Umweltschutz

 

Bayer nimmt seine Verantwortung für den Umweltschutz sehr ernst und arbeitet kontinuierlich daran, Belastungen für die Umwelt zu verringern sowie innovative Produktlösungen zu finden, die der Umwelt nützen. Unsere ökologischen Standards gelten weltweit.

Wasser – eine lebenswichtige Ressource

Ökoeffiziente Prozesse helfen, Kosten für Material, Energie, Emissionen und Entsorgung zu senken. Denn der effiziente Umgang mit Rohstoffen und Energie ist heute mehr denn je auch ein ökonomisches Gebot. Stetig steigende Kosten verpflichten uns, Maßnahmen zur Verbesserung der Ressourcen- und Energieeffizienz zu ergreifen, die die Umwelt entlasten und gleichzeitig Kosten sparen.

In unserem Engagement für Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit gehen wir über gesetzliche Vorgaben hinaus. Auch bei Investitionsvorhaben, die ein Volumen von 10 Millionen Euro überschreiten, berücksichtigen wir Umweltaspekte und führen eine freiwillige ökologische Beurteilung durch. Bei Unternehmenszukäufen überprüfen wir vor der Transaktion, ob an den Produktionsstandorten die geltenden Umwelt und Arbeitsschutzbestimmungen und grundsätzliche Arbeitnehmerrechte eingehalten werden.

Wir bekennen uns zur „Responsible Care™“-Initiative der chemischen Industrie und haben die Grundlagen unseres Engagements in einer „Bayer Sustainable Development Policy“ niedergelegt. Zertifizierte HSEQ-Managementsysteme regeln die operative Umsetzung.

Energieeinsatz

Energie- und Materialeinsatz sowie die Höhe der Emissionen hängen wesentlich von der produzierten Verkaufsmenge ab, die Zwischenprodukte nicht mit einschließt. mehr  

Emissionen in die Luft

Emissionen in die Luft stammen bei Bayer größtenteils aus der Erzeugung und dem Verbrauch von Energie. Unser Einsatz für mehr Energieeffizienz hilft daher zugleich, Kosten und Emissionen zu reduzieren. Bayer will darüber hinaus seinen Beitrag zum Klimaschutz auf mehreren Ebenen leisten und hat dafür ein konzernweit geltendes Klimaprogramm etabliert.

Bayer berichtet alle Treibhausgas-Emissionen des Konzerns nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol). Die direkten Emissionen aus eigenen Kraftwerken, Abfallverbrennungs- und Produktionsanlagen (entspricht Scope 1 des GHG Protocol) werden an allen Produktionsstandorten sowie an relevanten Verwaltungsstandorten erhoben. mehr 

Wassernutzung und Emissionen in das Wasser

Die kontinuierliche Verfügbarkeit von sauberem Wasser in ausreichenden Mengen ist eine Voraussetzung für die Versorgung unserer Produktionsstandorte und ihr Umfeld. Dies ist jedoch in vielen Regionen der Welt nicht mehr ohne Weiteres gegeben. Wir tragen Sorge für unsere Wasserversorgung, ohne dass die industrielle Wassernutzung zu lokalen Problemen wie z. B. Wasserknappheit für die dortige Bevölkerung führt. Bayer unterstützt das „CEO Water Mandate“ des UN Global Compact, um in Zusammenarbeit mit wesentlichen Stakeholdern nachhaltige Strategien im Umgang mit Wasser zu entwickeln. Über unseren Umgang mit Wasser und die damit verbundenen Risiken berichten wir im „CDP Water Disclosure“. mehr   

Abfall und Recycling

Durch systematisches Abfallmanagement werden Materialverbräuche und Entsorgungsmengen möglichst gering gehalten. Dazu dienen nach Abfallarten getrennte, sichere Entsorgungswege und ökonomisch sinnvolle Recyclingverfahren. Einfluss auf die Abfallmengen und Verwertungswege haben außerdem Produktionsschwankungen und Sanierungsarbeiten an Gebäuden und auf Betriebsgeländen. mehr   

Schutz der Biodiversität

Die konzernweite Biodiversitäts-Position berücksichtigt Einflüsse auf die Biodiversität entlang der gesamten Wertschöpfungskette und die nachhaltige Nutzung von Rohstoffen. Alle Bayer-Divisionen bekennen sich in dieser Position zur „Convention on Biological Diversity (CBD)“, (Biodiversitäts-Konvention). In dieser Konvention verpflichteten sich die Industrieländer, Entwicklungsländer stärker dabei zu unterstützen, die internationalen Biodiversitätsziele umzusetzen. mehr    

Wir unterstützen internationale Bestrebungen zum Schutz der Biodiversität, so zum Beispiel Maßnahmen, die in der Biodiversitäts-Konvention der Vereinten Nationen und deren Nagoya-Protokoll festgehalten wurden. Ernährungssicherheit für die gesamte Weltbevölkerung zu garantieren stellt den ganzen Planeten vor eine große Herausforderung. Wir können dazu beitragen, die landwirtschaftliche Produktivität mit innovativen Lösungen nachhaltig zu steigern und so den Verlust natürlicher Lebensräume wie Wälder und Wildblumenwiesen zu vermeiden.

Managementsysteme zur Umsetzung unserer HSEQ-Ziele

Um unser konzernweit hohes Niveau im Bereich Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz und Qualität (HSEQ) zu halten, hat Bayer Managementsysteme eingerichtet, die sich an anerkannten internationalen Standards orientieren und regelmäßig überprüft und aktualisiert werden. Sie sind in alle Geschäftsprozesse integriert. Mit der regelmäßigen Pflege der Managementsysteme sowie entsprechenden Schulungen und Zertifizierungen setzen wir auch unser Bekenntnis zu den Leitlinien der „Responsible Care Global Charter“, der globalen Initiative der Chemischen Industrie, um. mehr     

Umweltereignisse und Transportunfälle

Unter Umweltereignissen verstehen wir Vorkommnisse im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit, bei denen es zum Austritt von Stoffen in die Umwelt kommt. Faktoren für die Berichtspflicht sind insbesondere Art und Menge des Stoffs, entstandene Schadenshöhe oder etwaige Folgen für Anwohner. Gemäß unserer internen Selbstverpflichtung berichten wir bei austretenden Stoffen mit einem hohen Gefährdungspotenzial bereits ab einer Menge von 100kg. Auch die Einstufung von Transportereignissen erfolgt nach von Bayer eindeutig festgelegten Kriterien. mehr  

Umweltschutz in der Landwirtschaft

Dank unserer Investitionen in die Erforschung und Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel (biologische und chemische) sowie neuen Saatguts und neuer Serviceleistungen können Landwirte auf nur begrenzt verfügbaren Ackerflächen mehr qualitativ hochwertige Kulturpflanzen produzieren, nachhaltige landwirtschaftliche Maßnahmen wie zum Beispiel integrierte Schädlingsbekämpfung (Integrated Pest Management, IPM) und integriertes Pflanzenmanagement (Integrated Crop Management, ICM) verbessern und invasive Neophyten (Invasive Alien Species, IAS) in den Griff bekommen. Darüber hinaus fördern wir in Zusammenarbeit mit Partnern im Rahmen spezieller Initiativen wie dem Bayer Bee Care Program und Bayer ForwardFarming nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken.

Bayer Bee Care Programm

Als Unternehmen, das über Expertenwissen im Bereich Pflanzen- und Tiergesundheit verfügt, wissen wir, wie wichtig Bienen und andere Insekten für die Bestäubung in der Landwirtschaft sind. Durch Forschung, Kommunikation und Austausch wollen wir im Rahmen des Bee Care Programms die Herausforderungen von Bestäubern in der modernen Welt aufzeigen und das Bewusstsein für dieses Thema schärfen. Wir wollen durch weltweite Partnerschaften zur Gesundheit, zum Wohlbefinden und zur Vielfalt von Bienen und anderen Bestäubern sowie zur Optimierung der Bestäubungsleistung in der Landwirtschaft beitragen.

Mit unseren Maßnahmen decken wir die drei Bereiche „Bienenernährung“, „Gesunde Bienenstöcke“ und „Nachhaltige Landwirtschaft“ ab.


  1. Bienenernährung („Feed a Bee“): alle unsere Aktivitäten im Bereich „Futter und Ernährung“, die Bestäubern ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Nahrungsangebot sichern und zur Biodiversität beitragen sollen.
  2. Gesunde Bienenstöcke: alle unsere Aktivitäten im Bereich „Schädlinge und Krankheiten“ sowie „Imkerpraktiken“ in Bezug auf Honigbienen.
  3. Nachhaltige Landwirtschaft: alle unsere Aktivitäten für eine sichere Verwendung von Pflanzenschutzmitteln, ob durch Sicherheitsstudien zu Bestäubern, innovative Anwendungstechniken, unseren Einsatz für gute Beziehungen zwischen Imkern und Landwirten oder durch unsere Ansätze zur Optimierung der Bestäubung.

Beispiele für solche Partnerschaften sind:

  • In Deutschland beschäftigen sich mehrere Partner im Rahmen einer Kooperation mit der Entwicklung von Maßnahmen, die zu einem Gleichgewicht zwischen landwirtschaftlicher Aktivität und Biodiversität beitragen. Dazu überwachen und messen sie die Auswirkungen von Blühstreifen und Nisthilfen auf die Biodiversität von Bestäubern und anderen Tieren in unterschiedlichen Agrarlandschaften.
  • Unsere Landwirte im Vereinigten Königreich wenden integriertes Pflanzenmanagement und landwirtschaftliche Praktiken an, die Biodiversität erhalten und fördern. Auf ihren Betrieben finden sich Hecken, Nistplätze, Wildblumenwiesen, Gräben und Erdwälle, die Vögel, Fledermäuse, Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und andere Tierarten anlocken sollen.
  • Das Bayer Bee Care Center (BBCC) arbeitet zudem in mehreren lateinamerikanischen Ländern (Brasilien, Chile, Kolumbien und Peru) mit ortsansässigen Forschern zusammen und finanziert dort Studien, in denen untersucht wird, welche Bienen oder andere Insektenarten von den dort angebauten wichtigsten Kulturpflanzen angelockt werden.

Im Rahmen des Bee Care Programms hat Bayer in Deutschland und den USA Bee Care Center errichtet. Diese dienen als Plattform für wissenschaftlichen Austausch und Kommunikation, offene Diskussionen und zur Ergründung gemeinsamer Projekte mit externen Partnern. Durch die direkte Ansprache unserer Stakeholder wollen wir unsere Aktivitäten transparenter machen und eine offene Diskussion sowie neue Partnerschaften anregen.

Die Bestäubergesundheit muss von allen gemeinsam angegangen werden. Wir sind überzeugt, dass eine breit angelegte Zusammenarbeit zur Entwicklung nachhaltiger Lösungen für die Bestäubergesundheit unerlässlich ist.

Bayer ForwardFarming

Zudem verstärken wir unsere direkte Zusammenarbeit mit Landwirten im Rahmen der Bayer ForwardFarming-Initiative. Auf den Bayer ForwardFarms werden unsere Lösungen für nachhaltige Landwirtschaft greifbar gemacht. Die ersten ForwardFarms entstanden in Belgien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden. Weitere Kooperationen sind in Vorbereitung. Diese ausgewählten ForwardFarms teilen ihr Know-how und ihre Verbesserungen und verknüpfen ihren wirtschaftlichen Erfolg mit Verantwortung gegenüber der Umwelt und der Gesellschaft. Mit dieser Plattform fördern wir den Wissensaustausch zwischen Landwirten, Verbrauchern, der Politik und der Wissenschaft. Auf den Höfen der Landwirte, die Teil der Bayer ForwardFarming-Initiative sind, werden unsere Maßnahmen für nachhaltige Landwirtschaft in die Praxis umgesetzt. Auch natürliche Lebensräume für Nützlinge, Bestäuber und Vögel sind dort fester Bestandteil des Betriebsmanagements. Die ForwardFarms in Belgien, Deutschland, Frankreich und weiteren Ländern sind der Beweis dafür, dass Biodiversität und landwirtschaftliche Produktivität auf nachhaltige Art und Weise miteinander verknüpft werden können.

Letzte Änderung: 19. Dezember 2016 Copyright © Bayer AG
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