My Bayer Story

Ein breites Therapiespektrum für MS-Patienten

Diagnose „Multiple Sklerose“: Noch in den späten Achtzigerjahren war eine Therapie nicht in Sicht. Bayer-Mitarbeiterin Jacky Napier, die damals als Ärztin in der Neurologie arbeitete, fühlte sich oft hilflos gegenüber der Krankheit und ihren Patienten. Wie sich das eines Tages änderte, erzählt Jacky Napier in ihrer „My Bayer Story“. Ihre Geschichte ist eine von mehr als 1.200 Erzählungen, die Beschäftigte für die Aktion anlässlich des 150. Geburtstages von Bayer geschrieben haben. Im Jubiläumsjahr veröffentlichen wir jede Woche einen dieser Beiträge.

Bayer-Mitarbeiterin Jacky Napier berichtet, wie die Krankheit Multiple Sklerose sie durch ihr Berufsleben begleitet hat.Zoom image
Bayer-Mitarbeiterin Jacky Napier berichtet, wie die Krankheit Multiple Sklerose sie durch ihr Berufsleben begleitet hat.

„In den späten Achtzigerjahren arbeitete ich in der klinischen Neurologie. Ich hatte häufig Nachtdienst und verbrachte dann die Stunden damit, mich mit den Patienten, die gerade zu früher Stunde schon wach waren, zu unterhalten. Viele auf meiner Station waren junge Leute mit der Diagnose Multiple Sklerose (MS), die häufig vor lauter Sorgen um ihre Zukunft nicht schlafen konnten. „Sagen Sie, Frau Doktor“, fragten sie mich dann oft, „gibt es für MS Behandlungsmöglichkeiten?“ Und wenn ich dies verneinte, lautete die nächste Frage immer: „Glauben Sie, dass es eines Tages eine Therapie geben wird?“ Es war sehr schwierig zu entscheiden, was man darauf antworten sollte, denn zu dieser Zeit war für diese Menschen keine Therapie in Sicht. Ich fühlte mich frustriert und hilflos, da ich ihnen keinerlei Hoffnung machen konnte.

Zeitsprung ins Jahr 1992: Ich hatte endlich mein langjähriges Ziel erreicht, in der Pharmabranche zu arbeiten. Meine erste Position war die des medizinischen Beraters bei Schering Health Care. Eines Tages kam mein Chef mit einem kleinen Stapel Papier in der Hand in mein Büro und sagte: „Sie kennen sich doch mit Neurologie aus. Schauen Sie sich mal dieses Projekt an, es scheint interessant zu sein.“ Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Projekt um die erste krankheitsmodifizierende Therapie für MS handelte – und damit um ein Produkt, das mich in den vergangenen 20 Jahren meines beruflichen Werdegangs bei Schering und später bei Bayer begleitet hat.

Ich bin unglaublich stolz darauf, an der klinischen Entwicklung und der Markteinführung in Großbritannien und Nordirland 1995 beteiligt gewesen zu sein. Es war nicht leicht, die öffentliche Wahrnehmung dahingehend zu verändern, dass MS nun eine Krankheit ist, die behandelt werden kann. Aber der Erfolg unseres Unternehmens mit dieser Therapie hat die Branche weltweit dazu ermutigt, erheblich mehr in die MS-Forschung zu investieren. Es erfüllt mich mit Zufriedenheit, dass einem jungen Menschen, der heute mit der Diagnose MS konfrontiert wird, ein breites Spektrum an Therapieoptionen zur Verfügung steht – und zwar weil wir gemeinsam mit der Markteinführung der ersten krankheitsmodifizierenden Therapie für MS den wichtigen ersten Schritt getan haben.“

Jackie Napier
Bayer HealthCare, UK

Alle bisher veröffentlichten „My Bayer Stories“ finden Sie hier.

Letzte Änderung: 4. Januar 2016 Copyright © Bayer AG
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