Wir eröffnen neue Chancen

Pflanzenzüchtung

 

Innovationen in der Pflanzenzüchtung erweitern die Angebotsvielfalt für die Verbraucher und helfen zugleich, die Herausforderungen unseres Welternährungssystems zu bewältigen. Aus diesem Grund investieren wir Jahr für Jahr so viel in die Pflanzenzüchtung wie in keinem anderen Forschungs- und Entwicklungsbereich unserer Division Crop Science.

Pflanzenzüchtung ist notwendig

Fast alles, was wir im Lebensmittelhandel kaufen, wurde irgendwann durch Pflanzenzüchtung verbessert. Die Pflanzenzüchtung macht sich die natürliche genetische Vielfalt der Anbaukulturen zunutze und bringt Pflanzen hervor, die besser an Umweltbedingungen und die Vorlieben von Verbrauchern angepasst sind. Die Identifizierung und Isolierung der genetischen Merkmale, die den Landwirten helfen, Herausforderungen zu bewältigen, ist schwierig und zeitaufwändig. Die moderne Pflanzenzüchtung hat sich über Generationen hinweg weiterentwickelt und ist heutzutage weit mehr als die Auswahl einer geeigneten Mutterpflanze anhand ihrer äußeren Erscheinung. Sie gründet auf einem sehr viel genaueren Verständnis der genetischen Veranlagung einer Pflanze. Züchter können dadurch besser einschätzen, welche Pflanzen die größten Erfolgschancen in der Produktion und im Verkauf haben, bevor sie Pflanzen miteinander kreuzen.

Diese Innovationen haben der Landwirtschaft neue Möglichkeiten eröffnet. Wenn man die genetischen Marker in der Pflanzen-DNA kennt, kennt man auch die Eigenschaften, die der Pflanze den Umgang mit Schädlingen, Krankheiten oder Trockenheit erleichtern. Einige Pflanzen kommen besser mit bestimmten Witterungsbedingungen zurecht und können sich veränderten Umweltbedingungen besser anpassen. Ihre Überlebenschancen erhöhen sich und der Landwirt kann auf reichere Ernten hoffen.
Bei der Pflanzenzüchtung geht es aber nicht nur um eine bessere Anpassung an Umweltbedingungen. Eine höhere Qualität und größere Einheitlichkeit können Ziele der Pflanzenzüchtung sein. Damit sollen Ernteverluste und Nahrungsmittelverschwendung reduziert werden.

Die Züchtungsfortschritte in jedem Samenkorn, das wir verkaufen, helfen den Landwirten trotz des sich ändernden Klimas, begrenzter natürlicher Ressourcen und knapper Anbauflächen noch erfolgreicher zu wirtschaften.

Eine höhere Qualität und größere Einheitlichkeit können Ziele der Pflanzenzüchtung sein. Damit sollen Ernteverluste und Nahrungsmittelverschwendung reduziert werden.

Wie funktioniert Pflanzenzüchtung?

Pflanzenzüchtung ist einfach definiert die Kreuzung zweier Pflanzen, um Nachkommen zu zeugen, die im Idealfall die besten Eigenschaften beider Eltern vereinen. In der gesamten Menschheitsgeschichte hat die Pflanzenzüchtung den Landwirten geholfen, komplexe Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig den Hunger der Verbraucher zu stillen. Schon die ersten Landwirte haben verstanden, dass sie zum Überleben Pflanzensorten benötigen, die an die jeweiligen Umweltbedingungen angepasst sind und so angebaut werden, dass sie die beste Ernte für Mensch und Tier liefern.

Ein Großteil der Obst-, Gemüse- und Getreidesorten, die wir heutzutage verzehren, ist das Ergebnis der Züchtungsarbeit vieler Generationen. Einige der beliebtesten Obst- und Gemüsesorten stammen von Pflanzen, die wir heutzutage kaum mehr erkennen würden:

Möhren

Möhren waren ursprünglich gelb oder violett. Im 17. Jahrhundert begannen die Menschen die Möhre weiß und orange zu züchten. Im 18. Jahrhundert wurden dann rote Möhren gezüchtet. Violette Möhren werden immer noch in Europa und Asien angebaut, rote in China und Indien.

Wassermelonen

Vor rund 5.000 Jahren hatten Wassermelonen gerade mal einen Durchmesser von fünf Zentimetern. Sie hatten einen bitteren Geschmack, ganz anders als die große, süße Frucht, die wir heute so sehr lieben.

Bananen

Vor etwa 6.500 Jahren begannen die Menschen Musa acuminate zu züchten, die Vorgängerin der modernen Banane. Musa acuminate wurde mit Musa balbisiana zur Kochbanane gekreuzt, einer engen Verwandten der Banane.

Mais

Vor etwa 10.000 Jahren entdeckten die Menschen Teosinte, eine Pflanze mit dünnen, gerade mal 5-8 Zentimetern großen „Kolben“, deren Körner so hart waren, dass man sich daran die Zähne ausgebissen hätte. In jahrtausendelanger Selektion wurde Teosinte weiterentwickelt, sodass die Pflanze mittlerweile 30 Zentimeter lange Ähren trägt – so wie man heute den Mais kennt.

Blumenkohl, Brokkoli, Kohl, Rosenkohl und Grünkohl

Diese beliebten Gemüsearten haben sich aus dem vor rund 10.000 Jahren weit verbreiteten Acker-Senf entwickelt.

Die Zukunft im Blick

Die moderne Pflanzenzüchtung bedient sich einiger der fortschrittlichsten Technologien und Verfahren unserer Zeit. Mit ihnen werden Pflanzen entwickelt, die dringend benötigt werden, um eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren und natürliche Ressourcen zu schonen. Eine spannende Innovation, die die Phantasie der Forscher beflügelt, ist die Geneditierung. Mit ihr können Wissenschaftler gezielt in die DNA einer Pflanze eingreifen, um die Pflanze zu verbessern. Durch dieses „Editieren“ kann das Erbgut einer Pflanze feinjustiert werden – die Ernten können schneller und vorhersehbarer als bei anderen Systemen und Verfahren der Pflanzenzüchtung verbessert werden. Wissenschaftler, Forscher aus der Industrie und Politiker diskutieren weltweit angeregt darüber, wie man mit Produkten der Geneditierung umgehen sollte, damit sie sicher und verantwortungsvoll eingesetzt werden können.

Hier erfahren Sie mehr zu Innovationen in unserer Division Crop Science

Pflanzenzüchtung (aktuelle Seite)