Unsere Verpflichtungen

Bessere Antworten finden – für die Menschen und für den Planeten

 

Wir bei Bayer glauben, dass die Innovationen der Zukunft weniger anhand ihrer Quantität, sondern vor allem anhand ihrer Qualität beurteilt werden. Unser langfristiger Erfolg besteht nicht darin, mehr Produkte zu verkaufen. Wir müssen den Landwirten die besten Werkzeuge und Lösungen zur Verfügung stellen, damit sie auf ressourcenschonende Weise genug produzieren können. Die Gestaltung der agrarwirtschaftlichen Zukunft kann niemand im Alleingang bewältigen. Dafür ist neben Transparenz auch eine gute Zusammenarbeit mit Landwirten, Vordenkern und Verbrauchern erforderlich. Gemeinsam stellen wir uns dem scheinbar Unmöglichen, um zu einer besseren Zukunft beizutragen.


Moderne Agrarwirtschaft treibt den Fortschritt an

Dank moderner Landwirtschaftsmethoden konnten Landwirte in den letzten Jahrzehnten den Wasserverbrauch reduzieren, Böden schützen und auf weniger Land ausreichend Nahrung anbauen. Gepaart mit der Kraft des menschlichen Einfallsreichtums glauben wir, dass dank moderner Landwirtschaft noch mehr erreicht werden kann.

Wir bei Bayer stehen für eine Welt, in der die biologische Vielfalt im Einklang mit dem Menschen wächst und gedeiht. In der Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Und in der die Agrarwirtschaft Teil der Lösung für den Klimawandel ist.

Gemeinsam mit Landwirten, Politikern, Nichtregierungsorganisationen, Lebensmittelunternehmen, Vordenkern, Verbrauchern und vielen anderen Akteuren der Agrarindustrie haben wir jetzt die Chance und die Verantwortung, die Gunst der Stunde zu nutzen. Wir müssen helfen, die Menschheit voranzubringen, indem wir die Grenzen des Möglichen neu ausloten und die Zukunft der Landwirtschaft mitgestalten.

Ich bin absolut davon überzeugt, dass uns die Zukunft eine greifbare Chance bereithält, einige der größten gesellschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen, vor denen wir heute stehen

Neue Maßstäbe setzen

Der Unternehmenszweck von Bayer folgt dem Leitbild „Science for a better life“. Während wir unseren hohen Maßstäben schon immer treu gewesen sind, hat uns der Gedankenaustausch mit Landwirten, Nichtregierungsorganisationen, Politikern und Verbrauchern dazu bewegt, uns auf eine Reise zu begeben, auf der wir unsere Bemühungen hinsichtlich Transparenz, Nachhaltigkeit und des Umgangs mit unseren Stakeholdern noch weiter intensivieren können.

Vor dem Hintergrund der komplexesten Herausforderungen wie der schrumpfenden biologischen Vielfalt, des Klimawandels und des Zugangs zu Lebensmitteln haben wir die Aufgabe, die bereits funktionierenden Lösungen zu skalieren und weiterzuentwickeln und gleichzeitig nach neuen Lösungen zu suchen. Mit Blick auf die Zukunft beginnen die Bemühungen bei den Nachhaltigkeits- und Geschäftsverpflichtungen, die bestimmen, wie wir Entscheidungen treffen und als Unternehmen agieren.

Heute liefern wir neue Innovationen, die den Pflanzenschutz, den biologischen und datentechnischen Fortschritt sowie hochmoderne digitale Plattformen zusammenbringen, um Landwirte und unseren Planeten zu unterstützen.

Neue Maßstäbe setzen, um die Umweltauswirkungen zu verringern

Wir bei Bayer haben Vertrauen in die Landwirte und wollen ihnen Zugang zu Innovationen ermöglichen, um sie dabei zu unterstützen, Nutzpflanzen in reichhaltig verfügbaren Mengen anzubauen. Gleichzeitig wächst die gesellschaftliche Sorge um die Auswirkungen der modernen Agrarwirtschaft auf die Umwelt. Wir müssen einen Weg finden, um genug Lebensmittel für die stetig wachsende Bevölkerung produzieren zu können – und dabei unseren Planeten zu schützen. Denn die Innovationen der Zukunft werden weniger anhand ihrer Quantität, sondern vor allem anhand ihrer Qualität beurteilt.

Für die Neugestaltung der Landwirtschaft setzen wir uns drei wichtige Ziele, die uns bei der Entscheidungsfindung und unserem Auftreten als Unternehmen leiten. Diese Ziele sollen bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden.

Verringerung der Auswirkungen von Pflanzenschutz auf die Umwelt um 30 Prozent

Durch die Entwicklung innovativer Technologien wie digitaler Landwirtschaft, neuer Pflanzenschutzinstrumente, Präzisionsanwendungen und Instrumenten zur Pflanzenzucht können wir das Volumen von Pflanzenschutzmitteln, die von landwirtschaftlichen Betrieben ausgebracht werden, reduzieren, und so Einflüße auf die Umwelt verringern.

So konnten zum Beispiel mit dem Saatgut Bayer Intacta RR2-PRO™ für Sojabohnen in Südamerika 20 Millionen Sojabohnen zusätzlich produziert werden. Seit der Einführung dieses Sojabohnensaatguts konnten die südamerikanischen Landwirte die Auswirkungen ihrer Betriebe auf die Umwelt um 30,6 % und die Menge der verwendeten Schädlingsbekämpfungsmittel um mehr als 10 % verringern.

Eine weitere innovative Entwicklung aus jüngster Zeit ist die DripByDrip-Bewässerung. Diese Technologie sorgt dafür, dass Pflanzenschutzmittel in der richtigen Menge, am richtigen Ort und zur richtigen Zeit ausgebracht werden. Bereits in den ersten Feldversuchen konnten die Tomatenanbauer in Mexiko produktivere Ernteerträge mit geringerem Wasserverbrauch, weniger Schädlingsbekämpfungsmitteln und weniger Anwendungen feststellen.

Reduktion von Treibhausgasemissionen, die von den Haupt-Kulturpflanzen auf den wichtigsten Agrarmärkten verursacht werden, um 30 Prozent

Gemeinsam mit Landwirten und anderen wichtigen Akteuren entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette wird sich Bayer für eine kohlenstofffreie Zukunft in unseren wichtigsten Absatzregionen engagieren. Mithilfe digitaler Tools und digitaler Daten werden wir in der Lage sein, sowohl für Landwirte als auch für Verbraucher maßgeschneiderte Lösungen bereitzustellen.

Die Climate FieldView™-Technologie wird bereits aktiv eingesetzt, um die Treibhausgasemissionen sowie den Abfluss von Schädlingsbekämpfungsmitteln in das Wasser zu verringern. Durch die Bereitstellung von intelligenten Überwachungstools wird Landwirten außerdem auch ein effizienterer Einsatz von Stickstoff ermöglicht.

Als Joint Venture zwischen Bayer und Ginkgo Bioworks arbeitet Joyn Bio an der Entwicklung von Mikroben, die in der Lage sind, die Gesundheit von Nutzpflanzen wie Mais, Weizen und Reis zu schützen und zu stärken. Außerdem wird durch die Extraktion von Stickstoff aus der Luft der Bedarf an künstlichen Düngemitteln drastisch reduziert, die beträchtliche Treibhausgasemissionen verursachen.

Durch leichteren Zugang zu nachhaltigen Landwirtschaftslösungen über 100 Millionen Kleinbauern in Entwicklungsländern auf der ganzen Welt unterstützen

Wir bei Bayer wollen die Bedürfnisse der Kleinbauern erkennen. Indem wir in ihr Erbe investieren, entwickeln wir nachhaltige Praktiken und digitale Tools, die den Erfolg vorantreiben. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir den sozialen und wirtschaftlichen Beitrag erhöhen, den die kleinbäuerliche Landwirtschaft für die Bekämpfung von Armut und Hunger, die Verbesserung der Gesundheit und die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung von Familien, Gemeinschaften und Nationen leistet.

Mit Water Efficient Maize for Africa (WEMA) – einer Kollaboration mit mehreren Stakeholdern zur Verbesserung der Nahrungsmittelsicherheit und der Existenzgrundlage von Kleinbauern – liefert Bayer Saatgutunternehmen in Afrika südlich der Sahara unentgeltlich wissenschaftliches und technisches Know-how für die Entwicklung und Nutzung von Maishybriden, die an die lokalen Verhältnisse angepasst sind.

Neue Maßstäbe für die Transparenz

Den ersten entscheidenden Schritt haben wir bereits unternommen, indem wir alle 107 Studienberichte von Bayer zur Sicherheit von Glyphosat zugänglich gemacht haben. Im weiteren Jahresverlauf werden wir erstmals Wissenschaftler, Journalisten und Nichtregierungsorganisationen einladen, sich an unseren Vorbereitungen auf die anstehende EU-Wiederzulassung für Glyphosat zu beteiligen.

Dabei setzen wir neue Standards, indem wir nicht nur die Studien zu unseren Aktivitäten veröffentlichen, sondern auch zeigen, wie diese Studien durchgeführt werden und wie wir dabei vorgehen.

Neue Maßstäbe für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln

2012 hat sich Bayer dazu verpflichtet, alle Produkte, die von der Weltgesundheitsorganisation der ersten Toxizitätsklasse zugerechnete Wirkstoffe enthalten, weltweit vom Markt zu entfernen, und zwar unabhängig davon, ob diese Wirkstoffe in den einzelnen Absatzmärkten zugelassen waren oder nicht. Nachdem wir uns nun das Feedback mehrerer Branchenführer zu Herzen genommen haben, nehmen wir weitere Änderungen an unseren Zulassungsverfahren für Produkte vor der Markteinführung vor.

Wir werden auf unsere Produkte konsequent die höchsten Sicherheitsstandards anwenden, selbst wenn diese strenger als die lokalen Vorschriften sind. Wir werden Pflanzenschutzmittel nur in Entwicklungsmärkten verkaufen, die die Sicherheitsstandards des jeweiligen lokalen Marktes und die Standards einer Mehrheit der führenden Zulassungsbehörden erfüllen. Und in enger Zusammenarbeit mit den betreffenden Interessengruppen werden wir sicherstellen, dass unsere Verpflichtungen global umgesetzt werden.

Neue Maßstäbe für den Erfolg

Wir wollen Landwirten Zugang zu mehr Hilfsmitteln für die Unkrautbekämpfung verschaffen – von chemischen und nichtchemischen Lösungen über digitale Tools bis hin zur agrarwissenschaftlichen Unterstützung. In den nächsten zehn Jahren werden wir 5 Milliarden Euro in neue Unkrautbekämpfungslösungen investieren und den Landwirten somit die Möglichkeit bieten, bis 2029 nachhaltige Strategien umzusetzen. Diese Investition in Forschung und Entwicklung dient dazu, das Verständnis für Resistenzmechanismen zu erweitern, neue Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen und maßgeschneiderte Lösungen für das integrierte Unkrautmanagement (Integrated Weed Management – IWM) sowie entsprechende Empfehlungen zu entwickeln, die auf dem Einsatz von Digital-Farming-Tools und den daraus gewonnenen Erkenntnissen beruhen. Dabei sollen die bestehenden Partnerschaften mit Wissenschaftlern aus der Unkrautforschung vertieft werden, um auf lokaler Ebene individuelle Lösungen für die Landwirte zu schaffen.

Neue Maßstäbe für Engagement und Zusammenarbeit

Wir werden die klügsten Köpfe aus den Bereichen Chemie, Biologie und Informatik zusammenbringen, um die Agrarwirtschaft voranzutreiben. Um die konzernweiten Nachhaltigkeitsanstrengungen zu unterstützen, neues Denken anzuregen und unsere Standards auf den Prüfstand zu stellen, werden wir Experten und Stakeholder aus aller Welt einladen, sich im Bayer Sustainability Council einzubringen.

Wir laden Experten und Stakeholder aus der ganzen Welt ein, sich im Bayer Sustainability Council einzubringen.

Dieser internationale Rat dient als Resonanzboden für die Geschäftsleitung von Bayer und soll dazu beitragen, neue Standards für die Transparenz in unserer Branche zu setzen und unsere laufenden Fortschritte zu messen.

Was heute noch unmöglich ist, ist der Durchbruch von morgen. Um diesen Durchbruch jedoch zu erreichen, müssen wir mit unseren zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Forschung und Landwirtschaft zusammenarbeiten. Und obwohl wir nicht alle Antworten haben, suchen wir einen offenen, transparenten Austausch, um die Landwirtschaft zum Wohle der Landwirte, der Verbraucher und unseres Planeten nachhaltig zu verbessern.