Strategie

Ziele und Leistungsindikatoren

Mit dem ersten Integrierten Geschäftsbericht 2013 haben wir ein neues nicht-finanzielles Zieleprogramm verabschiedet, das aus der Konzernstrategie abgeleitet ist. Wir zeigen damit auf, welche Herausforderungen wir in unserem Kerngeschäft im Kontext der nachhaltigen Entwicklung sehen und welche kontinuierlichen Verbesserungen wir konzernweit anstreben. Dies geschieht anhand klar definierter Ziele und Indikatoren entlang der Wertschöpfungskette. Sie dienen der Überprüfung unserer Fortschritte in den Bereichen Innovation, Lieferantenmanagement, Ressourceneffizienz, Sicherheit, Produktverantwortung, Compliance und Mitarbeiter.

Zieldefinition Zieljahr Zielerreichung 2014 Neues Ziel
für 2015
Zielerklärungen
Lieferantenmanagement
Bewertung aller strategisch bedeutenden Lieferanten 2017

66 %

Bis Ende 2014 wurden 253 strategisch bedeutende Lieferanten bewertet.

unverändert Strategisch bedeutende Lieferanten sind solche mit großem Einfluss auf das Geschäft u. a. in Bezug auf Einkaufsvolumen und Langfristigkeit in der Zusammenarbeit (3–5 Jahre). Beurteilt werden Nachhaltigkeitsleistungen durch Bewertungen und Audits.
Bewertung aller potenziell risikobehafteten Lieferanten mit signifikantem Bayer-Einkaufsvolumen 2020

61 %

Bis Ende 2014 wurden 157 potenziell risikobehaftete Lieferanten bewertet.

unverändert Grundlage der Risikodefinition ist ein länder- und materialbasierter Ansatz. Signifikantes Einkaufsvolumen definieren wir als > 1 Mio € p. a.
Entwicklung und Einführung eines neuen Nachhaltigkeitsstandards für unsere Zulieferer 2020 in Umsetzung unverändert Der Nachhaltigkeitsstandard für unsere Lieferanten soll gemeinsam mit relevanten Industrie-Initiativen vorangetrieben werden. Derzeit arbeiten wir mit der „Together for Sustainability“-Initiative sowie der „Pharmaceutical Supply Chain Initiative“ zusammen. Ziel ist u. a. Nachhaltigkeitsbewertungen und -audits von Lieferanten in der gleichen Industrie zu standardisieren, auszutauschen und eine klare Erwartungshaltung hinsichtlich Nachhaltigkeit zu beschreiben, um entsprechende Nachhaltigkeitspraktiken bei unseren Lieferanten zu etablieren.
Ressourceneffizienz
Verbesserung der konzernweiten Energieeffizienz um 10 %. Referenzjahr 2012: 3,50 MWh/t 2020 3,37 MWh/t (Verbesserung um 3,8 %) unverändert Energieeffizienz ist der Quotient aus Energieeinsatz in MWh pro t produzierter Verkaufsmenge.
Reduktion konzernweiter spezifischer Treibhausgas-Emissionen um 20 %. Referenzjahr 2012: 0,98 t CO2/t 2020 1,02 t CO2/t (+4,3 %) unverändert Spezifische Treibhausgas-Emissionen: gemessen in CO2-Äquivalenten pro t produzierter Verkaufsmenge; Sondereinfluss 2014: Erstmalige Aufnahme des energieintensiven Standorts Maasvlakte in das Umweltreporting. Hier werden ausschließlich Zwischenprodukte hergestellt, die nach unserer Definition nicht als produzierte Verkaufsmenge gewertet werden.
Einführung eines Wassermanagements an allen Standorten in wasserarmen Regionen (35 Standorte) 2017 Im ersten Schritt wurde bei über 80 % der identifizierten Standorte überprüft, ob und in welcher Form ein Wasser-management existiert. unverändert Definition Wassermanagement u. a. in Anlehnung an ISO 14001; Identifizierung wasserarmer Regionen gem. WBCSD Global WaterTool™. Im Rahmen unserer Analyse wurde z. B. überprüft, ob bereits wasserrelevante Strategien, Ziele und Initiativen sowie ein entsprechendes Risiko-Management vorliegen. Auf Basis dieser Überprüfung werden ab 2015 mit den jeweiligen Standorten individuelle Schritte zur Verbesserung des Wassermanagements vereinbart.
Sicherheit
Verringerung der Arbeitsunfallquote um 35 %. Referenzjahr 2012: RIR 0,49 2020 RIR 0,43 (-12,1 %) unverändert RIR (Recordable Incident Rate): Anzahl der berichtspflichtigen Arbeitsunfälle von Bayer-Mitarbeitern mit und ohne Ausfalltage pro 200.000 Arbeitsstunden. Bis Ende 2015 berichten wir auch weiter die Zielerreichung unseres LTRIR (Lost Time Recordable Incident Rate)-Ziels, das nur Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen pro 200.000 Arbeitsstunden erfasst. Zielgröße 2015 ist ein LTRIR von 0,21. Stand 2014: 0,22.
Reduktion der Transportereignisse um 30 %. Referenzjahr 2012: 6 Ereignisse 2020 12
(+100 %)
unverändert Transportereignisse umfassen sowohl eigene als auch von uns beauftragte und bezahlte Chemikalientransporte.
Verringerung der Ereignisse im Bereich der Verfahrens- und Anlagensicherheit um 30 %. Referenzjahr 2012: LoPCIR 0,38 2020 LoPCIR 0,23
(-38 %)
unverändert LoPC IR (Loss of Primary Containment Incident-Rate): Anzahl der Ereignisse, bei denen Chemikalien aus ihrer ersten Umhüllung wie z. B. Rohrleitungen, Pumpen, Tanks oder Fässern austreten, bezogen auf 200.000 Arbeitsstunden in den für Anlagensicherheit relevanten Bereichen.
Produktverantwortung
Abschluss der Bewertung des Gefahrenpotenzials aller Substanzen (> 99 %), die in Mengen von mehr als einer Tonne pro Jahr verwendet werden 2020 55 %
Bis Ende 2014 wurden ca. 32.000 Substanzen bewertet.
unverändert Dieser weltweit einheitliche Bayer-Standard deckt auch die Bewertung solcher Substanzen ab, die nicht unter die REACH-Verordnung (No 1907/2006) fallen. Sofern keine entsprechenden Datensätze im Rahmen von REACH generiert werden, sollen Stoffinformation und Auskunftsfähigkeit zu wesentlichen Stoffeigenschaften ermittelt werden, um einen verantwortlichen Umgang mit den Stoffen sicherzustellen und zu dokumentieren (u. a. stoffliche Beschaffenheit, Reinheit, vorgesehene Verwendung, toxikologische Daten).
Compliance
Durchführung vorsorglicher Risikobeurteilungen in allen drei Teilkonzernen 2015 in Umsetzung unverändert Risikobeurteilungen basieren auf der Integrated Compliance Management-Methodik, die von Ernst & Young entwickelt wurde. Im Integrated Compliance Management@Bayer (ICM@Bayer) werden die Risiken in den nachfolgend aufgeführten Compliance-Gebieten vorsorglich beurteilt und adressiert: Fairness im Wettbewerb, Integrität im Geschäftsverkehr, Produktbezogene Kommunikation bei BHC, BHC-Preisberichterstattung, Insiderhandel, Außenhandelsrecht, Trennung von Unternehmens- und Privatinteressen, faire und respektvolle Arbeitsbedingungen und Datenschutz.
Ab 2015 jährliches Compliance-Training aller Bayer-Manager (>99 %)

jähr-

lich

in Vorbereitung unverändert Manager werden je nach Risikobereich an spezifischen Trainings teilnehmen.

Den aktuellen Status unserer Ziele finden Sie im Integrierten Geschäftsbericht 2014.

Letzte Änderung: 4. März 2016 Copyright © Bayer AG
http://www.bayer.de