Politische Grundsätze

Chemikalienregulierung

Bayer engagiert sich international für Produktsicherheit.

Werksleiter: Flavio Abreu begann seine Karriere vor 26 Jahren als Trainee im Anlagenbau. Seit 2003 ist er Chef des Parque Industrial Bayer in Belford Roxo, Brasilien. Zuvor hat er für das Unternehmen in Deutschland und den USA gearbeitet.Bild vergrößern
Werksleiter: Flavio Abreu begann seine Karriere vor 26 Jahren als Trainee im Anlagenbau. Seit 2003 ist er Chef des Parque Industrial Bayer in Belford Roxo, Brasilien. Zuvor hat er für das Unternehmen in Deutschland und den USA gearbeitet.

Für Bayer stehen Sicherheit und Umweltverträglichkeit der Produkte an erster Stelle. Gesetzliche Vorgaben, aber auch freiwillige Initiativen bilden dabei die Eckpfeiler eines zeitgemäßen Chemikalienmanagements.

Seit 2007 arbeitet Bayer nach Maßgabe der europäischen Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals) und hat 2010 fristgerecht 125 Stoffe registriert, die in Mengen von mehr als 1.000 Tonnen jährlich produziert oder importiert werden oder die besonders gefährlich sind. Bayer lässt sich auch von seinen Lieferanten die REACH-Konformität ihrer Produkte bestätigen. Bayer ist überzeugt, dass derartige Regelungen für den Schutz von Gesundheit und Umwelt wichtig sind, und richtet sein Handeln dementsprechend aus.

Bayer hat als eines der ersten Unternehmen 2006 die Responsible Care Global Charta unterzeichnet, womit auch das Bekenntnis zur Global Product Strategy (GPS) verbunden ist. Das Unternehmen informiert beispielsweise seine Kunden und andere Interessengruppen bereits seit dem Jahr 2000 erfolgreich über die Website „Product Safety First“.

Bayer kooperiert mit seinen Mitbewerbern, um beispielsweise den Datenaustausch zwischen den Unternehmen zu fördern. So werden unter anderem zusätzliche, durch REACH-Bewertungen benötigte Tierversuche vermieden.

Ähnlich wie REACH sieht „TSCA“ (Toxic Substances Control Act) in den USA Registrierungspflichten für neue Chemikalien vor.

Das „Global Harmonisierte System von Chemikalien (GHS)“ ist 2009 in Europa und 2010 in China sowie in mehreren anderen Ländern in Kraft getreten. Es regelt die einheitliche Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. Eine konzernweite Arbeitsgruppe koordiniert die Umsetzung bei Bayer. Zum 30. November 2010 hat das Unternehmen fristgerecht alle in der EU von Bayer vermarkteten, nach GHS einzustufenden Stoffe in das Inventar der europäischen Chemikalienagentur (ECHA) gemeldet. Nach dieser Notifizierung von mehr als 1.000 Stoffen wird das Unternehmen bis zum 31. Mai 2015 alle GHS-relevanten Gemische an die Behörde weitergeben.

Die Bayer-Positionen

Klare und einfache Regulierung

Einzelne Substanzen sollten nicht durch verschiedene Regelwerke mehrfach reguliert werden, da dies für alle Beteiligten unnötige Kosten und Mehraufwand bedeutet. Neue Vorhaben sollten daher kosteneffizient sein und Doppelregulierungen vermeiden.

Keine Wettbewerbsnachteile durch Regulierung

Die EU-weite Chemikalienregulierung ist eine wichtige Maßnahme für Gesundheit und Sicherheit. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht zu Wettbewerbsnachteilen gegenüber Unternehmen aus Ländern mit weniger strengen Richtlinien führt. Das Ziel eines verbesserten Schutzes von Mensch und Umwelt wird untergraben, wenn die Produktion in Länder mit einem geringeren Grad an Regulierung abwandert.

Balancierte Risikobewertungen

Die Untersuchung neuer Technologien und Stoffe auf ihr Risiko für Mensch und Umwelt ist sinnvoll und wichtig. Dabei sollten wissenschaftliche Vorgehensweisen gewählt werden, um das Risikopotenzial realistisch einzuschätzen. Eine Orientierung am Vorsorgeprinzip sollte nicht bedeuten, dass bei neuen Stoffen ausschließlich die potenziellen Risiken gesehen und die sich bietenden Chancen gänzlich vernachlässigt werden.

Letzte Änderung: 17. September 2014 Copyright © Bayer AG
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