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Welche Vorstellung haben Kinder vom Klimawandel?

Die Welt durch die Augen der Kinder sehen

Die Welt durch die Augen der Kinder sehen
Wie Kinder unsere Welt sehen...
Welche Vorstellung haben Kinder vom Klimawandel? Die Antwort geben uns die Bilder, die 13.500 Kinder aus 104 Ländern im Rahmen des internationalen Kinder-Malwettbewerbs 2007 zu diesem Thema einreichten. Ihre gemeinsame Botschaft an alle Menschen lautet: Kümmert euch um unseren gefährdeten Planeten, denn wir haben nur diesen einen! Der Malwettbewerb ist ein Projekt im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Bayer AG. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl der prämierten Bilder.

Im Auftrag von Bayer besuchte der Fotograf Peter Ginter acht Kinder in ihren Heimatländern. Er fotografierte sie – zusammen mit ihren Werken – in ihrem natürlichen Lebensumfeld. Ausdrucksstark, pointiert und erschreckend bringen die Aufnahmen zum Vorschein, dass sich die Kinder ein sehr genaues Bild von unserer Welt machen.
Charlie Sullivan (11 Jahre), Großbrittanien
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Charlie Sullivan (11 Jahre), Großbrittanien
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Charlotte Sullivan
Die Erde hat ihre schützende Kraft verloren und wendet sich von den Menschen ab. Diese Botschaft vermittelt auf eindrucksvolle Weise die junge Engländerin Charlotte Sullivan in ihrem Bild, mit dem sie den ersten  Platz belegte. Charlotte: „Alle Mächtigen der Welt, symbolisiert durch die Figur rechts, können nicht verhindern, dass die Erde aus den Fugen gerät.
Jeder Einzelne ist nun aufgerufen, durch sein Handeln etwas gegen den Klimawandel zu tun.“ Das Mädchen lebt in Godalming bei London. Die Szenerie für das Foto wählte sie selbst. Das blühende Rapsfeld steht für die viel versprechenden regenerativen Energien. Das Kohlekraftwerk im Hintergrund versinnbildlicht die Lasten der Vergangenheit: Veraltete Anlagen stoßen zu viel Treibhausgase aus.
Zayaan Masood (12 Jahre), Bangladesch
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Zayaan Masood (12 Jahre), Bangladesch
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Zayaan Masood
Bangladesch liegt zu großen Teilen unter dem Meeresspiegel. Aufgrund der Erderwärmung breiten sich die Ozeane aus, das Schmelzen des Polareises ist eine zusätzliche Gefahr für die Existenz des Landes. Bereits heute leiden dicht besiedelte Landstriche regelmäßig unter Überschwemmungen. Der junge Zayaan (im gelben T-Shirt) zeigt in einem Überflutungsgebiet eines der vielen Zuflüsse des Ganges bei Sherasgunge nahe seiner Heimatstadt Dhaka, dass sein Bild der Realität entspricht. Auf Booten versuchen die Menschen ihre wichtigsten Habseligkeiten zu retten. Doch wohin?
Jiang Ziyan (9 Jahre), China
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Jiang Ziyan (9 Jahre), China
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Jiang Ziyan
China, in der Nähe von Peking. Sechs Männer an ihrem Arbeitsplatz: einem Kohlebergwerk. Die Kohlearbeiter verdienen ihr Geld unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen. Zwischen ihnen die junge Jiang. Der  auch aus den Schornsteinen der Kraftwerke auf ihrem Bild ist so schwarz wie die Gesichter der Arbeiter. Die Wolken weinen, der Regen ist sauer, Bäume sterben, und die Menschen flüchten mit Atemmasken vor dem Smog. Ihr Bild ist ein Aufruf zum Schutz der Umwelt – und der Menschen.
Lakshmi Shree (10 Jahre), Indien
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Lakshmi Shree (10 Jahre), Indien
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Lakshmi Shree
Das Mädchen sitzt in einem halb ausgetrockneten See am Stadtrand der südindischen 5-Millionen-Metropole Bangalore, wo sie wohnt und zur Schule geht. In letzter Zeit sind Regenfälle in dieser Region häufig ausgeblieben und deshalb der Grundwasserspiegel merklich gesunken.
In ihrem Bild stellt die junge Inderin collagenartig nicht nur Ursachen der Erderwärmung dar: Abgase von Autos und Industrieanlagen. Sondern auch die Folgen: schmelzende Eisberge und – der Gegensatz zu ausbleibendem Regen – Dörfer überschwemmende Sintfluten. Die Reaktion der Menschen: Sie schwitzen und starren gebannt auf ein stetig steigendes Thermometer.
Svetlana Kukhlevskaja (12 Jahre), Weissrussland
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Svetlana Kukhlevskaja (12 Jahre), Weissrussland
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Svetlana Kukhlevskaja 
Mit ernstem Blick zeigt Svetlana, eine junge Weißrussin aus Minsk, ihr monströs anmutendes Bild: Von Menschen geschaffene Ungeheuer bedrohen ein Baby, Symbol für die Natur. Im Hintergrund das Atomkraftwerk Tschernobyl. Das Foto entstand am Rande eines Moores im Nationalpark Beloweschskaja Puschtscha, der seit 1992 zum Weltnaturerbe der UNESCO zählt. In der nahe gelegenen Ukraine steht das reale Atomkraftwerk Tschernobyl – für Svetlana ein Sinnbild dafür, wie menschliches Tun die Umwelt vernichtet – so wie nun der Klimawandel das uralte Moor im Hintergrund gefährdet.
Renée Wang (13 Jahre), USA
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Renée Wang (13 Jahre), USA
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Renée Wang
Was die Menschen sehen, macht sie weinen. Aber die Menschen sehen eben mit eigenen Augen die Ursachen für die aufgeheizte Erdatmosphäre wie z. B. schmutzige Abgase – sie können also die Situation ändern. Dies ist die doppelte Botschaft des Bildes der jungen US-Amerikanerin Renée, die mit ihrer Familie in Saratoga, Kalifornien, lebt. Das Mädchen stellt ihr Bild in einem verkohlten Wald nahe San Diego aus, durch den im Herbst 2007 eine Feuerwalze raste – ausgelöst durch anhaltende Hitze und Trockenheit.
Guy Nindorera (12 Jahre), Burundi
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Guy Nindorera (12 Jahre), Burundi
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Guy Nindorera
„Wenn wir die Bäume zerstören, bringen wir unser Leben in Gefahr“, sagt Guy, der mit seiner Familie in Bujumbura lebt, der Hauptstadt von Burundi. „Ohne Bäume kommt es zu Erosion und Überflutungen, und die Menschen hungern. Diese Botschaft wollte ich weitergeben.“ Der Sieger der Region Afrika hat sich mit zwei Freunden im Flussbett des Ntahangwa, der durch seine Heimatstadt fließt, fotografieren lassen. Ursache für die heutige Erscheinungsform der Uferhügel seien die Entwaldung und Bodenerosion der vergangenen zehn Jahre, die der Klimawandel noch verstärke. Guy weist auf eine weitere Gefahr hin: „Wenn wir noch mehr Land verlieren, werden die Menschen bald um jeden Acker gegeneinander kämpfen.“

Bilder vom 16. Internationalen Kindermalwettbewerb zur Umwelt 2007

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Charlie Sullivan (11 Jahre), GroßbrittanienVergrößern
Angie Chan (11 Jahre), China
Gewinnerin Asien-Pazifik
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