Vernachlässigte tropische Krankheiten

Bayer engagiert sich im Rahmen seiner „Access to Medicine“-Aktivitäten in der Bekämpfung von vernachlässigten tropischen Krankheiten, zu denen unter anderem Chagas und die Afrikanische Schlafkrankheit zählen. Rund zehn Millionen Menschen sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit der Chagas-Krankheit infiziert. An der Afrikanischen Schlafkrankheit erkranken jedes Jahr etwa 30.000 Menschen.

Was ist die Chagas-Krankheit?

Der Chagas-Erreger – der einzellige Parasit Trypanosoma cruzi – wird durch Raubwanzen übertragen, die in den Ritzen nicht verputzter Lehmhütten ideale Lebensbedingungen finden. Vor allem Menschen in einfachen Wohnverhältnissen sind daher gefährdet.


Unmittelbar nach der Infektion treten leichte, grippeähnliche Symptome auf. Sie sind aber so unspezifisch, dass sie oft nicht richtig gedeutet werden – dabei ist die Krankheit in diesem Stadium mit Medikamenten vollständig heilbar. Nach etwa zwei Monaten geht die Chagas-Krankheit in ein chronisches Stadium über, das über Jahre fortschreitet und zu schweren Organschäden bis hin zum plötzlichen Herztod führt.


Aufklärung sowie eine frühe Erkennung und Behandlung spielen eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung der Chagas-Krankheit.

Bayer und die WHO sind seit 2004 gemeinsam als Partner im Kampf gegen die Chagas-Krankheit aktiv.

Wie hilft Bayer dabei, Chagas zu behandeln?

Verladung des Medikaments Lampit™ in ein Flugzeug

Verladung des Medikaments Lampit™ in ein Flugzeug

Für die Versorgung der Patienten, die von der Chagas-Krankheit betroffen sind, stellt Bayer der WHO jährlich kostenfrei das Medikament Lampit™ (Wirkstoff: Nifurtimox) zur Verfügung und unterstützt zudem finanziell die lokale Logistik und Distribution. mehr

Was ist die Afrikanische Schlafkrankheit?

Verwirrtheit, Wahrnehmungsstörungen und Koordinations­schwierigkeiten: Patienten, die an der Afrikanischen Schlafkrankheit leiden, verlieren nach und nach die Kontrolle über ihr Bewusstsein und sinken im Endstadium in einen Dämmerzustand. Verursacher der tückischen Krankheit sind einzellige Parasiten der Gattung Trypanosoma, die das Gehirn und das zentrale Nerven­system befallen. Unbehandelt verläuft die Afrikanische Schlafkrankheit tödlich, im Frühstadium kann sie jedoch mit Medikamenten geheilt werden.

Wie hilft Bayer dabei, die Afrikanische Schlafkrankheit zu heilen?

Animierte Tsetse-Fliege auf der Haut.

Die Tsetse-Fliege überträgt die Afrikanische Schlafkrankheit.

Von der Afrikanischen Schlafkrankheit existieren verschiedene Varianten. Jedes Jahr liefert Bayer kostenfrei das Arzneimittel Germanin™ (Wirkstoff: Suramin) der Behandlung infizierter Menschen an die WHO in Ost- und Südafrika.

Für die Bekämpfung der am stärksten verbreiteten, westafrikanischen Form der Schlafkrankheit wiederum spendet das Unternehmen jährlich Lampit™ für die Kombinationstherapie mit dem Wirkstoff eines anderen Herstellers. mehr

Letzte Änderung: 6. Januar 2016 Copyright © Bayer AG
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