My Bayer Story

Duftnoten einer Landreise

Der Besuch in einem Schweine-Zuchtbetrieb endete für Christophe Le Sueur unfreiwillig komisch: In seiner My Bayer Story erzählt der Tierarzt, warum er an diesem Tag allein im Zugabteil nach Hause fahren musste. Seine Geschichte ist eine von mehr als 1.200 Erzählungen, die Beschäftigte für die Aktion anlässlich des 150. Geburtstages von Bayer geschrieben haben. Im Jubiläumsjahr veröffentlichen wir jede Woche einen dieser Beiträge.

Bei dem Kontrollbesuch eines Zuchtbetriebs in Rennes nimmt Christophe Le Sueur eine ungewollte Duftnote mit nach Hause.Zoom image
Bei dem Kontrollbesuch eines Zuchtbetriebs in Rennes nimmt Christophe Le Sueur eine ungewollte Duftnote mit nach Hause.

„Seit über 20 Jahren arbeite ich als Tierarzt bei Bayer. Eines Tages musste ich in die Bretagne fahren, um einen Züchterbetrieb gemeinsam mit einer Tierärztin, die eine klinische Studie für eines unserer Produkte durchführt, zu kontrollieren.

„Rennes, der Zug hält eine Minute!“ Ich steige schnell aus und besorge mir einen Mietwagen. Am Standort angekommen begrüßt mich die Tierärztin. Sie trägt schon ihre Stiefel, die grüne Bluse und den berühmten Fleece mit der Aufschrift "Baycox, Stop Coccidiosis“. Sie springt hinter das Lenkrad ihres mit Medikamenten beladenen Geländewagens. Mit meinem Mietwagen folge ich ihr in leichtem Regen durch die Landschaft.

Die Züchterin kümmert sich mit Leidenschaft um ihre Tiere: Rinder und Schweine. Der Besuch läuft gut. Das Studienprotokoll wurde eingehalten und die klinischen Daten sind positiv. Bevor wir abfahren, nutze ich die Gelegenheit, die sich durch die Ankunft eines genossenschaftlichen Schweinelasters bietet, und bitte um Erlaubnis, die einen Monat alten Ferkel fotografieren zu dürfen. Ich suche ganz nah am Boden nach dem besten Winkel für die Aufnahmen. Die Augen fest auf die Kamera gerichtet, denke ich einen Moment nicht an die rutschige Laderampe – und fliege in athletischem Stil durch die Luft. Platsch!

Ich stehe mit Würde auf, halb von Schlamm bedeckt und mit einer Art Punkerfrisur. Es ist Mittag. In der Kneipe, in der wir essen gehen, verbreite ich den süßen Duft holziger Humuserde mit einer dezenten Note Schweinedünger. Und schließlich, bei einem Lachanfall gegen Ende des Mittagessens, verschüttet
mein Gast ihren Kaffee auf meinem Anorak und komplettiert damit das aromatische Bouquet meines ländlichen Outfits.

Meine Rückreise nach Paris verlief erstaunlich ruhig: Ich war noch nie so alleine in meinem Zugabteil.“

Christophe Le Sueur
Bayer HealthCare, Frankreich


Alle bisher veröffentlichten „My Bayer Stories“ finden Sie hier.

Letzte Änderung: 4. Januar 2016 Copyright © Bayer AG
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