Besondere Psychotherapie
für Flüchtlinge

 

Es gibt einen hohen Bedarf an psychotherapeutischer Versorgung bei Geflüchteten, die in Deutschland Schutz suchen. Auf Grund von Gewalt und Krieg und der langandauernden Flucht haben viele von ihnen psychische Verletzungen erlitten. Dabei machen wir die Erfahrung, dass diese Verletzungen zunächst oft hinter Probleme zurücktreten, die mit der komplexen und oft schwierigen Situation des Asylverfahrens und Ankommens in Deutschland verbunden sind.

Geflüchtete Menschen fühlen sich zu Beginn oft fremd in Deutschland

Sprache und „Kultur“ sind fremd, Ämtergänge verunsichern, Kinder müssen beschult werden, das Finden einer eigenen Wohnung ist eine große Herausforderung wie auch die Aufnahme einer Ausbildung oder einer neuen Arbeit. Ohne eine spezialisierte Betreuung und Behandlung kann das Zusammenspiel aller Faktoren zu psychischen Folgestörungen führen, nicht selten mit lebenslangen Auswirkungen.

Eine besondere Anforderung stellt dabei die Zusammenarbeit mit Dolmetschern und Sozialarbeitern dar, einschließlich der damit verbunden sozialrechtlichen und methodischen Fragen, die sonst keine zentrale Rolle im psychotherapeutischen Alltag spielen.

Gemeinsam mit dem Zentrum für Interkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie (ZIPP) der Charité, das auf eine langjährige Erfahrung in der multidisziplinären, transkulturellen Versorgung von nichtdeutschen Patienten zurückblickt, entwickeln wir einen Fortbildungsgang, der sich an niedergelassene Psychotherapeuten richtet, die Geflüchtete in ihrer Praxis behandeln wollen. Eine besondere Anforderung stellt dabei die Zusammenarbeit mit Dolmetschern und Sozialarbeitern dar, einschließlich der damit verbunden sozialrechtlichen und methodischen Fragen, die sonst keine zentrale Rolle im psychotherapeutischen Alltag spielen. Durch eine einjährige qualifizierte Fortbildung mit praxisnaher Supervision werden die Teilnehmer befähigt, den vielfältigen Herausforderungen der ambulanten Arbeit mit psychisch erkrankten Flüchtlingen gerecht zu werden.

Letzte Änderung: 27. März 2017 Copyright © Bayer AG
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