My Bayer Story

Deutsch-Unterricht für den Chef

Telefonieren gehört für Bayer-Mitarbeiterin Antje Christiane Scherf zum alltäglichen Geschäft. Nicht alltäglich war allerdings ein Anruf, den sie eines Tages erhielt: Warum dieses Ereignis zu ihrer ganz persönlichen „My Bayer Story“ wurde, verrät sie in ihrer Geschichte. Ihre Geschichte ist eine von mehr als 1.200 Erzählungen, die Beschäftigte für die Aktion anlässlich des 150. Geburtstages von Bayer geschrieben haben. Im Jubiläumsjahr veröffentlichen wir jede Woche einen dieser Beiträge.

Bayer-Mitarbeiterin Antje Christiane Scherf erinnert sich gut an das besondere Telefongespräch, von dem sie in ihrer „My Bayer Story“ berichtet.Zoom image
Bayer-Mitarbeiterin Antje Christiane Scherf erinnert sich gut an das besondere Telefongespräch, von dem sie in ihrer „My Bayer Story“ berichtet.

„Es war Januar 2010 und ich habe für den Bereich „Interkulturelle Trainings und Sprachtrainings (Einzelunterricht)“ bei Competence Training gearbeitet. An diesem Tag klingelte konstant das Telefon und Kunden hatten Anfragen in Bezug auf Sprachkurse oder interkulturelle Kurse.

Dann klingelte das Telefon und eine Sekretärin war am Apparat (was durchaus häufiger vorkommt bei Einzelunterricht). Sie würde mich gerne mit ihrem Chef verbinden, ob das gerade ginge. „Ja klar“, sagte ich und wurde verbunden.

Ein netter Mann war am Telefon, aber ich verstand seinen Nachnamen nicht. Er fragte nach Deutsch-Einzelunterricht und es ergab sich ein angeregtes, sehr nettes Gespräch. Ich beriet ihn dahingehend, dass es gut wäre, gerade zu Beginn die Intensität des Deutschunterrichts hoch zu halten. Ich würde ihm zweimal die Woche zwei Stunden empfehlen, um reinzukommen.

Ich fragte ihn, welche Ziele er verfolgen würde, wo er denn schon so gut Deutsch gelernt hätte, das sei ja schon recht gut, und wann er anfangen wolle.

Seine Antwort war: Ja, er würde gerne so viele Stunden nehmen, aber das werde er zeitlich einfach nicht schaffen. Ich: „Darf ich denn mal fragen, was Sie beruflich machen?“ Er: Schweigen. „Ähm. Ja. Hier spricht Marijn Dekkers. Ich übernehme den Vorstandsvorsitz von Herrn Wenning ab dem 1. Oktober.“ Ich: Schweigen.

Als ich meine Stimme wieder gefunden hatte, ging das Gespräch sehr nett weiter und ich organisierte ihm eine gute Deutschlehrerin.

Warum das meine persönliche Bayer Geschichte ist? Weil ich es faszinierend fand, dass der zukünftige Vorstandsvorsitzende die Organisation seiner Angelegenheiten selbst in die Hand nimmt. Ich denke gern zurück an die Lockerheit und Freundlichkeit des Gesprächs und an die Ironie, dass ich an diesem Tag den Namen nicht verstand!“

Antje Christiane Scherf
BBS, Deutschland

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Letzte Änderung: 4. Januar 2016 Copyright © Bayer AG
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