, genau wie ihre Eltern, fettleibig – dem möchten wir entgegenwirken, in dem wir ihnen die Möglichkeiten einer gesunden Küche mit selbst angebautem Obst und Gemüse näher bringen“, sagt Loreto Ozimica. Im Projekt führen sie Experimente zur Aussaat von Gemüse in einem Gewächshaus durch und beschäftigen sich mit den Themen Wasserpflege und Recycling.

Beatriz Forero, Bogota/ Kolumbien

Partner: Centro MYA, Bogota/ Kolumbien

In den MYA-Zentren von Bogota und im ländlichen La Calera erhalten mehr als 200 Menschen mit geistiger Behinderung gesundheitliche Betreuung und Bildungsangebote. Die Nachfrage in der Einwohnerschaft ist allerdings weitaus höher als das zu leistende Angebot, denn das Bevölkerungswachstum in La Calera ist hoch. Beatriz engagiert sich für die Anschaffung dringend benötigter medizinische Geräte für die Bereiche Atemtherapie und Zahngesundheit. „Damit können wir die täglichen Bedürfnisse der Patienten besser erfüllen“, erläutert Beatriz Forero. „Im Besonderen denke ich dabei an unsere Kinder mit Zerebralparese und anderen schweren Behinderungen. Unser Ziel ist es, die Lebensqualität von noch mehr Menschen zu verbessern.“

Roberto Carlos Sánchez, Bogota/ Kolumbien

Partner: Dominikanerinnen-Organisation der Gemeinde Usminia, Bogota/ Kolumbien

Das Projekt „Nähen für die Zukunft“ setzt sich für berufliche Perspektiven von allein erziehenden Müttern ein. „Wir vermitteln ihnen das Handwerk und schulen sie darin, ihre angefertigten Produkte zu verkaufen“, sagt Roberto Sánchez. „Wir hoffen, dass die Frauen über ihre selbständige Tätigkeit der Rolle als verantwortliches Familienoberhaupt gerecht werden.“ Sollte kein eigenes Geschäft entstehen, haben die Frauen zumindest eine handwerkliche Weiterbildung erhalten – und können auf dem freien Arbeitsmarkt ihre Fähigkeiten anbieten. Mit den Fördergeldern werden Nähmaschinen und Materien für das langfristig angelegte Projekt gekauft.

Martha Lucia Ruíz, Bogota/ Kolumbien

Partner: Franziskaner-Altenheim von Arbelaez, Bogota/ Kolumbien

Wenn die Sonne scheint, geht man vor die Haustür und macht einen Spaziergang – für viele Menschen ist dies selbstverständlich. Dank der Initiative von Martha Ruíz gilt dies nun auch für die Bewohner eines Seniorenheims. Denn die Einrichtung besitzt jetzt 25 Rollstühle. „Meine Verwandten und ich besuchen immer wieder meine fast 100-jährige Tante im Altenheim“, erzählt die Ehrenamtlerin. „Dabei haben wir gemerkt, wie wichtig Zuwendung für die älteren Menschen ist. Ich freue mich, dass die Bewohner nun ihre Zimmer verlassen und wir gemeinsam Aktivitäten an der frischen Luft unternehmen können. Das macht sie glücklich und erhöht ihre Lebensqualität.“

Maria Nathalia Arango, Bogota/ Kolumbien

Partner: Stiftung „Illusionen schaffen“, Bogota/ Kolumbien

Maria Arango engagiert sich in einem Heim für missbrauchte und vernachlässigte Kinder. Zusammen mit ihrem Ehemann unterstützt sie die Mädchen und Jungen bei schulischen Fragen und widmet sich gemeinsamen Lesestunden. „Damit möchten wir diesen Kindern, die in ihrem kurzen Leben bereits so viel gelitten haben, Werte wie Freundschaft, Aufrichtigkeit und Respekt vermitteln“, sagt Arango. Dank ihres Projekts werden notwendige Reparaturen am Haus umgesetzt und Anschaffungen für den Freizeitbereich der Einrichtung getätigt. „Unter anderem bekommt die Bücherecke ein neues Gesicht – denn Lesen ist die Grundlage für das Lernen in allen Bereichen“, ist sie überzeugt.

Hipólito Orsini, Buenos Aires/Argentinien

Partner: Agrar-Fachschule von Chacabuco , Buenos Aires/Argentinien

„Wir möchten die Qualität der landwirtschaftlichen Produkte verbessern“, benennt Hipólito Orsini das Ziel seines Bildungs-Projekts. Deshalb geht der Ingenieur mit einigen Bayer-Kollegen seit 2010 in die Agrar-Fachschule und vermittelt Kindern der lokalen Produzenten theoretisches Wissen im Bereich Agrartechnologie und zur sicheren Verwendung von Pflanzenschutzmitteln. Hipolito widmet sich gezielt den praktischen Dingen: Die Schule erhält ein eigenes Labor, in dem Fünft- bis Siebtklässler eigenständig Boden- und Saatgutanalysen durchführen können. Neben den Jugendlichen profitiert auch die Gemeinde von der neuen wissenschaftlichen Einrichtung – sie kann das Labor kostenlos mitbenutzen. „Die Bereitstellung von Bilung ist der beste Weg, um unser Land zu verbessern“, ist der Ehrenamtler überzeugt.

Elsa Uviedo, Valencia/ Venezuela

Partner: Stiftung Sembrando Risas - Doktor Jaso Krankenhaus-Clowns, Valencia/ Venezuela

Lachen ist die beste Medizin – dieser Überzeugung sind die Verantwortlichen der Clown-Initiative. Deren Hauptzweck ist es, das Leiden von Kindern in Krankenhäusern zu lindern und durch humoristische wie fantasievolle Einlagen zu einem positiven Therapieverlauf beizutragen. Darüber hinaus verbreiten die Künstler in Pflegeheimen und bei Gemeindeaktivitäten kostenlos gute Stimmung: Mit Ballonspielen, Sketchen oder Lach-Yoga sorgen sie für Begeisterung. „Lachen stärkt die Gesundheit und ist pure Erholung – das möchten wir mit unseren Aktionen im öffentlichen Raum bewusst machen“ erklärt die ehrenamtlich engagierte Elsa Uviedo. „Denn gerade dort erreichen wir auch die ärmeren Familien, für die Momente des Glücks eher selten sind.“

Claudia Fabeiro, Buenos Aires/Argentinien

Partner: Altenpflegeheim der Provinz San Jose, Argentinien

Claudia Fabeiro engagiert sich im Altenpflegeheim für die Verbesserung der Lebensqualität von Senioren. „Alle zwei Wochen besuche ich die Einrichtung, um für ältere Mitmeschen zu kochen, Essen zu verteilen und mit ihnen Gesellschaftsspiele zu spielen. Besonders freuen sie sich, dass man ihnen Zeit und Aufmerksamkeit schenkt“, sagt sie. Zudem ist sie mitverantwortlich für die Beschaffung von Kleidung und Spielen. Dank Claudias Engagement kann die Sozialeinrichtung eine neue Industrie-Waschmaschine und einen Trockner kaufen.

Javier Alfonso Villar Guerra, Barranquilla in Kolumbien

Partner: Bildungsinitiative 1. Mai, Barranquilla in Kolumbien

20 junge Menschen sammeln wertvolle Erfahrungen durch die Mitarbeit in einer kommunalen Radiostation. Sie lernen sich auszudrücken, Arbeitsabläufe zu organisieren und wie sich Journalisten über ihre Tätigkeit an demokratischen Prozessen beteiligen. „Mit dem Projekt ‚Bewusst Reporter‘ verbessern wir Berufsperspektiven von Jugendlichen in einem Bereich, in dem sie nachhaltig gesellschaftliche Entwicklungen mitgestalten können“, sagt Javier Villar.

Zaida Bernal, Mexiko-Stadt in Mexiko

Partner: Vereinigung „Blinde Fahrten“, Mexiko-Stadt in Mexiko

Tandem fahren, das Schokoladen-Museum besuchen oder Theaterstücke miterleben – dies sind drei der vielen Aktivitäten, die Zaida und weitere Freiwillige mit etwa 250 sehbehinderten Menschen unternehmen. „Für sie bedeutet die Teilnahme an unseren Ausflügen ein großes Stück soziale Integration“, sagt Zaida, die jeden Sonntag die Unternehmungen betreut. Teil des Projekts ist zudem ein Kurs, in dem ehrenamtliche Betreuer speziell für die Belange von blinden Menschen sensibilisiert werden. „Dieses Bewusstsein ist wichtig, es schafft Empathie und hilft letztlich der ganzen Gesellschaft.“

Fernanda Frantz, Porto Alegre in Brasilien

Partner: Therapie mit Haustieren, Porto Alegre in Brasilien

Kaninchen, Papagei, Sittich oder Hund: Sie alle sind Teil eines Therapieprogramms für sozial isolierte Menschen. „Reduzierter Stress, mehr Empathie und höhere Gedächtnisleistung – durch die Interaktion mit Tieren verbessert sich das Lebensgefühl unserer Teilnehmer“, erklärt Fernanda, die als Tierärztin im Projekt die „Gesprächspartner“ von älteren Mitbürgern sowie Menschen mit Behinderung und emotionalen Problemen betreut. Das Programm ist interdisziplinär aufgebaut, beteiligt sind Psychologen, Tierärzte, Pädagogen und Physiotherapeuten.

Karen Lady Bohórquez Cubillos, Bogota in Kolumbien

Partner: Yireh-Stiftung, Bogota in Kolumbien

Eine Musik- und Fußballschule für die Jugendlichen im Bezirk Bosa der kolumbianischen Hauptstadt – dafür setzt sich Karen Lady ein. In dem sozial schwachen Gebiet prägen häusliche Gewalt, Alkoholismus und Gelegenheitsjobs den Alltag vieler Menschen. „Wir möchten den Kindern ein Fundament bieten, um ihre Potentiale zu entfalten“, sagt sie. Rund 90 Kinder nehmen an den Sport-, Tanz- und Musikangeboten teil und profitieren von vielen neuen Kompetenzen, die sie auch zur Gestaltung einer gewaltfreieren Gesellschaft einsetzen sollen.

Diana Carolina Guaricela Borja, Quito in Ecuador

Partner: Stiftung „Haus der Barmherzigkeit“, Quito in Ecuador

Gemeinsam Musizieren anstatt Alkohol und Drogen zu konsumieren – so lautet des Motto des Projekts, in dem 12- bis 18-jährige Jugendliche aus dem Stadtteil Zámbiza an einem zweijährigen Musikprogramm teilnehmen. „Damit gehen wir präventiv ein sehr komplexes gesellschaftliches Problem in unserer Region an“, sagt Diana. „Mit der Musik stärken die Jugendlichen ihr Selbstwertgefühl und entwickeln Fähigkeiten, wie Geschicklichkeit und Entscheidungsfreude, die einen positiven Einfluss auf ihre Familien und ihren eigenen Lebensweg haben werden.“

Ana Karina Garcia, Guatemala-Stadt in Guatemala

Partner: Bildungsorganisation für Gehörlose, Guatemala-Stadt in Guatemala

Ein Pilotprojekt mit interaktivem Unterricht für gehörlose Menschen hat Ana Garcia angestoßen. 48 Kinder unter sechs Jahren nehmen daran teil. Durch spezielle Unterrichtsmaterialien und -techniken wird der Lernprozess für die Teilnehmer angenehm und zielgerichtet gestaltet. „Mit unserem Modell brechen wir die Mauern des Schweigens“, sagt Ana. „Ich selbst werde die Implementierung unseres interaktiven Bildungssystems mit Studien begleiten und hoffe, dadurch andere Organisationen zur Nachahmung zu motivieren.“

Ruben Gil, Maracaibo in Venezuela

Partner: Zentrum für sexuelle Erziehung, Maracaibo in Venezuela

Ungewollte Schwangerschaften oder die Übertragung von Geschlechtskrankheiten – die mangelnde sexuelle Aufklärung von Jugendlichen zieht viele negative Folgen nach sich. „Gerade in der venezolanischen Gesellschaft fehlt dieses Wissen“, sagt Ruben. Das mit zehn örtlichen Schulen in Kooperation durchgeführte Projekt soll Abhilfe schaffen. Gemeinsam mit 200 Lehrern und 1.500 Elternteilen erhalten mehr als 3.000 Schüler Informationen zur richtigen Wahrnehmung des eigenen Körpers, den Schutz vor Infektionen oder den Wert eines respektvollen, partnerschaftlichen Umgangs. Die Innovationskraft des Projekts steht dabei außer Frage: „Es ist das einzige Projekt seiner Art in Venezuela, mit dem wir einen Kulturwandel in unserem Land anstoßen wollen“, sagt Gil.

Sandra Lucia Gonzalez Granados, Barranquilla in Kolumbien

Partner: Yireh-Stiftung, Barranquilla in Kolumbien

In Würde alt werden – dieses Ziel verfolgt das Geriatrische Zentrum von Barranquilla für seine Bewohner. „Sie sind häufig alleingelassen und benötigen einen besonderen Schutz in der Endphase ihres Lebens“, sagt Sandra Gonzales über die Bewohner. Rund 90 Prozent der Mitarbeiter sind freiwillig für die Einrichtung tätig. Sie kümmern sich um die Grundbedürfnisse der Menschen und leisten psychologische Betreuung. Durch das Projekt soll die Infrastruktur des Heims und die Versorgungsqualität der hier ohne Kostenaufwand lebenden Menschen verbessert werden.

Silvia Rivas Jurado, San Salvador in El Salvador

Partner: Förderverein Schule La Escalón in El Salvador

15- bis 18-jährige Schüler erlernen die Bewirtschaftung von Gemüsegärten und beschäftigen sich mit den Grundtechniken der Züchtung und Pflege von Obst- und Gemüsekulturen. „Die Qualität der in der Schule konsumierten Lebensmittel erhöht sich“, sagt Silvia. „Vor allem aber eignen sich die Jugendlichen Wissen an, welches sie nachhaltig in den Gemeinschaftsgärten ihrer Kommunen anwenden können – wovon insgesamt mehr als 700 Familien profitieren.“

Rosa Magda Miguel Gonzalez, Santa Domingo in der Dominikanischen Republik

Partner: Organisation „Unsere kleinen Brüder“, Santa Domingo in der Dominikanische Republik

Im Projekt wird das Bewässerungssystem des Waisenhauses „Casa Santa Ana“ in San Pedro de Macorís modernisiert. „Für unsere 250 Mädchen und Jungen legen wir großen Wert auf hochwertige Lebensmittel“, sagt Rosa. „Daher bauen wir in unserem Garten eigenes Obst und Gemüse an.“ Durch das neue Bewässerungssystem ist nun ein effizienter Wasserverbrauch möglich. Schädlinge können ferngehalten und die Produktion erhöht werden. „Darüber hinaus lernen die Kinder mit Verantwortung an die Kultivierung von landwirtschaftlichen Flächen heranzugehen“, erklärt Gonzales.

Ximena Lozano Alvarez-Maza, Lima in Peru

Partner: Vereinigung „Roter Ball“, Lima in Peru

„Musik und Lachen ist die beste Medizin, um die Lebensqualität kleiner Patienten zu verbessern“, ist Ximena Lozano überzeugt. In ihrem Mond-Kugel-Projekt besuchen ehrenamtliche Musiker und Clowns Kinder-Krankenhäuser… Zumeist in den Abendstunden, um die Mädchen und Jungen zu entspannen und ihnen die Angst vor dem Einschlafen zu nehmen. „Die Lachtherapie hat erwiesenermaßen positive psychosoziale Auswirkungen“, erklärt Lozano. Neben den Patienten profitieren auch Ärzte, Pflegepersonal oder Angehörige. „Mehrfach haben wir rückgemeldet bekommen, welch magische Stimmung unsere Musik in die nächtliche Leere der Stationen zaubert.“

Kristell Leytan Morales, Guatemala–Stadt in Guatemala

Partner: Entwicklungsorganisation „ADECEOH A NEW DAY“, Guatemala-Stadt in Guatemala

Sauberes Wasser für die Gemeinschaft El Jute – dafür setzt sich Kristell Morales ein. Rund 300 sozial schwache Familien profitieren von der Installation eines Wasserreinigers und von Schulungen zum richtigen Einsatz des kostbaren Guts für Körperpflege und Ernährung. „Der Gebrauch von schmutzigem Wasser führt zu schweren Magen-Darm-Erkrankungen, bei kleinen Kindern manchmal sogar zum Tod – das möchten wir verhindern“, sagt Kristell. „Mit unserem Projekt fördern wir Lebensqualität und auch ein Stück Gerechtigkeit für weniger vom Glück verfolgte Familien.“

Glauco Matos, Sao Paulo in Brasilien

Partner: Saica Alencar Gomes Ferreira, Sao Paulo in Brasilien

Die Organisation bietet 21 Kindern zwischen zwei und 16 Jahren ein Zuhause, die in ihren Elternhäusern vernachlässigt oder misshandelt wurden. „In unserer Einrichtung sind die Betten kaputt, Kleidung und Schuhe der Kinder sind in einem sehr schlechten Zustand und Mädchen im Teenageralter haben keine Türen zu ihren Schlafzimmern“, erklärt Glauco, der als Musiklehrer im Projekt begann und heute in annähernd allen Bereichen unterstützt. „Mit den Projektgeldern verbessern wir die Lebensqualität von jungen Menschen, die keinen Ansatz von Hoffnung mehr hatten.“

Fabiano Ricardo Murta, Feira de Santana-Bahia in Brasilien

Partner: Assec. Planters Association of Christ, Feira de Santana-Bahia/Brasilien

Brot, Kuchen oder Kekse – diese Nahrungsmittel werden in der eigenen Mini-Bäckerei, der von Fabiano betreuten Kindertagesstätte, produziert. Für viele der hier betreuten rund 110 Mädchen und Jungen, sind die Mahlzeiten in der KiTa die Einzigen des Tages. „Unsere, unter Effizienz-Gesichtspunkten ausgestattete, Backstube bildet die Basis für die Produktion einer hohen Anzahl an Lebensmitteln“, erklärt Fabiano. Verkauft werden die Backwaren auch auf Messen, bei Ausstellungen oder in Fachmärkten. Damit verfolgt das Bäckerei-Projekt ein weiteres Ziel: „Eine größere Anzahl von Müttern haben bei uns ein festes Beschäftigungsverhältnis. Wir sind froh, dass wir Familien ein sicheres Einkommen verschaffen können“, sagt Fabiano.

Milena Cristiana Pereira, Sao Paulo in Brasilien

Partner: Bürger für die Welt, Sao Paulo in Brasilien

Chancengleichheit durch Englisch-Unterricht – das ist das Ziel von Milenas Projekt. Rund 450 hoch qualifizierte Fachkräfte vermitteln darin, an jeweils einem Tag pro Monat, Fremdsprachenkenntnisse an Schüler aus sozial schwachen Regionen in Sao Paulo und Rio de Janeiro. „Nur 7,5 Prozent der Brasilianer sprechen Englisch“, betont Milena. „Mit diesen Kenntnissen verdient man in Lateinamerika jedoch 30 bis 50 Prozent mehr Gehalt – die Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen also exponentiell. Wir möchten die intellektuelle Neugier der Schüler entfesseln, eine positive Einstellung zur Bildung schaffen und ihnen das Vertrauen geben, ihre Schullaufbahn erfolgreich weiterzuführen.“

Maria Gabriela Gonzales Perez, Quito in Ecuador

Partner: Gemeinschaftskirche von Fe, Quito in Ecuador

Im Projekt „Gabe des Himmels“ erhalten ältere Menschen, alleinerziehende Mütter und Menschen mit Behinderung gesunde Mahlzeiten. Treffpunkt ist der, mit Spendengeldern neu ausgestattete, Speisesaal, in dem von Montag bis Freitag jeweils rund 150 Menschen Platz in einer sauberen Umgebung finden. Darüber hinaus hat das Programm eine soziale Komponente. „Während des Aufenthalts motivieren wir unsere Gäste und versuchen wichtige Werte zu vermitteln, damit sie ihren Lebensstil nachhaltig verändern“, erklärt Maria. „Dabei handeln wir nach dem Motto: Gebt ihnen keine Fische, sondern bringt ihnen das Fischen bei.“

Claudia Vanessa Alvarenga Quintana, Tegucigalpa in Honduras

Partner: Kinderhilfsorganisation Solidaridad, Tegucigalpa in Honduras

„Der Zugang zu grundlegenden Sanitärsystemen ist ein Schlüsselelement, um Unterernährung zu verhindern, Armut zu bekämpfen und eine positive Entwicklung der Gemeinden voranzutreiben“, ist Claudia überzeugt. In ihrem Projekt erhalten deshalb 36 Familien aus Montaña Izopo, einer Region im Zentrum Honduras‘, je eine Latrine sowie eine Einweisung zur richtigen Nutzung des Abwassersystems. Insgesamt rund 180 Menschen profitieren von den verbesserten Hygienebedingungen und der damit verbundenen erhöhten Lebensqualität.

Hector Quiroz, Managua in Nicaragua

Partner: Senioren-Pflegeheim, Managua in Nicaragua

Mit Hectors Projekt werden die Hygienestandards in den Bade-, Schlaf- und Esszimmern der Senioreneinrichtung erhöht, beispielsweise durch den Kauf von Matratzen, Handtüchern, Bademänteln oder Besteck. „Wir verbessern den Gesundheitsstandard und den Wohnkomfort von mehr als 70 verlassenen älteren Menschen“, sagt Quiroz. „Damit bescheren wir ihnen ein wenig Glück in ihrer letzten Lebensphase. Das macht auch mich glücklich.“

Carmen Quintana, Lima in Peru

Partner: San Camilo-Haus, Lima in Peru

Im San Camilo finden Waisen-Kinder mit HIV-Erkrankung ein Zuhause. Rund 150 Mädchen und Jungen im Kleinkindalter von bis zu drei Jahren, etwa 80 Kinder zwischen vier und 18 Jahren und 25 schwangere Frauen hat die Einrichtung bisher betreut. Sie erhalten eine gute Ernährung, medizinische und psychologische Unterstützung und Bildungsangebote. „Wir möchten die Grundlage dafür legen, dass die Kinder später ein möglichst gesundes und produktives Leben führen können“, benennt Quintana das Ziel des Engagements.

Diana Saenz, Lima in Peru

Partner: Präventionszentrum gegen Mangelernährung bei Kindern, Lima in Peru

Ein Trainingsprogramm vermittelt jungen Frauen und Müttern aus der Siedlung Pamplona Alta, Kenntnisse und Fähigkeiten für den eigenen Haushalt sowie die Arbeit als angestellte Haushaltskraft; beispielsweise Kochen, Erste-Hilfe-Leistungen oder den Umgang mit dem Computer. „Wichtig ist uns auch, dass die Frauen ihr Wissen nachhaltig für die Gemeinde einsetzen und damit auf freiwilliger Basis soziale Verantwortung übernehmen“, erklärt Saenz.

Mitchelle Romero, San Jose in Costa Rica

Partner: Kindertagesstätte der Abraham-Stiftung, Tres Rios in Costa Rica

Eine neue Inneneinrichtung mit bunten Farben und natürlichen Materialien, wie Gips und Holz – damit beschäftigt sich das KiTa-Projekt von Mitchelle. Dank eines Designers weicht die eintönige Tristesse an den Wänden der Betreuungsräume einer fröhlichen und naturverbundenen Umgebung. „Die Stimmung unserer 225 Kinder wird durch die Farbenvielfalt enorm verbessert“, sagt Mitchelle. „Zusätzlich fördern die Wandmotive das Bewusstsein der Kinder für natürliche Ressourcen. Wir hoffen, dass sie sich dadurch nachhaltig für den Schutz der Umwelt einsetzen.“

Martin Bartolome de Urtiaga, Buenos Aires in Argentinien

Partner: Kommunales Gesundheitszentrum „La Mestiza“, Buenos Aires in Argentinien

Ein Bewusstsein für ein verantwortliches Sexualleben zu schaffen – so lautet das Ziel von Martins Projekt. Zielgruppe sind Jugendliche aus dem achten und neunten Bezirk von Buenos Aires, die zu den sozial schwächsten Gebieten der Stadt zählen. „Die Zahl ungewollter Schwangerschaften und von übertragenen Geschlechtskrankheiten ist hier gerade bei jungen Menschen sehr hoch. Diese Raten wollen wir reduzieren“, sagt Martin. Um die Jugendlichen zu erreichen, werden 17- bis 28-Jährige aus den Stadtvierteln als Gesundheitshelfer geschult, die Aufklärungsarbeit leisten. „Als Bindeglied gewinnen sie Vertrauen und Akzeptanz bei den Gleichaltrigen und reichen als Multiplikatoren ihr erworbenes Wissen weiter“, erklärt Martin.

Elsa Carolina Uviedo, San Diego in Venezuela

Partner: Doktor Jaso Krankenhaus-Clowns, Valencia in Venezuela

Lachen ist die beste Medizin – dieser Überzeugung sind die Mitarbeiter von Doktor Jaso. Durch humoristische und fantasievolle Einlagen möchten sie zu einem positiven Heilungsverlauf von schwer erkrankten Kindern beizutragen. Im neuen Projekt – einer mobilen Musiktherapie – kooperieren die Clowns mit der Kinderklinik Enrique Tejera, in der rund 120.000 kleine Patienten jährlich behandelt werden. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Musizieren am Krankenbett: Schlagzeug und Xylophon spielen, Lieder singen oder Geräusche erraten. „Musik als kreativer und ausdrucksstarker Prozess ist ein gutes Mittel zur Entspannung. Damit steigert sich das Wohlbefinden und die Lebensfreude von Kindern, die sich häufig isoliert fühlen“, sagt Elsa.

Dr. Muhammad Aslam, Karachi in Pakistan

Partner: Kutiyana Memeon Association School, Karachi in Pakistan

Arzt, Wirtschaftsprüfer oder Ingenieur – von diesen Berufen träumen viele der rund 7000 Jugendlichen in den Kutiyana Memeon-Schulen, die in den ärmsten Vierteln Karachis liegen. „Wenn man sie aber fragt, wie sie ihre Träume verwirklichen, schaut man in erstaunte Gesichter, weil den Jugendlichen die richtige Berufsplanung fehlt”, so Dr. Aslam. Im Projekt werden Lehrer zu Berufsberatern ausgebildet, die wiederum Schüler zu Coaches weiterbilden. „Damit ist die Initiative nachhaltig angelegt und nützt über Jahre hinweg vielen Schülern bei ihrer Karriereplanung und dabei, produktiv für sich selbst und die Gesellschaft zu werden”, sagt Aslam.

Muhammad Khammousieh, Hama in Syrien

Partner: Charity Social Care, Hama in Syrien

Der seit Jahren anhaltende syrische Krieg hat viele Frauen zu Witwen gemacht. Im Projekt „Speisekammer“ lernen sie, Lebensmittel zu konservieren. Die hergestellten Speisen und Getränke werden anschließend verkauft. Aus dem Gewinn zahlt die Organisation den Kurs-Teilnehmerinnen ein monatliches Gehalt. „Das Projekt hat damit mehrere entscheidende Vorteile“, sagt Muhammad. „Die Frauen erlernen ein wichtiges Handwerk, dass Sie im häuslichen Alltag sinnvoll einsetzen können und welches sie für die spätere Arbeitssuche qualifiziert. Vor allem aber haben sie jetzt ein Einkommen und können ihre Mieten zahlen und Nahrungsmittel für die Familie kaufen.“

Ravit Kolsky, Kadima Zoran in Israel

Partner: Pfadfinderbewegung Dotan, Ashdod in Israel

Inklusion ist in aller Munde – und auch die Ravits Pfadfinderbewegung befasst sich mit diesem Ziel. Jugendliche mit Behinderung oder Verhaltensauffälligkeiten nehmen gemeinsam mit allen anderen Mädchen und Jungen an den Organisations-Angeboten teil. „Kinder mit besonderen Bedürfnissen werden aus ihrer Isolation befreit und ungezwungen in unsere Aktivitäten einbezogen. Die anderen Teilnehmer lernen den Wert des Gebens und erwerben soziale Kompetenzen“, sagt Ravit. „Dabei werden Beziehungen aufgebaut, die für alle ein Gewinn sind.“ Höhepunkt des Projekts ist ein gemeinsames Sommerlager.

Vared Levy, Kfar Hoaranim in Israel

Partner: Regionalrat Chevel Modyiin, Lapid in Israel

Was für den einen Müll ist, kann für den anderen ein Schatz sein – so lautet der Slogan des Second-Hand-Ladens von Vared Levy. Zweimal pro Woche verkaufen Ehrenamtliche hier gespendete Kleidung, Schmuck oder Küchengeräte zu symbolischen Preisen an Bedürftige. Die Erlöse fließen Eins zu eins in die Gemeinde zurück: Finanziert wird damit ein Erste-Hilfe-Kurs für Jugendliche oder die Sterilisation von streunenden Katzen. „Ich glaube, dass unser Projekt nur nützliche Seiten hat“, sagt Vared. „Die Wiederverwertung von Produkten hilft Umweltschäden zu reduzieren, Menschen erwerben Güter, die sie sich sonst nicht leisten könnten und wir fördern Bildung, indem wir Jugendliche und ältere Menschen gezielt in unser Projekt integrieren.“

Ricky Stolar, Hod Hasharon in Israel

Partner: The Jerusalem Hills Therapeutic Centers, Kiryat Ye''arim in Israel

Hundetherapie für zehn- bis elfjährige Kinder, die aufgrund von emotionalen und körperlichen Misshandlungen früh ihre Elternhäuser verlassen mussten – damit beschäftigt sich das Projekt von Ricky Stolar. Pro Woche profitieren zwölf schwer verhaltensgestörte Mädchen und Jungen in 23 Einzelsitzungen von dem Therapieansatz. Aggressionen werden reduziert, das Selbstwertgefühl der Kinder gesteigert und die Möglichkeit auf gesellschaftliche Integration erhöht. Oder wie es Stolar ausdrückt: „Auf einfache, effektive und kreative Weise ändern wir den Lauf des Lebens kleiner Kinder.“

Rob Southwell, Alberta/Kanada

Partner: Die Pferde-Oase, Alberta/Kanada

„Eine gute Beziehung von Mensch und Tier kann unglaublich bereichernd sein“, findet Rob Southwell. Diese Erfahrung liegt seinem Projekt zugrunde. Unter therapeutischen Gesichtspunkten werden darin gesellschaftlich gefährdete Menschen mit Pferden zusammengebracht. Die Betroffenen helfen bei der Tierpflege und erhalten die Gelegenheit zu reiten. „Pferde sind sehr einfühlsam und können Menschen, die es im Leben gerade schwer haben, auf unterschiedliche Weise zum Ausdruck von Gefühlen verhelfen“, erklärt Southwell. „Es macht mich glücklich, wenn sie dadurch profitieren - beispielsweise durch größeres Selbstvertrauen, mit dem sie Geschehenes vergessen und tägliche Herausforderungen besser meistern können.“

Becky Ryder, Ontario/Kanada

Partner: Freunde der Museen von Mississauga, Mississauga, Ontario/Kanada

Becky Ryder engagiert sich für einen gemeinschaftlichen Gemüsegarten auf einem Museumsgelände. Was im ersten Moment merkwürdig klingt, erklärt sich wie folgt: Auf einer nicht mehr genutzten Ausgrabungsstätte baut sie gemeinsam mit Jugendlichen Gemüse zugunsten der Organisation „Compass“ an. „Das kommt vielen Menschen zugute“, sagt Ryder. „Junge Menschen aus der Stadt lernen bei uns viel Praktisches. Vor allem aber profitieren bedürftige Menschen: Über die Tafel von `Compass´ werden sie mit frischen Produkten versorgt – und erhalten damit eine gesunde Abwechslung auf ihrem Speiseplan.“

Sue Sibley, Toronto in Kanada

Partner: St. Johns Kirche, Toronto in Kanada

Einmal pro Woche sind Freiwillige der Wohltätigkeitsorganisation „Food for Life“ in der Kirche und verteilen frische Lebensmittel an bedürftige Menschen. Mit diesem Konzept besetzt die Institution eine Nische: „thematisch ähnlich ausgerichtete Einrichtungen geben zumeist Konservenkost ab“, betont Sue. „Für die Gesundheit unserer Kunden ist es jedoch wichtig, dass sie ab und zu frische Lebensmittel zu sich nehmen.“ In einem neuen Projekt bringen die Kirchen-Mitarbeiter den Bedürftigen nun die Zubereitung der Lebensmittel näher. „Sie lernen begrenzte Ressourcen besser zu nutzen und daraus nahrhafte Gerichte für ihre Familien zuzubereiten“, erklärt Sibley.