Schrumpfende
landwirtschaftliche Nutzfläche

 

Mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen das Leben der Menschen zu verbessern – so lautet das ambitionierte Unternehmensziel von Bayer. Die Ernährung der Weltbevölkerung spielt dabei eine wichtige Rolle.

Die Fakten sind beunruhigend: Rund 800 Millionen Menschen leiden heute an Hunger. Bis 2050 wird die Weltbevölkerung voraussichtlich um weitere zwei Milliarden Menschen wachsen. Um diese Menschen zu ernähren, müssen die Landwirte weltweit die Agrarproduktion um 60 Prozent steigern. Mit dem Anstieg der Bevölkerung sinkt auch die Ackerfläche, die pro Kopf zur Verfügung steht: Waren es 1950 rechnerisch gesehen noch 5.100 Quadratmeter pro Person, so werden wir 2050 mit 2000 Quadratmetern auskommen müssen. 2000 Quadratmeter – das ist nur gut ein Viertel der Fläche eines Fußballfeldes. Erschwerend kommt hinzu, dass Jahr um Jahr wertvolles Ackerland durch Faktoren wie Hitze, Dürre, Überschwemmung, Versalzung, Erosion oder Verstädterung verloren geht.

Globale Trends in der Ernährung.

Dieser globalen Herausforderung stellen sich die Forscher und Agrarexperten von Bayer täglich in ihren Laboren und im Feld: „Unsere Mitarbeiter unterstützen die Landwirte auf der ganzen Welt mit Innovationen und Know-how“, sagt der Bayer Vorstand Liam Condon. „Gemeinsames Ziel ist es, auf dem verfügbaren Ackerland nachhaltig bessere Erträge zu erzielen: Das gilt für Gemüse und Obst ebenso wie für Grundnahrungsmittel wie Reis und Weizen.“ Das Bayer-Angebot umfasst dabei vor allem Saatgut, chemischen und biologischen Pflanzenschutz sowie Serviceleistungen und professionelle Beratung.

Mit dem Anstieg der Bevölkerung sinkt auch die Ackerfläche, die pro Kopf zur Verfügung steht.

Liam Condon

Unsere Mitarbeiter unterstützen die Landwirte auf der ganzen Welt mit Innovationen und Know-how.

Am Anfang steht das Saatgut

Die Bayer-Wissenschaftler nutzen konventionelle und neue Hightech-Zuchttechniken, um robuste Pflanzen zu entwickeln, die auch unter schwierigen Bedingungen gute Qualität und hohe Erträge liefern. In Asien beispielsweise, wo 90 Prozent der weltweiten Reisernte produziert wird, bietet Bayer ein Saatgut, das mit Hitze, Dürre, Flut und Versalzung besser umgehen kann. 2016 soll ein neues Reissaatgut auf den Markt kommen, das sogar überlebt, wenn es 14 Tage unter Wasser gestanden hat. Und 2017 soll eine Sorte eingeführt werden, die einen doppelt so hohen Versalzungsgrad toleriert wie bisher erhältliches Saatgut. Auf diese Weise können dort künftig Felder für die Reisproduktion genutzt werden, die sonst vielleicht aufgrund des Klimawandels verloren gingen. Auch beim Weizen drücken Klimaprobleme die Erträge und stellen Bayer vor große Aufgaben. Daher investiert das Unternehmen zwischen 2010 und 2020 insgesamt 1,5 Milliarden Euro in die Forschung & Entwicklung neuer Lösungen für Weizen, wie zum Beispiel die Entwicklung von widerstandsfähigen Weizensorten, die Dürre- und Hitzephasen besser überstehen. Robustere und ertragreichere Hybridweizensorten werden Landwirten voraussichtlich ab 2023 zur Verfügung stehen.

Bayer bietet den Landwirten widerstandsfähiges Saatgut sowie chemische und biologische Lösungen, um wichtige Ackerkulturen vor Stressbelastung zu schützen.

Neben widerstandsfähigem Saatgut bietet Bayer den Landwirten auch chemische und biologische Lösungen, um wichtige Ackerkulturen vor Stressbelastung zu schützen. So lässt sich das Saatkorn von Reis, Mais, Weizen & Co. mit einer speziellen Beize ummanteln, die den zarten Keimling vor Krankheiten und Schädlingen schützt und der Pflanze im besonders anfälligen ersten Wachstumsstadium einen guten Start bietet. Hat der Setzling die Erdkrume dann durchbrochen, bedrängen Unkräuter sein Wachstum und nehmen ihm Licht, Nährstoffe und/oder wertvolle Bodenfeuchtigkeit. Wirksame Herbizide geben den Pflanzen daher den Raum, sich weiterzuentwickeln und die begrenzten Ressourcen des Bodens optimal zu nutzen.

Professionelle Beratung

Bayer versteht sich als umfassender Partner für nachhaltige Landwirtschaft. Deshalb entwickelt das Unternehmen nicht nur innovative Saatgut- und Pflanzenschutztechnologien, sondern schult die Landwirte auch für deren effizienten und umweltschonenden Einsatz.

Diese professionelle Beratung ist integraler Bestandteil des kundenorientierten Portfolios und ermöglicht es auch Kleinbauern, ihre Erträge auf dem vorhandenen Boden nachhaltig zu steigern. Zum Beispiel Jiande Lv aus dem chinesischen Dorf Daying. Er kooperiert seit sieben Jahren mit Bayer und ist mit der Unterstützung sehr zufrieden: „Die Zusammenarbeit mit meinem Bayer-Berater ist sehr hilfreich. Herr Xingyu Zhao berät uns vor Ort und veranstaltet regelmäßig Schulungen, die uns helfen, die Anbautechnik zu optimieren.“ Auf diese Weise konnte Jiande Lv in den letzten Jahren seine Ernteerträge deutlich verbessern.

Farmer Jiande Lv beim Mittagessen mit der Familie im Haus seines Bruders in der Gemeinde Daying Village, China, …
…er baut auf kleiner Fläche Trauben und Mais an…
…und berät sich mit dem Bayer-Experten Xingyu Zhao (rechts) über die Qualität der anstehenden Maisernte.

Mit Saatgut, Pflanzenschutz, Serviceleistungen und Beratung hilft Bayer den Landwirten auf der ganzen Welt, die Lebensmittelproduktion auch unter schwierigen Bedingungen zu steigern. Außerdem engagiert sich Bayer dafür, den Nährwert von Anbaukulturen zu verbessern. So hat sich das Unternehmen beispielsweise dem HarvestPlus-Programm angeschlossen, das von der Weltbank und der Bill und Melinda Gates-Stiftung unterstützt wird. Das Programm will Grundnahrungsmittel mit lebenswichtigen Spurenelementen wie Zink anreichen. Zinkmangel ist eine Hauptursache für Gedeih- und Wachstumsstörungen von Kindern in Entwicklungsländern. Rund die Hälfte des Ackerbodens weltweit enthält zu wenig Zink, um den Menschen eine ausreichende Versorgung zu bieten. Erste Ergebnisse des gemeinsamen Forschungsprojekts zeigen: ein Bayer-Produkt namens Antracol kann den Zinkgehalt in der Reisfrucht steigern.

Mit seinen umfassenden Aktivitäten ist Bayer Teil einer globalen Community, die sich für die Versorgung der Menschen einsetzt. Dabei arbeitet Bayer mit führenden Wissenschaftlern und Forschungsinstituten, mit Internationalen Organisationen und Regierungsbehörden zusammen, um das Ackerland, das uns zur Verfügung steht, optimal zu nutzen und die Produktion nachhaltig zu steigern. Denn nur eine gemeinsame Anstrengung wird den Quantensprung ermöglichen, der für die Ernährung der Menschheit im Jahr 2050 erforderlich ist.

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Letzte Änderung: 6. Juli 2016 Copyright © Bayer AG
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