Forschung bei Bayer

Forschung bei Bayer MaterialScience

Bayer MaterialScience wendete im Jahr 2013 208 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung auf. Dies entspricht rund 6,5 Prozent der gesamten Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen des Bayer-Konzerns. Der Teilkonzern will damit als globaler Anbieter von hochwertigen, maßgeschneiderten Material- und Systemlösungen seine führende Position im Markt und in der Prozesstechnik weiter ausbauen. In den Business Units Polycarbonates; Polyurethanes und Coatings, Adhesives, Specialties werden modernste Technologien und Produktionsverfahren eingesetzt, um in Kooperation mit den Kunden und anderen externen Partnern neue Produkte und neue Anwendungen zu realisieren.

Neue Anwendungen für Hightech-Werkstoffe

Wässrige 2K-PUR-Lacke
Entspricht den Umwelterfordernissen


Bedruckbare aliphatische Desmopan-Folien für verbesserte mechanische Eigenschaften und Lichtbeständigkeit


Aspartate für innovativen Korrosionsschutz


Multitec
Short Fiber Spraying – ein schnelles, effizientes Verfahren


Neue Makroblend-Produktlinien
für Außenteile von Automobilen – hohe Zähigkeit selbst bei tiefen Temperaturen


ETICS
Außenseitige Wärmedämm-Verbundsysteme


Schwer entflammbare Bayblend-Typen mit Umweltzeichen


Bayflex Lightweight
Geringere Dichte, ausgezeichneter dynamischer Druckverformungsrest


Neue kratzfeste Makrolon- Qualitäten für Autoverscheibungen


Beispiele aus der Werkstoffforschung:

Polyurethanes

In der Business Unit Polyurethanes (PUR) arbeitet Bayer MaterialScience unter anderem an der Weiterentwicklung von Polyurethan-Hartschaum als hocheffizientem Dämmstoff für Gebäude und Kühlgeräte. Dabei will der Teilkonzern vor allem die Dämmeigenschaften und den Flammschutz weiter verbessern. Zu den jüngsten Innovationen gehört ein besonders feinporiger Schaumstoff, dessen Wärmeleitfähigkeit bis zu zehn Prozent niedriger ist als die von konventionellem Polyurethan-Hartschaum.


Des Weiteren sind die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten darauf ausgerichtet, die steigende Nachfrage nach höherem Komfort zu decken. Zu den innovativen Lösungen in diesem Bereich zählt sogenannter visko-elastischer Polyurethan-Weichschaum, der zunehmend in Möbeln und Matratzen eingesetzt wird.


Auf dem Gebiet der Prozessentwicklung erzielte Bayer MaterialScience in den vergangenen Jahren signifikante Fortschritte. Gegenwärtig erschließt der Teilkonzern Kohlendioxid als neue Kohlenstoffquelle für Polyurethane, um die Abhängigkeit von petrochemischen Rohstoffen zu verringern. Ein entsprechendes Forschungsprojekt („Dream Production“) wurde 2013 erfolgreich abgeschlossen. Außerdem wurden Planungen zur kommerziellen Nutzung der neuen Technik vorangetrieben.

Polycarbonates

In der Business Unit Polycarbonates (PCS) zielen unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf die Entwicklung neuer Produkte vor allem für die Automobil- und Elektronikindustrie, die gewichtsreduzierte Anwendungen, verbesserte Energieeffizienz und Sicherheit sowie höhere Designfreiheit ermöglichen.


In der Konsumentenelektronik haben wir unter anderem besonders leichte glasfaserverstärkte Werkstoffe entwickelt und auf den Markt gebracht, die beispielsweise für sogenannte Ultramobile Notebooks verwendet werden können.


In der Automobilindustrie entwickeln wir neben Leichtbaulösungen auch Materialien und Systeme zur hochwertigen und individuellen Gestaltung von Fahrzeuginnenräumen. Die von MaterialScience mitentwickelte „DirectCoating-/DirectSkinning“-Technik ermöglicht hier eine effiziente Fertigung von beschichteten Bauteilen in nur noch einem Produktionsschritt. Mit dem Einsatz von wiederverwerteten Kunststoffen bieten wir zudem nachhaltige Lösungen, die unter anderem in Autokarosserien und Laptopgehäusen verwendet werden.

Coatings, Adhesives, Specialties

In der Business Unit Coatings, Adhesives, Specialties (CAS) treiben wir die Entwicklung von Polyurethan-Rohstoffen für hochwertige Lacke, Kleb- und Dichtstoffe voran. Sie werden unter anderem im Bereich erneuerbarer Energien, Mobilität und Infrastrukturanlagen sowie für Textilien und Sportartikel eingesetzt.


Der Schwerpunkt unserer Entwicklungsarbeiten liegt auf umweltverträglichen Produkten, die Ressourcen stärker schonen und in der Anwendung effizienter sind. Dabei konzentrieren wir uns auf lösungsmittelarme und -freie sowie wässrige Systeme. Eine zunehmend größere Rolle spielt auch die Verwendung nachwachsender Rohstoffe. Neben diesen klassischen Anwendungsgebieten wollen wir durch die Weiterentwicklung unseres Produkt- und Technologieportfolios lukrative neue Marktsegmente erschließen.


Im Bereich der funktionalen Folien (Specialty Films) stehen Produkte auf Basis von Polycarbonat und thermoplastischem Polyurethan im Mittelpunkt. Diese lassen sich zum Beispiel mit holografischen Funktionen versehen, die in attraktiven Bereichen wie 3D-Flachbildschirmen verwendet werden können.

Kollaboration mit Netzwerkpartnern, um Innovationsimpulse zu nutzen

Zur Erschließung neuer Geschäftsfelder untersucht und bewertet der Bereich New Business innovative Technologie- und Markttrends. Diese werden anschließend in den Business Units oder eigenständigen Unternehmen umgesetzt. Darüber hinaus arbeitet Bayer MaterialScience in der Forschung und Entwicklung weltweit eng mit Hochschulen, Instituten und Start-Up-Unternehmen zusammen.

Spannende Artikel zur Forschung bei Bayer MaterialScience finden Sie in unserem Forschungsmagazin „research“:

Letzte Änderung: 23. Oktober 2014 Copyright © Bayer AG
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