My Bayer Story

Das werbewirksame Elfmeterschießen

Willi Gierlich hat einen der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte von Bayer 04 live erlebt: Der Bayer-Pensionär saß im Stadion, als die Werkself 1988 den UEFA-Pokal gewann. In seiner „My Bayer Story“ erzählt er, wie es ihm und einem Bayer-Kollegen gelang, die Stimmung im Stadion anzuheizen und gleichzeitig wirksam für Bayer zu werben. Gierlichs Geschichte ist eine von mehr als 1.200 Geschichten, die Beschäftigte für die Aktion anlässlich des 150. Geburtstages von Bayer geschrieben haben. Im Jubiläumsjahr veröffentlichen wir jede Woche einen dieser Beiträge.

Bayer-Pensionär Willi Gierlich erinnert sich lebhaft an einen der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte von Bayer 04: Er saß im Stadion, als die Werkself 1988 den UEFA-Pokal gewann.Zoom image
Bayer-Pensionär Willi Gierlich erinnert sich lebhaft an einen der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte von Bayer 04: Er saß im Stadion, als die Werkself 1988 den UEFA-Pokal gewann.

„Das außerordentliche Ereignis, über das ich hier berichte, wird am 18. Mai 2013 sein Silberjubiläum feiern. Ja, so lange liegt er schon zurück, der bislang größte Erfolg in der Geschichte des Bayer-Fußballs: der Gewinn des UEFA-Pokals 1988.


Bayer 04 spielte damals eine mittelprächtige Rolle in der Fußball-Bundesliga. In der Saison 1986/87 erreichte die Mannschaft aber immerhin den 6. Platz.

Dafür konnte man sich zunächst nichts kaufen. Für die Teilnahme an zwei europäischen Vereinswettbewerben, dem Europa-Cup (heute UEFA Champions League) und dem UEFA-Cup (heute UEFA Europa League) waren normalerweise nur die ersten Fünf qualifiziert. Nun gab es damals aber noch einen dritten Wettbewerb auf europäischer Ebene, den für die Pokalsieger der Länder. Kurzum: Der Hamburger Sportverein tat uns den Gefallen, als Vizemeister den DFB-Pokal zu gewinnen und so einen Platz für Bayer 04 freizumachen.


Der Wettbewerb wurde im K.o.-System ausgetragen. Bayer 04 schaffte es in das Endspiel, auswärts in Barcelona, bei Espagñol. Deren Team galt als viel schwächer als das des ortsansässigen FC, den die Werkself bereits ausgeschaltet hatte. Also zählte mancher Leverkusener Fußballfan eins und eins zusammen und ging davon aus, dass der Gewinn des Pokals nur noch eine Formsache sei. Doch im Sarria-Stadion gab es eine herbe 0:3-Klatsche.


Ich war damals für die Bayer-Sportwerbung der Bayer AG im Allgemeinen und für die Öffentlichkeitsarbeit der Profi-Fußballer im Besonderen zuständig und verfolgte das Spiel im Stadion - unter anderem mit meinem früheren Kollegen Kirchmann aus der Textilfaser-Werbung. Der machte eine besondere Beobachtung: Im Stadion hatten die Spanier uns auf der Tribüne ganz oben in eine Ecke auf Plätze mit schlechter Sicht gesetzt. Das war ärgerlich. Aber - und das kannte ich von Leverkusen vorher nicht - auf jedem Sitz im Stadion lag ein Fähnchen. Ab dem Anpfiff war das Stadion ein einziges Fahnenmeer. Tolle Stimmung. Allerdings nicht bei uns, 0:3 verloren, total enttäuscht.


Dann sagte Kirchmann zu mir: 'Das machen wir beim Rückspiel auch. Wir brauchen das Mitmachen aller Zuschauer, nicht nur der Fans.' Passend zur geplanten Bandenwerbung für die Bayer-Faser Dorlastan lieferte Kirchmann Fähnchen für jeden Platz, dazu Schnarren und Rasseln zum Krachmachen.


Alles kam wie geplant. Nicht nur die Fans, sondern auch die große Menge anderer Zuschauer ergriffen die Möglichkeit, optisch und akustisch unsere Mannschaft zu unterstützen. Ergebnis: 3:0. Verlängerung, Elfmeterschießen, das Bayer 04 mit 3:2 Treffern für sich entscheiden konnte.


Das Besondere: Die Fußballer schossen auf das Tor mit unserer Bandenwerbung - im TV immer wieder gezeigt vor Millionen Zuschauern. Eine erfolgreiche Werbung, sowohl für Bayer 04 als auch für Bayer-Dorlastan. Ein neutrales Marktforschungsinstitut hat damals festgestellt, dass diese Bayer-Dorlastan-Bandenwerbung durch die Fernsehübertragungen und die Abbildungen in Zeitungen und Zeitschriften einem Werbewert von 4,34 Millionen Deutsche Mark entsprach.“


Willi Gierlich

Pensionär, Deutschland


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Letzte Änderung: 4. Januar 2016 Copyright © Bayer AG
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