Corporate Compliance Policy

Gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten

Der Bayer-Konzern führt seine Geschäfte verantwortungsvoll und in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften der Länder, in denen das Unternehmen tätig ist.

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Unter Compliance verstehen wir rechtlich und ethisch einwandfreies Handeln unserer Mitarbeiter im geschäftlichen Alltag, denn jeder Mitarbeiter beeinflusst durch sein berufliches Verhalten das Ansehen des Unternehmens. Verstöße gegen einschlägige Gesetze, relevante Kodizes sowie interne Regelungen werden nicht geduldet. Compliance ist essenziell für unseren nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.

Unsere 10 Compliance-Prinzipien

Der Konzernvorstand bekennt sich uneingeschränkt zu Compliance, ebenso wie zum Verzicht auf jegliches den Grundsätzen entgegenstehendes Geschäft. Diese für Bayer geltenden Compliance-Grundsätze haben wir in unserer Corporate Compliance Policy verankert, die in 42 Sprachen vorliegt. Darin enthalten sind die Verpflichtungen:

1. Wir bekennen uns zum fairen Wettbewerb auf unseren Märkten

Bayer besteht im Wettbewerb durch die Vorzüge seiner Produkte und Dienstleistungen. Bayer bekennt sich uneingeschränkt zur Existenz freier und offener Märkte. Wir halten uns streng an die gesetzlichen Vorschriften zur Förderung und zum Schutz des Wettbewerbs.


Umgang mit Wettbewerbern

Unser Umgang mit Wettbewerbern muss gesetzmäßig sein. Daher treffen wir keine Absprachen mit Wettbewerbern, um Preise oder Verkaufsbedingungen festzulegen, Märkte aufzuteilen, die Produktion zu beschränken oder das Ergebnis eines Ausschreibungs- oder Vergabeverfahrens zu beeinflussen.

Wir beteiligen uns nicht an verbotenen Absprachen oder Kartellen. Selbst der Anschein eines solchen Verhaltens ist zu vermeiden. Weder tauschen wir vertrauliche Informationen mit Wettbewerbern aus, noch besprechen wir diese. Hierzu gehören Preise, Absatzvolumina oder Produktionskapazitäten, Kosten oder Margen, Kundendaten, Marketingund Vertriebsstrategien, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und ähnliche Informationen.

Bayer schließt weder Vereinbarungen mit Wettbewerbern mit dem Ziel, den Wettbewerb einzuschränken, noch beteiligt Bayer sich an entsprechenden Handlungen.

KERNAUSSAGE:
Kartellrechtsverstöße sind ohne Ausnahme schlecht für das Geschäft. Sie beschränken den Wettbewerb und schaden dem Verbraucher.

Umgang mit Lieferanten

Besonders aufmerksam sind wir, wenn wir Kunden oder Lieferanten exklusive Rechte gewähren oder Vereinbarungen schließen, die die Verwendung, den Weiterverkauf oder die Preisgestaltung von Waren oder Dienstleistungen beschränken. So verlangen wir beispielsweise nicht von unseren Kunden, den Vertrieb von Wettbewerbsprodukten einzustellen, wenn sie unsere Produkte beziehen möchten. Ebenso wenig verlangen wir, dass sie unsere Produkte zu einem bestimmten (Mindest-)Preis weiterverkaufen.

Missbrauch von Marktmacht

Sofern Bayer im Hinblick auf ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung eine marktbeherrschende Stellung hat, nutzt Bayer diese wirtschaftliche Stärke nicht aus und missbraucht seine Position nicht, um gesetzwidrig den Wettbewerb auszuschalten, neue Wettbewerber am Markteintritt zu hindern oder Preise zu manipulieren. Zum Beispiel verkaufen wir unsere Produkte weder absichtlich zu einem Preis unterhalb der Herstellungskosten, noch verkaufen wir ein Produkt nur dann, wenn der Kunde sich einverstanden erklärt, ein weiteres Produkt zu kaufen.

2. Wir sind in unserem geschäftlichen Handeln stets integer

Bayer duldet keine Korruption und verzichtet auf Geschäfte, die mit irgendeiner Form von Schmiergeldzahlung verbunden sind. Niemals dürfen wir eine Zuwendung anbieten oder gewähren, die dazu dient, auf unrechtmäßige Weise die Entscheidung oder Handlung einer Person zu beeinflussen oder die auch nur diesen Anschein erweckt.


Zuwendungen an Dritte

Bayer-Mitarbeiter dürfen nur Zuwendungen von maßvollem Wert anbieten oder gewähren. Dazu zählen Geschenke oder Bewirtungen für Dritte in bestimmten Situationen, die sich aus dem normalen Geschäftsverkehr ergeben. Mitarbeiter dürfen keine Zuwendungen mit der Absicht anbieten oder gewähren, den Empfänger unrechtmäßig zu beeinflussen. „Unrechtmäßig beeinflussen“ heißt: mit der Absicht handeln, den Empfänger einer Zuwendung zu veranlassen, der anderen Seite missbräuchlich einen unangemessenen Geschäftsvorteil zu verschaffen.

KERNAUSSAGE:
Die Reputation von Bayer hängt davon ab, dass jeder einzelne Mitarbeiter das Richtige tut. Es gibt keine Rechtfertigung für illegale Unternehmenspraktiken – in keinem Fall. Wir akzeptieren die Tatsache, dass uns infolgedessen möglicherweise Geschäftschancen entgehen.

Umgang mit Beamten oder medizinischen Fachkräften

Beamten oder medizinischen Fachkräften (wie z. B. Ärzten) etwas anzubieten oder zu schenken verstößt in mehreren Ländern gegen Gesetze oder Industrie-Kodizes, selbst wenn keine unlautere Absicht damit verbunden ist. Auch wenn kein Verbot gilt, ist die Gewährung einer Zuwendung möglicherweise mit einer öffentlichen Berichts- oder Offenlegungspflicht verbunden. In einigen Ländern werden medizinische Fachkräfte als Beamte betrachtet.

Bayer untersagt Zahlungen an Beamte, um routinemäßige, vorgeschriebene Dienste oder Handlungen wie etwa die Ausstellung einer Lizenz oder Genehmigung zu beschleunigen oder zu begünstigen. Gebühren, die entsprechend offizieller behördlicher Verfahren entrichtet werden und für die ein Zahlungsbeleg ausgestellt wird, sind jedoch zulässig.

Einsatz dritter Parteien

Es ist nicht gestattet, eine dritte Person oder Instanz (wie etwa einen Vertriebspartner, Vertreter oder Berater, ein Familienmitglied oder mit der eigenen Familie verbundenes Unternehmen) einzusetzen, um eine Zuwendung anzubieten oder zu gewähren, die wir selbst nicht anbieten oder gewähren dürfen. Bayer prüft Drittparteien in einem Due-Diligence-Verfahren auf korrupte Handlungen in der Vergangenheit.

Geldwäsche

Wir machen Geschäfte nur mit seriösen Partnern, die legitimen Geschäftsaktivitäten nachgehen. Wir halten alle lokalen Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche ein. Außerdem unterhält Bayer keine geschäftlichen Beziehungen zu Personen oder Unternehmen mit kriminellem oder terroristischem Hintergrund.

3. Wir vereinbaren wirtschaftliches Wachstum mit Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft

Bayer ist bestrebt, Produkte sicher und nachhaltig zu entwickeln, herzustellen und zu verkaufen, die zudem den Bedürfnissen unserer Mitarbeiter, Kunden und der Gesellschaft sowie dem Umweltschutz entsprechen. Verantwortungsvolle Unternehmenspraktiken sind die Grundlage unseres Handelns. Wir bekennen uns in allen Geschäftsbereichen zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und Industriestandards für Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz.


Gesundheit und Sicherheit

Unser eigener Schutz sowie der Schutz der Umgebung unserer Standorte und der Umwelt haben höchste Priorität. Dazu gehören auch die Gesundheit und Sicherheit aller Personen, die unsere Produkte verwenden.

  • Produktsicherheit
    Während des gesamten Lebenszyklus unserer Produkte – von Forschung und Entwicklung über Produktion, Marketing und Verwendung bis hin zur Entsorgung – bewerten wir die mit unseren Produkten verbundenen potenziellen Gesundheits- und Umweltrisiken und ergreifen entsprechende Präventionsmaßnahmen. Wir kommunizieren klar, wie unsere Produkte sicher und korrekt verwendet werden und welche möglichen Risiken mit ihrer Verwendung verbunden sind, indem wir geeignete Anweisungen und Warnhinweise bereitstellen.
  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
    Wir sind gemeinsam für die Aufrechterhaltung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz verantwortlich. Durch das Kommunizieren von Best Practices und bewährten Verhaltensweisen fördern wir eine sichere Arbeitsumgebung und reduzieren das Risiko von Unfällen, Verletzungen oder Krankheiten.
  • Verfahrens- und Anlagensicherheit
    Unsere Herstellungsverfahren und -methoden sind darauf ausgelegt, möglichst keine unangemessenen Risiken für uns selbst, die Umwelt oder unsere Standorte entstehen zu lassen. Wir arbeiten in unseren Werken und Laboren kontinuierlich daran, unsere Sicherheitskultur und -standards zu stärken und zu optimieren.
  • Transportsicherheit
    Im gesamten Unternehmen sind Personen benannt und Verfahren installiert, die dafür sorgen, dass Materialien sicher und gemäß den einschlägigen Vorschriften gehandhabt und transportiert werden.

KERNAUSSAGE: 
Bayer setzt sich entschlossen für Sicherheit, Umweltschutz und Menschenrechte ein und erwartet dies auch von seinen Lieferanten.

Umweltschutz

Unsere Aktivitäten, Verfahren und Produkte dürfen nicht zu Schäden in unserer Umwelt führen. Um diese Verpflichtung einzuhalten, arbeiten wir mit großem Engagement daran, die Umweltverträglichkeit unserer Produkte und Aktivitäten zu erhöhen, natürliche Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen und unsere Ressourcen- und Energieeffizienz zu steigern. Wir entwickeln neue Technologien, verbesserte Verfahren und innovative Produkte, die die Umwelt, die Natur und das Klima schützen oder ihnen sogar zugutekommen. Darüber hinaus halten wir uns an alle Gesetze sowie unsere eigenen strengen Vorschriften zur Erzeugung, Verwendung, Lagerung und Entsorgung von gefährlichen Chemikalien und anderen Materialien.

Lieferantenmanagement

Wir erwarten von unseren Lieferanten und Subunternehmern, dass sie sich ebenso wie Bayer gemäß den Prinzipien dieses Dokuments und des Verhaltenskodex für Lieferanten (Bayer Supplier Code of Conduct) für verantwortungsvolles und ethisches Handeln einsetzen. Wir erwarten von unseren Lieferanten und Subunternehmern ferner, dass sie auch in der nachgelagerten Lieferkette diese Standards einhalten. Die Einhaltung dieser Standards berücksichtigen wir bei der Auswahl neuer Lieferanten und bei der Fortführung der Beziehung zu bestehenden Lieferanten als wichtigen Faktor.

Menschenrechte

Bayer respektiert an jedem Standort die Menschenrechte – sowohl intern als auch in unserem externen Einflussbereich. Unsere Standards verlangen von all unseren Mitarbeitern weltweit, sich gegenüber Kollegen, Geschäftspartnern und der Nachbarschaft fair und gesetzmäßig zu verhalten. Wir verpflichten uns, die Menschenrechte zu achten und zu fördern. Dies gilt auch für unsere Lieferkette. Unsere Position in Sachen Menschenrechte ist unumstößlich und beinhaltet auch die strikte Ablehnung von Kinderarbeit.

4. Wir beachten alle für unser globales Geschäft relevanten Handelskontrollvorschriften

Bayer unterstützt nationale und internationale Initiativen, die den Missbrauch von Produkten oder Technologien für atomare, biologische oder chemische Waffen oder zur Verbreitung von Terrorismus oder Krieg verhindern sollen. Wir halten Handelskontrollbestimmungen und Sanktionsvorschriften ein und unterstützen sonstige Bemühungen, die dem internationalen Frieden und der internationalen Stabilität dienen. Wir halten uns ebenfalls an lokale Gesetze, die den internationalen Handel regeln. Bayer erwartet von Drittparteien, die im Namen des Unternehmens handeln, dass sie sich ebenfalls strikt an diese Verpflichtungen halten.

Exportkontrolle und Wirtschaftssanktionen

Wir haben interne Prozesse und Kontrollsysteme, die die Verwendung oder Abzweigung von Bayer-Produkten, Software und Technologien oder die Nutzung unserer Dienstleistungen für unzulässige Zwecke verhindern sollen. Wenn wir entsprechende Bedenken haben, gehen wir keine geschäftlichen Beziehungen zum potenziellen Kunden ein. Wir machen auch keine Geschäfte mit Personen, Unternehmen oder Organisationen, die mit atomaren, chemischen oder biologischen Waffen, Terrorismus oder Drogenhandel oder anderen unzulässigen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden. Außerdem halten wir uns an Beschränkungen des Zahlungsverkehrs und anderer finanzieller Transaktionen mit sanktionierten Personen, Unternehmen oder Organisationen.

KERNAUSSAGE:
Außenhandels-Compliance reduziert das Risiko, dass unsere Produkte oder Technologien in die falschen Hände geraten.

5. Wir wahren Chancengleichheit im Wertpapierhandel

Bayer fördert offene, faire und effiziente Finanzmärkte durch den Schutz seiner nicht öffentlichen Informationen vor unbeabsichtigter Offenlegung und Missbrauch. Wir gehen in Hinblick auf die Verwendung und Offenlegung nicht öffentlicher Informationen über Bayer sorgsam vor, um den Wert dieser Informationen für unser Unternehmen und unsere Investoren zu schützen.

Faire Offenlegung

Bayer veröffentlicht Informationen über seine Geschäfte und neue geschäftliche Entwicklungen für die Finanzmärkte und andere Interessengruppen auf ordnungsgemäße Weise und achtet dabei auf eine faire, genaue, rechtzeitige und vollständige Offenlegung. Aus diesem Grund begrenzen wir den Zugang zu vertraulichen Informationen, die wir ausschließlich nach dem Prinzip „Kenntnis nur, wenn nötig“ („Need-to-know-Basis“) weitergeben dürfen.

Insiderhandel

Es ist uns nicht gestattet, Aktien oder andere Finanzinstrumente („Wertpapiere“) zu kaufen oder zu verkaufen, wenn wir über nicht öffentliche Informationen verfügen, die im Fall ihres öffentlichen Bekanntwerdens geeignet wären, den Kurs dieser Wertpapiere erheblich zu beeinflussen („Insiderinformationen“). Wir dürfen Insiderinformationen nicht unerlaubt offenlegen oder darauf beruhende Empfehlungen abgeben. Vor der Weitergabe von Insiderinformationen an andere Personen, die diese für ihre Arbeit bei Bayer unbedingt benötigen, ist die Zustimmung durch ein Mitglied des Group Leadership Circles erforderlich.


Das Insiderhandelsverbot gilt für Bayer-Wertpapiere sowie für Wertpapiere anderer Unternehmen. Es ist ferner unabhängig davon, ob der Handel mit Gewinnerzielungsabsicht erfolgt oder nicht.


Gängige Beispiele für Insiderinformationen sind etwa Informationen über bedeutende strategische Unternehmensentscheidungen und Transaktionen (beispielsweise Übernahmen, Veräußerungen oder Joint Ventures), unerwartete Erfolge oder Misserfolge bei der Entwicklung neuer Produkte (beispielsweise Ergebnisse klinischer Studien, behördliche Zulassungen bzw. nicht erfolgte Zulassungen) und unerwartete Quartals- oder Geschäftsjahresergebnisse sowie bedeutende unerwartete Geschäftsentwicklungen.

KERNAUSSAGE:
Die Nutzung von nicht öffentlichen, uns von Bayer anvertrauten Informationen zum persönlichen Vorteil ist untersagt.

6. Wir führen unsere Bücher und Aufzeichnungen ordnungsgemäß

Bayer erfasst seine Geschäftstätigkeiten und Finanztransaktionen vollständig und genau, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild seines operativen Geschäfts, seiner Vermögenswerte und finanziellen Situation zu vermitteln. Wir halten einschlägige Standards und Grundsätze für die Finanzberichterstattung und das Rechnungswesen sowie steuerliche Gesetze und Vorschriften ein. Unser internes Kontrollsystem ist so gestaltet, dass alle wichtigen Geschäftsprozesse eingehalten und Transaktionen vollständig und korrekt erfasst werden.

Um zu gewährleisten, dass unsere Buchhaltung für finanzielle, regulatorische und andere Berichtszwecke transparent und zuverlässig ist, halten wir uns an Folgendes:

  • Fakten wahrheitsgemäß, genau und vollständig wiedergeben, in keinem Fall Transaktionen kaschieren oder überhöht darstellen oder Dokumente oder Aufzeichnungen ändern
  • Informationen über Unternehmensentwicklungen und -ergebnisse mittels fristgerechter Berichte und Veröffentlichungen zugänglich machen
  • Geschäftliche Aufzeichnungen und alle erforderlichen Belege gemäß der geltenden Gesetze bzw. internen Regeln aufbewahren, insbesondere bezüglich Art und Dauer der Aufbewahrung; niemals Aufzeichnungen vernichten, die für eine angekündigte oder anhängige behördliche Untersuchung oder für ein Gerichtsverfahren relevant sind
  • Mitteilungen klar und prägnant formulieren, um das Risiko zu minimieren, dass der Inhalt falsch ausgelegt, missbräuchlich verwendet oder aus dem Kontext genommen wird

KERNAUSSAGE:
Verlässliche Informationen sind maßgeblich für eine fundierte Entscheidungsfindung des Managements, der Investoren und der Öffentlichkeit.

7. Wir behandeln einander fair und mit Respekt

Bei Bayer arbeiten wir ständig daran, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem unsere Mitarbeiter sich bestmöglich entwickeln, Innovationen vorantreiben und hervorragende Leistungen erbringen können. Wir halten uns an grundlegende Verhaltensregeln, damit kein Mitarbeiter unfair, unprofessionell oder respektlos behandelt, diskriminiert oder schikaniert wird. Niemand darf dafür bestraft werden, dass er bzw. sie in guter Absicht seine Bedenken geäußert hat.

Faire Behandlung

Wir treffen personelle Entscheidungen auf der Grundlage von Kriterien wie Kompetenz, Leistung und Verhalten bei der Arbeit. Wir treffen keine mitarbeiterbezogenen Entscheidungen aufgrund nicht arbeitsrelevanter Eigenschaften wie ethnischer Herkunft, nationaler Herkunft, Geschlecht, Alter, körperlicher Merkmale, sozialer Herkunft, Behinderung, Gewerkschaftszugehörigkeit, Religion, Familienstand, Schwangerschaft, sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, Ausdruck der Geschlechtlichkeit oder auf Grundlage jeglicher anderer nach geltendem Gesetz unzulässigen Kriterien. Auch vermeiden wir es, Personen aufgrund solcher Eigenschaften unterschiedlich zu behandeln – sei es bewusst oder unbewusst.

KERNAUSSAGE:
Wir gehen fair und respektvoll miteinander um. Wenn wir der Meinung sind, etwas stimmt nicht, dann sprechen wir es an. Wir beziehen Stellung, ohne Gegenmaßnahmen fürchten zu müssen.

Respektvoller Umgang

Wir begegnen einander mit Respekt. Das gilt für Kollegen und Dritte wie etwa Kunden, Lieferanten und Amtspersonen. Mobbing und Schikane jeglicher Art sind verboten. Wir wissen, dass durch Mobbing und Schikane ein Arbeitsumfeld entstehen kann, das von Einschüchterung, verbaler Gewalt und Feindseligkeit geprägt ist. Ob Mobbing oder Schikane vorliegt, wird anhand der Auswirkungen auf die Würde der betroffenen Person festgestellt. Zu den gängigen Formen von Mobbing und Schikane gehören die Verbreitung böswilliger Gerüchte, Erniedrigung, wissentliches Herbeiführen von Misserfolgen sowie der Ausschluss vom sozialen Leben am Arbeitsplatz. Dazu zählt auch Kritik an Kollegen gegenüber Mitarbeitern, die diese Kritik nicht aus beruflichen Gründen kennen müssen.

Offenes Äußern von Bedenken

Bayer unterstützt uns darin, in gutem Glauben unsere Bedenken im Hinblick auf Diskriminierung, Schikane und respektloses oder unprofessionelles Verhalten sowie jegliche anderen möglichen Verstöße gegen Gesetze, die LIFE-Werte oder Konzernregelungen zu äußern. Bayer toleriert keine Repressalien gegen Mitarbeiter, die in gutem Glauben Bedenken ansprechen oder andere angemessene Maßnahmen ergreifen, selbst wenn diese Bedenken sich letztendlich als nicht gerechtfertigt erweisen. Es ist nicht gestattet, Mitarbeiter zu bestrafen, die in gutem Glauben ihre Bedenken geäußert haben, oder ihnen zu drohen, damit sie dies unterlassen. Jegliche Form von Gegenmaßnahmen ist inakzeptabel.

8. Wir schützen und respektieren Rechte an geistigem Eigentum

Bayer schützt den Wert seiner Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sowie den Wert und das Ansehen des Unternehmens und seiner Marken. Bayer respektiert bestehende und rechtsbeständige Schutzrechte Dritter. Rechte an geistigem Eigentum geben innovativen Unternehmen wie Bayer die Möglichkeit, von den Ergebnissen der eigenen Erfindungen zu profitieren und Investitionskosten zu decken. Diese gesetzlich gesicherten Rechte hindern Dritte daran, unser geistiges Eigentum ohne unsere Genehmigung zu verwenden.

Schutz vertraulicher Informationen von Bayer

Um den Nutzen aus den Ideen, Leistungen und Errungenschaften von Bayer zu schützen, beschränken wir die Art und die Menge der vertraulichen Informationen, die wir gegenüber Dritten oder in der Öffentlichkeit mitteilen. Wir sorgen für die Integrität und beschränkte Verfügbarkeit unserer vertraulichen Informationen, um deren Verlust, Diebstahl oder Missbrauch vorzubeugen. Mitarbeiter, die Zugang zu geistigem Eigentum oder vertraulichen Informationen haben, dürfen diese nur so weit nutzen, wie es für die Erfüllung ihrer beruflichen Aufgaben nötig ist. Wenn das Beschäftigungsverhältnis mit Bayer endet, dürfen Mitarbeiter firmeneigene Informationen weder behalten noch sie für andere Zwecke, wie beispielsweise zum Vorteil eines künftigen Arbeitgebers, verwenden.

KERNAUSSAGE:
Rechte an geistigem Eigentum sind Unternehmenswerte von erheblicher Bedeutung. Wir schützen diese Werte für Bayer. Ebenso wenig verwenden wir das geistige Eigentum Dritter für unsere eigenen Zwecke, es sei denn, wir sind sicher, dass wir alle entsprechenden Rechte haben.

Weitergabe vertraulicher Informationen

Bevor wir geschützte Informationen weitergeben oder empfangen, schließen wir mit der betreffenden Drittpartei eine Vertraulichkeits- oder Lizenzvereinbarung ab, in der festgelegt ist, wie und unter welchen Bedingungen die Informationen rechtmäßig verwendet werden dürfen. Wir bewahren die Informationen Dritter getrennt von unseren Informationen auf, um die Rechte an dem geistigen Eigentum von Bayer, das wir unabhängig entwickelt haben, nicht zu beeinträchtigen.

Respektieren von Fremdrechten

Wir achten sorgfältig darauf, die geltenden rechtsbeständigen Schutzrechte sowie vertraulichen Informationen Dritter nicht zu verwenden oder zu kopieren, sofern wir keine entsprechende Genehmigung oder ein anderweitiges Recht dazu haben.

9. Wir handeln im besten Interesse von Bayer

Bayer-Mitarbeiter achten sorgfältig darauf, ihre privaten Interessen von den Unternehmensinteressen zu trennen. Wir treffen Entscheidungen unparteiisch und lassen nicht zu, dass die Möglichkeit eines persönlichen Gewinns unser Urteilsvermögen, unsere Arbeitsleistung oder unsere Entscheidungen beeinflusst. Bayer erwartet, dass wir unseren Vorgesetzten umgehend über potenzielle Interessenkonflikte informieren. Dieser entscheidet über den Umgang mit dem Konflikt.

Beschäftigungsverhältnis bzw. Geschäftsbeziehung mit Familienangehörigen und Freunden

Wir lassen uns in unseren Entscheidungen im Hinblick auf Mitarbeiter oder Verträge mit Dritten nicht von familiären oder persönlichen Beziehungen beeinflussen. Dazu gehören zum Beispiel Entscheidungen, die ein Unternehmen betreffen, das einem Familienangehörigen oder Freund gehört.

Wenn wir Dritte beauftragen, achten wir auf objektive Kriterien wie Preis, Qualität, Zuverlässigkeit und Erfüllung technischer Standards. Entscheidungen bezüglich unserer Mitarbeiter treffen wir nach Kriterien wie Kompetenz, Arbeitsleistung und Verhalten am Arbeitsplatz.

Externe Anstellungen

Als Bayer-Mitarbeiter dürfen wir ohne vorherige Benachrichtigung unseres Vorgesetzten kein Arbeitsverhältnis mit Lieferanten, Wettbewerbern oder sonstigen Dritten eingehen oder Dienstleistungen für sie erbringen. Das gilt auch für freiberufliche Tätigkeit. Außerdem ist es uns nicht gestattet, ohne vorherige Mitteilung ein eigenes Unternehmen zu gründen. In einigen Ländern ist hierfür möglicherweise eine Genehmigung erforderlich.

KERNAUSSAGE:
Der Anschein von Interessenkonflikten kann unserem guten Ruf genauso schaden wie tatsächliche Interessenkonflikte. Wir sollten auf der Hut vor Situationen sein, in denen andere Personen denken könnten, dass das Ziel unserer Aktivität, Entscheidung oder Aussage darin besteht, einen unfairen Vorteil zu erzielen.

Geschenke von Dritten

Wir dürfen keine persönlichen Zuwendungen wie Bargeld, Geschenke, Bewirtung oder Essenseinladungen fordern. Wir wären dann möglicherweise nicht mehr in der Lage, objektive Entscheidungen im besten Interesse von Bayer zu treffen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Vertragsverhandlungen oder der Vergabe oder Erfüllung eines Vertrags.


Ferner dürfen wir keine persönlichen Zuwendungen im Zusammenhang mit Vertragsverhandlungen oder der Vergabe oder Erfüllung eines Vertrags annehmen. Wir dürfen Geschenke, Bewirtung oder Essenseinladungen nur dann annehmen, wenn sie uns unverlangt gewährt werden, von maßvollem Wert sind und kein Konflikt besteht (wie etwa aufgrund einer anstehenden Entscheidung bezüglich eines Geschäfts). Wir halten uns dabei an alle anwendbaren Gesetze und Konzernregelungen, einschließlich lokal geltender Vorschriften, die die Annahme solcher Zuwendungen möglicherweise weiter einschränken.

Soziale Medien

Wenn wir soziale Medien zur geschäftlichen Kommunikation nutzen, müssen wir zuerst eine Genehmigung von der Kommunikationsabteilung einholen, bevor wir etwas im Namen von Bayer veröffentlichen. Wir haben diese Plattformen verantwortungsvoll und im besten Interesse von Bayer zu nutzen und dürfen in keinem Fall anstößige oder beleidigende Inhalte oder interne vertrauliche Informationen veröffentlichen. Wenn wir bei unseren privaten Aktivitäten auf sozialen Medien über arbeitsbezogene Themen diskutieren, müssen wir deutlich machen, dass wir unsere eigene, persönliche Meinung und nicht die von Bayer wiedergeben.

10. Wir sorgen für Schutz und Sicherheit personenbezogener Daten

Bayer hält sich strikt an die Gesetze zum Schutz und zur Sicherheit personenbezogener Daten. Hierzu zählen persönliche Daten sowie Informationen zu Gesundheit, Familie, Finanzen und Ähnlichem. Wir achten sorgfältig darauf, personenbezogene Daten weder innerhalb noch außerhalb des Unternehmens offenzulegen, es sei denn, wir sind gesetzlich dazu befugt und es besteht eine entsprechende legitime geschäftsbezogene Notwendigkeit.

Ordnungsgemäßer Umgang mit personenbezogenen Daten

Wir können im Rahmen unseres normalen Geschäftsablaufes personenbezogene Daten über einzelne Personen wie Kunden, Mitarbeiter, Angehörige medizinischer Fachkreise, Patienten, Lieferanten und andere mit dem Unternehmen verbundene Personen sammeln, verarbeiten und/oder übermitteln. Der Umgang mit personenbezogenen Daten ist auf bestimmte, festgelegte, eindeutige Zwecke beschränkt, die sich aus einer unternehmensbezogenen Notwendigkeit ergeben, und erfolgt:

  • in Übereinstimmung mit anwendbaren Datenschutzgesetzen, einschließlich solcher Gesetze, die für persönliche Daten, die als besonders sensibel gelten, zusätzlichen Schutz vorschreiben
  • mit Zustimmung derjenigen Person, deren Daten uns anvertraut werden/in unseren Einflussbereich gelangen, sofern eine solche Zustimmung erforderlich ist
  • gemäß Erklärungen zu unseren Datenschutzmaßnahmen wie etwa den Erklärungen, die Bayer für die Nutzer seiner Website und seiner Smartphone-Apps bereitstellt

KERNAUSSAGE:
Zu Hause schützen wir Daten, die von Dritten genutzt werden könnten, um in unsere Privatsphäre einzudringen oder unsere Identität zu stehlen. Dazu gehören zum Beispiel die private Anschrift, die Ausweisnummer und Gesundheitsdaten. Am Arbeitsplatz gehen wir mit den personenbezogenen Daten Dritter genauso sorgfältig um.

In den lokal geltenden Gesetzen ist festgelegt, welche Datentypen als sensibel gelten und entsprechend besonders geschützt werden müssen. Dazu können die Personalausweisnummer, Bankkontodaten und andere finanzielle Informationen, das Geburtsdatum, die postalische Anschrift, gesundheitsbezogene Daten, eine etwaige Gewerkschaftszugehörigkeit, politische Präferenzen oder mögliche Vorstrafen gehören. Im Umgang mit diesen Datentypen lassen wir besondere Sorgfalt walten.

Datenschutzverletzungen und Datenverlust vorbeugen

Wir sind verpflichtet, nach vernünftigem Ermessen geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um personenbezogene Daten vor Datenschutz-Verletzungen und Datenverlust zu schützen. Eine Datenschutz-Verletzung liegt dann vor, wenn eine unbefugte Person infolge einer beabsichtigten oder unbeabsichtigten Handlung eines Bayer-Mitarbeiters oder einer Drittpartei Zugang zu personenbezogenen Daten erhält. Ein Datenverlust liegt vor, wenn personenbezogene Daten von Verlust oder unbeabsichtigter Zerstörung betroffen sind, wie etwa im Fall eines verlegten oder gestohlenen Laptops, auf dem unverschlüsselte Daten gespeichert sind. Zu den Maßnahmen, die das Risiko von Datenschutz-Verletzungen und Datenverlust reduzieren, gehört es, vor dem Datentransfer eine Genehmigung der lokalen Rechtsabteilung einzuholen und technische Methoden wie Verschlüsselung und Zugangskontrollen zu verwenden. Sollte es dennoch zu Datenschutz-Verletzungen oder Datenverlust kommen, benachrichtigt Bayer unverzüglich die zuständigen Behörden bzw. betroffenen Personen, wie es rechtlich vorgesehen ist.

Kontakt


Verantwortlich
Bayer Global Compliance
Dr. Roland Hartwig

Bayer Compliance Hotline

Letzte Änderung: 1. Juli 2016 Copyright © Bayer AG
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