Video-Dokumentation

Wie ernähre ich mich richtig? –
Eine Reise mit Hardy Krüger jr.

Artensterben, Klimawandel und die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung gehören zu den größten Herausforderungen unserer Zukunft. Wir müssen uns mit diesen Themen auseinandersetzen und Diskussionen anregen, um Lösungsansätze für die Zukunft zu finden.

Der Schauspieler und gelernte Koch Hardy Krüger jr. hat sich deswegen für uns auf die Reise begeben, um der Frage nach einer nachhaltigen Ernährung auf den Grund zu gehen. Er ist einer von denen, die mal Bio kaufen, mal nicht. Einer, der sich fragt, ob das so ok ist, wie er sich ernährt. Damit denkt und fühlt er, wie ganz viele. Und genau deshalb war er für Bayer genau der Richtige für die Suche nach Antworten. Entstanden ist der Dokumentarfilm „Wie ernähre ich mich richtig? – Eine Reise mit Hardy Krüger jr.“, den Sie sich hier exklusiv anschauen können.

Die Landwirtschaft und damit das System, das uns ernährt, steht unter Druck. Täglich werden allein in Deutschland weitere 50 Hektar Natur als Siedlungs- und Verkehrsfläche verbaut, während die Bevölkerung ungebremst wächst. Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung von heute 7,6 Milliarden auf 9,7 Milliarden zunehmen. Diese Menschen zu ernähren, ist bereits für sich genommen eine gewaltige Aufgabe für die Landwirtschaft. Zusätzlich verschärft wird sie durch die anderen großen Herausforderungen unserer Zeit: die Bekämpfung des Klimawandels und die Bewahrung der Artenvielfalt.

Im Angesicht dieser Herausforderungen gibt es nur einen Ausweg: Wir müssen diese Fragen zusammen denken und nach gemeinsamen Lösungen suchen. Die moderne Landwirtschaft muss hier ihren Beitrag leisten und ihrer Verantwortung gerecht werden. Klar ist: Die Antworten der Vergangenheit passen nicht mehr zu den Fragen der Zukunft.

Hardy, warum hast du dich auf diese Reise begeben?

Ich hatte natürlich viele Headlines im Kopf, viele Meinungen gehört aus der Politik, der Wirtschaft, von großen Firmen. Ich habe aber diese Komplexität gar nicht so richtig verstanden und ich wollte einfach wissen, was da wirklich los ist.

Wir sind alle gleich und wir sind alle eine Community, die zusammen auf diesem Planeten lebt. Wir müssen alle miteinander klarkommen und wir müssen versuchen, unser Leben so zu gestalten, dass das nachhaltig, gut und positiv ist.

Diese Reise hat mir gezeigt, dass wir uns einfach viel, viel intensiver mit unserer Umwelt auseinandersetzen müssen, dass wir viel respektvoller mit unserer Nahrung umgehen sollten, dass wir dieses ganze Thema viel offener und ernster nehmen müssen, aber auch dass wir die Chance haben, gemeinsam eine Lösung zu finden: wir für uns als Menschen, aber auch in der Verantwortung zusammen mit der Wirtschaft und der Politik.

Seit 1991 steht Hardy Krüger jr. erfolgreich vor den Kameras. Der siebenfache Familienvater absolvierte zunächst eine Ausbildung als Koch bevor er sich der Schauspielerei widmete. Bekannt wurde der Sohn von Filmlegende Hardy Krüger vor allem durch die Serien „Gegen den Wind“ (1995 - 1999) und „Forsthaus Falkenau“ (2006 – 2012). Mit seiner Patchwork-Familie lebt Hardy, der in Tansania aufgewachsen ist, zurzeit in seiner Wahlheimat Berlin. Neben der Schauspielerei ist der TV-Star für sein karitatives Engagement bekannt. Seit 2010 ist er Schirmherr des Natur-, Tier- und Umweltfestivals NaturVision, außerdem setzt er sich als UNICEF-Botschafter für mehr Kinderrechte ein.

Warum macht Bayer so eine Dokumentation?

Bayer steht seit vielen Jahren für eine offene und dialogorientierte Kommunikation. Einerseits versuchen wir, wo immer möglich, mit unseren Stakeholdern einen konstruktiven Dialog zu führen – und zwar unabhängig von ihrer Meinung.

Kaum eine andere Debatte hat eine so große Bedeutung für die Zukunft der Welt.

Deshalb haben wir uns gefragt, wie bei Bayer einen Beitrag dazu leisten können, dass die Debatte um Landwirtschaft und Ernährung versachlicht wird. Dass konventionelle Bauern und Bio-Anhänger sich nicht permanent gegeneinander ausspielen, sondern konstruktiv über den besten Weg in die Zukunft diskutieren?

Über die Interviewpartner

Marco Gemballa - Landwirt mit Zukunftsängsten

Marco Gemballa: Landwirt, Agrargesellschaft am Landgraben Zinzow

„Bei uns Landwirten kann man nicht alle Aufgaben, die sich die Gesellschaft stellt, abladen. Das gibt der Markt derzeit leider nicht her.“

Seit dem Jahr 2000 ist Marco Gemballa Betriebsleiter der Agrargesellschaft am Landgraben Zinzow in Mecklenburg-Vorpommern. Dort bewirtschaftet der Landwirt 580 Hektar Ackerland, auf denen neben Winterweizen, Winterraps und Wintergerste auch Zuckerrüben und Mais angebaut werden. Im Landesbauernverband Mecklenburg setzt sich der Sohn zweier Landwirte zudem für die Belange der Bauern ein und lädt Schulklassen auf seinen Hof.
Gemballa sind eine nachhaltige Wirtschaftsweise und hohes Umweltbewusstsein sehr wichtig, deswegen ist er Teil des Projekts F.R.A.N.Z. «Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft» des Deutschen Naturschutzbundes, das sich für mehr Biodiversität in der Agrarlandschaft einsetzt.

Stephan Kreppold - Wertschätzung der Natur an erster Stelle

Stephan Kreppold: Landwirt, Biolandhof Kreppold

„Es ist richtig, dass eine konventionelle Wirtschaftsweise intensiver ist und mehr Ertrag bringt. Der Ertrag wird jedoch erkauft durch den Einsatz von Düngemitteln, Zukaufdüngemitteln und dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.“

„Die öffentlichen Zuwendungen, die ein Ökolandwirt heute erhält, machen ca. 50 % seines gesamten Einnahmenbestands aus.“

Auf dem Wilpersberg im Wittelsbacher Land 20 km vor den Toren Augsburgs liegt der Biolandhof Kreppold, auf dem Stephan Kreppold 100 Hektar Ackerland und 22 Hektar Grünland bewirtschaftet. Schwerpunktmäßig werden auf dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb Backgetreide wie Weizen, Roggen, Dinkel und Hafer angebaut, aber auch Körnermais und Soja werden in der Fruchtfolge gepflanzt. Der Verkauf des Ertrags erfolgt über regionale Mühlen, Bäckereien und den eigenen Hofladen.
Bereits seit 1982 setzt Familie Kreppold auf biologischen Anbau ohne Kunstdünger, Pestizide, Gentechnik und eine artgerechte Tierhaltung. Damit gehören sie zu den Pionieren der ökologischen Landwirtschaft in Deutschland.

Marco Springmann - Ernährungsumstellung für das Klima

Dr. Marco Springmann: Nachhaltigkeits- und Klimaexperte, Universität Oxford

„Ein Drittel aller Treibhausgasemissionen werden durch das Ernährungsmittelsystem hervorgerufen!“

Der renommierte Wissenschaftler Marco Springmann forschte bereits in Deutschland und den USA zu den Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel und Ernährung und arbeitet zurzeit als Senior Researcher in den Bereichen ökologische Nachhaltigkeit, Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung an der Universität Oxford.
Als Mitglied der Eat-Lancet-Kommisson erforschte Springmann zusammen mit 37 Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen und 16 Ländern den Einfluss des Ernährungssystems auf das Klima. In diesem Zusammenhang entstand die „Planetary Health Diet“, die neben der Gesundheit des Einzelnen auch die Natur und das Klima mit einbezieht.

Manuel Klarmann - Nachhaltiger essen dank 'Eaternity'-App

Manuel Klarmann: Co-Founder ‚Eaternity‘

„Die Idee ist es prinzipiell, dass wir den präzisest möglichen CO2-Fußabdruck für Lebensmittel bereitstellen - für den Konsumenten, aber auch für Restaurants.“

Zusammen mit seiner Partnerin Judith Ellens gründete der Umweltschützer Manuel Klarmann 2008 das Unternehmen ‚Eaternity‘ in Zürich. Das Ziel des Schweizer Start-ups: Den Menschen soll eine klimafreundliche Ernährungsweise nahegebracht werden, um so den weltweiten Treibhausgas-Ausstoß zu reduzieren. Dafür sammelt ‚Eaternity‘ alle zugänglichen CO2-Daten, die Lebensmittel durchschnittlich verursachen, und stellt diese in der gleichnamigen App für Köche und Verbraucher zur Verfügung.
Mittlerweile arbeiten Manuel Klarmann und sein Team mit 74 Restaurants und 170 Köchen zusammen.

Tim Searchinger - Wissenschaftler mit Weltblick

Tim Searchinger: Forscher, Universität Princeton, World Resources Institute

„Wie würde die Welt aussehen, wenn wir versuchen würden, alle Nahrungsmittel, die wir 2050 brauchen, mit unseren heutigen Bauernhöfen zu produzieren? Wir müssten den Ackerbau um drei Milliarden Hektar Land erweitern. Das entspricht ungefähr vier Mal der Fläche der USA.“


Der Wissenschaftler Tim Searchinger forscht an der Universität Princeton im Bundesstaat New Jersey in den Bereichen Ökologie, Agronomie und Ökonomie. Ein Schwerpunkt seiner Arbeiten ist die Analyse des demografischen Wandels und die damit verbundenen Anforderungen an die Landwirtschaft. In diesem Zusammenhang ist Searchinger Hauptautor mehrerer Berichte des World Resources Institutes zur Zukunft der Ernährung der Weltbevölkerung im Jahre 2050, die unter anderem gemeinsam mit der Weltbank und den Vereinten Nationen veröffentlicht wurden.

Liam Condon - Bayer will bis 2030 klimaneutral werden

Liam Condon: Vorstandsmitglied der Bayer AG und Leiter der Division Crop Science

„Für uns geht es letztendlich darum, die Landwirtschaft besser und nachhaltiger zu machen. Das können wir nicht alleine schaffen, aber wir können einen erheblichen Beitrag leisten.“

Seit 2006 arbeitet Liam Condon für die Bayer AG, bei der er seit 2016 Vorstandsmitglied ist. Der gebürtige Ire leitet die Division Crop Science mit Sitz im Monheim am Rhein, die Innovation und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft fördert. Beim internationalen Dachverband der forschenden Agrarunternehmen CropLife International sitzt er ebenfalls im Vorstand.
Außerdem ist Condon Mitglied des Govenor‘s Panel for Consumer Industries beim Weltwirtschaftsforum.

Rainer Spiering - SPD-Politiker für mehr Fortschritt im Agrarsektor

Rainer Spiering: Agrarpolitischer Sprecher der SPD im Bundestag

„Wir brauchen eine digitale Plattform für Landwirtschaft in Deutschland, die europaweit wirksam ist.“

Rainer Spiering ist seit 2013 agrarpolitischer Sprecher der SPD im Bundestag und Obmann im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft. Bis 2018 war er darüber hinaus im Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung.
Als agrarpolitischer Sprecher verfolgt Spiering das Ziel, eine ökonomische, ökologische und sozial ausgerichtete Landwirtschaft zu fördern. In diesem Zusammenhang unterstützt der Politiker mit Sitz in Osnabrück eine Verbesserung des Managements der Betriebe und den Einsatz modernster Technologien im Agrarsektor.