Gesundheit und Soziales

AIDS: Das Gefahrenbewusstsein schärfen

Alle sechs Sekunden infiziert sich ein Mensch mit HIV. Alle zehn Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen einer AIDS-Infektion. Die Krankheit ist in der Öffentlichkeit zwar nicht mehr so präsent wie vor zwanzig Jahren - doch der Erreger breitet sich scheinbar unaufhaltsam weiter aus, vor allem in den Ländern Afrikas und in Asien. Um den Kampf gegen AIDS zu intensivieren, hat sich Bayer der „Global Business Coalition on HIV/AIDS“ angeschlossen. Dabei handelt es sich um eine weltweite Initiative, der mittlerweile 180 Unternehmen angehören.

Global Business Coalition on HIV/AIDS (GBC)
Die GBC verfolgt das Ziel, das Bewusstsein für die Gefahren von AIDS zu schärfen, weitere Unternehmen für den Kampf gegen die Krankheit zu gewinnen und Spenden für AIDS-Programme zu sammeln. Eine im Herbst 2004 gestartete Initiative der „Global Business Coalition on HIV/AIDS“ bemüht sich darum, HIV-Tests auf eine breitere Basis zu stellen und ihre Umsetzung zu vereinfachen. Der Grund: Noch immer wissen etwa 90 Prozent der Infizierten nicht, dass sie das Virus in sich tragen.

Projekte in China

In China hat die Regierung den Kampf gegen AIDS auf die politische Agenda gesetzt und die Unternehmen zur Zusammenarbeit eingeladen. Bayer hat sich diesem Anliegen im bevölkerungsreichsten Land der Erde angeschlossen und vielfältige Unterstützungsprojekte aufgelegt, die sich auf präventive Maßnahmen und die Verhinderung von Diskriminierungen konzentrieren.

Damit die Gefahr von HIV/AIDS nachhaltig im Bewusstsein der chinesischen Bevölkerung verankert werden kann, bedarf es insbesondere einer professionellen Vermittlung durch die Medien. Bayer geht daher auch neue Wege und hat im Jahr 2003 einen Studiengang zur Gesundheits-Berichterstattung an der Tsinghua-Universität in Peking ins Leben gerufen – das „Tsinghua-Bayer Public Health and HIV/AIDS Media Studies Program“. Journalisten beschäftigen sich hier mit den medizinischen und sozialen Aspekten der Krankheit und werden mit den Anforderungen eines verantwortungsbewussten öffentlichen Umgangs mit ihr vertraut gemacht.
 
Ein weiterer Schritt, um Journalisten im Hinblick auf die Wahrnehmung sozialer Verantwortung zu bestärken ist der Tsinghua-Bayer Media Award for Responsible Public Health Coverage. Der Medienpreis wird seit 2006 an Journalisten mit herausragenden Leistungen in der Berichterstattung über HIV/AIDS vergeben. Die Kooperation von Bayer und der Tsinghua-Universität ist nunmehr zu einer internationalen Partnerschaft geworden: Unterstützt wird das Programm inzwischen von Partnern aus dem chinesischen Parlament, der Bill and Melinda Gates Foundation, der National Press Foundation, und dem China AIDS Roadmap Tactical Support (CHARTS) Projekt. Im Rahmen des Tsinghua-Bayer Programms wurden bis Ende 2007 etwa eintausend Journalisten und Regierungsbeamte geschult, die entscheidend zu einem Anstieg der objektiven Berichterstattung über HIV/AIDS und andere übertragbare Krankheiten in chinesischen Medien geführt hat und dadurch zu einem besseren Kenntnisstand in Bezug auf Krankheitsprävention beitrug.

Letzte Änderung: 28. Februar 2014  Copyright © Bayer AG
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