My Bayer Story

Ein Neuseeländer in Deutschland

Ohne Sprachkenntnisse in einem fremden Land: Da kann es zu allerhand lustigen Erlebnissen kommen. In seiner persönlichen „My Bayer Story“ berichtet Justin Gleeson aus Neuseeland darüber, wie er in den achtziger Jahren nach Deutschland kam und bei welchen Erinnerungen er heute noch schmunzeln muss. Es ist eine von mehr als 1.200 Geschichten, die Beschäftigte für die Aktion anlässlich des 150. Geburtstages von Bayer geschrieben haben. Im Jubiläumsjahr veröffentlichen wir jede Woche einen dieser Beiträge.

Bei einigen Erinnerungen an seinen Deutschland-Aufenthalt in den achtziger Jahren muss Bayer-Kollege Justin Gleeson aus Neuseeland immer noch schmunzeln.Zoom image
Bei einigen Erinnerungen an seinen Deutschland-Aufenthalt in den achtziger Jahren muss Bayer-Kollege Justin Gleeson aus Neuseeland immer noch schmunzeln.

„Seit 30 Jahren arbeite ich bei Bayer MaterialScience als „Account Manager“. Einige meiner schönsten Erinnerungen aus dieser Zeit stammen aus den vier Jahren in den Achtzigern, die ich für das Unternehmen in Deutschland verbringen durfte. Als ich damals in Deutschland ankam, sprach ich nicht ein Wort Deutsch. Allerdings war ich überwältigt von der Gastfreundschaft meiner Kollegen, die alles dafür taten, um mir meinen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

Die fehlenden Sprachkenntnisse waren der Grund für einige peinliche Situationen während der ersten Monate meines Aufenthalts. So luden mich einige Kollegen ein, für einen Abend nach Schlebusch, einem Ort nahe Leverkusen, mitzukommen. Ich war begeistert von der Idee, das großartige deutsche Bier zu probieren. Als verantwortungsvoller Autofahrer vereinbarte ich mit den Kollegen, anschließend nicht mehr zu fahren, sondern die Nacht dort zu verbringen.

Ich fuhr also am frühen Abend nach Schlebusch und fand schnell einen Parkplatz. Vorausschauend notierte ich mir den Namen der Straße, in der ich geparkt hatte, sodass ich mein Auto am nächsten Tag leicht wiederfinden würde. Nach einem tollen Abend übernachtete ich im Haus eines Kollegen. Am nächsten Morgen bot er mir an, mich zu meinem Auto zu fahren. Voller Stolz über meine gute Organisation, holte ich den Zettel heraus, auf dem ich mir den Straßennamen notiert hatte: „Einbahnstraße“. Mein Kollege fing an zu lachen. „Weißt du nicht, was ‚Einbahnstraße‘ bedeutet?“, fragte er. „One way street.“ Wir verbrachten also die nächsten zwei Stunden damit, in Schlebusch nach meinem Auto zu suchen.

Geheimnisvolle Stadt

Eine andere, ähnliche Situation passierte mir, als ein Kollege mich einlud, ihn zu Hause zu besuchen. Er wohnte in einem Wald, einige Stunden von Leverkusen entfernt.

Entlang der Autobahn fielen mir immer wieder die Schilder mit der Aufschrift „Ausfahrt“ auf. Tatsächlich schien fast jede Abfahrt von der Autobahn dorthin zu führen. Ich nahm also an, dass es eine sehr große Stadt sein müsste, und hielt vor lauter Neugier an, um einen Blick auf die Karte zu werfen. Aber ich konnte „Ausfahrt“ nirgendwo entdecken. Als ich endlich angekommen war, fragte ich meinen Gastgeber nach dieser geheimnisvollen Stadt. Mein Kollege musste lachen. „Weißt du denn nicht, was Ausfahrt bedeutet?“, fragte er. „Exit.“.

Natürlich konnte ich nach vier Jahren fließend Deutsch und musste kaum noch peinliche Momente durchstehen.“

Justin Gleeson, Neuseeland
Bayer MaterialScience

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Letzte Änderung: 4. Januar 2016 Copyright © Bayer AG
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