Ein mit Partnern entwickeltes neues Verfahren der Chlorgewinnung basiert auf dem Prinzip der Brennstofzelle und recycelt Chlor aus Salzsäure in einem geschlosen Kreislauf. Die sogenannte Sauerstoffverzehrkathode funktioniert nach dem Prinzip der Brennstoffzelle und reduziert den Stromverbrauch und damit entsprechen die CO2-Emissionen in der Chlorproduktion um 30 Prozent. An den Standorten Caojing bei Schanghai in China und in Brunsbüttel in Deutschland ist diese Technologie zur Chlorproduktion auf Säure-Basis bereits im großindustriellen Einsatz.
Die Sauerstoffverzehrkarthoden-Technologie wurde für die Chlorgewinnung auf Salz-Basis weiterentwickelt. Bei dieser Methode versprechen sich die Experten ebenfalls eine Energieeinsparung von 30 Prozent im Vergleich zu konventionellen Verfahren.
Bis 2011 soll die erste großtechnische Anlage in Deutschland in Betrieb gehen. Würden 15 Prozent der Anlagen aller Marktteilnehmer zur Herstellung von Chlor auf Salz-Basis auf diese Technologie umgerüstet, würde sich das weltweite CO2-Einsparpotenzial in der Chlorherstellung auf 5 Millionen Tonnen pro Jahr summieren. Das ist drei Mal soviel, wie die jährlich in Deutschland neu zugelassenen Autos an Kohlendioxid einsparen, wenn sie die EU-Norm für den CO2-Ausstoß erfüllen. Bayer wird die innovative Technologie weltweit anderen Unternehmen der chemischen Industrie anbieten.