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Spaß am Entdecken

Forschungsdrang: Schüler des Leverkusener Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums sind ganz fasziniert vom Experimentieren.
Forschungsdrang: Schüler des Leverkusener Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums sind ganz fasziniert vom Experimentieren.
Ende 1998 eröffnete Bayer in Wuppertal sein erstes Schülerlabor unter dem Namen Baylab. Mittlerweile gibt es vier. Deren Angebote nutzten bislang mehr als 26.000 Schüler.

Julien rückt sich die Schutzbrille auf der Nase zurecht, zupft an seinem schneeweißen Laborkittel und schaut gespannt in die Runde. „Cool. Das steht dir“, ruft ihm eines der Mädchen zu. Der 18-Jährige ist zufrieden. Und zwar nicht nur mit seinem Aussehen. Auch die Umgebung gefällt dem Schüler des Genoveva-Gymnasiums Köln außerordentlich gut. Als ein Mitschüler begeistert ausruft: „Das sieht ja aus wie bei Navy CIS“, nickt Julien zustimmend.

Baylab baykomm

Was ist Nanotechnologie? Warum ist Vitamin C so wichtig? Wie funktioniert humangenetische Diagnostik? Mit Antworten auf diese Fragen beschäftigen sich die Jungforscher im Baylab baykomm.

Baylab plastics

Im Baylab plastics dreht sich alles um Kunststoffe. Dort können Schüler in die Rolle eines Designers, Forschers, Technikers oder Kommunikators schlüpfen.

Die Baylabs

Ende 1998 eröffnete Bayer in Wuppertal sein erstes Schülerlabor unter dem Namen Baylab. Mittlerweile gibt es vier. Deren Angebote nutzten bislang mehr als 26.000 Schüler.

Baylab health

Durch eigenständiges Experimentieren erschließen sich Kinder und Jugendliche im Baylab health wissenschaftliche Zusammenhänge aus der Chemie, Biologie, Physik und Medizin.

Baylab plants

Im Monheimer Schülerlabor erleben Jugendliche Pflanzenschutz und grüne Gentechnik von einer neuen, spannenden Seite.

Das futuristisch anmutende Baylab im Kommunikationszentrum des Unternehmens in Leverkusen hat tatsächlich so gar nichts mit einem herkömmlichen Chemielabor einer Schule zu tun. In der Mitte des rund 150 Quadratmeter großen, lichtdurchfluteten Raums sind Labortische in zwei Halbkreisen angeordnet – Platz für insgesamt 30 Schüler. Statt einer Tafel hat hier die Multimediawelt Einzug gehalten. „So ein Labor habe ich noch nie gesehen. Ich bin gespannt, was hier auf uns zukommt“, sagt Julien ungeduldig. Baylab – das steht für Bayer und Laboratorium, für Experimentieren, für Spaß an den Naturwissenschaften und nicht für stures Lernen.

Bayer-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Plischke und Nachwuchsforscher im neuen Baylab.
Bayer-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Plischke und Nachwuchsforscher im neuen Baylab.

Entsprechend begeistert sind die Kölner Schüler bei der Sache, als es endlich losgeht. Die Aufgabe des Tages ist ungewöhnlich. Die Jungforscher sollen dem größten Chromosom ihrer eigenen DNA, dem D1S80, auf die Spur kommen. Projektleiterin Dr. Annemarie Simons erklärt, wie das gemacht wird: „Ihr müsst Speichel von der Mundschleimhaut in das Probengefäß geben, damit wir die DNA daraus isolieren können.“Die Molekularbiologin, die früher in der Bayer-Forschung gearbeitet hat, steht Julien und seinen Klassenkameraden gemeinsam mit der Biochemikerin Dr. Eleonore Rohloff an diesem Tag zur Seite. Die beiden Naturwissenschaftlerinnen zeigen den jungen Nachwuchsforschern wichtige Handgriffe: Pipettieren, Zentrifugieren, Isolieren – aber alles der Reihe nach. Julien befolgt konzentriert die Arbeitsanweisungen seiner Lehrerinnen auf Zeit. Als Erstes mischt er eine Lysislösung unter seinen Speichel. Damit bricht man Zellen auf, um an die DNA im Zellinneren zu gelangen. Danach werden die Zellhüllen abzentrifugiert. Jetzt kann der Gymnasiast mit der Isolierung der DNA beginnen.

Eröffnung Baylab plastics
Ein Verfahren zur Vervielfältigung der DNA außerhalb einer lebenden Zelle kennen Julien und seine Mitschüler schon aus dem Biologie-Unterricht. Doch als sie am Nachmittag das größte Chromosom ihrer eigenen DNA vor sich haben, sind sie begeistert. Schulsprecherin Hana Naveh: „Bisher kannte ich das nur aus Büchern. In der Praxis macht das viel mehr Spaß.“ Studienrat Joern Roth schaut seinen Schülern immer wieder über die Schulter. Er ist sehr zufrieden mit dem, was er sieht. „Das, was hier angeboten wird, können wir in unserer Schule überhaupt nicht leisten. Deshalb sind wir auf außerschulische Lernorte wie diesen hier angewiesen“, sagt der Lehrer. Denn: Wer später forschend tätig sein möchte, könne im Baylab ein nahezu echtes Labor erleben. „Das ist schon sehr eindrucksvoll.“ Auch Julien ist begeistert: „In unserer Schule hätten wir gar keine Möglichkeit, so zu experimentieren.“ Umso mehr freut er sich, dass ihm Bayer diese Erfahrung schenkt. Sein Urteil: „Einfach klasse.“
Das Baylab im BayKomm ist das vierte Schülerlabor des Unternehmens. Die bisherigen drei sind den jeweiligen Teilkonzernen zugeordnet. Entsprechend unterscheiden sich auch die Angebote an den Nachwuchs (siehe rechte Seite). Bis heute haben mehr als 26.000 Kinder und Jugendliche in den Schülerlabors eigene Experimente vorgenommen. Wie erfolgreich dort gearbeitet wird, dokumentiert die Ehrung für das Baylab plants von Bayer CropScience, das von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ von Bundespräsident Horst Köhler ausgezeichnet wurde. Und das Baylab health erhielt 2005 den „NRW Corporate Citizenship Preis“.

Auf der Spur der eigenen DNA

Für das Unternehmen sind die Schülerlabore allerdings nur ein Angebot aus vielen Möglichkeiten, naturwissenschaftliche Ausbildung zu fördern. Die Faszination Naturwissenschaften steht auch im Mittelpunkt der Initiative „Making Science Make Sense“: 1995 in den USA gestartet, umfasst dieses Programm inzwischen zwölf Länder auf drei Kontinenten. Dabei gehen Mitarbeiter in Schulen und bringen Schülern naturwissenschaftliches Denken näher – so, wie es auch in den Baylabs geschieht. Schulsprecherin Hana: „Es ist schon etwas Besonderes, auf die Spur der eigenen DNA zu gehen.“ Auch bei Projektleiterin Simons fällt das Urteil positiv aus: „Der theoretische Unterricht in der Schule kann nur die Basis schaffen. Erst durch eigenes Experimentieren entflammt die Begeisterung für Naturwissenschaften.“

Die Eröffnung

Die Eröffnung

Rund 150 Gäste aus Politik und Verwaltung sowie aus Schul- und Bildungseinrichtungen waren zur feierlichen Eröffnung des jüngsten Baylabs nach Leverkusen gekommen. Bayer-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Wolfgang Plischke betonte in seiner Rede die Bedeutung der Bildungsförderung: „Wir wollen jungen Menschen die Faszination Naturwissenschaften frühzeitig näherbringen.“ Als Erfinderunternehmen mit vielen Forschungsaktivitäten in Deutschland sei der Konzern langfristig auf gut ausgebildeten Nachwuchs angewiesen.Dies umso mehr, da „die großen Zukunftstrends unsere ganze Innovationskraft fordern werden“. Auch der Vertreter des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhard Aldejohann, würdigte das Engagement des Unternehmens. Das neue Baylab schaffe viele Anreize für Schüler und könne so nachhaltig anhaltende Begeisterung für Naturwissenschaften wecken.
http://www.bayer.de/de/Spass-am-Entdecken.aspx

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Letzte Änderung: 6. Januar 2012

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