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Symposium zu „Science For A Better Life“

Rund 380 Wissenschaftler aus 14 Ländern nahmen an einem „Science For A Better Life“-Symposium in Leverkusen teil. Diese wissenschaftliche Konferenz sollte dazu beitragen, die Partnerschaften und Netzwerke von Bayer zu Universitäten und Forschungsinstituten zu verstärken und zu erweitern.

Eine bessere Zukunft durch gute Forschung

Die teilnehmenden Wissenschaftler stammten von mehr als 60 Universitäten und Forschungsinstituten sowie 15 Bayer-Forschungsstandorten. Themen der anderthalbtägigen Veranstaltung waren u.a. neue Ergebnisse aus dem Bereich der Herz-Kreislauf-Forschung zu Thrombosen und Lungenhochdruck sowie der Krebstherapie. Außerdem wurden neue Strategien in der Agrarwirtschaft für effizientere Pflanzen und Saatgut mit besseren Eigenschaften diskutiert. Weiteres Thema sind Hintergründe und neue Konzepte zur Lichtleitung und leichten Materialien in der industriellen Anwendung gewesen.

Videos und Folien der Vorträge in englischer Sprache

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So sehen Wissenschaftler die Forschungstrends der Zukunft

Fortschritte bei der Krebstherapie sind in den nächsten Jahren vor allem durch die Behandlung mit Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten sowie mit Multi-Kinase-Inhibitoren zu erwarten. Dies ist das Ergebnis einer TNS Emnid-Umfrage unter Medizinexperten auf dem „Science For A Better Life Symposium“ von Bayer, an dem 380 Wissenschaftler aus 14 Ländern teilgenommen haben.  

TNS EMNID befragte die anwesenden Wissenschaftler mit Health-Care-Hintergrund dazu, bei welchen Krankheiten im Bereich Herz-Kreislauf ein besonders hoher Bedarf an neuen Therapie-Optionen besteht. Rund die Hälfte der Forscher nannte dabei die Verbesserung der Behandlung der Nieren-Insuffizienz als vorrangiges Ziel. Auch die Therapiemöglichkeiten bei Lungenkrankheiten mit sekundärem Lungenhochdruck sowie bei der resistenten arteriellen Hochdruckkrankheit müssten erweitert werden, meinten jeweils 43 Prozent der Befragten.

Auch zur Krebsforschung wurden die Wissenschaftler befragt: Die größten Chancen für neue Behandlungsansätze sehen 51 Prozent der Befragten besonders bei den sogenannten Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten sowie 49 Prozent bei den Multi-Kinase-Inhibitoren. Auch weitere Wirkprinzipien wie Antikörper (46 Prozent), eine aktive Immuntherapie (41 Prozent) und Medikamente gegen Krebsstammzellen (37 Prozent) erscheinen den Experten vielversprechend.

Ernährung der Zukunft sichern

Eine weitere gesellschaftliche Herausforderung ist die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung. Um diese zu gewährleisten setzen 57 Prozent der befragten Agrarexperten auf die Entwicklung neuer Pflanzeneigenschaften (Traits) wie Stresstoleranz mit biotechnologischen Methoden, während knapp die Hälfte vor allem effizienteren Pflanzenschutzmitteln eine große Bedeutung beimisst. Drei Viertel der befragten Teilnehmer sind sich darin einig, dass nur eine intelligente Kombination aller verfügbaren Mittel – inklusive neuer Anbaumethoden – die Ernährung in der Zukunft sichern kann.

Die im Bereich der Agrarwirtschaft tätigen Forscher wurden außerdem gefragt, welche Pflanzensorten weiterentwickelt werden sollten, damit sie sich besser an veränderte Klimabedingungen anpassen oder auf bisher ungeeigneten Anbauflächen wachsen können. Der Fokus liegt dabei mit knapp 70 Prozent der Antworten auf Weizen. Salztoleranter Reis und bessere Soja-Sorten sahen jeweils knapp die Hälfte der Teilnehmer als wichtige Züchtungsziele.

Die TNS Emnid-Umfrage zeigte auch, dass die Fachgebiet übergreifende Nutzung der neuen Technologieplattformen sowohl für Chemiker und Biologen als auch für Mediziner, Pharmakologen und Agrarwissenschaftler relevant ist: Mehr als die Hälfte der befragten Forscher geht davon aus, dass die Bioinformatik dabei in Zukunft den größten Beitrag leisten kann. Rund 45 Prozent der Teilnehmer sehen auch die Weiterentwicklung bei der DNA-Sequenzierung sowie die Analyse großer Datenmengen (Big Data Analysis) als wichtige Querschnittstechnologien.

Kunststoff mit Potenzial

Bei den Materialwissenschaften zeichnen sich folgende Trends ab: Beim Thema "Lichtleitende Materialien" sah eine große Mehrheit energieeffiziente Beleuchtung als zukünftige Anwendungsmöglichkeit. Auf die Frage, welche Eigenschaften von Kunststoffen in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen werden, nannte mehr als die Hälfte der befragten Forscher die Energiespeicherung und -umwandlung.

Letzte Änderung: 1. Mai 2016 Copyright © Bayer AG
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