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Story

Südafrika – ein Land vertraut auf Bayer Know-how

Bayer unterstützt die wirtschaftliche Weiterentwicklung Südafrikas mit innovativen Produkten und sozialen Projekten. Durch sein Engagement hat sich Bayer in vielen Regionen des Landes fest etabliert und ist im Bewusstsein der Menschen positiv verankert.
So vertrauen Veterinäre, die beim Aufbau neuer Tierbestände im Krüger-Nationalpark helfen, auf die bewährten Bayer-Produkte Bayticol gegen Zeckenbefall und Profender spot-on gegen Wurmbefall. Schädlingsbekämpfer, die neue Fußballstadien gegen Termiten behandeln, profitieren vom Bayer CropScience-Produkt Premise. Darüber hinaus engagiert sich Bayer in sozialen Projekten für die Menschen in Südafrika: Beispielsweise für herzkranke Kinder in einer Klinik in Johannesburg, die aus Spenden finanzierte Operationen ermöglicht. Auch zur Verbesserung der Sicherheit des südafrikanischen Reisepasses hat Bayer beigetragen: Dank Makrofol ID von Bayer MaterialScience sind die Dokumente nahezu fälschungssicher.

Bayer in Südafrika

Bayer ist seit den 1920er-Jahren in Südafrika geschäftlich aktiv. 1970 wurde die Bayer South Africa Ltd. gegründet. Heute führt die Bayer (Pty) Ltd. die Geschäfte in der Sub-Region „Südliches Afrika“ fort, die auch Botswana, Kongo, Lesotho, Madagaskar, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Reunion, Sambia, Simbabwe und Swaziland umfasst.
Umsatz südliches Afrika (2009):
247 Mio. Euro, davon rund
90 % in Südafrika
Mitarbeiter (31.12.2009):
499 (inkl. einem Büro in Simbabwe)
Hauptstandorte:
Verwaltung: Isando (bei Johannesburg)
Produktion: Nigel, Pietermaritzburg
Bekannteste Bayer-Marke in Südafrika:
Zam-Buk, eine populäre Salbe gegen Schürfwunden und Gelenkschmerzen
Zu den einzelnen Themen finden Sie ausführliche Berichte und Hintergrundinformationen in den folgenden Rubriken:

Interview

„Viel Aufbruch im Land“ – Interview mit Bayer-Südafrika-Chef Björn Skogum

Bayer-Südafrika-Chef Björn Skogum sieht eine nachhaltige wirtschaftliche Dynamik im Land. Dabei hilft auch der Fußball.
Der Schwede Björn Skogum leitet seit 2009 die Bayer-Geschäfte in der Sub-Region 'Southern Africa' Bild vergrößern
Der Schwede Björn Skogum leitet seit 2009 die Bayer-Geschäfte in der Sub-Region „Southern Africa“
Welche Bedeutung hat die Fußball-WM für Südafrika?
Natürlich sind alle Menschen hier sehr stolz auf diese erste WM in Afrika. Von dem Ereignis profitiert das ganze Land – die Menschen und die Wirtschaft. Auch wir.

Inwiefern?
Viele Infrastrukturprojekte im Land wurden aufgrund der Weltmeisterschaft initiiert. Auch wenn wir die Verarbeitungswege nicht immer genau verfolgen können, gehe ich davon aus, dass unsere Materialien bei diesen Projekten an vielen Stellen eine Rolle spielen. So konnten wir unseren Umsatz im Krisenjahr 2009 stabil halten.
Wird die Dynamik anhalten?
Ich denke, sie wird nachhaltig sein. Die Regierung hat ja, ganz unabhängig von der WM, 2008 ein Infrastrukturprogramm gestartet, das bis 2014 reicht. Das sorgt für Aufbruch im Land, von dem auch wir profitieren. So gibt es jetzt etwa die Vorgabe, Häuser in bestimmten Neubauprojekten mit Polyurethan zu dämmen. Das freut uns natürlich.

Welche Rolle spielt Südafrika für Bayer?
Das Land stellt für das Unternehmen den größten Einzelmarkt in ganz Afrika dar. Da verwundert es nicht, dass von rund 1.000 Bayer-Mitarbeitern in ganz Afrika allein 500 in Südafrika arbeiten.

Gibt es Besonderheiten?
Ja, Südafrika hat zum Beispiel eine starke Minenindustrie, für die wir ein wichtiger Zulieferer sind. Eines unserer Geschäfte ist dort etwa die Ummantelung von Sprengkabeln. Außerdem ist es etwas Besonderes, dass unsere Tiergesundheitsprodukte in Südafrika auch bei Wildtieren zum Einsatz kommen. Und ungewöhnlich ist sicher auch, dass das bekannteste Bayer-Produkt Zam-Buk ist, eine im ganzen Land populäre Salbe, die gegen Schürfwunden, Gelenkschmerzen, rissige Lippen und vieles mehr eingesetzt wird.

Wer wird Weltmeister?
Mein Heimatland ist ja nicht dabei. Deshalb drücke ich Südafrika und auch Deutschland die Daumen!

Tiergesundheit

Kein leichter Fang

Nashörner: Im Krüger-Park gibt es 7.000 Breitmaulnashörner. Einige von ihnen dienen dem Aufbau neuer Bestände an anderen Orten. Dabei helfen auch Bayer-Produkte. Doch zunächst muss man die Tiere erstmal einfangen.
Gefunden: Die Suche nach einem Nashorn beginnt mit dem Helikopter. Aus der Luft identifiziert Tierarzt Dr. Peter Buss schließlich ein Tier, das sich für den Umzug in einen anderen Park eignet
Gefunden: Die Suche nach einem Nashorn beginnt mit dem Helikopter. Aus der Luft identifiziert Tierarzt Dr. Peter Buss schließlich ein Tier, das sich für den Umzug in einen anderen Park eignet
Die Märzsonne geht rasch auf im Krüger-Nationalpark. Während ihre ersten Strahlen den letzten Bodennebel aus dem grünen Buschland vertreiben, steht Marius Kruger breitbeinig an der Doispane Road, im Südwesten des riesigen Nationalparks. Am Ohr das Funkgerät, aus dem es knisternd ertönt. „Ich bin gleich bei Euch. Einige habe ich schon gesehen.“ Es ist die Stimme von Dr. Peter Buss. An Bord eines Hubschraubers sucht der Tierarzt die Gegend nach Breitmaulnashörnern ab. Zwei der Tiere sollen heute eingefangen werden, um sie später in andere Einrichtungen zu überführen. Buss ist der verantwortliche Veterinär des Kommandos, Kruger leitet die Einsatzmannschaft am Boden. Beide arbeiten für die Veterinary Wildlife Services der South African Nationalparks (SANParks). Jetzt saust der Helikopter über Kruger hinweg, fliegt eine Kurve und ist rasch wieder verschwunden.
Vor 100 Jahren galten Breitmaulnashörner in dieser Region als ausgestorben
Weil aber weiter südlich einige Dutzend Exemplare überlebten, konnten sie auch im Krüger-Park neu angesiedelt werden. Heute verfügt der bekannteste südafrikanische Nationalpark über die weltweit größte Population. Geschätzte 7.000 dieser schweren Pflanzenfresser bevölkern den fast 400 Kilometer langen Park, die große Mehrheit davon den südlichen Teil. Längst sind es daher die Nashörner aus dem Krüger-Park, die helfen, dieses nach dem Elefanten zweitgrößte Landsäugetier andernorts anzusiedeln.

In diesem Jahr wollen die Wildlife Services gut 200 der Dickhäuter einfangen, um sie zu verkaufen oder zu versteigern. Interessenten sind zum Beispiel andere Parks oder Einrichtungen, die eigene Populationen aufbauen wollen. „Ein Tier bringt bis zu 20.000 Euro“, erklärt Kruger. Für SANParks eine wichtige Einnahmequelle, um in weitere Aktivitäten für den Erhalt der Artenvielfalt investieren zu können.

An diesem Morgen startet die Fangsaison. Das Team um Buss und Kruger ist früh aufgebrochen, um den Einsatz noch vor der großen Tageshitze zum Erfolg zu führen. Was manchen Touristen auch bei mehrtägigem Parkaufenthalt nicht gelingt, hat Buss vom Hubschrauber aus binnen weniger Minuten erreicht: Er sieht Nashörner. In kleinen Gruppen stehen sie da unten und rupfen mit den rauen Lippen ihrer breiten Mäuler das Gras vom Boden. Das geübte Auge des Tierarztes erkennt schnell Alter und Geschlecht der jeweiligen Tiere. Über Funk legt er mit Kruger fest, heute zwei etwa sechsjährige Männchen zu fangen.
Fürsorglich: Roaland Jooste (l.) von Bayer und Christo Schreiber vom HESC mit dem Geparden Toffee
Auch Wildkatzen wie etwa Geparden sind nicht vom Befall mit Würmern gefeit. Zum Glück gibt es mit Profender spot-on ein Mittel von Bayer Animal Health, das auch bei ihnen wirkt. Die rund 50 Geparden im südafrikanischen Hoedspruit Endangered Species Centre (HESC) etwa werden regelmäßig damit behandelt. Besonders praktisch ist, dass das Produkt einfach auf den Rücken gegeben wird und von dort in Blut gelangt. Herkömmliche Präparate mussten ins Essen gemischt werden, damit Katzen sie überhaupt aufnahmen. Das HESC engagiert sich seit 20 Jahren für bedrohte Arten.
Ein erstes Exemplar hat Buss schnell ausgemacht. Durch geschicktes Anfliegen isoliert Pilot Charles Thompson es von der Gruppe und treibt es in die Nähe der Straße, um der Bodenmannschaft um Kruger den Zugang zu erleichtern. Der Helikopter fliegt jetzt so tief, dass Buss, der in der offenen Tür steht, wenig Mühe hat, mit seinem Betäubungspfeil ins Hinterteil zu treffen. Dort, wo die Haut dünner ist und das Mittel schnell ins Blut gelangt. Das Tier stutzt kurz, läuft weiter, verlangsamt den Schritt, strauchelt und fällt schließlich. Nur wenige Meter von der Doispane Road entfernt. Perfekt für Kruger und sein Team.

Eben erst hat sich die Bodenmannschaft Füße, Beine, Taille und Arme mit Bayticol Aerosol eingesprüht. Das Produkt von Bayer ist ein bewährtes Zeckenmittel. Mit ihm verhindern Kruger und die anderen, dass sich die kleinen Zecken, die sich hier überall im Buschland befinden, auf der menschlichen Haut festbeißen und im schlechtesten Fall das Zeckenbissfieber übertragen.

Mit seinen Kollegen macht sich Kruger nun an dem liegenden, gut anderthalb Tonnen schweren Koloss zu schaffen. Er selbst legt dem Tier eine Augenbinde und eine Seilschlinge um den ausladenden Schädel. Andere prüfen den Herzschlag, vermessen Länge und Umfang der Hörner, ermitteln die Körpertemperatur, nehmen Blut- und Stuhlproben und überwachen die Atmung. Später werden die Daten Auskunft über die Stressbelastung des Tieres geben.
Die Bayer-Produkte verhindern, dass sich Krankheiten ausbreiten
Derweil hat das Team an der rechten Flanke des Nashorns ein ganzes Heer an Zecken entdeckt. SANParks-Mitarbeiter Louis Sibuyi greift zu einer Flasche mit Bayticol von Bayer Animal Health. Es geht aber nicht nur darum, das Tier von peinigenden Parasiten zu befreien. „Spätestens beim Transport in seinen neuen Lebensraum muss es dann sowieso frei von Zecken sein, damit diese keine Krankheitserreger übertragen können“, erklärt Kruger. Eine gesetzliche Vorgabe.

Inzwischen ist der Hubschrauber gelandet, und Peter Buss läuft herbei. Als alle Arbeiten am Tier erledigt sind, spritzt der Veterinär ein Gegenmittel zur Betäubungssubstanz, um deren Wirkung aufzuheben. „Passt auf, wenn es um sich tritt“, ruft Kruger allen Umstehenden zu, als eine Handvoll seiner Leute dem Nashorn auf die Beine hilft. Das Tier rappelt sich hoch, taumelt kurz und setzt schließlich, vom Seil gezogen und noch etwas benommen, einen Fuß vor den anderen. Der Weg führt direkt in eine weiße Metallbox. Während Buss schon wieder Richtung Hubschrauber eilt, um den Fang des zweiten Tiers einzuleiten, senkt sich der Kran über der Metallbox und hievt sie auf den bereitstehenden LKW. Eine Stunde später wird das Jungtier sich in einem Gehege wiederfinden, wo es bis zu seinem Verkauf bleibt. Dort erfolgt eine erneute Behandlung gegen Zecken – jetzt mit einem Bayer-Produkt, das sich, einmal auf den Nashornrücken gegeben, von selbst am ganzen Körper verteilt. Mit diesem endgültigen Zeckenschutz hilft Bayer beim Aufbau neuer Nashornpopulationen, ohne dass Krankheitserreger verbreitet werden.

Nachhaltigkeit

Eine Herz für kranke Kinder

Sozial: Wie in vielen Ländern der Welt unterstützt Bayer auch in Südafrika zahlreiche soziale Projekte. Dazu zählt beispielsweise die finanzielle Hilfe für eine Klinik in Johannesburg, in der Kinder mit einem angeborenen Herzfehler operiert werden.
Glücklich: Juliana Neequaye mit ihrer am Herzen operierten Tochter Geraldine und dem Chirugen Dr. Frank EdwinBild vergrößern
Glücklich: Juliana Neequaye mit ihrer am Herzen operierten Tochter Geraldine und dem Chirugen Dr. Frank Edwin

Geraldine sieht müde aus. Ganz eng kuschelt sich das kleine Mädchen an ihre Mutter, die es fest in ihren Armen hält. Die Kleine ist noch kein Jahr alt und hat in ihrem kurzen Leben schon so viel mitgemacht: Erst vor wenigen Wochen wurde sie bereits das zweite Mal an ihrem kleinen Herzen operiert.

Auch Geraldines Mutter wirkt müde. Die vergangenen Monate haben sehr an Juliana Neequaye gezehrt. Es war im Juni 2009, als man in einem Krankenhaus im heimischen Ghana feststellte, dass ihre kleine Geraldine einen angeborenen Herzfehler hat. Drei Löcher in der Aortawand führten dazu, dass sauerstoffreiches Blut zurück in die Lunge floss statt in die übrigen Körperteile. Lungenhochdruck und Sauerstoffmangel in verschiedenen Organen waren die für Geraldine lebensbedrohliche Folge. In Ghana gibt es keine Klinik, in der Kinder unter einem Jahr am Herzen operiert werden. Zum Glück kannte ihr behandelnder Arzt Dr. Frank Edwin eine Einrichtung im südafrikanischen Johannesburg, wo der notwendige Eingriff möglich erschien: das Walter Sisulu Paediatric Cardiac Center for Africa (WSPCCA). Eine Einrichtung, die 2003 ins Leben gerufen wurde und nach dem Mentor Nelson Mandelas benannt ist.

Ihre Mission: Hilfe für herzkranke Kinder in ganz Afrika. Und dabei nehmen sich die Ärzte vor allem auch derjenigen Kinder an, deren Eltern einen solchen operativen Eingriff nicht bezahlen können.

15.000 Euro können das Leben eines herzkranken Kindes retten
„95 Prozent aller Herzfehler bei Babys lassen sich beheben“, sagt Dr. Robin Kinsley, Mitbegründer und Leiter des WSPCCA. Er weiß, dass es sich um eine theoretische Größe handelt. Denn viele Kinder müssen sterben, weil sie fernab geeigneter Kliniken leben oder ihre Familien kein Geld für den nötigen Eingriff haben. Nur ein Prozent aller Kinder in Afrika sind bei einer Krankenkasse versichert, die einen solchen Eingriff bezahlt. Das WSPCCA will jedoch auch den übrigen Kindern helfen. „Für jeden Eingriff brauchen wir im Schnitt 15.000 Euro“, sagt Geschäftsführerin Lynda Bleazard – und freut sich über jede Spende.

Zu den Sponsoren zählt seit 2006 auch Bayer. „Nachdem wir die große Bedeutung dieser Einrichtung für das Leben der Kinder erkannt haben, wollten wir uns beteiligen“, erklärt Dr. Ronel Coetzee von Bayer HealthCare in Südafrika. Seither spendet das Unternehmen regelmäßig an die Einrichtung – und finanziert wichtige Operationen.

Dank der Geldspenden konn­ten die Ärzte um Kinsley seit 2003 mehr als 330 Kindern helfen. Rund 40 Prozent davon kamen aus anderen Ländern Afrikas. So wie die kleine Geraldine aus Ghana. Den ersten Eingriff hatte die Familie noch selbst finanziert. Doch Ende 2009 wurde ein zweiter Herzfehler entdeckt, eine Aortaverengung. Wieder halfen die Chirurgen in Johannesburg, und dieses Mal wurden alle Kosten aus dem Spendenaufkommen des WSPCCA gedeckt.

Lynda Bleazard betont, dass die Kapazität der Klinik mehr Operationen erlauben würde: „Möglich wären jährlich bis zu 300 Operationen, die durch Spenden finanziert werden.“ Bislang sind es erst 50.
Lehrerin Tiny Khumalo ist auch nachmittags für die Schüler da
Schüler-Hilfe. Eine sehr enge Verbindung pflegt Bayer mit der Endulwini-Schule in Tembisa, nahe Johannesburg. Regelmäßige Sachspenden unterstützen ein Programm für bedürftige Kinder. Es bietet ihnen die Möglichkeit, auch nachmittags in der Schule zu bleiben und dort zu essen, Hausarbeiten zu machen oder Wäsche zu waschen. Einige Bayer-Mitarbeiter haben sogar geholfen, einen Gemüsegarten anzulegen.

Schädlingsbekämpfung

Termiten ohne Chance

Effektiv: Ehe das neue Fußball-WM- Stadion in Polokwane gebaut wurde, musste das Grundstück von Termiten befreit werden. Die Schädlingsbekämpfer setzten auf Premise von Bayer CropScience.
Geschafft: Mit Premise von Bayer CropScience hat Keith Nieuwenhuys dafür gesorgt, dass das Grundstück des WM-Stadions in Polokwane frei von Termiten ist
Geschafft: Mit Premise von Bayer CropScience hat Keith Nieuwenhuys dafür gesorgt, dass das Grundstück des WM-Stadions in Polokwane frei von Termiten ist
Direkt nach den großen Regenfällen im Sommer geht‘s los: Die Termiten bekommen Flügel. Für sie drängt nun die Zeit, denn diese Phase ihres Insektenlebens währt nur kurz. Schnell schwärmen sie aus, um neue Kolonien zu gründen. Keith Nieuwenhuys beflügelt ihr Anblick, denn je zahlreicher ihr Auftreten, desto mehr Aufträge winken: Nieuwenhuys ist Schädlingsbekämpfer. In Polokwane, Hauptstadt der südafrikanischen Provinz Limpopo, betreibt er die Firma Northern Province Pest Control.

Die Bekämpfung von Termiten macht einen Großteil seiner Aufträge aus. Über zu wenig Arbeit muss er nicht klagen: Wegen des feuchtwarmen Klimas fühlen sich dort im Nordosten des Landes viele Arten dieser Schädlinge heimisch – mit Konsequenzen für Bauherren. In Polokwane muss jedes Grundstück vor Baubeginn mit einem Termitenmittel behandelt werden. Das ist Pflicht, denn so will die Gemeinde verhindern, dass die kleinen Insekten mit ihrem notorischen Heißhunger auf Holz die Bausubstanz attackieren.
In Polokwane muss jedes Baugrundstück frei von Termiten sein
Diese Vorgabe galt auch für das Grundstück, auf dem das neue Peter-Mokaba-Stadion errichtet wurde. Neben viel Beton wurde dort viel Holz in Möbeln oder Verschalungen verbaut. „Außerdem können Termiten im Boden die Statik des Gebäudes bedrohen“, so Nieuwenhuys.

Ehe Betonpfeiler und Fundamente für dieses nördlichste aller südafrikanischen WM-Stadien gegossen wurden, rückte daher seine Firma an. Ein Mitarbeiter fuhr mit einem Pick-up über das Gelände mit einem großen Kunststoff-Tank auf der Ladefläche. Dessen Inhalt: eine wässrige Verdünnung von Premise 200 SC.

Das Produkt von Bayer CropScience gehört in ganz Südafrika zu den bevorzugten Mitteln zur Termitenbekämpfung. Zu den besonderen Vorteilen zählt, dass sein Wirkstoff für die Termiten völlig geruchlos ist, sie erkennen die Gefahr folglich nicht. Und mehr noch: Für die Bekämpfung einer Kolonie ist es nicht nötig, jedes einzelne Tier mit der Sprühlösung zu erreichen. „Es genügt, einzelne Tiere zu treffen. Diese geben die Substanz dann innerhalb des Volkes weiter“, erklärt David Faber, Geschäftsführer von Coopers Environmental Science. Auf diese Art werden alle Tiere einer Kolonie unschädlich gemacht. Sein Unternehmen vertreibt die Bayer-Produkte in Südafrika exklusiv.

„Die Wirkung des Mittels hält mehrere Jahre an“, sagt Faber. Die bräunlich-roten, kegelförmigen Termitenhügel, die man in der Umgebung des Stadions häufig sieht, wird es auf dem Spielfeld in den nächsten Jahren also nicht geben. Nun kann der WM-Ball ungehindert rollen.

Sicherheit

Echt sicher

Neu: Pünktlich vor der Fußballwelt­meisterschaft hat Südafrika einen neuen Reisepass eingeführt, der als besonders fälschungssicher gilt. Dazu trägt auch das Produkt Makrofol ID von Bayer MaterialScience bei.
Stolz: Bayer-Mitarbeiter Ngoato Thamae zeigt seinen neuen südafrikanischen Pass gerne vor. Die Datenseite besteht aus Makrofol ID von BayerBild vergrößern
Stolz: Bayer-Mitarbeiter Ngoato Thamae zeigt seinen neuen südafrikanischen Pass gerne vor. Die Datenseite besteht aus Makrofol ID von Bayer
Republic of South Africa. So steht es in goldener Prägung auf dem grünen Pass, den Ngoato Thamae am Flughafen in Frankfurt vorzeigt. Ein kurzer Blick, dann setzt der Beamte seinen Stempel in das Dokument. Thamae ist stolz – auf seinen neuen Reisepass und auch auf diesen ersten ausländischen Stempel darin.

Der Südafrikaner hat bereits viele andere afrikanische Länder besucht. Von den zahlreichen Grenzübertritten war sein alter, längst zerfledderter Reisepass randvoll mit Stempeln. Da traf es sich gut, dass die südafrikanischen Behörden 2009 einen neuen Pass einführten. Stolz macht Thamae auch die Tatsache, dass Makrofol ID eine entscheidende Rolle in dem neuen Dokument spielt. Ein Material also, für das er als Sales Manager bei Bayer MaterialScience (BMS) im südlichen Afrika zuständig ist. Und das nun auch zur neuen Fälschungssicherheit beiträgt.

Damit entspricht das neue Dokument modernsten Anforderungen – was für die alte Generation des südafrikanischen Reisepasses nicht mehr galt. So bestand die Datenseite mit den persönlichen Informationen im alten Pass noch aus einem schlichten, in Folie eingeschweißten Blatt Papier.
Makrofol ID sorgt schon in mehr als 40 Ländern für sichere Ausweise
Schon seit einiger Zeit hatte die südafrikanische Regierung daher mit Hochdruck an einer modernen Alternative gearbeitet. Im April 2009 war der neue Pass dann serienreif und wird seither an die Bürger ausgegeben. Anlässlich der Umstellung sprach die damalige Innenministerin Nosiviwe Mapisa-Nqakula gegenüber Medienvertretern von einer „deutlichen Verbesserung der Sicherheit des südafrikanischen Passes“. Dafür sorgt insbesondere die neue Datenseite. Sie basiert nun auf mehreren Schichten Makrofol ID. Bestimmte Zusätze in dieser Polycarbonatfolie von BMS erlauben es, per Laser persönliche Daten, Bilder oder auch ein Wasserzeichen des südafrikanischen Friedensnobelpreisträgers Albert Luthuli in eine der unteren Lagen zu schreiben. Ein Abtrennen oder Kopieren dieser Daten ist praktisch unmöglich.

Hersteller des Ausweises ist die Firma Trüb. Genau wie für BMS war dieser Auftrag einer von vielen. Dazu Norbert Kinzel, Leiter des Polycarbonat-Folien-Geschäfts bei Bayer MaterialScience: „Unsere speziell für Ausweise entwickelte Polycarbonat-Folie ist bereits in mehr als 40 Ländern als Basismaterial für Ausweise, Pässe oder Führerscheine im Einsatz.“ Für ein Höchstmaß an Sicherheit ist also gesorgt.
Präzision: Olaf Kellermann bei der Produktion von Makrofol
Schicht für Schicht. Bei der Herstellung ist die Folie Makrofol ID nach ganz dünn. Erst aus mehreren Lagen ensteht ein massives Stück Polycarbonat, wie es auch für die fälschungssichere Datenseite in Ausweisen genutzt wird. Spezielle Techniken erlauben es, Informationen und Bilder in untere Lagen zu schreiben.
http://www.bayer.de/de/bayer-in-suedafrika.aspx

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Letzte Änderung: 16. Dezember 2011

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