Japanischer Garten

Mittelpunkt des Gartens: idyllisches Teehäuschen in chinesischem Baustil

Von der Laubenbrücke führt der Weg zum Tee- oder Gartenhaus mit dem Doppeldach. Ziegelgedeckte Doppeldächer waren in China Symbol für den hohen sozialen Rang der Hausbesitzer. Ein Beispiel sind die Dächer der Verbotenen Stadt in Peking. Das Leverkusener Teehäuschen ist chinesischem Baustil nachempfunden und zum Teil mit Chinamöbeln ausgestattet.

  • Das Teehaus stellt den Mittelpunkt des Gartens dar. Es ist chinesischem Baustil nachempfunden und zum Teil mit Chinamöbeln ausgestattet.
  • Charakteristisch für den Garten ist Fernöstliches wie Torbogen, sogenannte Torii, und Laternen. Torii wecken wie kein anderes Bauwerk Assoziationen mit Japan, dort tragen solche Torbögen allerdings kein Dach.
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Das Teehaus stellt den Mittelpunkt des Gartens dar. Es ist chinesischem Baustil nachempfunden und zum Teil mit Chinamöbeln ausgestattet.

Zwei bronzene Tempellöwen bewachen den Eingang. Solche Wächterfiguren stehen auch vor chinesischen Palastbauten und japanischen Tempeln. Zuweilen werden sie in Japan als „Koreanische Tempelhunde“ (Koma-inu) bezeichnet. Denn sie gelangten vom „Reich der Mitte“ über Korea ins „Land der aufgehenden Sonne“. Die Japaner nahmen damals sogar an, dass es solche Tiere tatsächlich in Korea gegeben habe.

Geschnitzte Holzpaneele, golden bemalt, zieren das Innere des Teehauses. Drachen- und Phönixpaare symbolisieren einen guten Herrscher bzw. ein blühendes Land. Das Paneel mit den drei Affen, die mit ihren Händen Augen, Ohren und Mund zu halten – nichts Böses sehen, nichts Böses hören, nichts Böses sagen – hat ein berühmtes Vorbild in Nikkô.

Ein weiteres Paneel stellt die sieben Glücksgötter Japans (Shichifuku-jin) dar. Ursprünglich wohl chinesische Gottheiten, erfreuten sie sich im japanischen Volksglauben shintoistischer Prägung besonders großer Beliebtheit. Deshalb wurden sie in der Kunst oft dargestellt. Einer von ihnen, Daikoku, der Gott der guten Ernte und des Wohlstandes, begegnet uns andernorts im Garten wieder.

Die Innenwände des Teehauses sind mit chinoisen Malereien verziert, ebenso die Lampenständer. Schaut der Besucher durch die mit Holzornamenten geschmückten Fenster, gewinnt er unwillkürlich den Eindruck, in einer fernen, in einer exotischen Welt zu sein.

Steinlaternen und Plastiken säumen die Plattenwege am Teehaus. Die auffälligste Figur ist sicherlich die kleine Bronzestatue eines „Wassermond-Kannon“ (Suigetsu-Kannon) hinter der Teehausterrasse. Es handelt sich um eine späte japanische Darstellung des Avalokitesvara (chin. Guanyin, jap. Kanon), einer Gestalt aus dem buddhistischen Pantheon. Sie eröffnet auch dem einfachen Gläubigen im Augenblick des Todes die Möglichkeit, aus dem ständigen Kreislauf der Wiedergeburt erlöst zu werden.

Hinweis für Besucher
Bis auf den Japanischen Garten, für den wegen der engen Wege und der besonderen Bauart Einschränkungen für Kinderwagen, Rollstühle und Hunde gelten, ist die gesamte Parkanlage frei nutzbar. Um den Japanischen Garten herum führt eigens ein Rundweg, der einen guten Blick auf einen großen Teil der Anlagen erlaubt.

Quelle: „Der Japanische Garten der Bayer AG in Leverkusen“, herausgegeben von der Bayer AG, Konzernkommunikation.

Letzte Änderung: 21. Juli 2016 Copyright © Bayer AG
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