Gesundheit und Soziales

Bayer engagiert sich im Kampf gegen die Chagas-Krankheit

In vielen Ländern Mittel- und Südamerikas ist die Chagas-Krankheit, eine tödlich verlaufende Tropenkrankheit, weit verbreitet. Der Erreger wird durch blutsaugende Insekten, Transfusionen mit infiziertem Blut oder bereits während der Schwangerschaft durch die erkrankte Mutter übertragen.

Die Menschen wissen kaum etwas über die Krankheit Chagas. Frühe Aufklärung in der Schule ist wichtig für die Vorsorge.

Die Menschen wissen kaum etwas über die Krankheit Chagas. Frühe Aufklärung in der Schule ist wichtig für die Vorsorge.

Bayer HealthCare und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind seit 2004 Partner im Kampf gegen die Chagas-Krankheit. Im März 2011 verlängerte das Unternehmen seine Vereinbarung mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Bekämpfung der Infektionserkrankung.

 

Mit der Vertragsverlängerung unterstreicht Bayer HealthCare sein Engagement für eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit mit der WHO und stellt auf diese Weise sicher, dass laufende Projekte und Initiativen über die ursprünglich vereinbarte Zeit hinaus weitergeführt werden können. Bayer HealthCare hat sich in diesem Rahmen ebenfalls verpflichtet, die ursprüngliche Spende von 2,5 Millionen Lampit™-Tabletten (Wirkstoff: Nifurtimox) zur Behandlung der Chagas-Krankheit bis zum Jahr 2017 auf insgesamt fünf Millionen zu verdoppeln. Darüber hinaus wird das Unternehmen 1,5 Millionen US-Dollar in bar für die Finanzierung von Logistik und Distribution zur Verfügung stellen.

Zudem kooperieren im Kampf gegen die Chagas-Krankheit die Bayer Cares Foundation und Bayer HealthCare mit der Caritas Argentinien. Sie wollen ab dem Jahr 2013 in einem auf vier Jahre angelegten Projekt gemeinsam die Aufklärung über die Krankheit sowie ihre Früherkennung in den ländlichen Gebieten Argentiniens verbessern und das Bewusstsein über mögliche Schutzmaßnahmen in der Bevölkerung stärken. Hierfür stellt die Bayer-Stiftung 665.000 Euro zur Verfügung.  

Im Rahmen des von Bayer HealthCare-Talenten entwickelten Projektes besuchen Caritas- und Unternehmens-Mitarbeiter Schulen in ländlichen Gegenden, die oft von der Gesundheitsversorgung abgeschnitten sind, um vor Ort umfassende und altersgerechte Aufklärungsarbeit über die Chagas-Krankheit zu leisten. Kinder und Jugendliche stellen eine besonders gefährdete Risikogruppe dar und können darüber hinaus die erworbenen Kenntnisse in ihren Familien weitergeben. Um das Wissen über die Verbreitung der Krankheit zu vergrößern, werden außerdem vor allem in abgelegenen Gebieten Bluttests durchgeführt, anhand derer eine Infektion mit der Krankheit diagnostiziert werden kann. Ein Projektbüro in Buenos Aires wird die gewonnenen Erkenntnisse bündeln und in enger Zusammenarbeit mit den staatlichen Gesundheitsbehörden weiter analysieren und in Präventionsmaßnahmen überführen.

„Durch Vorsorge könnten viele Fälle der Chagas-Krankheit verhindert werden. Deswegen muss noch viel mehr in Bildung und Aufklärung investiert werden“, sagt Horacio Cristiani, Leiter der Caritas Argentinien.  
 
Bayer HealthCare unterzeichnete gemeinsam mit zwölf weiteren Pharmaunternehmen die London Declaration on Neglected Tropical Diseases, die es sich zum Ziel gesetzt hat, zehn vernachlässigte tropische Erkrankungen zu eliminieren oder besser zu kontrollieren.

Letzte Änderung: 28. Februar 2014 Copyright © Bayer AG
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