Gesundheit und Soziales

Hilfen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schlafkrankheit

Fast sechzig Millionen Menschen sind in Afrika von der Afrikanischen Schlafkrankheit bedroht. Im Kongo sterben an dieser Infektion mittlerweile ebenso viele Menschen wie an den Folgen von AIDS. Bayer hat sich zur Bekämpfung der Krankheit bereit erklärt, der Weltgesundheitsorganisation das Medikament mit dem Wirkstoff Suramin für die Dauer von fünf Jahren kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Die Afrikanische Schlafkrankheit wird von einem Parasiten ausgelöst, den die Tsetse-Fliege im subsaharischen Afrika auf den Menschen überträgt. Unbehandelt führt die Erkrankung zum Tod. Nachdem die Krankheit in den sechziger Jahren drastisch eingedämmt werden konnte, ließen die Vernachlässigung von Prävention und Therapie sie massenhaft wieder auftreten.

Bayer liefert das Arzneimittel an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der Spendenumfang richtet sich nach dem von der WHO prognostizierten Bedarf. Die WHO-Experten entscheiden über die Verteilung.

Darüber hinaus unterstützt Bayer das Spezialprogramm der WHO zur Erforschung tropischer Krankheiten (TDR) bei klinischen Studien. Das Arzneimittel mit dem Wirkstoff Nifurtimox, wird auf dessen Eignung zur Bekämpfung der Afrikanischen Schlafkrankheit geprüft. Ursprünglich war das Produkt für die Behandlung der Chagas-Krankheit entwickelt und registriert worden, einer ausschließlich in Lateinamerika vorkommenden, ebenfalls durch Parasiten verursachten Infektionskrankheit.

Mehrere Studien mit verschiedenen Dosierungsstärken zur Behandlung der Afrikanischen Schlafkrankheit wurden bereits durchgeführt.

Zudem spricht sich Bayer für eine „Integrierte Schlafkrankheits-Initiative“ aus, die von möglichst vielen Institutionen getragen wird. Sie soll alle Aspekte der Krankheit einschließen: von der Infektion, über die Diagnose und die Therapie bis hin zur Prävention. Bayer beteiligt sich außerdem an der „Pan African Trypanosomiasis and Tsetse Eradication Campaign“, die im Juli 2000 von der WHO und weiteren Organisationen gegründet wurde. Ziel der Kampagne ist es, die Verbreitung der Tsetse-Fliegen einzudämmen.

Letzte Änderung: 28. Februar 2014  Copyright © Bayer AG
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