Engagement für Familienplanung

 

Familienplanung spielt eine wesentliche Rolle dabei, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen – das gilt gleichermaßen für Frauen und ihre Familien wie für ihre Heimatländer.

Nach Schätzungen der WHO wünschen sich über 200 Millionen Frauen in Entwicklungs- und Schwellenländern vergeblich Zugang zu zuverlässigen Verhütungsmethoden. Sie haben häufig keine Möglichkeit, sich gegen ungewollte Schwangerschaften zu schützen. Das wiederum erhöht das Risiko, noch tiefer in die Armutsfalle zu geraten.

Doch die Freiheit, selbst über den Zeitpunkt einer Schwangerschaft zu entscheiden, kann dabei helfen, die Kindersterblichkeit zu verringern und die Gesundheit von Müttern zu verbessern. Vor allem stärkt diese Freiheit die Position von Frauen in der Gesellschaft.

Interviews mit Botschaftern im Bereich Familienplanung

Der Zugang zu einem breiten Angebot hormoneller Verhütungsmittel ist für die erfolgreiche Förderung der Familienplanung entscheidend. Bayer unterstützt seit über 50 Jahren Programme mit diesem Anliegen – in bereits mehr als 130 Ländern. Außerdem entwickelt Bayer neue Konzepte, damit Frauen bei der Familienplanung mehr Möglichkeiten offen stehen, wie zum Beispiel durch reversible Langzeitverhütungsmethoden. Für dieses langjährige Engagement wurde Bayer 2007 als erstes Pharma-Unternehmen in die Reproductive Health Supplies Coalition aufgenommen.

Familienplanung beginnt mit der richtigen Aufklärung

Freier Zugang, Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit sind bei diesem Thema von entscheidender Bedeutung. Aber nur das Wissen über die Möglichkeiten und Vorteile aktiver Familienplanung und reproduktiver Gesundheit befähigt Einzelne dazu, für sich selbst zu entscheiden.

Wir glauben, dass insbesondere Teenager und junge Erwachsene umfassend über sexuelle Gesundheit aufgeklärt werden müssen. Daher engagiert sich Bayer in Projekten mit Partnern für die Hilfe zur Selbsthilfe.

Bayer arbeitet mit der White Ribbon Alliance, der UNO und anderen wichtigen Stakeholdern zusammen, um die Selbstmedikation zu fördern, wobei das Hauptaugenmerk auf der Verhinderung von Todesfällen unter Müttern, Neugeborenen und Kindern liegt.

Zugang zu Verhütungsmitteln weltweit ermöglichen

Sy Nuy Talib, mobile Gesundheitsberaterin: „Jeden Tag sehe ich, wie vielen Frauen ich helfen kann; wie ich ihr Leben verändern kann. Ich liebe meinen Job, er ist sehr wichtig für mein Land.“
Tefetawit Gebre Aregawi, Ärztin: „Eine Freundin von mir wurde mit 14 Jahren schwanger. Sie entschied sich für eine illegal Abtreibung und starb an den Folgen der Operation.“
„Wenn Frauen zu mir kommen,“ erläutert Tefetawit weiter, „muss ich mir immer wieder vergegenwärtigen, dass sie Angst haben mit mir zu sprechen. Ich versuche sie auf einer zwischenmenschlichen Ebene zu erreichen, nicht auf der formalen. Nur wenn sie sich mir gegenüber öffnen, können wir über Familienplanung sprechen.“
„Die Männer haben oft keine Ahnung von dem Druck, dem eine Frau ausgesetzt ist,” lenkt Sy Nuy diplomatisch ein, „deshalb weigern sie sich oft, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen oder lehnen Familienplanung gänzlich ab. Es kursiert auch weiterhin das hartnäckige Gerücht, Verhütungsmittel führten zu Unfruchtbarkeit. “
„Wir führen jeden Monat 1.300 Abtreibungen durch,” sagt Melkanu Rideper. Der Arzthelfer kann diese Zahl selbst kaum glauben. „Ich weiß von einer anderen Marie-Stopes-Klinik, dass sie sogar 1.500 pro Monat machen. Es gibt in Addis [Hauptstadt Äthiopiens] insgesamt fünf Krankenhäuser. Als ich noch auf dem Land gearbeitet habe, hatten wir ebenfalls 500 bis 600 Abtreibungen pro Monat, obwohl die Bevölkerungsdichte dort wesentlich geringer ist.“

Der Zugang zu Verhütungsmitteln ist für die erfolgreiche Förderung der Familienplanung entscheidend. Dies umfasst die Entscheidungsfreiheit zwischen verschiedenen verfügbaren Methoden. So unterstützt Bayer Programme zur Familienplanung durch ein breites Angebot hormoneller Verhütungsmittel.

Wir entwickeln Kontrazeptiva speziell für diese Programme und verkaufen sie zu einem geringen, aber kostendeckenden Preis an Hilfsorganisationen. Anschließend verteilen unsere Kunden diese Mittel in Zusammenarbeit mit den lokalen Gesundheitsbehörden, entweder kostenlos oder gegen ein geringes Entgelt.

Außerdem entwickeln wir neue Konzepte, damit Frauen in Entwicklungsländern bei der Familienplanung mehr Möglichkeiten haben, denn dort ist der Zugang zu Krankenhäusern oft eingeschränkt und auch Engpässe sind keine Seltenheit.

Für Verbraucher mit mittlerem Einkommen in afrikanischen Märkten südlich der Sahara stellt die sogenannte „Contraceptive Security Initiative“ (CSI) von Bayer und der United States Agency for International Development (USAID) Microgynon® Fe durch Apotheken und die bestehenden Lieferkanäle von Bayer im Privatsektor zur Verfügung.

CSI: Verbraucher können die Antibabypille in Apotheken zu einem reduzierten Preis kaufen.
Das Jadelle Access Program: Das Programm wurde von einer Reihe öffentlicher und privatwirtschaftlicher Organisationen mit dem gemeinsamen Anliegen ins Leben gerufen, weltweit den Zugang zu Kontrazeptiva zu erleichtern und mehr Verhütungsmöglichkeiten für Frauen zu schaffen.

Das Jadelle Access Program von Bayer und der Bill & Melinda Gates Foundation ermöglicht den Zugang zu dieser immer noch zu wenig verwendeten Methode und eröffnet Frauen mehr Optionen, sodass sie die individuell geeignetste Methode wählen können. Das Programm wurde von einer Reihe öffentlicher und privatwirtschaftlicher Organisationen mit dem gemeinsamen Anliegen ins Leben gerufen, weltweit den Zugang zu Kontrazeptiva zu erleichtern und mehr Verhütungsmöglichkeiten für Frauen zu schaffen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.jadelle.com

Letzte Änderung: 4. November 2016 Copyright © Bayer AG
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