Management und Steuerung

Nachhaltigkeit managen

Nachhaltigkeit als Teil der Unternehmensstrategie ist bei Bayer auf Vorstandsebene fest verankert. Für Steuerung und Ausrichtung unserer konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie sind der Konzernvorstand für Personal, Technologie und Nachhaltigkeit in seiner Funktion als „Chief Sustainability Officer“ des Unternehmens sowie ein Nachhaltigkeits-Council unter Leitung der Konzernfunktion Environment & Sustainability verantwortlich. Das Nachhaltigkeits-Council, das die operative Integration des Themas in das Geschäft steuert, legt Ziele, Initiativen, Managementsysteme und Konzernregelungen fest und verantwortet ihre Umsetzung.

Um unsere Konzernstrategie zu operationalisieren und messbar zu machen, haben wir entlang der Wertschöpfungskette ambitionierte nicht-finanzielle Ziele und Indikatoren festgelegt. Mehr über unser Zieleprogramm erfahren Sie unter Ziele und Leistungsindikatoren. Interne Konzernregelungen stellen die Implementierung unserer Nachhaltigkeitsprinzipien im operativen Geschäft sicher, wo sie durch entsprechende Managementsysteme, Regelungen und Prozesse umgesetzt werden.

Materialität

Wir analysieren und bewerten regelmäßig die Erwartungen und Anforderungen maßgeblicher Stakeholder an unser Unternehmen. Dieses Vorgehen ermöglicht uns, nachhaltigkeitsrelevante Chancen und Risiken sowie wesentliche nicht-finanzielle Handlungsfelder frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. 2014 haben wir unsere Materialitätsanalyse aktualisiert und dazu in einem mehrstufigen Prozess die für uns relevanten Themen identifiziert und in Bezug auf Umsatz, Kosten, Risiko und Reputation priorisiert. Die 24 Handlungsfelder mit Relevanz für Bayer haben wir in einer Materialitätsmatrix zusammengeführt. Die interne und externe Sichtweise haben wir in der nachfolgend dargestellten Matrix zusammengeführt.

Wesentliche, nicht-finanzielle Handlungsfelder bei Bayer

Wesentliche, nicht-finanzielle Handlungsfelder bei Bayer

Handlungsfelder

Im Berichtsjahr 2015 haben wir die Ergebnisse aus der Materialitätsanalyse in internen Workshops erneut diskutiert und mit aktuellen Entwicklungen sowie den Konzernzielen abgeglichen. Außerdem haben wir sie in Bezug auf ihre Relevanz für die Bayer-Wertschöpfungskette und die Berichterstattung gemäß den neuen GRI G4 Leitlinien analysiert. In diesem Prozess wurden die ursprünglich 24 zu 11 Handlungsfeldern verdichtet, dem Vorstand vorgestellt und durch ihn bestätigt. Im aktuellen Geschäftsbericht stellen wir in einer Grafik die Zuordnung unserer Handlungsfelder zu den Wertschöpfungsstufen dar.

Anhand der identifizierten nicht-finanziellen Themenfelder haben wir 2015 unsere Berichterstattung entsprechend den neuen GRI-G4-Richtlinien angepasst. In der nachfolgenden Übersichtstabelle geben wir einen Überblick über unsere aktuellen 11 Handlungsfelder und die ihnen zugeordneten GRI-Aspekte. Wir zeigen außerdem an, ob unsere Einflussmöglichkeit dabei innerhalb oder außerhalb des Unternehmens liegt.

Handlungsfelder und GRI-Aspekte

Handlungsfeld mit DefinitionKonzernziele Zuordnung GRI-AspekteGRI-Aspekt-Begrenzung
G4-19Innen
G4-20
Außen G4-21
Produkt- und Prozessinnovationen
Innovationen, die Kundenwünsche und gesellschaftliche Bedürfnisse zusammenbringen; inkl. der Anpassung an Veränderungen in der industriellen Produktion, beeinflusst durch die steigende Bedeutung der digitalen Wertschöpfungskette und der damit verbundenen Prozesse
s. Konzernziele Innovation• Wirtschaftliche Leistung
• Produkte und Dienstleistungen
XX
Zugang zu Gesundheitsversorgung
Besserer Zugang zu Medizinprodukten für Patienten in unterversorgten Regionen, z. B. durch Forschung & Entwicklung, differenzierte Preisgestaltung, Aufbau eigener Kapazitäten, Zugang zu Patenten und Zusammenarbeit
s. Konzernziel Innovation• Indirekte wirtschaftliche AuswirkungenX
Nachhaltige Ernährungssicherung
Beitrag zur nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion, -versorgung und -verfügbarkeit sowie der Qualität der Nahrungsmittelversorgung
s. Konzernziel Innovation• Indirekte Wirtschaftliche Auswirkungen
• Kundengesundheit und -sicherheit
X
Stakeholder Engagement /Partnerschaften
Austausch und Zusammenarbeit mit relevanten Anspruchs­gruppen (Stakeholdern) auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene
s. Konzernziel Mitarbeiter• Lokale GemeinschaftenXX
Geschäftsethik
Sicherstellung einer guten Unternehmensführung und Compliance; inkl. Anti-Korruption, gerechte Besteuerung, Transparenz, verantwortungsvolles Lobbying, ethisch klinischen Studien und an ESG-Kriterien orientierte Vorstands­vergütung
s. Konzernziel Compliance• Compliance (Kategorie Umwelt)
• Gleichbehandlung
• Korruptionsbekämpfung
• Politik
• Wettbewerbswidriges Verhalten
• Compliance (Unterkategorie
  Gesellschaft)
• Compliance (Unterkategorie
Produktverantwortung)
• Beschwerdemechanismen hinsichtlich
Arbeitspraktiken, ökol. Auswirkungen,
Menschenrechtsverletzungen,
gesellschaftlicher Auswirkungen
XX
Humankapital
Entwicklung der Mitarbeiter und Ausbau der Position als attraktiver Arbeitgeber; umfasst Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Vergütung, Sozialleistungen, Personalbeschaffung und -bindung; Schaffung von Flexibilität bei Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf; Sicherstellung einer soliden Vielfalt (Diversity)
s. Konzernziele Mitarbeiter• Wirtschaftliche Leistung
• Marktpräsenz
• Beschäftigung
• Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis
• Aus- und Weiterbildung
• Vielfalt und Chancengleichheit
• Gleicher Lohn für Frauen und Männer
• Vereinigungsfreiheit und Recht auf
  Kollektivvereinbarungen
• Kinderarbeit
• Zwangs- oder Pflichtarbeit
• Sicherheitspraktiken
X
Sicherheit
Sicherstellung von Arbeits-, Verfahrens-, Anlagen- und Transportsicherheit
s. Konzernziele Sicherheit• Transport
• Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
• Lokale Gemeinschaften
XX
Produktverantwortung
Bewertung und Reduzierung möglicher gesundheitlicher und umweltrelevanter Produktrisiken entlang der Wertschöpfungskette; inkl. REACH, Endokrine Disruptoren, aktive Wirkstoffe in der Umwelt, Bienen­gesundheit und den verantwortlichen Umgang mit neuen Technologien (z. B. Biotechnologie)
s. Konzernziel Produktverantwortung• Produkte und Dienstleistungen
• Kundengesundheit und -sicherheit
• Kennzeichnung von Produkten und
  Dienstleistungen
• Marketing

XX
Umweltschutz
Verringerung der Umweltauswirkungen von Produkten und Prozessen auf Wasser, Luft und Boden; Förderung von Innovationen, die der Umwelt dienen
s. Konzernziele Ressourcen-effizienz• Materialien
• Energie
• Wasser
• Biodiversität
• Emissionen
• Abwasser / Abfall
• Produkte und Dienstleistungen
• Transport
XX
Lieferantenmanagement
Förderung fairer und konstruktiver Beziehungen, Einwirken auf ein nachhaltiges Verhalten in der Lieferkette hinsichtlich Geschäftsethik; Umgang mit Mitarbeitern; Gesundheits­schutz, Sicherheit, Umweltschutz und Qualität bis hin zu Management­systemen und Performance-Messung
s. Konzernziele Lieferantenmanagement• Beschaffung;
• Bewertung von Lieferanten hinsichtlich  ökologischer Aspekte, Arbeitspraktiken,  Menschenrechten,  gesellschaftlicher Auswirkungen
X
Gesellschaftliches Engagement
Gesellschaftliches Engagement zeigen durch Investitionen in Sozial­projekte, Spenden und Ehrenamtsprogramme
kein Konzernziel• Lokale GemeinschaftenX

Publikationen


Letzte Änderung: 20. September 2016 Copyright © Bayer AG
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